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Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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193 Beiträge • Seite 6 von 13 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 13
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » Fr Jan 03, 2014 23:09

kaltblutreiter hat geschrieben:Habt doch mal mehr Geduld miteinander... Das Diskussionsklima ist an manchen Stellen echt unter aller Sau. Wer sich angesprochen fühlt, soll laut schreien... :roll

Das finde ich auch.

back to topic: Es gibt nicht DEN Bauern. Es gibt in der Landwirtschaft unterschiedliche Produktionszweige, die teilweise voneinander abhängig sind. Zum Beispiel kann es den Ackerbauern nur recht sein, wenn der Getreidepreis steigt. Dem Schweinemäster ist nun gerade das Gegenteil lieber, weil Getreide eins seiner Hauptproduktionsmittel ist. Ist das an diesem einfachen Beispiel nachzuvollziehen? Ergo haben "die Landwirte" kein gemeinsames Ziel, für das es sich zu streiken lohnt. Man kann auch nicht einfach hergehen und sagen, der Stundenarbeitslohn wäre ein solches, weil der sich eben nicht nach Tarifverträgen und klar definierten Tätigkeiten bemißt, sondern erwirtschaftet werden muß -> abhängig ist von den einzelnen Produktionsfaktoren, die auf jedem Hof/Betrieb anders sind.


Sehe ich auch so.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon Todde » Sa Jan 04, 2014 0:25

Mensch hat geschrieben:Das hört sich ja nach innerer Kündigung an, was soll sich da dann ändern?
Ich will Ihnen sicher nicht zu nahe treten, aber ist mein Eindruck, das man sich teils in der Bauernschaft ganz gut in der Schmollecke eingerichtet hat, völlig abwegig?


Genau das Gegenteil, wenn man mir täglich ans Bein pinkelt,
dann steigt meine Achtung für dir Franzosen!
Der Zeigefinger reicht nicht, mach was sie machen, und stell dich mit der Fakel vor die Haustür.
Ich kenne kein Aufgeben.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon forenkobold » Sa Jan 04, 2014 1:06

Mensch hat geschrieben: Letztlich legen Ihre Ausführungen aber dar, das der Landwirt ein Sklave ist ohne Gegenwehrmöglichkeit. Er sitzt am kürzeren Hebel.
Das paßt nun aber gar nicht mit dem Ernährer-Selbstbild zusammen, das ja Wichtigkeit und damit Macht vorspiegelt.
Sind sie, die Landwirte, letztlich Gefangene die einfach zu funktionieren haben und nicht anders können als zu funktionieren?

Sklave von WEM oder WAS?
Es sind doch naturgegebene Zwänge die in den spezifischen Eigenschaften unserer Produkte begründet sind. Wenn.. dann sind wir Sklaven unserer verderblichen und fürsorgebenötigenden Produkte. Dass dies von Marktpartnern ausgenutzt wird und uns in eine schlechte Position bringt, ist eine ganz logische Konsequenz. Deshalb ist es wichtig, Strukturen zu schaffen, welche die Position der Landwirte stärken. Das wären funktionierende Genossenschaften oder Erzeugergemeinschaften oder Verträge, welche eine gewisse Sicherheit bringen. Ein gutes Beispiel ist die Vertragsmast von Geflügel. Diejenigen, welche dieses System anprangern sind in meinen Augen strunzdoof. So ein Hähnchen ist nach einer gewissen Anzahl von Tagen fertig. Jeder weitere Tag verursacht Kosten und mindert den Wert des Tieres weil e snimmer der vom Markt nachgefragten Größe entspricht. Jeder Landwirt der sich im Dogma des freien Unternehmertums auf das Abenteuer einer vertraglich nicht abgesicherten Mast einlässt, kann genausogut über 6 Fahrspurem einer gut befahrenen Autobahn marschieren oder Russisch Roulette mit 7 Kugeln in 8 Kammern spielen und hat da wesentlich bessere Chancen, dass es gut geht.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon forenkobold » Sa Jan 04, 2014 1:11

Bauer Harms hat geschrieben:
kaltblutreiter hat geschrieben:
Von einem Unternehmer-Streik ist mir auch nichts in Erinnerung.





....Du bist entweder noch gaaaaanz Jung, oder gaaaaanz ungebildet.....http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 05998.html

HAAAAALT STOPPP!
Diese Aktion wurde von einer nicht repräsentativen Gruppe von Bauern in den Weg geleitet und als Streik bezeichnet. Diese Falschbezeichnung war ein Offenbahrungseid und der Verrat des Unternehmertums.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon forenkobold » Sa Jan 04, 2014 1:20

Mensch hat geschrieben: Daraus ziehe ich Zweierlei:

1. Könnte an der Zersplitterung des Berufsstandes liegen, was macht eigentlich der DBV!?
2. Wenn der deutsche Bauer so schnell durch den französischen Bauern ersetzt werden kann, dann kann es mit der Wichtigkeit des dt. Bauern, vom Einzelnen zu schweigen, als Welternährer nicht weit her sein.

Soweit stimmig?


Wenn jetzt die Landwirte der EU ihre Produkte alle dem Markt vorenthalten würden, so wären vllt einzelne Waren ein paar Tage knapp, aber binnen kürzester Zeit auf dem Weltmarkt erhältlich. Der Verbraucher in den Wohlstandsländern würde kurz abkotzen und dann weiterfressen...
der Bimbo im Afrika könnte seiner Nahrung hinterherwinken....
Wäre DAS der sinnvolle Weg?
Zeigt Dir das die Wichtigkeit der Produktion in unseren Breiten für die Welternährung auf?
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon xyxy » Sa Jan 04, 2014 10:32

Wie kommst du von Magen- auf Marktvolumen?
Gibt es eine wissenschaftlich belegbare, messbare Grösse für globales Magenvolumen, eine Studie, einen link?

Ist das eine Konstante, schwankt das Volumen nach Jahreszeiten, nach Klimawandel Gezeiten/Mondphasen?
Wir kommen der Sache, glaub ich, um einiges näher. Die globale Agrarproduktion könnte punktgenau, just in Time, auf den akuten Bedarf ausgerichtet werden, wir kommen an den Zeitpunkt wo man das dank modernster Technik und Medien verwirklichen könnte. Die Paketdienste machen es uns doch schon logistisch vor. Du bestellst deine zertifizierte Nahrung (hmm, müsste man unterteilen nur Erhaltung bzw, darüber hinaus :roll: ) und per Nachrichtendienst kannst den Verlauf bis zur Ausgabe genau verfolgen..
So kann der Bauer es sich so einrichten, dass seine Versorgung immer als Erstes sichergestellt ist, der Verbraucher ist somit als Empfänger (natürlich gegen Prepaid) in letzter Position.
Reicht jetzt die Produktion nicht, kann je nach politischer Lage der Ausbau der Lebensmittelproduktion forciert oder von Amts wegen eine Verkleinerung des Verdauungsorgans angeordnet werden.

Lässt sich das machen, Mensch ärgere dich?
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon forenkobold » Sa Jan 04, 2014 10:58

Mensch hat geschrieben: Wie weit es mit der moralisch begründeten Stellung als Welternährer bei Ihnen bestellt ist, zeigt der "Bimbo" deutlich.

Wenn man nicht mal die ersthafte Sorge hinter der Ironie erkennt, sollte man sein Engagement hier nochmal überdenken. Der Bimbo ist nicht meine übliche Ausdrucksweise, sondern sollte darstellen, dass diese Menschen dem hiesigen Gutmenschen am Arsch vorbeihgehen, sobald das eigene Fressen knapp wird.
Ich denke, DAS war aus meinem Beitrag zu erkennen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Sa Jan 04, 2014 11:41

Ok, da Mensch offenbar essen kann,so viel er will, muß man annehmen, er ist ein biologisches Wunder, denn zu den Magenvolumina normaler Menschen gibt es selbstverständlich ausreichend Studien, die sind begrenzt.

Vielleicht versuchen wir einfach mal einen anderen Ansatz. Wenn nicht die Bauern Welternährer sind, wer dann?
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Sa Jan 04, 2014 12:32

Also runter mit den Klamotten, raus in die Natur, reißt die Häuser ein und geht Würmer suchen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon keinbauer » Sa Jan 04, 2014 12:47

SHierling hat geschrieben:Wenn nicht die Bauern Welternährer sind, wer dann?
Die Landwirte :wink:
Oder vielleicht: Die Landwirtschaft.
Auch wenn ich die Intention des Themenerstellers nicht nachvollziehen kann, die Sichtweisen anderer hier sind auch nicht besser. Wie schonmal geschrieben: Der einzelne Landwirt ist im Gesamtsystem der "Welternährung" überhaupt nix. Und dieses System ist so komplex, mit unterschiedlichen Anbaumethoden und Betriebszweigen, dass es eigentlich schon Quatsch ist, es unter einem Oberbegriff zusammenzufassen.
Aber wenn man hier mitliest, hat man wenigstens bei dem Regen draußen noch was zu lachen.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » Sa Jan 04, 2014 12:49

Zitat von Mensch.
Ich fasse zusammen:
EINIGEN hier ist garnicht an einem, von mir aus auch gern zugespitzten aber FAIREN, Streitgespräch gelegen. Sie wollen hier gar keine Behelligung mit anderen Argumenten, sondern nur Bestätigung ihres Weltbildes.

Habe ich auch schon öfters gedacht.

Wer mal etwas anderer meinung ist wird Runtergeputzt (es kann nicht jeder Recht haben und das will doch auch keiner)

Selbst wenn man einen Fehler zugiebt ist man hier durch.

Das hat nichts mit Meinungsfreiheit und Demokratie zu tun sonedern das ist auch Diktatur.

Denkt mal drüber nach.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Sa Jan 04, 2014 12:49

Mensch hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben: Wenn nicht die Bauern Welternährer sind, wer dann?


Mag ja sein, das Sie dies als Alleinstellungsmerkmal sehen, aber in einer arbeitsteiligen Gesellschaft ist das in dieser Allgemeinheit tatsächlich FALSCH.

Und nochmals, es ging ursprünglich um die moralische Haltung die diese Selbstdarstellung hervorgebracht hat und sich aus dieser nährt.


Wir sind hier nicht im Kindergarten. Also nochmal: Wer, wenn nicht die Bauern, sind die Welternährer? Auf dem Weg vom Bauern zum Verbraucher sind ALLE Zwischenstufen fakultativ. Die Produktion nicht.

Was biologische / physikalische Tatsachen mit Moral zu tun haben, kann auch ruhig erklärt werden.
Es wäre nett.,wenn Du mal mit was konkretem rumkommst, wir füttern Dich schliesslich nicht für schleimiges Gelaber ;-)
Zuletzt geändert von SHierling am Sa Jan 04, 2014 12:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon SHierling » Sa Jan 04, 2014 12:53

Ey, man muß sich das mal reinziehen....

Frage: Wer (wenn nicht die Bauern) sind die Welternährer?
Antwort: "Das ist falsch".

WIE hohl muß man eigentlich sein, um so LABERN zu können?
Wie nennt man sowas? Sprachspasmen?
Zuletzt geändert von SHierling am Sa Jan 04, 2014 12:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon chrislom » Sa Jan 04, 2014 12:55

Für mich ist der Bauer, Landwirt, wie auch immer Welternährer.

Ob in Deutschland,Peru,Frankreich,Italien,Südafrika, überall auf der Welt.

Der Mensch ist doch nicht mehr in der Lage sich selbst zu ernähren und das kommt wohl auch nicht wieder.

Es fehlt im an Wissen und den meisten auch an Boden um sich zu ernähren.

Also muss er sich ernähren lassen und das Vom Landwirt,Bauer wie auch immer.

Muss jeder selbst wissen wie er das sieht.

Ohnen Landwirt kein Essen auf dem Tisch.
Zuletzt geändert von chrislom am Sa Jan 04, 2014 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Selbstverständnis - Bauer oder Welternährer?

Beitragvon xyxy » Sa Jan 04, 2014 13:01

So siehts die (arbeitsteilige :lol: ) Gesellschaft:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 11546.html

Gleichzeitig würden aber weniger als ein Drittel mehr Geld dafür ausgeben

und nun?
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