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pfluglos bei schweren Böden

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon westfale2030 » Di Mär 05, 2013 13:39

Meiner Ansicht nach gibt es keinen Königsweg. Was Damhirsch von sich gibt ist unerträglich und verunglimpft sehr viele Landwirte. Dabei kommt es mir so vor als ob er auch nur das nachplappert, was in der Zeitschrift LOP (Landwirtschaft ohne Pflug) an Artikeln zu lesen ist. Auch wir wirtschaften seit 10 Jahren ohne Pflug, würden aber selbigen von Fall zu Fall sehr gerne einsetzen. Aber es verbietet sich aufgrund des hügeligen Geländes, wo wir nach der Rapseinsaat im August häufig mit Starkniederschlägen und damit verbundenen Erosionen zu kämpfen haben. Aber auch ohne Pflug läßt sich Erosion nicht ganz vermeiden. Und das Märchen von der kostengünstigeren Bodenbearbeitung haben wir uns schon lange von der Backe geputzt.
Dogmen führen nicht weiter, der Einzelfall ist entscheidend.

Grüße
westfale2030
 
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Meini » Di Mär 05, 2013 14:05

Bin vor 12 J ahren mit Mulchsaat angefangen, leider muss man dabei erfahren das von beiden Seiten keine wirkliche Hilfe kommt. Man muss es für sich herrausarbeiten was richtig oder Falsch ist, bei mir passt es gut ohne und funktioniert auch allerdings gehört dazu sehr viel mehr feingefühl für den Boden mehr Aufwand habe ich im PSM nicht und bei der Bearbeitung deutlich weniger, allerdings erlebe ich bei vielen Landwirten, egal ob mit oder ohne Pflug, das einfach zuviel des guten getan wird an Bodenbearbeitung,nochmal grubbernund nochmal und noch ne walze .................................................... . Wozu? Der Boden muss seine Strucktur aufbauen außer einem Maurersand macht jeder Boden das selber. WENIGER IST DEUTLICH MEHR :wink: Und da ist es einfach so das Der Pflug deutlich mehr Fehler verzeiht wie eben ohne, nur wer kein gefühl für Boden hat,seinen Boden, wird nie ein guter Bauer sein.


Quecken und Diesteln????????????? hab ich kein Prob ,meine Pflügende Konkurenz da schon mehr, allerdings setze ich Roundup nach Weizen zur Gerste ein nur eben nicht in Queckendosis und im letzten Jahr nicht mal das weils nicht nötig war.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Damhirsch » Di Mär 05, 2013 14:24

Meini hats wohl auch gerafft wie das ohne Pflug geht! Ist halt nix für 0815 Bäuerleins. Und nein Westfale, LOP kenne ich nicht, aber vieleicht haben die ja von mir abgeschrieben?
Damhirsch
 
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Fossi » Di Mär 05, 2013 14:42

Damhirsch hat geschrieben:Meini hats wohl auch gerafft wie das ohne Pflug geht! Ist halt nix für 0815 Bäuerleins. Und nein Westfale, LOP kenne ich nicht, aber vieleicht haben die ja von mir abgeschrieben?


:klug: Bei der Rechtschreibung hoffentlich nicht! :D :D :D
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon NobbyNobbs » Di Mär 05, 2013 16:13

Damhirsch hat geschrieben:Meini hats wohl auch gerafft wie das ohne Pflug geht! Ist halt nix für 0815 Bäuerleins. Und nein Westfale, LOP kenne ich nicht, aber vieleicht haben die ja von mir abgeschrieben?


Also fachlich traue ich dir einiges zu, aber wie du dich hier präsentierst, ist sehr sehr amüsant. Bist ein richtiger Witzbold, hm? :D
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon jak » Di Mär 05, 2013 21:37

@meini u @damhirsch

da möchte ich jetzt schon mehr wissen!

Wie macht ihr das mit der Fruchtfolge? Ich kann auch alles anbauen! Aber ich mach das vielleicht zu "technisch"? Rüben u Kartoffel muss / will ich Kontingente erfüllen. Dann W-Weizen und W-Raps das es einigermaßen ausgeht. Kartoffel, Rüben u Raps pflüge ich. Vor Weizen kommt der Grubber, wenn es geht. Spät gerodete Rüben, bei nasser Witterung brauche ich den Pflug, wenn ich noch W-Weizen säen will! Wie würdet ihr das machen?

Welche Geräte setzt ihr ein? Wann u warum! Minimalbodenbearbeitung = nicht tief lockern? Oder doch tief oder tiefer, nur keinen Pflug?

Wo kommt ihr her, bzw. was hab ihr für einen Boden?

Was mir auf dem Rübenroder auffällt ist, das Landwirte, die tief pflügen (zu tief), einen schlechten Bodenzustand haben. Das Rübenroden geht dort auch mistig!
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon zwiebe » Di Mär 05, 2013 21:49

Du mußt deinen Pflug verkaufen, weil sonst kannst Du gar nicht mitreden.
Und mit Deiner Gäufruchtfolge hast ja sowieso schon verloren.

Bei ZR, Erdapfel funktioniert nur der Pflug.
Wenn Du dann Deinen wirklichen Humushaushalt auch noch in Griff hast, lachst Du über solches unsinnige Schubladendenken.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Kaninchen » Di Mär 05, 2013 23:20

Wir haben hier eher lehmigen Boden mit ca. 65 Bodenpunkten. Der wird seit rund 8 Jahren pfluglos bearbeitet.
Etwas mehr Aufwand ist im PSM-Einsatz, Ackerfuchsschwanz bricht immer wieder durch.
Aber hier wird auch mit Beratung von Hanse Agro gearbeitet. Herr Dölger ist der Berater hier.
Ich denke, wenn man die Umstellung machen will, sollte man nicht für sich dahin wirtschaften, sondern Beratung annehmen.
Grüßle,
Birgit
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Mad » Di Mär 05, 2013 23:48

jak hat geschrieben:@meini u @damhirsch

da möchte ich jetzt schon mehr wissen!

Wie macht ihr das mit der Fruchtfolge? Ich kann auch alles anbauen! Aber ich mach das vielleicht zu "technisch"? Rüben u Kartoffel muss / will ich Kontingente erfüllen. Dann W-Weizen und W-Raps das es einigermaßen ausgeht. Kartoffel, Rüben u Raps pflüge ich. Vor Weizen kommt der Grubber, wenn es geht. Spät gerodete Rüben, bei nasser Witterung brauche ich den Pflug, wenn ich noch W-Weizen säen will! Wie würdet ihr das machen?

Welche Geräte setzt ihr ein? Wann u warum! Minimalbodenbearbeitung = nicht tief lockern? Oder doch tief oder tiefer, nur keinen Pflug?

Wo kommt ihr her, bzw. was hab ihr für einen Boden?

Was mir auf dem Rübenroder auffällt ist, das Landwirte, die tief pflügen (zu tief), einen schlechten Bodenzustand haben. Das Rübenroden geht dort auch mistig!


Kumpel hat im vergangenen Jahr zum ersten mal Zuckerrüben in Mulchsaat gemacht. Entweder passte es von der Witterung her oder andere Faktoren passten in dem Jahr einfach. Zumindest meinte er, er hätte noch nie so einen Ertrag gehabt. Zucker hat wohl auch gestimmt. Normalerweise pflügt er zu Zuckerrüben und hält sie im Jahresverlauf auch pinibel per Handarbeit sauber. So "dreckige" Rüben wie im vergangenen Jahr hatte er auch noch nie. Ich möchte jetzt nicht, wie sonst immer, die Mulchsaat in den Himmel loben aber hier fehlte im Frühjahr Wasser und in der Hinsicht hat er sich einfach richtig entschieden.

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon forenkobold » Mi Mär 06, 2013 8:18

Für den Umstieg auf pfluglos sollte man in der Praxis üben.
Am Landwirtschaftssimulator kann man zwar super Ergebnisse erzielen, wie Damhirsch beweist.
Aber als Erwachsener in der Praxis weht einem ein anderer Wind entgegen.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Mad » Mi Mär 06, 2013 8:52

forenkobold hat geschrieben:Für den Umstieg auf pfluglos sollte man in der Praxis üben.
Am Landwirtschaftssimulator kann man zwar super Ergebnisse erzielen, wie Damhirsch beweist.
Aber als Erwachsener in der Praxis weht einem ein anderer Wind entgegen.


Ich denke doch mal, dass niemand wirklich von jetzt auf gleich auf pfluglos umstellt. Das sind so Situationen, wo man sagt, ich lasse hier und da mal den Pflug weg. Und wenn es einem gefällt, wiederholt man es im Folgejahr und/oder dehnt die Sache aus. In einer Sache hat Damhirsch allerdings recht. Man muss mit dem Kopf schon bei der Sache bleiben, sonst geht pfluglos in die Hose.

@jak: Meine Beobachtung ist, dass der Raps eine bessere Herbstentwicklung aufweist, wenn der Boden nicht zu flach gelockert ist. Also 15cm sollten es schon sein. Manche sagen "dann kann man auch pflügen". Könnte man aber dann ist das organische Material wieder "unten".
Zu Sommerungen lohnt sich immer die Frostgare. Und die bekommt man mit dem Grubber genauso hin. Es sollte halt wie beim pflügen auch recht grob liegen und nicht rückverfestigt sein, damit der Frost gut in den Boden kommt.
Was heißt nach Zuckerrüben nass? Niederschläge oder Restfeuchtigkeit? Flächen, die jahrelang in Mulchsaat bestellt werden, trocknen nach Niederschlägen schneller ab. Wenn es nach dem pflügen nochmal drauf regnet, hat man ein Problem. Ich denke da kannst du mir zustimmen.

Aber wie gesagt wurde, es muss jeder für sich entscheiden und ausprobieren, wenn man unsicher ist. Bloß nicht ins kalte Wasser springen, denn das kann unter Umständen nach hinten losgehen.

@Kaninchen: Wenn man eine Beratung nutzen möchte, kann man das gerne machen. Wenn man allerdings nicht auf den Kopf gefallen ist und eigenständig Verbesserungsmöglichkeiten erkennt und erfolgreich umsetzen kann, braucht man die nicht unbedingt. Auch hier hat Damhirsch nicht unrecht. Man muss beobachten und ausprobieren. Eine Idee kann ein Fehlgriff sein, muss es aber nicht.

Damit wir uns nicht falsch verstehen, ich distanziere mich hiermit von überheblichen Aussagen eines Forenbenutzers.
Damhirsch scheint der Wini der pfluglosen Bodenbearbeitung zu sein. :roll:

MFG
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon aNiederbayer » Mi Mär 06, 2013 23:02

wir haben hier schwere Böden mit 70-80 Bodenpunkten und ich hab da schon die ein oder andere Erfahrung gemacht.

Bis vor ein Paar Jahren haben wir alles mit Pflug gemacht, aber jetzt versuchen wir doch hin und wieder auf diesen zu verzichten.
Dabei sind aber doch einige Probleme aufgetreten, ich schildere diese mal hier ein bisschen und vllt kann mir einer von den "schlaueren" Tipps geben, was ich falsch mache.
Wir fahren eine ziemlich intensive Fruchtfolge Winterweizen-Feldgemüse-Feldgemüse. da werden jetzt einige schon den ersten Fehler sehen :D aber dieser sei mal dahingestellt...

1. Punkt
Weizen säen im Herbst
ich hab das bisher 3 mal gemacht, jedes mal war das Ergebnis im Vergleich zum Pflug eher schlecht. Säzeitpunkt war immer Ende Oktober, problematisch hierbei war, dass die oberen 10 cm nach einem Niederschlag im Herbst bei uns kaum mehr abtrocknen. Ich hab das ganze mit einem Karat auf 20-25 cm gegrubbert und am nächsten Tag gleich gesät. Das Ergebnis war relativ batzig, ist spät aufgelaufen und sich schlecht entwickelt...
Sollte ich länger warten zwischen Grubbern und säen? Ich befürchte immer das Risiko eines Niederschlages nach dem Grubbern... mit Pflug kann man meist auf noch relativ trockener, hochgepflügter Erde schön säen.

2. Punkt
Bearbeitung nach Weizen
Wie mach ich denn das am besten?
Probiert hab ich bisher:

Stoppelbearbeitung flach - Grubber 30 cm - Zwischenfrucht gesät und abfrieren lassen
Ergebnis: kaum Frostgare im Frühjahr (bei Gemüse sehr wichtig), Probleme mit Durchwuchs und Unkraut

Stoppelbearbeitung flach - Zwischenfrucht gesät - Zwischenfrucht abgemulcht und Tief gegrubbert
dabei tat ich mich beim Grubbern aber ziemlich schwer, der Boden war unter der Zwischenfrucht richtig mit Wasser vollgesaugt und ich bin mit dem Schlepper nur herumgerutscht... eine Woche gewartet und wieder das selbe Problem... ein einziges Geschmiere... die Reifen haben sich ständig zugesetzt... Das Problem waren aber wie gesagt nur die oberenen paar cm! Pflug ausgepackt und in die Furche gestellt und es ging in einem Top Tempo dahin...
Trotz dem schlechten Feuchtezustand beim Grubbern, waren die Erträge aber sehr gut.
Wie Grubbert ihr im Herbst? ist das immer ohne Probleme möglich? also auf unseren leichteren Standorten, tu ich mich da immer viel leichter...

ein kleiner Versuch letzten Winter war noch, bei der ersten Variante zusätzlich im Herbst noch ein flacher Arbeitsgang für die Frostgare. Bei der Feuchtigkeit war das aber immer nicht möglich, darum hab ich bis zum Frost gewartet. Dann ging das ganze recht schön... der Boden war aber richtig nass wenn man ihn angefasst hat... aber halt gefroren... schadet das dem Boden? das es gut ist kann ich mir nicht vorstellen...

3. Punkt
zwischen Gemüse
dazu gibts nicht viel zu sagen... wenn's sehr spät wird, geht's Grubbern schon sehr schwer... 718er zieht den 4 m Karat (mit Schmalschare) dann nur noch mit 5-6 km/h... Pflügen kann ich immer mit 8 km/h bei 2,50. Also der Unterschied ist hier nicht mehr so groß...
Wir haben letzten Herbst mal so einen Maschio Attila zum Testen dagehabt, da ging's dann schon noch schneller zu fahren, aber auch nicht soo viel mehr Flächenleistung als mit dem Pflug... auf unseren Böden hat mir der sehr gut gefallen, die Mischwirkung ist nicht zu hoch da es ja ein Tiefenlockerer sein soll, aber es liegt eh kaum org. Masse auf nach Gemüse. Was haltet ihr von dem Gerät als "Pflugersatz" ?

Was kann ich noch alles ausprobieren? vor allem nach Weizen? Ich will auch noch eine anständige Zwischenfrucht hinbekommen, geht das? :)
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Applegetz » Mi Mär 06, 2013 23:51

darf ich fragen welche zwichenfrucht verwendet wurde
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Crazy Horse » Do Mär 07, 2013 3:43

aNiederbayer hat geschrieben:wir haben hier schwere Böden mit 70-80 Bodenpunkten und ich hab da schon die ein oder andere Erfahrung gemacht.

Bis vor ein Paar Jahren haben wir alles mit Pflug gemacht, aber jetzt versuchen wir doch hin und wieder auf diesen zu verzichten.
Dabei sind aber doch einige Probleme aufgetreten, ich schildere diese mal hier ein bisschen und vllt kann mir einer von den "schlaueren" Tipps geben, was ich falsch mache.
Wir fahren eine ziemlich intensive Fruchtfolge Winterweizen-Feldgemüse-Feldgemüse. da werden jetzt einige schon den ersten Fehler sehen :D aber dieser sei mal dahingestellt...

1. Punkt
Weizen säen im Herbst
ich hab das bisher 3 mal gemacht, jedes mal war das Ergebnis im Vergleich zum Pflug eher schlecht. Säzeitpunkt war immer Ende Oktober, problematisch hierbei war, dass die oberen 10 cm nach einem Niederschlag im Herbst bei uns kaum mehr abtrocknen. Ich hab das ganze mit einem Karat auf 20-25 cm gegrubbert und am nächsten Tag gleich gesät. Das Ergebnis war relativ batzig, ist spät aufgelaufen und sich schlecht entwickelt...
Sollte ich länger warten zwischen Grubbern und säen? Ich befürchte immer das Risiko eines Niederschlages nach dem Grubbern... mit Pflug kann man meist auf noch relativ trockener, hochgepflügter Erde schön säen.

2. Punkt
Bearbeitung nach Weizen
Wie mach ich denn das am besten?
Probiert hab ich bisher:

Stoppelbearbeitung flach - Grubber 30 cm - Zwischenfrucht gesät und abfrieren lassen
Ergebnis: kaum Frostgare im Frühjahr (bei Gemüse sehr wichtig), Probleme mit Durchwuchs und Unkraut

Stoppelbearbeitung flach - Zwischenfrucht gesät - Zwischenfrucht abgemulcht und Tief gegrubbert
dabei tat ich mich beim Grubbern aber ziemlich schwer, der Boden war unter der Zwischenfrucht richtig mit Wasser vollgesaugt und ich bin mit dem Schlepper nur herumgerutscht... eine Woche gewartet und wieder das selbe Problem... ein einziges Geschmiere... die Reifen haben sich ständig zugesetzt... Das Problem waren aber wie gesagt nur die oberenen paar cm! Pflug ausgepackt und in die Furche gestellt und es ging in einem Top Tempo dahin...
Trotz dem schlechten Feuchtezustand beim Grubbern, waren die Erträge aber sehr gut.
Wie Grubbert ihr im Herbst? ist das immer ohne Probleme möglich? also auf unseren leichteren Standorten, tu ich mich da immer viel leichter...

ein kleiner Versuch letzten Winter war noch, bei der ersten Variante zusätzlich im Herbst noch ein flacher Arbeitsgang für die Frostgare. Bei der Feuchtigkeit war das aber immer nicht möglich, darum hab ich bis zum Frost gewartet. Dann ging das ganze recht schön... der Boden war aber richtig nass wenn man ihn angefasst hat... aber halt gefroren... schadet das dem Boden? das es gut ist kann ich mir nicht vorstellen...

3. Punkt
zwischen Gemüse
dazu gibts nicht viel zu sagen... wenn's sehr spät wird, geht's Grubbern schon sehr schwer... 718er zieht den 4 m Karat (mit Schmalschare) dann nur noch mit 5-6 km/h... Pflügen kann ich immer mit 8 km/h bei 2,50. Also der Unterschied ist hier nicht mehr so groß...
Wir haben letzten Herbst mal so einen Maschio Attila zum Testen dagehabt, da ging's dann schon noch schneller zu fahren, aber auch nicht soo viel mehr Flächenleistung als mit dem Pflug... auf unseren Böden hat mir der sehr gut gefallen, die Mischwirkung ist nicht zu hoch da es ja ein Tiefenlockerer sein soll, aber es liegt eh kaum org. Masse auf nach Gemüse. Was haltet ihr von dem Gerät als "Pflugersatz" ?

Was kann ich noch alles ausprobieren? vor allem nach Weizen? Ich will auch noch eine anständige Zwischenfrucht hinbekommen, geht das? :)



Sag mal, bist Du eigentlich von allen guten Geistern verlassen? Wenn man das, was Du schreibst, mit Verstand liest, dann denkt man doch, Du hast sie nicht mehr alle.

zu 1.) Verleg den Satzeitpunkt auf Ende September/Anfang Oktober und grubber nicht vorher nochmal 20-25cm tief! Allein diese Vorstellung ist ja schon grausam.
Man grubbert nur unter trockenen Bedingungen und nicht, wenn es nass und schmierig ist. Sonst zerstört man nur die Bodenstruktur und der Mischeffekt ist gleich Null. Nach der Getreideernte hat man doch alle Zeit der Welt, seine Felder auf die Herbstaussaat vorzubereiten. Und für die Weizenaussaat reichen 15cm Bearbeitungstiefe auch vollkommen aus.

zu 2.) Für eine gute Frostgare reichen ein paar wenige Tage Frost vollkommen aus. Lass die Zwischenfrüchte wie bisher erst einmal abfrieren und grubber den Boden dann zu Beginn einer kleinen Frostperiode so 12-15cm tief. Wenn der Boden an der Oberfläche leicht gefroren ist, geht das auch wunderbar und gibt überhaupt kein Geschmiere. Ich würde allerdings die Walze am Grubber zuvor wegmachen und links und rechts ein paar Stützräder befestigen, damit der Boden schön grobschollig daliegt und der Frost seine Arbeit verrichten kann. Da der Dezember meist recht mild und regnerisch ist, würde ich frühestens Ende Januar grubbern.

Wie Mad schon völlig richtig schreibt, ist die Mulchsaat sehr viel besser für den Wasserhaushalt und den Gasaustausch des Bodens. Und die organische Masse (Erntereste) verrottet auch besser und liefert Nährstoffe für die nachfolgende Kulturen.
Zuletzt geändert von Crazy Horse am Do Mär 07, 2013 8:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon zwiebe » Do Mär 07, 2013 8:06

Irgendwie müssen jetzt auch die Systeme besser getrennt werden.

Der Buser Johann zb. macht flache Pfluglosbewirtschaftung mit Zwischenfrüchten.
Dann wird Pfluglos von Spezialisten mit BB bis zu 35 cm tiefe gemacht, mit Mulchsaat in Zwischenfrüchte.(direkt oder Saatbeetbereitung)
Oder auch die neuen Stripptill Betriebe.

Dann gibt es größere Betriebe, die kommen arbeitstechnisch mit den Pflug nichtmehr rum, allso Grubbern die nur noch. Also eine Art Pfluglos mit "Strohmulch". Mit Saatbeetbereitung und chem. Abtöten im Frühjahr. Ist in meinen Augen keine richtige Mulchsaat.

Und dann gibt es solche wie mich, die machen Sommerfurche mit anschließender Zwischenfrucht und im Frühjahr Mulchsaat direkt oder mit Saatbeetbereitung.( Ich pflüge die Stoppeln meist ohne Stoppelbearbeitung unter).

Und dann gibt es noch althergebracht, Stoppelbearbeitung mit Herbstfuche ...
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