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Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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193 Beiträge • Seite 10 von 13 • 1 ... 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Welfenprinz » So Jan 05, 2014 20:16

tyr hat geschrieben:[.
Deine Definition ist schlicht Käse...


nein, ist sie nciht. :) :)
Das Verständnisproblem rührt wohl eher von den unterschiedlichen bäuerlichen traditionen und Strukturen in Nord- und Süddeutschland her. Wobei Süd hier die Linie markiert unterhalb derer die Realteilung das Erbrecht bestimmte. Was eben zur Folge hatte, dass es so gut wie keine Betriebe gab ,die allein von der Landwirtschaft leben konnten. jedenfalls viel weniger als in Norddeutschland.

Hier hat die von Janina genannte Einteilung Tradition, kann ich dir in einer Kopfsteuerbeschreibung von 1678 unseres zuständingen Amtes(damallige Bezeichnung für Kreis) zeigen. Bei uns hiess es halt Köthner und nciht Kötter, das sind aber nur lokale Abweichungen. Die Höfe waren dann noch eingeteilt in so Grössengruppen wie Edeling, Halbmeyer und Vollmeyer. Aber die Köthner waren keine Bauern. :D :D :D
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » So Jan 05, 2014 20:52

Welfenprinz hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:[.
Deine Definition ist schlicht Käse...


nein, ist sie nciht. :) :)
Das Verständnisproblem rührt wohl eher von den unterschiedlichen bäuerlichen traditionen und Strukturen in Nord- und Süddeutschland her. Wobei Süd hier die Linie markiert unterhalb derer die Realteilung das Erbrecht bestimmte. Was eben zur Folge hatte, dass es so gut wie keine Betriebe gab ,die allein von der Landwirtschaft leben konnten. jedenfalls viel weniger als in Norddeutschland.

Hier hat die von Janina genannte Einteilung Tradition, kann ich dir in einer Kopfsteuerbeschreibung von 1678 unseres zuständingen Amtes(damallige Bezeichnung für Kreis) zeigen. Bei uns hiess es halt Köthner und nciht Kötter, das sind aber nur lokale Abweichungen. Die Höfe waren dann noch eingeteilt in so Grössengruppen wie Edeling, Halbmeyer und Vollmeyer. Aber die Köthner waren keine Bauern. :D :D :D


Aber Köthner haben doch auch Landwirtschaft gehabt zumindest hier (wie auch Brinksitzer, Anbauer, Abbauer wobei die beiden letzten bei uns nicht Allmendeberechtigt waren)
Es gab hier sogar Köthner die von Landwirtschaft lebten.
Desweiteren gab es ja auch Abmeierung.
Kann man nicht verallgemeinern.
Geb dir sonst im grossen und ganzen Recht.
Wo kommst du her?
Südhannover ?
Edeling hab ich noch nie gehört hab gerad in ein Buch für Quellenbegriffe aus dem Calenberger Land geschaut da steht auch nichts drin???
Ist das sowas wie bei uns ein Drittel oder Viertelmeyer ?
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Welfenprinz » So Jan 05, 2014 21:20

Kann sein, dass ich da en detail nicht mehr alles richtig voreinander gebracht habe. Edeling war jetzt so aus der Erinnerung..... kann auch sein, dass ich da was durcheinandergebracht habe. :)

Calenberger Land , ja. Dafür gibts bei uns keine Viertelmeyer. :)

Dafür hab ich den Begriff "Kotten" meinerseits dann zum erstenmal im Weser-Ems-Raum gehört. Aber ich denke schon, dass das lediglich eine Abwandlung von unserem Köthner ist.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » So Jan 05, 2014 21:29

Gibts hier im Nienburger Raum auch nicht
Hier ist es auch Köthner.

Das andere hat mich im Museumdorf Cloppenburg schon immer verwundert. Innerhalb solch kurzer Distanzen verschiedene Begriffe zu nutzen.
Ja der Stellenwert ist wohl der Gleiche.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Welfenprinz » So Jan 05, 2014 21:45

Sprache. Wi kört platt,jei prodt platt. Sachsen und Friesen
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » So Jan 05, 2014 21:50

Welfenprinz hat geschrieben:Sprache. Wi kört platt,jei prodt platt. Sachsen und Friesen


Da gibts ja sogar unterschiede auf 30km beim Plattschnacken.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon kaltblutreiter » So Jan 05, 2014 23:12

Mensch hat geschrieben:Was halten Sie von Agro-Forst-Systemen?


Ich habe dazu auch mal einen Bericht gesehen. In diesem wurde das auch als Allheilmittel für vieles angepriesen.
Man sollte bei sowas hinter die Kulissen schauen. Das geht selbstredend nicht, wenn man von Pflanzenbau nicht viel Kenntnis hat (wobei ich da auch zu den Lernenden zähle, ums mal so auszudrücken ;-)).
Aber was auch mir sogar sofort auffiel: Die Bäume haben ja auch bei diesem System Wurzeln. Und die wachsen ja nicht i-wohin oder verschwinden einfach. Also ist nahe an den Bäumen schon mal keine sinnvolle Bodenbearbeitung machbar. Und jeder, der Feld oder Grünland an einem Waldrand hat, wird bestätigen, daß gerade dort der Ertrag viel geringer ist als in der freien Flur. Einmal, weil die Bäume viele Nährstoffe abziehen, zweitens durch den Schattenwurf, und und und.

Wie nun diese Einschränkungen mit diesen Systemen in Einklang zu bringen sind und ob dort wirklich demgegenüber die Vorteile überwiegen, ist mir ein Rätsel.
(Falls mir das einer schlüssig erklären kann: Immer her damit)
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Todde » So Jan 05, 2014 23:18

Ordentliche Eichen zwischen den Kartoffeln und man hat bei der Ernte wenigstens nichts zu tun, spart den teuren Kartoffelroder.
Was nicht vertrocknet ist, wird von den Schwarzkitteln zerlegt.
Spinnereien gibts viele.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Nordhesse » So Jan 05, 2014 23:45

Hier gabs: Pferdebauern, Kühebauern und "geringe Leute" - sprich Ziegenbauern. Pferdebauern ging so ab 10 ha los.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon H.B. » Mo Jan 06, 2014 8:55

Es ist ein Wettlauf der Inkompetenz, der Landwirtschaft vorzuschreiben, wie sie zurück in die Vergangenheit katapultiert werden kann. Eine Rücksicht auf Verbraucher, Tiere und Umwelt ist dabei nicht vorgesehen, und an Ideeen wie man den dümmsten Weg findet, fehlt es auch nicht. Dabei müsste man nur die Gesetze bezüglich Tierhaltung, Lebensmittelhygiene, Pflanzenschutz und Düngung von damals wieder einführen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon kaltblutreiter » Mo Jan 06, 2014 12:21

Der war vielleicht nicht für den Eimer, sondern als Antwort auf meinen Beitrag???

Nicht alles dreht sich nur um Bauer Harms...
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon CarpeDiem » Mo Jan 06, 2014 13:59

Über 300 Beiträge werden hier einem Thema gewidmet, das so unbestimmt ist, dass man darüber Alles oder Nichts absondern könnte. Allein schon deshalb, da es an der Grundfrage vorbeigeht, dass die Leute die Lw betreiben, Geld verdienen (müssen). Alles andere ist mehr im Bereich der Philosophie angesiedelt und könnte dort Dreh- und Angelpunkt sinnentleerter Debatten sein, nach dem Motto "man gebe mir einen festen Punkt und ich hebe die Welt aus den Angeln"!!!! Auch die Theologie würde sich als Heimstatt eignen, da wird eh schon kräftig auf die Lw betreibenden Leute, eingedroschen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Todde » Mo Jan 06, 2014 14:26

Ohne mich mit dem Thema weiter beschäftigt zu haben gebe ich mal meinen Senf dazu.

Mensch hat geschrieben:Soweit wie ich mich damit beschäftigt habe, ist erst einmal festzustellen - man ist am Anfang der Forschung und erst recht dem tatsächlichen holz-/landbaulichen Einsatz als Wirtschaftsweise.

Sprich man nimmt heute einen intakten Wald und haut ein paar Schneisen rein, damit man Landwirtschaft darin betreiben kann?
In Deutschland hängst Du nach dem erscheinen der örtlichen Tageszeitung als Vogelscheuche in dem Wald am Baum.

Versuch macht klug.

Gab es schon, wurde durch jahrzehnte langes Forschen der Fachkräfte für nicht gut befunden und abgeschafft.

In Deutschland ist sowas einfach Quatsch, such dir die nassen Ecken, wo die Feldfrüchte genügend Wasser haben, damit sie durch die Bäume nicht vertrocknen.
Bäume und Feldfrüchte stehen in Konkurrenz um Nährstoffe und Wasser.
Das System bietet sich da an, wo normale Bewirtschaftung nicht möglich ist, in Feuchtgebieten. Könnte mir vorstellen die Umweltschützer werden begeistert sein!

Es gibt sinnvolleres das es zu erforschen gibt.
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