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TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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64 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Clemens » Do Nov 29, 2012 11:23

Hallo,

die Geschichte ist für alle ärgerlich, die große versiegelte Flächen besitzen.
Für aktive Betriebe (Landw., Gewerbe, Industrie) sind es halt zusätzliche Betriebsausgaben, die den Gewinn schmälern, aber dann auch steuerlich geltend gemacht werden können (sofern bisher Steuern angefallen sind).
Heftig finde ich aber, dass halt stillgelegte Betriebe, wo eventuell noch ein Altenteiler wohnt, genau so betroffen sind und die Gebühr von der meist "großen Rente" bezahlt werden muss.

Gruß Clemens
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Terrano » Do Nov 29, 2012 14:03

Clemens hat geschrieben: Mein Bruder "darf" für seinen Hof auch 1.200 € löhnen. Der Bach ist nichtmal 100 m weg. Aber hier eine extra Leitung verlegen (unterqueren einer Kreisstr) und die Dachrinnen anschließen, kostet auch einiges an Geld.

Gruß Clemens
:cry: Dein Bruder ist im selben Preissegment. Wäre Kreisstrasse nicht, wäre ihm geholfen.
Bleibt die Gebühr langfristig, lohnt sich aber da unten durch verlegen, höchstwarscheinlich!
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Terrano » Do Nov 29, 2012 15:41

schimmel hat geschrieben:
Terrano hat geschrieben:Regenwasser braucht man nicht reinigen, fliest halt mit ins Klärwerk. Regenwasser ist kein Abwasser.
Weil deswegen finde ich Gebühr eine Azocke hoch 10 :twisted:




Falsch: Wasserhaushaltsgesetz (WHG) Abschnitt 2, §54 Abwasser, Abwasserbeseitigung
(1) Abwasser ist....

2. das von Niederschlägen aus dem Bereich von bebauten oder befestigten Flächen gesammelt abfließende Wasser (Niederschlagswasser)

Wo hast du das gefunden? Da will ich mal näheres durchlesen.
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Terrano » Do Nov 29, 2012 16:20

schimmel hat geschrieben:Das ist auch der Grund dafürr, warum die untere Wasserbehörde für alle Oberflächenwässer landw. Betriebe eine Einleitungsgenehmigung mit einem umfangreichen rechnerischen Aufwand fordert.....in der Folge wird alles Wasser aufgefangen und gem. DÜVO gelagert und ausgebracht. Es darf nicht separat ausgebracht werden, da es dann unter das Abfallrecht fallen würde, und damit nicht erlaubt wäre, es auf landw. Flächen auszubringen.....so bekloppt wird es, wenn im Vorfeld keine Lobbyisten eingreifen...
Aussiedler leiten Ihre Oberflächengewässer in Bäche und Gräben, Gebührenfrei.
Einleitungsgenehmigung, hängt das nicht einer Baugenehmigung zusammen? Die wird doch immer erteilt.
Sickersaft und anderes muss doch immer gesammelt werden. Das verstehe ich nicht.

Dann noch mit der DüVO, Niederschlagswasser fällt doch raus, wenn die Grube als Zweck umgedient wird.
Mir ist klar, Gülle und Niederschlagwasser vermischen gilt Nulltoleranz.
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon flower-bauer » Do Nov 29, 2012 16:44

...
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon 2810 » Do Nov 29, 2012 17:47

flower-bauer hat geschrieben:...

Über das Thema Gebührengerechtigkeit und Verursacherprinzip kann man streiten. Wie Clemens schon gesagt hat, für Opa und Oma auf dem einem alten Hof mit bisher geringem Wasserverbrauch wird das jetzt zu einer richtigen Kostenbelastung. Wenn der Discounter jetzt zur Kasse gebeten wird, sieht das dagegen schon wieder anders aus.

Ärgerlich sind einfach die hohen Kosten der Umstellung und später der hohe laufende Verwaltungsaufwand, da ja zum Beispiel stetig die zusätzlichen Daten auf dem Laufenden gehalten werden müssen.

Gruß aus der :regen: -wassergebührenbefreiten Zone :wink:


Na ihr habt es gut getroffen .
Das Gerichtsurteil hat eine alte Ungerechtigkeit mit einer neuen Ungerechtigkeit abgelöst .
Das wird erst wieder besser , wenn wir den vollkommen gläsernen Bürger haben , alles wird erfasst :der Verschmutzungsgrad des Duschwassers , Küchenwassers , WC-Wasser , Hofwasser ,Dachwasser usw .
An der Kanaleinleitung kommt ein Scanner zum Einsatz , gleichzeitig wird auch erfasst , wer die Ratten füttert mit Küchenabfällen , wer seinen Müll über die Kanalisation "entsorgt" . Wir gehen herrlich gerechten Zeiten entgegen :prost:
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Terrano » Do Nov 29, 2012 20:06

flower-bauer hat geschrieben:Die Niederschlagswassergebühr haben wir einem Gerichtsurteil zu verdanken.
Immerhin ein "Hintertürchen" haben die Richter noch offen gelassen:

Kann die Gemeinde nachweisen, dass die Kosten für die Ableitung und "Durchleitung" von Regenwasser in Kanalisation und Kläranlage aufgrund der örtlichen Verhältnisse im Vergleich zum Gesamtaufwand für die Abwasserbeseitung nur gerinfügig sind, braucht die Gemeinde die Niederschlagswassergebühr nicht einführen. Geringfügig wurde hierbei mit weniger als 12 % definiert.
Wer ermittelt den die Kosten?
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Terrano » Do Nov 29, 2012 20:16

schimmel hat geschrieben:Sickersaft ist nur ein Bruchteil der verunreinigten Oberflächenwässer, der nach dem Gesetz eben nicht ohne Einleitungsgenehmigung in ein Gewässer eingeleitet werden darf. DAS wird aber zur Zeit in den meisten Kreises des Landes noch nicht so umgesetzt...diejenigen, die angezeigt werden oder bauen wollen, die sind zuerst dran......dann der Nachbar von dem, der gebaut hat.. :mrgreen: usw.
Sickersaft darf generell nie in ein Gewässer kommen.
Ich denke es gibt keine Bußgeldverfahren, wegen verunreinigung von Oberflächengewässer, wenn Regenwasser von Dächern und Hoffläche eingeleitet wird. Formal werden hier Pflichten verletzt, aber mehr nicht.
Mit Sickersaft oder einer Lache von der Dunglagerplatte sieht es anders aus.
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon flower-bauer » Do Nov 29, 2012 20:24

...
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Terrano » Do Nov 29, 2012 20:33

Vetterleswirtschaft alles hier :twisted:
Die Gemeindeverwaltung war noch nie der Hit.
Unvorstellbar das Regenwasser von meinem Hofgelände über 1.000 EURO Kosten in der Kläranlage auslöst.
Da stinkts gewaltig im Busch :evil:
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon H.B. » Do Nov 29, 2012 20:33

Terrano hat geschrieben:Gott seidank, Anderen geht es auch so.
Bei uns hier kostet es 36 Cent/qm.

Weil Wasser keine Gülle ist, gilt keine DüVO. Wasser irgendwo abladen. Hang ranfahren und Schieber auf.
Meine Grube habe ich aufgefüllt mit Bauschutt, wie dumm jetzt. Hätte ja großes Fass da stehen :(

Da bist mit dem Fass gleich über den 1000 Euro. Ich kenn deinen Jahresniederschlag nicht, aber wenn ich mal von dn 3000 m² ausgehe, und nur 500 Liter annehme, kommst du auf 1500m³. du müsstest also für gut 66 Cent fahren können - das geht nicht.

Ich selber hab 1,8ha versiegelte Fläche. Alles, auch das Wasser vom gesamten Einzugebiet versickert in meinem im Eigentum befindlichen Graben. Als mir die Stadt die Erhebungsbögen zugesandt hat, hab ich nur alle durchgestrichen zurückgesendet und auf einem gesonderten Blatt draufgeschrieben, daß ich vorerst noch auf die Erhebung einer Gebühr für das Versickern des Gemeindewassers verzichten werde. Das ist jetzt glaub 3 Jahre her, ein Feedback gabs nicht.
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon kimba1809 » Do Nov 29, 2012 21:06

Wie hoch ist den bei euch die Ersparniss an Abwassergebühr, welches über die Menge Frischwasser abgerechnet wird?
Erst die Differnz zwischen den zwei Werten ist die Mehrbelastung.
Ich wollte auch mal was schreiben
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon 2810 » Do Nov 29, 2012 23:25

Ist etwas schwer zu vergleichen , da eine komplette Neuberechnung der Gebühren bei unserer Gde erfolgte.
Wasser kostete 2009 noch 1,25 € /m³, Abwasser 1,79 € /m³
Wasser kostete 2011 nun 1,35 € / m³ , Abwasser 1,53 € / m³ dazu nach die Regensteuer von 0,23 € / m²
Bei mir ists ca 45 % teurer geworden , bei etwa gleichen Zahlen .
Tragisch ist , bei mir und einem Verwanden : wir hatten früher Trennsystem mit eigener Kläranlage ; Dachwasser lief natürlich nicht durch die KlA .
Dann kam der Anschlusszwang und damit das Mischsystem , welches wir nicht mehr zurückführen können in ein Trennsystem.
Hätten wir noch unser Trennsystem (ging in e. Graben) , könnten wir die Regensteuer sparen .
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon Clemens » Fr Nov 30, 2012 7:20

Hallo,

kimba1809 hat geschrieben:Wie hoch ist den bei euch die Ersparniss an Abwassergebühr, welches über die Menge Frischwasser abgerechnet wird?
Erst die Differnz zwischen den zwei Werten ist die Mehrbelastung.

Bei uns in der Gemeinde wurde die Schmutzwassergebühr (gemessenes Frischwasser) um 0,45 € billiger geworden. Bei mir privat führte dies zu einer Kostenentlastung, da fast die Hälte meiner Dachfläche nicht in den Kanal entwässert sondern auf dem Grundstück versickert. Dies ist aber nur deshalb möglich, da wir einen sehr durchlässigen Boden haben. Kritisch könnte es aber werden, wenn nach langer Frostperiode (Boden gefroren) Starkregen auftritt.
Bei meinem Bruder wirkt sich die Ersparnis von 0,45 € aber eben nur für den "Haushaltsverbrauch" aus. Der Wasserverbrauch für die Tiere wird ja durch "Rückerstattung der nicht in einen öffentlichen Kanal eingeleiteten Wassermenge" nicht wirklich aus, da diese ja bisher schon rückerstattet wurde.

Hierzu eine Frage an Viehhalter, bzw. Ackerbauern die das Wasser für den Pflanzenschutz aus dem öffentlichen Netz beziehen.
Wie ist die "Rückerstattung der nicht in einen öffentlichen Kanal eingeleiteten Wassermenge" bei euch geregelt?

Gruß Clemens
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Re: TEURE neue Niederschlagswassergebühr

Beitragvon 2810 » Fr Nov 30, 2012 7:59

Clemens hat geschrieben:...

Hierzu eine Frage an Viehhalter, bzw. Ackerbauern die das Wasser für den Pflanzenschutz aus dem öffentlichen Netz beziehen.
Wie ist die "Rückerstattung der nicht in einen öffentlichen Kanal eingeleiteten Wassermenge" bei euch geregelt?

Gruß Clemens


Da benötigt man in unserer Gde einen Stallzähler , die dort gemessene Menge wird nur mit dem Wasserbezug belastet.
Oder bei Viehhaltung und keinem Stallzähler wird die Tierzahl aus der Viehzählung genommen und dann pauschal die Faustzahlen für die Tiere angesetzt.
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