hi,
bin am überlegen ob ich einen Teil pellets selber herstellen soll
hat jemand von euch erfahrung damit? oder kennt ihr jemand der das schon macht?
hat jemand erfahrung mit dem zermahlen von holz oder stroh für pellets?
danke
mfg
steeven
Das feine Schreddern kostet doch noch mal Energie, und das anschließende Hochdruck-Pressen durch die Loch-Matrize noch mal.
Ich denke, das ist von der Energiebilanz her vor allem im kleinen Maßstab unrentabel.
Man könnte natürlich versuchen, den Holzbrei durch den Wolf zu drehen, wo früher die Mama die Weihnachtsplätzchen mit hergestellt hat. Da könnte man dann auch sternchenförmige Pellets pressen.
Pelletpressen gibts soweit ich weis ab 40.000 € aufwärts.
Als grundstoff dafür brauchst du dann Sägemehl, gröber geht nicht.
Die Hammemühlen in den die Schnitzel dann weiter zu Pellettauglichem Material weiterverarbeitet werden haben glaube ich einen Motor so von um die 100KW, und werden wohl auch dementsprechend groß und teuer sein.
Habe mal was davon gehört das mann die Pellets auch in einem alten Metzgereifleischwolf herstellen könnte, halte das allerdings für ein Märchen, da die Informationsquelle eher unsicher ist und mir mein Kumpel (Metzgermeister) mal sagte dass wenn die Schnecke im Fleischwolf ohne Fett läuft sich sehr schnell festfressen würde.
Beim Fleisch ist ja immer ein ausreichender Fettanteil dabei, beim Sägemehl eher weniger.
Man könnte ja versuchen, hackschnitzel mit einer gertreidemühle zu mahlen, und dann da ganze so ner .Pelletspresse zu pressen. Aber warum überhaupt pellets und nicht gleich hackschnitzel, der mobilhacker ist billiger und die Energiebilanz passt auch.
Mfg
JohnDeere3040
Mit Sicherheit funzt das nicht mit einem Fleischwolf.
Der Druck vor der Pelletmatrize muß so hoch sein, daß sich durch den Druck eine Temperatur ergibt, die die Lignin-Anteile im Holzmehl schmelzen läßt und somit das Mehl aneinanderbindet wie ein Leim.
Nicht nur das Pressen der Pellets ist die Kunst, sondern auch das möglichst staubfreie Aneinanderkleben der kleinen Würstchen.
Als letztes müssen die Würstchen noch auf eine einheitliche Länge geschnitten werden.
In dem Video ist leider nur zu sehen, daß in die Presse oben Sägemehl reingeschüttet wird, und daß am Auswurf Pellets herauskommen.
Sehr aufschlußreich!
Interessant wäre, wie groß die Maschine ist, welcher Kraftaufwand erforderlich ist. Und natürlich der Preis.
die späne müßen vor dem pelletieren auf eine ganz bestimmte feuchtigkeit gebracht werden. sind sie zu trocken brennen sie an, zu feucht, halten die pellets nicht.
in den anlagen wir oft die abwärme des pressens genutzt um die späne zu trocknen.
alles in allem ist eine pelletiermaschine eine große anlage, und auch entsprechend teuer.der stromverbrauch ist auch nicht zu verachten.
für den kleinbedarf eignet sich eher eine brikettier presse. die sind ab ca 16t euro zu haben.
das ding ist doch kinderkram. so einfach sind pellets aus spänen nicht zu machen. ich habe selbst ein werk besichtigt, wo eine große anlage läuft.
wenn man gute pellets machen will, die auch halten, ist mehr aufwand nötig, als so ein maschinchen.
und nur als bsp, späne zu bekommen, die weniger als 15 % haben, wie im ebay dinge gefordert, ist gleich unmöglich. da muß man dann schon noch einen trockner vorschalten.
Hallo,
vielleicht hat ja hier im Forum schon mal jemand so eine mini-presse oder hat sie schon in betrieb gesehen, es wär auf jedenfall mal interessant, wie gut das ganze funktioniert.
Mfg
JohnDeere3040
hi,
schön dass ihr auch auf diese kleine Pelletieranlage gestoßen seid!
ich kann demnächst vielleicht mehr drüber sagen - weil ein bekannter sich so ein teil bestellt hat - ich habe meine zweifel dran weil das ganze sehr mikrig aussieht und dabei sehr große kräfte aufkommen.
aber vielleicht kann man das "billigteil" so aufmotzen dass es funktioniert --ich würde sowieso --falls das ganze zum gehen gebracht wird --immer nur einen teil pressen wollen - also immer mehr oder weniger frisch zubereiten, dann würde das problem mit dem zerfall bzw anreicherung mit irgendwelchen bindemitteln grade so entfallen.
die nötige feuchte dürften die späne ohnehin haben, weil holz bekanntlicher weise eine sehr gleichmäßige restfeuchte hat, vorausgesetzt es liegt nicht im freien!
aber schaun mer mal!
gruß
steeven
Wenn die Herstellerangaben stimmen, dass man 300 kg / h schafft, benötigt man also rundweg 25 kWh pro t Pellets.
Holzpellets haben selbst einen Energiegehalt von etwa 4,9 kWh / kg - oder anders ausgedrückt: 4900 kWh pro t
Wenn ich nun mal pessimistisch rechne, und behaupte, ich schaffe nur den halben Durchsatz, dann würde ich 50 kWh Strom verbrauchen, und dafür 4900 kWh Heizwert erhalten - Somit benötige ich also etwa 1% der enthaltenen Energie fürs pressen.
Passt das, oder Denkefehler bei mir?
Ich hätte mir diese Bilanz sehr viel ungünstiger für die Pellets vorgestellt!
Der Hauptunterschied zw. etwas, was möglicherweise kaputtgehen könnte und etwas, was unmöglich kaputtgehen kann, besteht darin, daß sich bei allem, was unmöglich kaputtgehen kann herausstellt, daß es unmöglich zerlegt oder repariert werden kann.
Hast Du denn das Holz in Form von Sägemehl mit der benötigten Feuchte bereits vorrätig? Wenn nicht, mußt Du das erst herstellen. Diesen Energieaufwand mußt Du natürlich auch rechnen. Z.B. fürs Zermahlen und Trocknen.
hi,
weiß nicht ob deine Rechnung stimmt, ich denke dass das ganze zunächst mal funktionieren muss, der rest würde sich ergeben!
ich habe da noch viel mehr Bedenken, weil: bei den kräften die da auftreten muss sich das material extrem erhitzen und es könnte zu einer staub explosion kommen, außerdem das ganze kann nur funktionieren wenn der antrieb stark genug ist, weil wenn sich die räder einmal festgefahren haben, dann müßte man das dingens wohl komplett zerlegen -- der untere drehteller muss die ganze energie und druck aushalten und ist ja vermutlich nur in der mitte gelagert
ich habe da echt meine zweifel --aber wenn das teil funktioniert dann will ich die verbesserung ausarbeiten zumindest bin ich zur zeit schon dabei die grundlagen zu konstruieren
mfg
steeven