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Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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193 Beiträge • Seite 2 von 13 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 13
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Todde » Fr Jan 03, 2014 0:51

Mensch hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:
Mensch hat geschrieben:...erzeugt werden kann...

Heißt ja dann wohl, kann auch zu 100% Futter zugekauft werden und die möglichen Erzeugungsflächen zu 100% verpachtet sein?


Ist ja nicht undenkbar. Macht eigentlich nur Sinn.
Tankstellen bauen auch keine Autos.


Dann stellt sich ja aber die Frage, was ist dann mit dem Selbstverständnis wie es oft vermittelt wird, vom Bauern als Bewahrer von Tradition und Kulturlandschaft.


Der Ackerbauer oder Viehbetrieb, der Fläche hat, pflegt die Kulturlandschaft.
Traditionen haben damit eher wenig zu tun.
In vielen Gegenden, wo die Nähe zur Stadt gering ist, gehen Traditionen eh flöten.
In Bereichen, wo es eher ländlich ist werden sie noch erhalten, teilweise wieder neu belebt.


Todde hat geschrieben:
Mensch hat geschrieben:Sehen Sie, wir können doch miteinander reden, ich will Ihnen doch nichts Böses.

Die Frage nach NGOs ist dann schon etwas einfach, entweder Du weißt nicht was das ist oder Du willst trollen.

Was ist denn so schlimm, wenn ich danach frage, ob die NGOs alle so GLEICH sind? Vielelicht war ich mißverständlich, aber jetzt hoffentlich klar.[/quote]

Der ürsprüngliche Gedanke mag gut gewesen zu sein, heute ist es er ein Scheinbild.
Da die NGOs auch dem Gesetz von Macht und Geld folgen.
Nur wenige kleine Verbände betreiben noch sachlichen Umweltschutz, regional.
Diese Verbände bekommen beispielsweise nichts aus dem jährlichen EU-Topf von 10 Millionen Euro, diesen teilen sich die paar großen.
Diese Scheinorganisationen betreiben heute mehr Aufwand mit Kampagnen in den Medien, als sie Geld und Fleiß in Projekte stecken.
Die Zahlen werden vom BUND, Greenpeace nicht mehr veröffentlicht, aber grob kann man ja abschätzen wie wenig noch von den Einnahmen in Projekte gesteckt wird.
20% der Einnahmen dürften heute in Projekte landen, der Rest geht für alles andere drauf.
So läuft heute der große Umweltschutz.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon togra » Fr Jan 03, 2014 1:02

Mensch hat geschrieben:Selber Bauer und die Erfahrung spricht?

Nachtrag:

Ich find, ein Zetor kann es auch.

Nein, dafür muss man nicht Bauer sein.
Man muss nur genug von Ihnen kennen.
Keiner von denen hat bisher (ehrlich) gesagt: Ich arbeite tag und nacht um die Bevölkerung zu ernähren, bin aber am Jahresende zu recht stolz auf meinen Verdienst.
Offiziell gibt es ja gar keinen "Verdienst" und das ist es, was uns Gewerbetreibenden (ohne Subventionen) die Haare zu Berge stehen lässt!!!
Landwirte legen seit Generationen immer nur drauf...für den neuen 3er der Tochter reicht's aber trotzdem noch :?
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist...
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer

Beitragvon Kaninchen » Fr Jan 03, 2014 1:09

forenkobold hat geschrieben:Diese Fragen sind unbeantwortbar, weil es DEN Bauer oder DEN Landwirt nicht gibt.
Oder willst Du von jedem Einzelnen die Antwort aus seiner Sicht?
Dann mal die Antwort auf die erste Frage aus MEINER Sicht:

Wie sieht sich und sein Handeln der einzelne Bauer, ja, sieht er sich als Bauer oder als Landwirt und was bedeutet diese Unterscheidung?

Ob "Bauer" oder "Landwirt".. für MICH nur ein rhetorischer Unterschied.
Ich bin konventioneller Landwirt aus Überzeugung. Ich stehe hinter meinem Tun. Ich erachte Pflanzenschutz und Düngung als Notwendigkeit. Ich bin überzeugt, gute und gesunde Produkte zu erzeugen. Die gute Qualität meiner Produkte, Resourcenschonung, größtmögliche Umweltschonung und Erhalt der Fruchtbarkeit meiner Flächen haben den gleichen Stellenwert wie ein ausreichendes Einkommen für mich. Mir ist bewußt, dass ein Großteil der Bevölkerung meine Wirtschaftsweise kritisiert. Ich gehöre nicht zu denen, die sich dann reumütig Asche übers Haupt streuen und sich weinerlich mit "wirtschaftlichen Zwängen" für ihr gar verwerfliches Tun entschuldigen. Solche Knallköpfe sollten ihren Beruf wechseln. ICH BIN STOLZ.. und diesen Stolz bricht kein Radio, kein TV, kein BUND, kein Greenpeace, kein Grünen-Poitiker. Lieber gehe ich stolz unter, als mich zu beugen.



Kobi, hatte grad bei deinem letzten Satz ne Assoziation mit nem Böhse Onkelz-Song: Lieber stehend sterben. :D

Sorry, für das OT. :oops:

Zur Sache: Ich bin zwar kein Landwirt, aber wohne inmitten welcher. :wink:
Ich habe es auch so erfahren, dass die Landwirte in meiner Umgebung ihre Arbeit voller Verantwortung und Bewußtsein für die Gesundheit, der Umwelt, den Naturschutz usw. tun.
Ich als Verbraucher fühle mich da gut versorgt.

edit: Man muß auch sehen, dass wir hier in Mitteleuropa noch nie so eine gute und abwechslungsreiche Ernährung hatten wie heute!
Zuletzt geändert von Kaninchen am Fr Jan 03, 2014 1:13, insgesamt 1-mal geändert.
Grüßle,
Birgit
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Todde » Fr Jan 03, 2014 1:10

Mensch hat geschrieben:Kurz bei der "Bewahrung" der Kulturlandschaft, wird erst EINE, Kulturlandschaft GESCHAFFEN aber nicht die alte bewahrt.


Das hat eine Kulturlandschaft an sich, die Landschaft wurde kultiviert.
Wie viel % der Fläche in Deutschland ist denn noch Urlandschaft? 0,5%? Ich weiß es nicht.

Und die großen Veränderungen der Landschaft schafft heute der Bürger mit seinen Autobahnen, Bahnstrecken und dem Häuschen im Grünen.
Industriegebiete werden brach liegen gelassen und neue ausgewiesen.

Aber wehe der Bauer pflügt einen halben Meter Grünstreifen um, dann geht das bis nach Brüssel.
Damit steht er dann halb im Knast.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Todde » Fr Jan 03, 2014 1:15

togra hat geschrieben:
Mensch hat geschrieben:Selber Bauer und die Erfahrung spricht?
Nachtrag:
Ich find, ein Zetor kann es auch.

Nein, dafür muss man nicht Bauer sein.
Man muss nur genug von Ihnen kennen.
Keiner von denen hat bisher (ehrlich) gesagt: Ich arbeite tag und nacht um die Bevölkerung zu ernähren, bin aber am Jahresende zu recht stolz auf meinen Verdienst.
Offiziell gibt es ja gar keinen "Verdienst" und das ist es, was uns Gewerbetreibenden (ohne Subventionen) die Haare zu Berge stehen lässt!!!
Landwirte legen seit Generationen immer nur drauf...für den neuen 3er der Tochter reicht's aber trotzdem noch :?


Wie hoch ist Dein Jahreseinkommen?
Bindest Du das jedem auf die Nase?

Der Bauer hat das gefälligst zu machen!
Und er kann den neuen Fendt eben nicht einfach abschreiben.
Aber er darf sich unqualifiziertes Gesülze zu allem was er macht oder nicht macht von Leuten anhören, die zwar eine Meinung haben aber keine Ahnung!
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon friedrich666 » Fr Jan 03, 2014 1:23

Todde hat geschrieben:
togra hat geschrieben:Landwirte legen seit Generationen immer nur drauf...für den neuen 3er der Tochter reicht's aber trotzdem noch :?


Aber er darf sich unqualifiziertes Gesülze zu allem was er macht oder nicht macht von Leuten anhören, die zwar eine Meinung haben aber keine Ahnung!



Also ich lebe selbst aufm Land.
Und die Bauern, die ich kenne, haben es nicht sonderlich dicke.

Mein Nachbar z.B. fährt nen altersschwachen 3er Golf,
der sich dadurch auszeichnet, rundherum lustige Dellen
zu haben. ;)
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon togra » Fr Jan 03, 2014 1:40

Todde hat geschrieben:Wie hoch ist Dein Jahreseinkommen?
Bindest Du das jedem auf die Nase?

Der Bauer hat das gefälligst zu machen!
Und er kann den neuen Fendt eben nicht einfach abschreiben.
Aber er darf sich unqualifiziertes Gesülze zu allem was er macht oder nicht macht von Leuten anhören, die zwar eine Meinung haben aber keine Ahnung!

Muss er weisgott nicht....aber dann soll er bitte uns nicht jedes Jahr volljammern mit den gestiegenen Diesel- und Düngerpreisen und sonstigen Ausgaben, während ständig immer wieder die neuesten Maschinen im Wert eines Einfamilienhauses auf dem Hof stehen.

Mein Jahreseinkommen beträgt derweilen um die 30.000€ Brutto. Als Selbständiger Betriebsinhaber mit 5 Angestellten (inkl. Familie) mag jeder selber bewerten, ob das gut genug ist.
Ich jedenfalls habe das ohne irgendwelche Subventionen oder Zuschüsse erreicht...und bin gerade deshalb ein wenig stolz darauf :D
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Todde » Fr Jan 03, 2014 1:54

togra hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Wie hoch ist Dein Jahreseinkommen?
Bindest Du das jedem auf die Nase?

Der Bauer hat das gefälligst zu machen!
Und er kann den neuen Fendt eben nicht einfach abschreiben.
Aber er darf sich unqualifiziertes Gesülze zu allem was er macht oder nicht macht von Leuten anhören, die zwar eine Meinung haben aber keine Ahnung!

Muss er weisgott nicht....aber dann soll er bitte uns nicht jedes Jahr volljammern mit den gestiegenen Diesel- und Düngerpreisen und sonstigen Ausgaben, während ständig immer wieder die neuesten Maschinen im Wert eines Einfamilienhauses auf dem Hof stehen.


Und wenn die Diesel-, Dünge und sonstige Kosten den Wert zweier Einfamilienhäuser ausmacht und eine Preissteigerung von 20% die Kosten einer 5 Zimmerwohnung sind, dann soll er sagen alles halb so wild?
Aus Deinen Worten höre ich nur Neide, typisch Deutsch. Freu Dich doch, dass es für ihn läuft und er deutsche Arbeiter auch noch was davon haben, wenn er einen neuen Fendt kauft. Ein Zetor mag der SED Anschauung nach ausreichend sein, nur nützt das der deutschen Wirtschaft und letzten Endes auch dir nicht, wenn das Geld beim Finanzamt und in Russland landet.
Er kann ja auch mit altem Gelump wirtschaften, nichts sagen und 3 Monate mit dem Kreuzfahrtschiff in der Karibik rumschippern, Geld im Wert eines Einfamilienhauses verpulvern. Wäre das in Deinem Sinn? Müsstest Du Dir die neuen Maschinen wenigstens nicht ansehen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Fr Jan 03, 2014 3:40

Es ist schön, daß Leute wie Todde und togra hier schreiben. da muß man sich als alte Frau nachts um drei, von Marder und Hund in der womöglich unverdienten Nachtruhe (man hätte ja auch jetzt arbeiten können) nicht so aufregen lassen.

Und bis jetzt ist es in der Geschichte der Menschen immer so gewesen, daß Staaten, die geglaubt haben, sie könnten auf eine eigene Grundversorgung der Bevölkerung verzichten, nicht mehr lange bestanden haben. Sieht man in Afrika heute noch.

Und wer in einer "Naturlandschaft" leben will, aber trotzdem zu essen haben, der will auf anderer Leute / Länder Kosten leben, dekadenter geht es gar nicht. Deutschland ist schon Nettoimporteur bei Lebensmitteln, also hört endlich auf, ständig auf jede nur mögliche Art und Weise Bauern-Bashing zu betreiben, Bauern / Landwirte SIND Welternährer, ob sie sich selber stolz als solche verstehen oder schon resigniert haben: JEDER, ein normaler Bauer etwas mehr, ein Bio-Bauer etwas weniger, schafft Über-Lebensmittel für zig andere Menschen. Zu Erzeugerpreisen von 1950 und mit Betriebsmittelkosten von 2014. GEHTS NOCH????

Es ist wirklich langsam mal wieder ein Bauernaufstand fällig. Oder Lebensmittelkarten für Meckerer und Nicht-Meckerer.
:prost:
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon friedrich666 » Fr Jan 03, 2014 5:29

SHierling hat geschrieben:Und wer in einer "Naturlandschaft" leben will, aber trotzdem zu essen haben, der will auf anderer Leute / Länder Kosten leben, dekadenter geht es gar nicht. Deutschland ist schon Nettoimporteur bei Lebensmitteln, also hört endlich auf, ständig auf jede nur mögliche Art und Weise Bauern-Bashing zu betreiben, Bauern / Landwirte SIND Welternährer, ob sie sich selber stolz als solche verstehen oder schon resigniert haben: JEDER, ein normaler Bauer etwas mehr, ein Bio-Bauer etwas weniger, schafft Über-Lebensmittel für zig andere Menschen. Zu Erzeugerpreisen von 1950 und mit Betriebsmittelkosten von 2014. GEHTS NOCH????

Es ist wirklich langsam mal wieder ein Bauernaufstand fällig. Oder Lebensmittelkarten für Meckerer und Nicht-Meckerer.
:prost:


wie wahr...

Gestern hab ich mir den Jahresrückblick von Nuhr angesehen.
Er bringt es auf den Punkt:

http://www.youtube.com/watch?v=PY4EocUt-kQ
ab 46:30 wird's interessant. ;)
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon forenkobold » Fr Jan 03, 2014 8:51

Ach ja, der Togra....

Die armen unsubventionierten Handwerker.
Arbeiten zum Stundensatz eines südamerikanischen Flickschusters bei der Einhaltung der hiesigen Vorschriften. Und bekommen im Gegensatz zu den Landwirten dafür keinen Ausgleich. Und deshalb haben sie keine CNC-Fräsmaschine um 500000 Euro, sondern eine alte mit Transmissionsriemenantrieb und Handkurbel.
Die Spediteure wechseln so langsam von Pferdefuhrwerken auf Langschnauzer-LKWs und der hiesige 3-Mann-Bauunternehmer hat doch tatsächlich einen neuen Kran gekauft um ne Million...
Ein Zeichen dafür, dass er irgendwie die Leute abzockt.. schließlich haben seine Vorfahren die Steine mit dem Flaschenzug hochgezogen.

Ja.. auch hier gibt es Handwerker, die mit 5 Leuten für sich selbst nur 30000 übrighaben. Liegt einfach daran, dass sie aufgrund ihres unsympathischen Wesens und ihres dummen Geschwätzes keine Aufträge bekommen. Die anderen zocken gnadenlos 60 - 80 Euro die Stunde ab und leben wie die Made im Speck.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Mehrwertsteuer » Fr Jan 03, 2014 9:15

Landwirte legen seit Generationen immer nur drauf...für den neuen 3er der Tochter reicht's aber trotzdem noch


Naja, was togra da schreibt, hat sicher schon mancher gehört: "Bei dem Milchpreis legen wir nur noch drauf"

Okay, warum ist der Betrieb dann nicht zahlungsunfähig?

Aber aus meiner Sicht betrachtet, wäre ich gern Bereit für 1L Milch 1€ zu bezahlen, wenn auch mind 50ct beim Erzeuger ankommen. Leider tuts das nicht.

Doch um auf das Thema zurück zu kommen. Der LAndwirt bei dem ich dann und wann aushelfe, ist immer noch stolz drauf "Bauer" zu sein. Auch wenn ihm neue Vorschriften und ahnungslose Politiker regelmäßig den Blutdruck in die Höhe treiben.
Er verbindet mit seinem Beruf en großes Stück Freiheit, da er einfach sein eigener Chef ist und ihm niemand tagtäglich vorschreibt wann er was und vor allem wie zu tu hat. Er hat gelernt das so zu sehen. Da er dies sehr stark vertritt, kommen auch die "Nichtbauern" damit gut klar. Auch wenn er Nachts um 00.30 noch durchs Dorf fährt weils am andern Morgen regnet.
Nein ich bin nicht die Signatur.
Ich putz hier nur! \_/'
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon forenkobold » Fr Jan 03, 2014 10:21

Mehrwertsteuer hat geschrieben: Naja, was togra da schreibt, hat sicher schon mancher gehört: "Bei dem Milchpreis legen wir nur noch drauf"

Okay, warum ist der Betrieb dann nicht zahlungsunfähig?


Weil genug Kapital da ist, von dem er runtervespern kann. Weil notwendige Investitionen verschoben werden. Oder er ist tatsächlich zahlungsunfähig. Bei der hiesigen Genossenschaft war kürzlich Krisensitzung des Vorstands. Thema: "Wie mit zahlungsunfähigen Mitgliedern umgehen?".
Nichtsdestotrotz haben Milchviehbetriebe im letzten Jahr keinen Grund zur Klage gehabt. Bei vielen wurde es aber auch höchste Zeit für die 35-40 ct.....grad noch von der Schippe gesprungen. Die Forderungen nach 50 werden von wirklich unersättlich gierigen oder von schlecht wirtschaftenden Betrieben erhoben. Gut tun würden sie nicht, denn die Erfahrung zeigt: Geht es manchem Bauern ZU gut, so nutzt er die gut gefüllte Kriegskasse um seinen Nachbarn an die Wand zu drücken.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon forenkobold » Fr Jan 03, 2014 10:28

Mensch hat geschrieben: Letztlich ist Kulkturlandschaft dann immer nur die Jetzt-Aufnahme von Landschaft und da sie ja stets neu kultiviert werden muss, gibt es tatsächlich KEINEN Schutzgrund, denn Schutz bedeutet dem Wandel im Weg zu stehen.
Daher ist, ich nenne es mal überspitzt das Gerede, vom Landwirt als KulturlandschaftsBEWAHRER falsch!
Es wird nicht Kulturlandschaft bewahrt, sondern die Handlung der Kulturlandschaftsgestalltung wird bewahrt, das ist aber etwas ganz anderes.

Definitionssache. "Kulturlandschaft bewahren" muß nicht automatisch bedeuten, sie auf dem jeweiligen Stand zu bewahren. Mobilität bewahren heißt ja auch nicht, Pferdefuhrwerke zu behalten.
Die Stimmen, welche die Kulturlandschaft auf dem Stand von den Nachkriegsjahren bzw noch früher einfrieren wollen, kommen nicht aus der Landwirtschaft (mit Ausnahme einiger weniger), sondern aus weltfremden Kreisen, welche am liebsten deutschlandweit Disneyland hätten.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon CarpeDiem » Fr Jan 03, 2014 10:53

Ohne nun einmal in diese Diskussion, mit teilw. weltverbessernden Ansichten, näher eintreten zu wollen ein Landwirt sollte sich weder als Bauer noch als Welternährer sehen, sondern ganz einfach als Unternehmer, für denen eine entsprechende Rendite es zu erwirtschaften gilt.

Leider hat die berufsständische Vertretung, beginnend mit dem Ende des Weltkriegs II., in dieser Hinsicht völlig versagt. Sie hat keinen renditeorientierten Lobbyismus betrieben, sondern sich teilw. staatstragend u.ä. unsinnigen Attributen verschrieben. Dies ist ihr schlecht gedankt worden, da sie sich unter die Knute staatlicher Bevormundung gestellt hat und letztendlich als Almosenempfänger gelandet ist. Das ganze war verbunden mit einem riesigen Verlust an Substanz, die letzten Endes als billiges Nahrungsmittel auf dem Teller des Verbrauchers gelandet ist.

Nun ist da eine weitere Stufe eingeleitet worden, die das steht zu befürchten, erst am Anfang steht, indem man diesen Wirtschaftszweig zum Sündenbock für alles Übel der Welt aufbaut und damit bestimmten Organisationen und Medien zum Fraße vorwirft!!! Quo vadis, in der Tat schlechte Aussichten!!!
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