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pfluglos bei schweren Böden

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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75 Beiträge • Seite 4 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon fendt 9460 » So Mär 10, 2013 21:28

Wir haben auch zum Teil schweren ton.Habe seit jahren kein Pflug mehr genommen,und muß sagen es dauert ein zwei jahre und dann steigt auch der ertrag.Man darf halt nichts übers Bein brechen,immer geduld haben.Und im richtigen moment dann bearbeiten.Der pflug wird nur noch eingesetzt wenn es zum grubern zu nass ist z.b nach späten Zuckerrüben.Sonst einmal Scheibenegge ,einmal Tiefgrubbern und Drillen fertig.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon NobbyNobbs » So Mär 10, 2013 23:55

fendt 9460 hat geschrieben:Der pflug wird nur noch eingesetzt wenn es zum grubern zu nass ist.


Das ist aber beschissen für den Unterboden, das weißt du? Dass das für den Moment die bessere Variante zu sein scheint, klingt einleuchtend. Aber Sinn macht das nur, wenn es oben zwar vielleicht nass, auf Bearbeitungstiefe aber trocken ist, sodass du trockenen, gut zu bearbeitenden Boden nach oben holst. Ist es aber generell nass, halt ich das für Quatsch. Mit sehr sehr hoher Wahrscheinlichkeit würdest du dir so Pflugsohlen züchten. Es wirken nämlich verschiedene Kräfte auf den Pflug (Gewichtskraft des Pfluges und Gewichtskraft des Erdbalkens, Anlagenkräfte, Stützradkräfte, Zugkräfte.....) die zusammen mit dem Schlupf und der Gewichtskraft des Schleppers, dessen Räder in der Spur laufen, für tiefreichende Verdichtungen und Schmierzonen sorgen würden, wäre der Boden nicht ausreichend tragfähig. Sollte das so geschehen, müsste im darauffolgenden Jahr unter hohem Aufwand tiefengelockert werden, was teuer ist :-/. Beim scheiß herkömmlichen Pflügen hast du nun mal eingeschränkte Möglichkeit Zwillingsbereifung oder richtig breite Dinger einzusetzen. Bessere Alternative: on land pflügen. Aber wer setzt das hier schon um...
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Ice » Mo Mär 11, 2013 12:28

Also ich will auch ein paar meiner bescheidenen Erfahrungen teilen.

Wir arbeiten hier auf einem Lösstandort mit ca 80-90 BP. Somit sind auf Grund der guten Böden starke Ertragsunterschiede nicht immer zu erkennen. Mein Vater hat bis vor ein paar Jahren eig alles gepflügt und wir fangen jetzt langsam an uns an Mulchsaat heran zu testen.
Vorteile sehe ich bei z.B. Sommertrockenheiten weil der Boden nicht so viel Wasser abgibt.

Desweitern sehe ich einen großen Vorteil daran, dass das Bodengefüge nicht gestört wird. So kann ich nach Niederschlägen Mulchsaatflächen deutlich eher wieder betreten weil das Wasser einfach besser nach unten abfließen kann. So hab ich im Herbst Dämme für Erdbeeren gezogen. Einmal direkt vorher gepflügt einmal einfach in die Stoppeln reingefahren. Jetzt sieht man selbst beim zu Fuß drüber laufen schon erhebliche Unterschiede.
Außerdem meine ich erkennen zu können dass die Böden deutlich tragfähiger sind.

Ertraglich kann ich noch keine sicheren Aussagen machen. Eine von meinen Mulchsaat Weizenflächen hatte dieses Jahr einen Rekordertrag - aber ob dies nur an der Mulchsaat liegt kann ich nicht beurteilen.

Soweit meine bescheidenen Erfahrungen...
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon fendt 9460 » Mo Mär 11, 2013 13:03

zur nässe.nahklar unten muß es trocken sein,ich meinte mit dem pflügen auch nur ,wenn die ersten Zentimeter nass sind und der grubber nicht lohnt und die jahreszeit schon im november liegt.Dann wird gepflügt ,damit man fertig wird.Und zu den mehr erträgen habe ich auch nur auf sehr schweren Böden und wo die Bodenpunkte nicht so gut sind gemerkt.Auf Standorten bei uns mit 75er Böden merkt man es nicht.Es spart halt einen haufen zeit.Und steine holt man auch niccht viele nach oben,sehr wichtig bei uns.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Dirk 76 » Mo Mär 11, 2013 18:33

hi

bevor man irgendeine bodenarbeit beginnt sollte man sich fragen : op es nötig ist bzw was mache ich eigentlich wenn ich pflüge oder grubbere.
Was passiert denn beim plügen mit den gefüge, pflanzenresten, verdichtungen,bodenschluß,kapilarren usw...
welche bodenschicht ist denn für die pflanze am wichtigsten,
wie bekomme ich den boden am besten gar
was ist denn mit der hummusbildung und den kohlenstoff aus und eintrag
usw

also für mich selber habe ich entschieden das ich weder pflüge noch grubbere.ich möchte den boden so wenig stören wie es nur geht.
ich arbeite nicht ökologisch oder bin auch kein "grüner"
aber hat sich mal jemand gefagt wie lange der boden diese art der bewirtschaftung weltweit mitmachen kann.

gruß dirk
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon wespe » Mo Mär 11, 2013 19:05

hallo,
Der Einsatz von PSM und Herbiziden wird für die Zukunft immer Problematischer werden, durch neue Verordnungen und Verbraucherschutz.
DAS PFLÜGEN WIRD WIEDER NEU ERFUNDEN !
Mit freundlichen Stachel
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Dirk 76 » Mo Mär 11, 2013 19:20

dachte eigentlich das herbizide zu den psm dazugehören.
und dein kommentar ist nichtssagend
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon wespe » Mo Mär 11, 2013 19:29

Dirk 76 hat geschrieben:dachte eigentlich das herbizide zu den psm dazugehören.
und dein kommentar ist nichtssagend

...dieser allerdings auch nicht :lol:
Mit freundlichen Stachel
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon maurer-schorsch » Mo Mär 11, 2013 19:33

Dirk 76 hat geschrieben:hi

bevor man irgendeine bodenarbeit beginnt sollte man sich fragen : op es nötig ist bzw was mache ich eigentlich wenn ich pflüge oder grubbere.
Was passiert denn beim plügen mit den gefüge, pflanzenresten, verdichtungen,bodenschluß,kapilarren usw...
welche bodenschicht ist denn für die pflanze am wichtigsten,
wie bekomme ich den boden am besten gar
was ist denn mit der hummusbildung und den kohlenstoff aus und eintrag
usw

also für mich selber habe ich entschieden das ich weder pflüge noch grubbere.ich möchte den boden so wenig stören wie es nur geht.
ich arbeite nicht ökologisch oder bin auch kein "grüner"
aber hat sich mal jemand gefagt wie lange der boden diese art der bewirtschaftung weltweit mitmachen kann.

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Was hat das bei dir dann für Auswirkungen hinsichtlich Ertrag, Krankheiten usw.? Musst du dafür mehr PSM einsetzen?
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Dirk 76 » Mo Mär 11, 2013 22:50

hi

also meine psm maßnahmen sind eher gesunken ,erträge sind um 10-20% gesunken und der "krankheitsdruck" kaum vorhanden.
allerdings ist der aufwand um 90 % gesunken zwecks bodenbearbeitung.
aber ich möchte das hier auch nicht so platt hinschreiben.weil es geht hier um ein system.da wurden ganze bücher darüber geschrieben.
wichtig für mich ist eine gesunde fruchtfolge mit zwischenfrüchten die symbiosen mit der hauptkultur eingehen.kein Fungizid verwende weil ich mir damit 40 % des bodenlebens wechspritze.

beispiel
1 jahr braugerste nach der ernte in den stoppel raps legen nur mit kali und Dap gedüngt (keine bildung der pfahlwurtzel).nach 6 wochen den raps 3 cm tief abschälen und roggen mit wicke reindrillen .mistschleier auf das saatbeet legen .im früjahr habe ich den wicke roggen als gps an eine bga verkauft.
danach in den stoppel mais gelegt. auf das saatbeet ca 20 t mist pro ha gestreut.nach dem mais (wieder bga) kleegras ,später schröpfschnit .im früjahr wieder 3 bis 4 cm abschälen und sommerung reinlegen......
jede kultur wird ganz normal gedüngt und gespritzt .
für mich ist wichtig das das ganze jahr das feld eine lebende und eine sterbende kultur zur verfügung steht und auf keinen fall brach liegt.

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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon JD7430 » Mo Mär 11, 2013 23:29

Dirk 76 hat geschrieben:danach in den stoppel mais gelegt. auf das saatbeet ca 20 t mist pro ha gestreut


Ertrag?
% TS?
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon zwiebe » Di Mär 12, 2013 5:59

wespe hat geschrieben:hallo,
Der Einsatz von PSM und Herbiziden wird für die Zukunft immer Problematischer werden, durch neue Verordnungen und Verbraucherschutz.
DAS PFLÜGEN WIRD WIEDER NEU ERFUNDEN !



Ich möchte zu Deinen "und" , "besonders den" hinzufügen.
Über kurz oder lang werden wir uns von den Glyphosaten trennen müssen.

Nur erfinden brauchen wir nichts neues.
Eigentlich gibts oder gab es schon alles.
Nur die Landtechnikindustrie möchte uns etwas neues verkaufen.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon NobbyNobbs » Di Mär 12, 2013 10:53

zwiebe hat geschrieben:
wespe hat geschrieben:hallo,
Der Einsatz von PSM und Herbiziden wird für die Zukunft immer Problematischer werden, durch neue Verordnungen und Verbraucherschutz.
DAS PFLÜGEN WIRD WIEDER NEU ERFUNDEN !



Ich möchte zu Deinen "und" , "besonders den" hinzufügen.
Über kurz oder lang werden wir uns von den Glyphosaten trennen müssen.

Nur erfinden brauchen wir nichts neues.
Eigentlich gibts oder gab es schon alles.
Nur die Landtechnikindustrie möchte uns etwas neues verkaufen.



Wahnsinn. Du bist ja ein richtiger Wahrsager.
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon Baghira » Di Mär 12, 2013 12:56

Seit mehr als 20 Jahren pfluglos.
Boden lehmiger Ton, BP 20 - 30 aber auch ein sandiges Stück.
Anbau: WW, (Stoppelweizen), WR, SB, bis vor 5 Jahren Rüben (aufgegeben weil im Schnitt der Jahre zu wenig Ertrag, was aber am Boden liegt)
Erträge: Bei WW (E-Weizen) sind 60 dt bei uns gut. WR 30-35 dt, in Außnahmejahren bis 40 dt, SB 20-30 dt im Schnitt.

Also kein Hochertragsstandort. Vom Boden her keine Herbstfurche vor der Saat möglich. Die Schrollen kriegt keiner mehr klein bis zur Aussaat. Früher nur Winterfurche vor ZR und Mais.

Seit Umstellung nur noch Tiefgrubber vor den Sommerungen.

Vor WR und WW nur Scheibenegge und Grubber (Köckerling Allrounder) je nach dem was besser geht.

Gruß
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Re: pfluglos bei schweren Böden

Beitragvon wespe » Di Mär 12, 2013 22:15

JD7430 hat geschrieben:
Dirk 76 hat geschrieben:danach in den stoppel mais gelegt. auf das saatbeet ca 20 t mist pro ha gestreut


Ertrag?
% TS?

Wenn WickRoggen Wirtschaftlich was bringen soll für die BGA, erntet man den nicht im Frühjahr sondern erst so anfang bis mitte August.
Die Wicken haben schön ausgeblüht und haben den Bienen schön Nektar gebracht.
Der Roggen ist kurz vor der Abreife und Obtimal für die BGA.
Dann in die Stoppel mit SF Gülle eingrubbern (20-25m³/ha) und direkt Raps rein ( ca. 35-40 Pfl./m²).
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