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Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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91 Beiträge • Seite 3 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Lonar » Di Mär 16, 2021 14:35

Deshalb hab ich viel vorsorglich umgebrochen, ich kenne doch meine Kommunisten.
Der Fasan und der Singvogel mag auch Fliegenlarven. Das ist denen Egal wie das Ding aussieht, landet eh im Margen. .
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon langholzbauer » Di Mär 16, 2021 14:47

Hallo,
die Faden erinnert mich an den vom Wochenende.
Vielleicht sollten wir erst mal fragen, was mit die schwindenden Insekten gemeint ist.
Jede Flora( Pflanzengesellschaft) hat bzw. bildet bei mhrjährig gleicher Bewirtschaftung ihre spezielle Fauna( Tierwelt).
So gibt es auch auf intensiven Siloflächen eine angepasste Insektenwelt.
Sicher wird auch ein erheblicher Teil davon mit jedem Schnitt bzw.auch schon bei den Dünge- u.Pflegemaßnahmen geschädigt.
Klar sind wir Bauern die Bösen, weil wir es ja tun.
Aber es ist mit Sicherheit nicht unsere alleinige Schuld.
Jetzt mal einige Vorschläge zum(allgemeinen) Insektenschutz auf Grünland:
Düngung möglichst mit gut verrottetem Mist
Breitflächige Stall- Gülleausbringung, ist ja leider schon fast verboten
Abschleppen möglichst bei trüben kühlem Wetter
Beim Mähen möglichst auf Aufbereiter und Schwadzusammenlegung verzichten
Restflächen und "Altgrasinseln" an wechselnden Standorten stehen lassen
Mulchen von " Unkraut-Rest-u.Verbuschungsflächen mit deutlichem Abstand zur Ernte
Organische Herbstdüngung möglichst früh
Pflege von abgestorbener Altvegetation in Frühjahr möglichst nur mit Schleppe zum Vegetationsstart statt Mulcher
....

T5060 hat auch Recht.
Eine vielfältige Feldflur ist einer der wichtigsten Bausteine zu vielfältiger Fauna. Je mehr Akteure sich auf der gleichen Fläche betätigen, desto besser für die Kleintierwelt.
Und DWEWT hat es gut zusammen gefasst.
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon egnaz » Di Mär 16, 2021 16:18

Passt auch schön auf wie ihr euer Grünland bewirtschaftet. Wenn ihr für die Insekten alles richtig gemacht habt und durch eure Bewirtschaftung artenreiches Grünland entstanden ist, steht es automatisch nach Bundesnaturschutzgesetz unter Schutz. Dann ist nichts mehr mit im Mai mähen und 4 Schnitten.
Gruß Eckhard
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon langholzbauer » Di Mär 16, 2021 16:52

Das ist trauriger Weise aktuell auch ein Argument.
Deshalb mach ich lieber kleinräumigen " Naturschutz" ohne Förderung auf dafür geeigneten Flächen, als maximalgeförderte Extensivierung.
Sowohl mir ,als auch der Natur bringt die Abwechslung von halbwegs intensiver Nutzung der Hauptfläche mit Minnimalpflege der Ecken und Spitzen viel mehr.
Im Wald bleiben ebenfalls selbstverständlich auch mal hier und da Habitatbäume stehen.
Aber wegen der paar € Förderung hol ich mir ganz sicher nicht die Umweltschutzbehörden in die Bestände. :wink:
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Botaniker » Di Mär 16, 2021 17:09

DWEWT hat geschrieben:Das Grundproblem besteht auch darin, dass die komplexe Materie des Feldes "Ökologie" von jedem nur aus dem Blickwinkel seiner Disziplin beobachtet und beurteilt wird. Der Ornitologe sieht nur die Vogelwelt, der Botaniker sieht nur die Pflanzenwelt, viele Jäger sehen nur das Niederwild, der Landwirt sieht vornehmlich die Wirtschaftlichkeit seines Betriebes, der Städter sieht nur die Idylle der Kulturlandschaft, die Trinkwasserwirtschaft sieht nur die unerwünschten Stoffe im Grundwasser, der Bodenkundler sieht nur die Bodenverdichtungen, der Entomologe sieht nur seine Insekten, der Umweltschützer sieht nur das Methan, das CO² und vielleicht noch den Feinstaub usw. usw. . Keiner hat einen Überblick, bzw. stellt sich erstmal außerhalb des Systems auf, um die vielen Wechselwirkungen zwischen den Pflanzen/Tieren/Nutzungen zur Kenntnis zu nehmen. Mit allen Disziplinen klar kommen muss jedoch der Landwirt. Er soll das Ökosystem schützen, billige Lebensmittel erzeugen, schädliche Emissionen aus den Ballungsgebieten/der Industrie/dem Kraftfahrzeugbetrieb/dem Freizeitverhalten abpuffern und dabei auch noch gute Mine zum bösen Spiel machen. Das ist komplett inakzeptabel!
Wir brauchen endlich Leute, die Lösungen für den gesamten Komplex anbieten. Das geht natürlich nur mit Kompromissen. Dazu müssen aber auch alle Beteiligten erstmal bereit sein.


Ich glaube Prof. Werner Kunz war der einzige Hochschullehrer der Bundesrepublik der diese Problematik ganzheitlich anging. Leider ist er im Ruhestand und einen Nachfolger gibt es wohl nicht, ich würde mich gerne eines besseren belehren lassen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Werner_Kunz_(Biologe)

Hier ein Vortrag von ihm.

https://youtu.be/NWArqSuL5C4
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Zement » Di Mär 16, 2021 18:14

Wenn es dafür Förderung geben würde, es akzeptabel, das gewisse Teile von Grasland nicht zu schneiden? Also ähnlich wie beim Blühstreifen?
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon meyenburg1975 » Di Mär 16, 2021 18:27

Der ökologische Nutzen ist zwar so gut wie nicht vorhanden, aber ab 1000€ pro Jahr kann man drüber reden.
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Badener » Mi Mär 17, 2021 14:11

Ich sag ja nicht, nicht schneiden ich sag bis zur Blüte der Hauptgräser nicht mähen... danach kann man auch noch 10 Schnitte machen.
Zu fällen einen schönen Baum, braucht es eine halbe Stunde kaum.
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Lonar » Mi Mär 17, 2021 14:24

Badener hat geschrieben:Ich sag ja nicht, nicht schneiden ich sag bis zur Blüte der Hauptgräser nicht mähen... danach kann man auch noch 10 Schnitte machen.

Wie viel Tonnen Insekten “Erntet“ man denn dadurch?
Der schlechtere Futterwert ist hinreichend bekannt und für die GJ je ha sieht das auch nicht gut aus.
Dannach gibt's maximal noch 2-3 Schnitte weil die Narbe braun ist und der Kurztag und Dürre wiederkehrt.


Wo bist du davon inspiriert worden ? Ich tippe auf DJV,die hatten schonmal solche Abwandlungen. Ich hab darauf hin nur noch gesagt das wir das dann mit der Jagdpacht verrechnen und wir dafür mindestens 500€ aufm ha aufschlagen müssen. Da war irgendwie nichts mehr von der Begeisterung über :mrgreen:
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Badener » Mi Mär 17, 2021 14:57

Lonar hat geschrieben:Wie viel Tonnen Insekten “Erntet“ man denn dadurch?
Der schlechtere Futterwert ist hinreichend bekannt und für die GJ je ha sieht das auch nicht gut aus.
Dannach gibt's maximal noch 2-3 Schnitte weil die Narbe braun ist und der Kurztag und Dürre wiederkehrt.


Wo bist du davon inspiriert worden ? Ich tippe auf DJV,die hatten schonmal solche Abwandlungen. Ich hab darauf hin nur noch gesagt das wir das dann mit der Jagdpacht verrechnen und wir dafür mindestens 500€ aufm ha aufschlagen müssen. Da war irgendwie nichts mehr von der Begeisterung über :mrgreen:


Ne inspiriert worden bin ich nicht... Ich habe nur so im stillen überlegt was denn heute anders ist als Früher.
Da kam ich halt unweigerlich zum Silo. Früher wurde kaum etwas siliert, heute fast ausschließlich. Und wenn man auf die Wiesen schaut, dann sieht man schon den Unterschied zw. oft silierten und max. 2mal geheuten Wiesen. Willst du mir echt sagen, dass Du auf dem 5 mal geschnittenen Wiesen mehr Artenvielfalt hinsichtlich der Flora hast wie auf Extensivwiesen?

Ich will ja auch nur mal Eure Meinung hören, Gesetze erlassen kann ich nicht mal zuhause ;)

Grüße
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Fassi » Mi Mär 17, 2021 15:05

Da sind wir wieder beim Blick über Tellerrand. Früher gab's hier zwei Schnitte und eine Beweidung und heute hält drei Schnitte. Vier nur, wenn es wirklich gut läuft. Gemäht wird jetzt halt das Grünland etwa zwei bis höchstens 3 Wochen früher. Aber es fehlen die Weidetiere, die Festzäune, die Kirschbäume und - plantagen, die ganzen Garbe- und Bauerngärten, es gibt wesentlich mehr Hecken und Sträucher in der Gemarkung und halt insgesamt wesentlich weniger Tierhaltung und Landwirtschaft allgemein als früher. Wirklich intensiver ist es bei uns nicht geworden bzw. für die Gemarkungsteile, die intensiver bewirtschaftet werden, wird der gleiche Teil extensiver.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon meyenburg1975 » Mi Mär 17, 2021 15:12

So ist es. Früher gab es 20 Betriebe im Dorf, wo die Hühner ums Haus rannten, mehr oder weniger Rinder auf der Weide liefen, jeder mindestens nen halben Hektar Gemüsegarten hatte, zusätzlich nen kleinen Kartoffelacker, nen Hektar Futterrüben für die Kühe und von jeder Getreideart etwas, weil man nicht in der Lage war alles gleichzeitig zu ernten. Und auch der Heuschnitt kam Etappenweise um die Arbeit zu entzerren.
Heute ist ein ganzes Dorf in maximal ner halben Woche geräumt und Feldfrüchte gibt es meist nur noch die, die wenig Arbeit machen und halbwegs sicher etwas ins Portemonnaie bringen. Und auch die sind zur Erntezeit in ein paar Tagen weg.
Und das kommt alles nicht wieder...
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon Lonar » Mi Mär 17, 2021 17:25

Natürlich will ich das nicht. Deshalb frage ich ja wie viel dt Insekten je ha denn die Mahd von Holz so bringt und was man denn so dafür bezahlen will. Milchverlust je ha kann man ganz gut ausrechnen und die Futterüben brauchte man damit die Kühe überhaupt aufm Pott konnten
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon wastl90 » Mi Mär 17, 2021 17:36

Was hat sich in Deutschland verändert? Doch eigentlich alles!
-größere Flächen und größere schlagkräftige Technik
-mehr Schnitte, durch weniger Betriebe auch mehr Fläche im Umkreis von X Kilometern die gleichzeitig gemäht wird
-mehr Straßen und Wohnbebauung
-mehr Lichtverschmutzung
-jedes Straßengrün wird 3x jährlich gemäht, früher eben Wildnis
-mehr Verkehr (zu Luft, Boden und Wasser)
-mehr Strahlung (obwohl ich kein Aluhutträger bin..)

Das alles hat sicherlich einen Einfluss auf unsere Artenvielfalt.
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Re: Streitthema - Siloschnitt vs. Insekten

Beitragvon 210ponys » Mi Mär 17, 2021 18:10

kann es den nicht auch sein das die Technik einen großen Einfluss hat? Früher beim Messerbalkenschnitt ist das Insekt davon geflogen oder gehüpft heute wird es direkt in den Aufbereiter gezogen!?
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