Zum Thema Futterkosten:
Muß auch noch einiges an Getreide zukaufen. Bei Abholung vom Landhandel kostet hier (OWL) die Gerste zur Zeit 23,50€ und der Weizen 26€. Was meint ihr nun zukaufen oder noch abwarten?
Gruß Markus
Aktuelle Zeit: Fr Feb 13, 2026 12:34
Kreuzschiene hat geschrieben:Nächste Frage: Wie schätzt ihr den Markt mittelfristig ein, sprich so das nächste halbe Jahr. Denn darauf kann man schon eher grundlegende Entscheidungen treffen wie z.B. Aufstallen oder leer lassen oder langfristige Futterkontrakte abschließen etc.
Bauer-Jens hat geschrieben:Muss heute meine Einschätzung revidieren. So wie es aussieht wird trotz Überhänge und rückläufiger Geschäfte es wohl stehen bleiben. Als Begründung nannte mein Händler die grüne Woche. In den letzten vier Jahren ist die Notierung da noch nie gesunken. Dazu haben unser Herr Tönnies und Westfleisch auch wohl unverändert ausgegeben damit der LEH nicht wieder anfängt an den Preisen zu schrauben.

Kreuzschiene hat geschrieben:@ elchtest:
Ich gehe davon aus, dass Du Dich bei solchen Mengen regelmäßig über die Börsenkurse informierst. Offensichtlich setzt Du wesentlich mehr Futter um als ich. Aber selbst ich sichere meine Futterkosten an der Börse ab, bzw. profitiere mit geeigneten Finanzprodukten neben fallenden Getreide- oder Sojapreisen zusätzlich durch Gewinne bei entsprechenden Bear-Zertifikaten. Gehe ich von steigenden Preisen aus, kann ich die erhöhten Futterkosten durch Gewinne der Bull-Zertifikate meist mehr als kompensieren. Was letzte Woche zusätzlich für sinkende Preise sorgte war der teils kräftig steigende Euro-Kurs.
Das alles setzt jedoch regelmäßige Information voraus. Ich sitze berufsbedingt oft am Rechner, und kann mich während Pausen täglich mehrmals informieren. Durch eine Vielzahl von Informationen bilde ich mir dann eine Meinung von den Märkten. So waren für mich die 1,65€, die wir jetzt haben, bereits im Oktober vorhersehbar, zu einem Zeitpunkt, wo noch viele teils euphorisch waren. Und auch Getreide- und Sojapreise lassen sich zumindest richtungsmäßig durchaus "vorhersehen". Wenn man dann noch die entsprechenden Lagerkapazitäten vorhält, sowie das nötige Kapital bereithalten kann, lassen sich durch zeitlich geschicktes Verkaufen der Ernte sowie rechtzeitiges Einlagern von Futterkomponenten durchaus schöne "Renditen" erzielen. So ist es bei uns keine Seltenheit, dass der Raps auch mal ein oder zwei Jahre daheim im Lager bleibt, bis er auch "preislich reif" ist...
Andersrum hatte ich auch schon zum Teil das Getreide für zwei Jahre am Hof lagernd. So kann man dann Preisspitzen entspannt entgegen sehen.
Klar können all diese Dinge auch mal nach hinten los gehen. Allerdings hatte ich bisher eigentlich immer ein gutes Händchen. Hoffentlich bleibt das auch weiterhin so.
Zurück zur Preisfront. Aus heutiger Sicht gehe ich Anfang April von einem Schlachtschweinepreis von 1,75€ aus, sowie von weiter fallenden Futterkosten. So rechne ich mit einem Weizenpreis von 23€, Gerste 21€, Soja 32€. Ferkel dürften aus heutiger Sicht bis dahin ca. 10€ teurer sein als derzeit. Mal schaun was kommt.
Grüße K.
Piraterie hat geschrieben:Zertifikate...so ziemlich das riskanteste was die Finanzindustrie zu bieten hat. Sorry, aber langsam wirds unglaubwürdig.
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