DWEWT hat geschrieben:Der Maisschlag ist nur für eine Insektenart ein optimaler Lebensraum, nämlich für den Zünsler!
Drahtwürmer sollen sich da auch heimisch fühlen.
Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 14:42
DWEWT hat geschrieben:Der Maisschlag ist nur für eine Insektenart ein optimaler Lebensraum, nämlich für den Zünsler!
210ponys hat geschrieben:DWEWT hat geschrieben:Der Maisschlag ist nur für eine Insektenart ein optimaler Lebensraum, nämlich für den Zünsler!
Drahtwürmer sollen sich da auch heimisch fühlen.
Lonar hat geschrieben:Also Grünland weg und Mais mit Mist in Mulchsaat?
Wie viel Insekten bekomm ich jetzt mehr mit Gras lange stehen lassen?
Gibt's ohne Landwirtschaft in Deutschland bald wieder den Brontosaurus ?
Todde hat geschrieben:Wie jedes Jahr, in Naturschutzgebieten werden Insekten vernichtet, damit die Spaßgesellschaft nicht gestört wird.
Schnakenbekämpfer am Rhein unterwegs
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... s-100.html
Der Bti-Wirkstoff ist ein Eiweißkristall, das aus dem bodenlebendem Bacillus thuringiensis israelensis (Bti) gewonnen wird. Es lagert sich bei den Zielorganismen an Rezeptoren von Darmzellen, bringt die Zellen zum Zerplatzen und zerstört damit das Darmepithel.
Inzwischen kann man Bti züchten und die Kristalle extrahieren. Der Wirkstoff wird dann mit Eisgranulat, Sand oder Öl meist mit dem Hubschrauber auf die entsprechenden Wasserflächen und Überschwemmungsflächen ausgebracht.
Da im Eisgranulat nicht nur Bti-Toxin, sondern auch Bti-Spren enthalten sein können, muss das in Deutschland ausgebrachte Bti-Granulat mit radioaktiver γ-Strahlung sterilisiert werden.
Auswirkungen auf Nichtzielorganismen
Aus wissenschaftlichen Untersuchungen ist bekannt, dass Bti innerhalb der Ordnung der Zweiflügler eine Breitbandwirkung besitzt. Sicher ist, dass Bti auf alle 2500 Arten der Stechmücken tödlich wirkt (in Europa sind es 104 Arten), ebenso wie auf die über 50 Arten der Kriebelmücken. Hinzu kommt eine letale Wirkung auf nichtstechende Zuckmückenarten ( ca. 700 in D), die für den Menschen keine Störung darstellen, aber einen Hauptnahrungsbestandteil für viele Tierarten sind.
Neue Untersuchungen (2017 und 2019 Uni Koblenz-Landau) zeigen, dass vor allem die ersten Larvenstadien der Zuckmückenlarven sehr empfindlich schon gegenüber geringen Bti-Konzentrationen sind. Zuckmücken, die in allen Feuchtgebieten in oft sehr großer Zahl vorkommen, sind auch aufgrund ihres hohen Eiweißgehaltes ein wertvoller Hauptnahrungsbestandteil für Spinnen, Amphibien (Adulte und Larven), Fische, Libellen, Vögel und Fledermäuse.
Versuche haben ergeben, dass bei einer regulären Bti-Anwendung mindestens 50 % der Zuckmückenlarven abgetötet werden, dazu etwa 90% der Steckmückenlarven. Damit liegt eine erhebliche Reduktion des Nahrungsangebotes für Insektenfresser an Land und im Wasser vor, die Nahrungskette ist also direkt negativ beeinflusst.
Auswirkungen auf andere Insekten wie Eintagsfliegen, Wasserkäfer oder Waffenfliegen wurden immer wieder veröffentlicht, vor allem in Langzeitstudien. Diese Ergebnisse sind ähnlich der Beobachtung, dass z. B. auch beim Einsatz von gentechnisch verändertem Bt-Mais, der das Bti-Toxin selbst herstellen kann, nicht nur der Maiszünsler, der die Pflanze selbst frisst, abstirbt, sondern auch Räuber, wie die Florfliege, die sich von Freßfeinden der Maispflanze ernähren. Dieses Phänomen konnte wissenschaftlich noch nicht aufgeklärt werden, auch die Unbedenklichkeit von Bti muss also stark in Frage gestellt werden.
Untersuchungen der Uni Koblenz-Landau (2018) an Grasfrsochkaulquappen haben gezeigt, dass Amphibienlarven, die während ihrer gesamten Entwicklungszeit Bti ausgesetzt sein können, Veränderungen in ihrer Entwicklung, z. B. durch steigende Enzymaktivitäten und Entgiftungsaktivitäten zeigen. Auch hier gibt es also Auswirkungen, die weiter untersucht werden müssen.
Molchlarven sind auf Zuckmückenlarven für die Entwicklung angewiesen, eine Reduktion des Nahrungsabgebotes führt zu einem geringeren Gewicht der Tiere beim Landgang. Junge Amphibien sind aber eine wichtige Nahrungsgrundlage für terrestrische Räuber während der Jungenaufzucht. https://traunstein.bund-naturschutz.de/brennpunkte/bti
Isarland hat geschrieben:...oder alle 25m im Raster einen kleinen Kuhmisthaufen anzulegen,...
meyenburg1975 hat geschrieben:Isarland hat geschrieben:...oder alle 25m im Raster einen kleinen Kuhmisthaufen anzulegen,...
Soll das heißen, es gibt in der Ökoszene Menschen, denen bekannt ist, dass es schädlich sein kann, jeden Sche*ß abzudecken oder sofort zu vergraben?
Das wäre ja ein evolutionsgeschichtlicher Quantensprung.
Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet
]
Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP
]
Werte schätzen
]marius hat geschrieben:Klar sind auch Landwirte für den Artenschwund verantwortlich.
Das wird auch keiner bestreiten mit Sachverstand.
Nicht nur bei Insekten auch Kiebitz und Co wurden durch die industriealisierte Landwirtschaft deutlich dezimiert.
Aber wir können nicht mehr zurück ins 18 Jahrhundert. Und in ganz Deutschland Flächen der Landwirte enteignen und in Naturschutzgebiete umwandeln ist zwar über Art. 15 GG durchaus möglich, kann aber nicht Sinn der Sache sein.
Badener hat geschrieben:=> Kein Plan

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