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Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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193 Beiträge • Seite 5 von 13 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... 13
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Fr Jan 03, 2014 20:57

Mensch hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Oder in schön: Es gibt war jede Menge Kreuzpreiselastizitäten, Butter und Margarine, Rind-und Schweinefleisch - aber der Markt für Lebensmittel insgesamt ist ausgesprochen unelastisch. Womöglich verstehst Du das ja.


Ja, ich weiß was Preiselastizität ist und ein Substitut.

Nachtrag:
Die Substitutionsproblematik kann für die Bauern natürlich nachteilig sein. Was die Elastizität angeht, würde ich nicht pauschal von unelastisch sprechen. Nahrungsmittel ist nicht gleich Nahrungsmittel. Ohne das ich Zahlen vorliegen hätte, würde ich denken, das es je nach "Wichtigkeit" des Nahrungsmittels und seiner Substitutionsfähigkeit zwischen vollkommen unelastisch und unelastisch schwanken kann.

Was Du denken würdest (wenn Du könntest?) ist vollkommen egal. Das der Lebensmittelmarkt insgesamt unelastisch ist, liegt an der BIOLOGIE, nicht an den Produkten. Egal wie gut oder teuer oder besonders: Du KANNST das MarktVOLUMEN nicht ausdehnen (oder schrumpfen), denn das hängt immer von der Anzahl jeweils lebender Leute ab.
Meine Güte.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Piet » Fr Jan 03, 2014 21:00

Mensch hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:Streiken als Unternehmer??? :lol: :lol: :lol:


Streik ist ja kein selbstzweck! man streikt ja nicht um zu streiken... sondern um ...(kurz mal selber überlegen) genau man hat ja ein ziel!
zb um eine forderung nachdruck zu verleihen!
wenn nur wenige streiken, und der unternehmer dies auffangen kann, dann ist der streik an sich sinnlos.
er funktioniert erst, wenn sich so gut wie alle arbeitnehmer zusammenschliessen und streiken.
und warum kalppt das? genau, der unternehmer hat weiterhin die festkosten! in der industrie hat er sogar noch die chance löhne und andere variabele kosten einzusparen. hat aber eventuell abnahmefristen, die er einhalten muss.

jetzt mal für ganz dumme M.....:

der landwirt ,der selber unternehmer ist soll also streiken?? 1. festkosten bleiben ihm! variable kosten sind auch schwer abzustellen, man kann eine kuh/schwein schlecht mal eben sagen :"Mach dir keine sorgen Futter gibts morgen"
Lieferverträge nicht einzuhalten ist auch nicht gerade günstig oder?
Und selbst wenn man all das hinbekommen würde... müssten immer noch wie beim Streik genügend mitmachen, ansonsten ist ausser Spesen nichts gewesen! logisch oder?

jetzt geh mal noch eine schritt weiter! stell dir vor es würden alle bauern mitmachen,sich zusammenschliessen, mit der forderung nach einem bestimmten preis, ansonsten würden die nichts mehr liefern, was meinst was dann passiert? dann kommt nämlich die kartellbehörde, das ist nämlich verboten!!!


Für lernwillige J...:

Der Streik des Unternehmers ist die Aussperrung.
Wie ich oben schon schrieb, eine Frage des Organisationsgrades und damit des Zusammenhaltes der Bauern UNTEREINANDER.
Aus diesem Grunde gibt es ja ein mehrstufiges Verfahren, in dem grundsätzlich der Streik die letzte Möglichkeit ist. Dann Warnstreiks und dann in der Regel Schwerpunktstreiks. Das ist nicht so einfach schwarz-weiß.


Hättest du die Güte die "mehreren Stufen" mal kurz zu erläutern? Also auf die Bauern/ Landwirte bezogen?
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Fr Jan 03, 2014 21:08

Aha.Die Mägen der Leute dehnen sich, hm?
Sorry, das ist mir zu dämlich.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon stulli » Fr Jan 03, 2014 21:09

[quote="Mensch"][quote="stulli"]Wir als Leferanten sind austauschbar. Wenn wir nicht liefern,genügt ein Anruf der verarbeitenden Industrie, das Fleisch, die Milch oder das Getreide kommt aus einer anderen Region. Der Franzose wird sich freuen, wenn der deutsche Bauer streiken würde.[/quote]

Daraus ziehe ich Zweierlei:

1. Könnte an der Zersplitterung des Berufsstandes liegen, was macht eigentlich der DBV!?
2. Wenn der deutsche Bauer so schnell durch den französischen Bauern ersetzt werden kann, dann kann es mit der Wichtigkeit des dt. Bauern, vom Einzelnen zu schweigen, als Welternährer nicht weit her sein.

Soweit stimmig?[/quote]
Der DBV ist eine reine Interessenvertretung gegenüber Politik,Verwaltung und Verbänden und tritt bei Preisverhandlungen nicht in Aktion.
Bei der Weltrettung ist nicht der einzelne oder dt Bauer gemeint, sondern die europäische Landwirtschaft, weil sie durch ihre günstige klimatischen und technischen Vorraussetzung Überschüsse erzielt, die halt der Weltbevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Bei Mißernten oder Seuchen sind schnell Ersatzlieferung aus anderen Regionen möglich. So haben gute oder schlechte Ernten in Übersee oder der Ukraine Auswirkungen auf unsere Preise
Ist Morgen­grauen der Moment, in dem man realisiert, dass man wieder zur Arbeit muss?
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Hoschscheck » Fr Jan 03, 2014 21:47

Mensch hat geschrieben:Für lernwillige J...:

Der Streik des Unternehmers ist die Aussperrung.

Janina hat geschrieben:Ok ums einfach zu machen:
Wen soll der Landwirt aussperren?

Aussperren kann der Unternehmer seine Mitarbeiter.
Aber auch erst dann wenn diese sich im Arbeitskampf befinden.
Die laktierenden Kühe, die ferkelnde Sau, den schwerer werdenden Bullen, etc.
Wenn sie zu viel oder zu wenig produzieren, :shock: .

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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Piet » Fr Jan 03, 2014 21:48

Mensch hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Aha.Die Mägen der Leute dehnen sich, hm?
Sorry, das ist mir zu dämlich.


Ja stellen sie sich vor, es gibt sogar OPs zur Magenverkleinerung, weil Menschen doch tatsächlich über das biologisch nötige hinaus gegessen haben.
Sachen gibts.


Und das ist also relevant?
Du bist noch blöder, als ich dachte!
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » Fr Jan 03, 2014 21:49

Ich muss mal dumm Fragen,
gab es da nciht mal was mit Milch die in Güllekuhlen gekippt wurde.
Kann mich da nicht dran errinern was da war, aber da war doch was ????
Habe das damals nicht verfolgt hatte kein Interesse.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » Fr Jan 03, 2014 21:57

Hab gerade mal gegoogelt Milchboykott war das.

Was kann man davon halten?

Ich meine das hat den Betrieben wenig genutzt oder sehe ich das falsch.

Zu Versorgungsengpässen wäre das Sicherlich nicht gekommen eher wären die Betriebe Pleite gewesen.

Das Wäre für mich aber doch ne Art Streik gewesen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Hoschscheck » Fr Jan 03, 2014 22:00

Hatte Reini schon verlinkt.
Das war ein Lieferstreik, kein Arbeitskampf mit Aussperrung.
Wer weiß ob Mensch das unterscheiden kann?


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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » Fr Jan 03, 2014 22:02

Anders kann ein Landwirt ja nicht streiken.
Ich denke das kann man verstehen.
Ist ein Gutes beispiel.


Hoschscheck das hatte ich nicht gesehen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Fr Jan 03, 2014 22:10

Piet hat geschrieben:
Mensch hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Aha.Die Mägen der Leute dehnen sich, hm?
Sorry, das ist mir zu dämlich.


Ja stellen sie sich vor, es gibt sogar OPs zur Magenverkleinerung, weil Menschen doch tatsächlich über das biologisch nötige hinaus gegessen haben.
Sachen gibts.


Und das ist also relevant?
Du bist noch blöder, als ich dachte!

He, das waren allein 2012 immerhin ca 800 Leute! Da können 5 von 300.000 Bauern echt was rausholen .... vor allem, weil die dann ja ganz sicher nicht mehr mehr essen ... :lol:
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Piet » Fr Jan 03, 2014 22:37

Das sind also Streikbrecher :regen:
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Frankenbauer » Fr Jan 03, 2014 22:45

stulli hat geschrieben:
Mensch hat geschrieben:
stulli hat geschrieben:Wir als Leferanten sind austauschbar. Wenn wir nicht liefern,genügt ein Anruf der verarbeitenden Industrie, das Fleisch, die Milch oder das Getreide kommt aus einer anderen Region. Der Franzose wird sich freuen, wenn der deutsche Bauer streiken würde.


Daraus ziehe ich Zweierlei:

1. Könnte an der Zersplitterung des Berufsstandes liegen, was macht eigentlich der DBV!?
2. Wenn der deutsche Bauer so schnell durch den französischen Bauern ersetzt werden kann, dann kann es mit der Wichtigkeit des dt. Bauern, vom Einzelnen zu schweigen, als Welternährer nicht weit her sein.

Soweit stimmig?

Der DBV ist eine reine Interessenvertretung gegenüber Politik,Verwaltung und Verbänden und tritt bei Preisverhandlungen nicht in Aktion. Würde er gerne tun, nur leider gibt es in Berlin so eine seltsame Behörde, die auf den kleinsten Versuch, Preise abzustimmen sehr allergisch reagiert.
Bei der Weltrettung ist nicht der einzelne oder dt Bauer gemeint, sondern die europäische Landwirtschaft, weil sie durch ihre günstige klimatischen und technischen Vorraussetzung Überschüsse erzielt, die halt der Weltbevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Bei Mißernten oder Seuchen sind schnell Ersatzlieferung aus anderen Regionen möglich. So haben gute oder schlechte Ernten in Übersee oder der Ukraine Auswirkungen auf unsere Preise


Man sollte in der journalistischen Grundausbildung endlich anfangen Praktika zur Pflicht zu machen, dann würden die redaktionellen Mitarbeiter, wie "Mensch" oder "PEVO" wenigstens ein kleines bisschen Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge bekommen.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon kaltblutreiter » Fr Jan 03, 2014 22:48

Habt doch mal mehr Geduld miteinander... Das Diskussionsklima ist an manchen Stellen echt unter aller Sau. Wer sich angesprochen fühlt, soll laut schreien... :roll:

back to topic: Es gibt nicht DEN Bauern. Es gibt in der Landwirtschaft unterschiedliche Produktionszweige, die teilweise voneinander abhängig sind. Zum Beispiel kann es den Ackerbauern nur recht sein, wenn der Getreidepreis steigt. Dem Schweinemäster ist nun gerade das Gegenteil lieber, weil Getreide eins seiner Hauptproduktionsmittel ist. Ist das an diesem einfachen Beispiel nachzuvollziehen? Ergo haben "die Landwirte" kein gemeinsames Ziel, für das es sich zu streiken lohnt. Man kann auch nicht einfach hergehen und sagen, der Stundenarbeitslohn wäre ein solches, weil der sich eben nicht nach Tarifverträgen und klar definierten Tätigkeiten bemißt, sondern erwirtschaftet werden muß -> abhängig ist von den einzelnen Produktionsfaktoren, die auf jedem Hof/Betrieb anders sind.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Piet » Fr Jan 03, 2014 23:00

kaltblutreiter hat geschrieben:Habt doch mal mehr Geduld miteinander...

Wieviel denn noch?
Der "Mensch" schreibt wie ein großer, ist aber nur ein kleiner, dummer Provokateur, dem die einfachsten Grundlagen fehlen!
Und rate was ich mit Rüsseltier meinte :!:
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