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Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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73 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon ohmeyer » Sa Aug 23, 2014 19:12

Hallo zusammen,
der eigene Klostergarten, tolle Idee!
Diese Idee hatte nur eine Haken, das Getreide für Grütze, Brot und Kuchen kam von den leibeigenen Bauern Außerhalb der heilen Klosterwelt., Die Hungern mussten wenn die Mönche tafelten. die konnten sich ja in der Kirche an Gotteswort laben.
Wer hier Ironie findet darf Sie auch behalten!

mfg
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Aug 23, 2014 19:47

Es ging hier laut Thema um eine weltumspannendes veganes Konzept, da ist es schon gewagt zwei Drittel,der Flächen mal nicht so zu beachten. Ob man Bier braucht oder nicht, liegt im Auge des Betrachters, ich brauch es nicht. Verzicht ist aber nach den Ansichten vieler, die für ein veganes Leben eintreten doch gar nicht nötig?
Ich hab auch schon verrückte Vögel kennen lernen dürfen, die haben fast nix zum verzichten und sind auf Tiere zwingend angewiesen, weil sie keinen hippen GoVegan Shop am Ende der Straße haben. Genau genommen haben die nichtmal eine Straße und Geld auch nicht. Aber was solls, sollen sie doch Kuchen essen, wenns Brot nicht reicht.
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon glueckskruemel » Mo Aug 25, 2014 19:44

der eigene Klostergarten, tolle Idee
war doch nur ein witz.

da ist es schon gewagt zwei Drittel,der Flächen mal nicht so zu beachten
welche zwei Drittel meinst du genau?
Ich hab halt keine Ahnung: Ist es intelligenter Gemüse und co. in eine Fruchtfolge mit Getreide/Bohnen etc. zu integrieren oder sollte man das lieber extra anbauen?

die haben fast nix zum verzichten

Ja, mit solchen Menschen hab ich auch schon mit der Machete aufm Feld gearbeitet.
Es gab Ingwer und Bohnen und Brotfrucht und Mangos und Orangen und Papayas und Bananen und an anderen Orten Karoffeln und Quinoa usw.
Und diese Leute hätten sich wunderbar ernähren können ohne Mangel zu haben, so wie ihre Vorfahren.
Vielleicht noch mit ein bisschen Fleisch und den Eiern von den paar Hühnern, die frei rumlaufen zusätzlich.
Und ohne Frage, dieses Leben ist hart. Und die Anbauweise echt uneffizient. Und da lässt sich sicher einiges verbessern und vereinfachen.
Aber diesen Menschen ging es nicht besser dadurch, dass ihnen irgendwer gesagt hat,
dass es intelligenter ist, wenn sie ihr Gemüse und Obst nicht selber essen, sondern sich lieber geschälten weißen Reis und Hühnchen zum essen kaufen.
Und das Zeug, dass sie auf dem Markt nicht verkaufen, vergammeln lassen.

Und anderen Leuten, die ich getroffen habe, ging es auch nicht besser,
wenn ihnen eine europäische Firma das Blaue vom Himmel versprochen hat,
wenn sie Genmais/Gensoja anbauen mit diesen gaaanz tollen Pestiziden,
um es dann an die großen Hühnerfarmen zu verkaufen. Sie bräuchten dafür nur ihre Brotbraumfrucht- und Mango- und Papayabäume zu fällen.
Denn sie wurden dadurch abhängiger als je zuvor, ärmer als je zuvor und kränker als je zuvor.
Und sie wünschten ihre alten, fruchtbaren Waldfelder zurück, aber es gab sie nicht mehr.

Und wieder anderen ging es auch nicht besser, dadurch, dass ihnen eine Erdölfirma versprochen hatte,
dass durch die gebaute Straße plötzlich Wohlstand und Glück in das Dorf kommen würden.
Denn am Anfang hat die Firma vielleicht noch zusätzlich Computer an die Dorfschulen gespendet und
der Gemeinde Strom zur Verfügung gestellt, aber ganz schön bald, wurden die Versprechen gebrochen,
keine neuen PCs, kein Strom mehr und vor allem: Wo blieb der Wohstand?
Ich erzähl das nicht, um Armut schön zu reden und zu behaupten mit bio-vegan blabla ist plötzlich die Welt gerettet.
Zwischen Mangos und Papayas wachsen immer noch keine Kondome, kein Schulen und keine Krankenhäuser.
Keine Menschen, die Eltern vermitteln, dass sie statt auf einen Fernseher lieber für eine Schulbildung der Kinder sparen sollten.
Aber es geht in meiner Frage doch grade gar nicht um Entwicklungsländer.

In Deutschland muss (kaum jemand) Mangel leiden (Und die Asylanten, die ich getroffen habe, leben ebenfalls von Hühnchen und Reis).
Der deutsche Durchschnitt würde doch schon viel bewegen und keinesfalls tot über dem Zaun hängen,
wenn er nur etwas weniger Fleisch und Milch und Käse und co. essen würde.
http://www.topagrar.com/news/Schwein-Ne ... 85864.html
Aber es geht mir in meiner Frage doch gar nicht darum, was der deutsche Durchschnitt tut oder lässt.

Es geht mir auch nicht darum, dass ich in Südamerika war und gesehen habe, dass man sich mit Papayas und Mangos und Quinoa und co.
super ernähren kann für sehr wenig Geld, ohne Mangel zu leiden und ohne in einen
GoVegan Shop am Ende der Straße
zu gehen,
den ich etwa einmal in meinem Leben betreten habe und dann nicht wieder.
Denn in Bayern gibt es keine bio-regionalen Mangos und Avocados.
Und für mich scheiden Avocados und co. aus, weil ich gleichzeitig meinen CO2-Ausstoß niedrig halten und regionale Bauern unterstützen möchte,
wo ich gleich direkt erfahre, wenn es gerade Schwierigkeiten bei der Ernte gibt und er dieses Jahr mehr Kartoffeln für mich hat als sonst, aber weniger Weißkohl.
Für mich scheidet die tropische Ernährung auch aus, weil ich mit reinem Ökogewissen nicht nach Südamerika fliegen kann und auch gar nicht irgendwo anders hin fliehen will.

Selbst mir Idiotin ist klar, dass es kein
weltumspannendes veganes Konzept
geben wird und geben kann.
Zumindest wenn Veganismus nicht nur ein Tierrechtsaspekt sein soll (dass er für viele ist), sondern auch gleichzeitig noch umweltschonend und nachhaltig.

Verzicht ist aber nach den Ansichten vieler, die für ein veganes Leben eintreten doch gar nicht nötig?

"Verzicht" hört sich nunmal in unserer Gesellschaft so vollkommen unsexy an, dass das keiner machen will.
Wer will schon hören: "Also wenn du auf diese Tonnen an billiger Schoki verzichten würdest, die du gerade in dich hereinstopfst,
dann gäb es echt weniger blablabla". Wer verzichtet schon freiwillig auf Nutella und Bounty und Langnese und Hanuta usw.?
Aber wenn es heißt: "Hörmal. Diese Schokocreme, die ist fairtrade und bio und schmeckt genauso gut wie Nutella."
Dann gibt es vielleicht ein paar Menschen, die das kaufen statt Nutella. Allerdings führt das noch nicht unbedingt zum Erfolg, denn soweit ich das sehe gibt es drei Reaktionen:
1. „Lüge! Der Ersatz schmeckt nicht so wie das Orginal. Außerdem ist das Zeug viel teurer! Ich kaufe wieder das Original! “
2. „Ich will, dass dieser Ersatz überall zu kaufen ist und mindestens genauso billig, ist mir egal, ob dann wieder in Massen produziert wird und das Konzept mit bio+fairtrade nicht aufgehen kann!“ oder
3. „Ok. Der Ersatz ist teurer. Aber eigentlich brauch ich selbst den auch gar nicht mehr so oft. Eigentlich reicht auch ab und an Marmelade statt Nutella oder Zwetschgendatschi statt Schokotorte. Ja und vielleicht, vielleicht hängt mein Glück auch gar nicht davon ab, dass ich mir morgens Schokopaste aufs Brot schmiere.“

Von dieser dritten Fraktion wird die "Welt" sicher nicht gerettet werden.
Nicht einmal die großen Firmen wie Ferrero, Montelez International, Mars, Nestlé und co., werden davon schwer geschädigt.
Denn von allen in Deutschland verkauften Schokoladen sind immer noch 99,99% NICHT fairtrade und NICHT bio.
Aber keiner von den Menschen, die Hanuta essen oder die nach billigem bio-fairtrade-Ersatz im Discounter fragen,
brauchen Angst haben, dass ihm deswegen ein Marmeladenbrot ins Gesicht geschmiert wird.
Wirklich.

Und so ist es doch auch mit dem Veganimus. Wer verzichtet schon freiwillig auf Käse, Wurst, Joghurt und co.?
Die Reaktionen sind in etwa die selben. Denn natürlich schmeckt Bio-Lupinen-Fleisch nicht so wie das Original.
Und wenn es wirklich Bio und aus der Region ist, dann ist es vielleicht auch gar nicht so viel günstiger, als der 6er-Pack Hähnchenschenkel bei Aldi.
Aber niemandem, der Hähnchenschenkel bei Ald kauft oder Billig-Produkte aus südamerikanischen Soja und chinesischen Leinsamen wird deswegen
ein Lupinenschnitzel um die Ohren geschlagen werden.

Zumindest habe ich das nicht vor.
Ich weiß, dass eine regionale bio Ernährung mit ein BISSCHEN weniger Fleisch und ein BISSCHEN weniger Käse und co. für die Umwelt schon ausreichend wäre.
Ich weiß, dass ich mit einer veganen Ernährung nicht die Welt rette.
Ich weiß, dass mein Flug nach Südamerika schon mehr CO2-Ausstoß hatte, als ein Jahr lang möglichst ethisch korrekt und vegan leben an Einsparungen bringt.

Ich möchte einfach nur wissen, ob die oben genannte Fruchtfolge (– ganz abgesehen von Absatzmarkt und Ernährungspräferenzen, von Armutsproblemen und Weltrettungsszenarien –) möglich WÄRE?

Lieben Dank für euer Verständnis.
In diesem Sinn bedeutet jeder Versuch, den Bereich des Seins auszuweiten, vermehrte Einsicht in die Realität des eigenen Selbst, der anderen und unserer Umwelt. […] Es ist ein Prozess, der einen erneuern und wachsen lässt. ---- Erich Fromm
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 25, 2014 20:20

glueckskruemel hat geschrieben: welche zwei Drittel meinst du genau?
Ich möchte einfach nur wissen, ob die oben genannte Fruchtfolge (– ganz abgesehen von Absatzmarkt und Ernährungspräferenzen, von Armutsproblemen und Weltrettungsszenarien –) möglich WÄRE?

Grünland. Zwei Drittel der Flächen sind Grünland. Die nicht zu nutzen wäre wenig nachhaltig. Und wie man die in eine Vegane Fruchtfolge integriert?


Nichtmal mein kleines Ostfriesland könnte sich vegan ernähren.
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon glueckskruemel » Mo Aug 25, 2014 20:47

Hmm, ja, ich dachts mir schon fast, dass du Grünland meinst. :wink:

Sorry. Ich weiß halt nicht mehr als im Lehrbuch steht:
1. Jahr: Hauptfruchtleguminosen wie Klee (Grünland) oder z.B. Lupinen
2. Jahr: Anspruchsvolle Nichtleguminosen wie Kartoffeln oder Winterweizen
3. Jahr: Anspruchslosere Nichtleguminosen wie Roggen

Das wär für mich Laien jetzt nur ein Drittel Grünland. Wo kommt das andere Drittel her? :shock:
Und ich versteh auch noch nicht ganz, warum man nicht statt Klee andere Leguminosen wie Lupinen und Erbsen benutzen kann und zusätzlich noch Grasuntersaat etc.?
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon Fassi » Mo Aug 25, 2014 21:10

Zwei Drittel der weltweiten Landwirtschaftsflächen sind Grünland :wink: . Und auch nicht anders nutzbar, zumindest ökologisch vertretbar (zB die mongolische Steppe).

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Aug 25, 2014 21:14

Oder große Teile Ostfrieslands. Auf dem Rest wächst dann noch Getreide minderer Qualität, bisschen Raps und Kartoffeln, Sonderkulturen kaum möglich. Regionale Ernährung wäre in Ostfriesland ziemlich einseitig mit hohem Anteil Milch und Rindfleisch. Könnte ich mit Leben. :mrgreen:
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon Sikubauer » Mo Aug 25, 2014 21:32

Fassi hat geschrieben:Zwei Drittel der weltweiten Landwirtschaftsflächen sind Grünland :wink: . Und auch nicht anders nutzbar, zumindest ökologisch vertretbar (zB die mongolische Steppe).

Gruß


Dann muss der Mensch sich halt angewöhnen, diese Flächen biovegan abzugrasen.
Das sollte kein Problem sein, denn:

glueckskruemel hat geschrieben:Man lernt alles lieben. Und man kann aus fast allem, was leckeres kochen.
Mitglied im Verein für deutliche Aussprache und klare Ansage.
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon glueckskruemel » Di Aug 26, 2014 1:37

Treffen sich ein Ostfriese und eine Ökotante in Bayern,
sagt der Ostfriese: "Du, bei uns grasen die Kühe übrigens auf der Wiese"
Sagt die Ökotante: ".....

Ich lebe halt nicht in Ostfriesland oder in der Mongolei,
sondern möchte mich regional in Bayern (weit weg von Almenkühen und auf fruchtbarem Boden)ernähren.
Die Frage bezieht sich NICHT auf die gesamte Menschheit.
Und daher würde ich immer noch gerne wissen, ob die oben genannte Fruchtfolge auf einem Lössboden in Bayern möglich wäre
abgesehen von
-Absatzmarkt
-Ernährungspräferenzen
-Armutsproblemen und Weltrettungsszenarien
und natürlich: ostfriesischen Kühen.

Denn die Kühe vor meiner Haustür grasen für die Weihenstephaner Milchprodukte eben nicht auf einer extensiven Wiese,
die nicht anders nutzbar ist. Sie fressen hauptsächlich genmanipuliertes Soja von Monokulturen in Brasilien, wo ehemals Wald stand;
vielleicht auch ein bisschen Mais, ein bisschen Ackerbohne, ein bisschen Raps und ein bisschen Kleegras, das hier auf guten fruchtbaren
Äckern wächst. Und auf diesen Äckern, wo Mais, Raps, Ackerbohne und Kleegras wachsen, könnte man ja VIELLEICHT auch etwas anderes anbauen.
Und daher habe ich immer noch die Hoffnung, dass ihr mir als Landwirte fachgerecht erklären könnt,
warum diese Fruchtfolge hier unmöglich ist- oder vielleicht doch möglich in leicht veränderter Form oder oder oder.

Und damit bestreite ich überhaupt nicht, dass es in anderen Regionen dieser Erde durchaus klug sein kann,
unnutzbare Flächen zu beweiden und ein bisschen Milch zu trinken."

Sagt der Ostfriese: "..."
Vielleicht anwortet mir ja jetzt ein Landwirt aus einem anderen Teil Deutschlands?

Hoffnungsvolle Grüße
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon xyxy » Di Aug 26, 2014 4:37

Veganer fressen hauptsächlich Soja von Monokulturen in Brasilien, wo ehemals Wald stand;
vielleicht auch ein bisschen Mais, ein bisschen Raps
...
versuchs mal damit!
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon meyenburg1975 » Di Aug 26, 2014 4:44

Keine Kuh frisst Soja oder Raps. Den Anfall dieser Nebenprodukte vermindert man übrigens am besten mit Verzicht aufs Autofahren.
Du solltest einen neuen Theead aufmachen. Mit welcher Fruchtfolge kann ich mich von meinen mir zustehenden 1800 m 2 vegan ernähren. Dann macht es Sinn. Oder auch nicht.
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon stamo » Di Aug 26, 2014 6:56

Lupinen stehen eher auf schlechten, sandigen Böden. Mit Ackerbohnen wirst du wahrscheinlich glücklicher.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon cerebro » Di Aug 26, 2014 10:17

Ich schreib mal in Rot dazwischen


glueckskruemel hat geschrieben:Hej, ich weiß der Thread ist schon uralt.

Aber ich würd gern mal wissen, ob sowas wie

1. Jahr: Blaue Süßlupine
2. Jahr: Winterweizen
(Zwischenfrucht Ölrettich?)
3. Jahr: Kartoffel Auf schwerem Boden kann es zu Nematodenproblemen kommen, Ölrettich befeuert dies zusätzlich
4. Jahr: (Winteraussaat?) Dinkel
(Zwischenfrucht? Mulchen?)
5. Jahr: Erbse+Leindotter
6. Jahr: Winterroggen
(Weißklee Untersaat)
7. Jahr: Hafer

im Ökolandbau funktionieren würde? (bayerischer Lössboden)
(Jetzt mal abgesehen von Absatzschwieirgkeiten etc.)

Zieht der Ölrettich zu viel Stickstoff aus dem Boden vor Kartoffel und co.? Ölrettich raubt pro dz Frischmasse 0,35 kg N, Ertrag Ölrettich etwa 150 dz (lt Lfl gelbes Heft)
Welchen Bodendecker o.Ä. könnte man zwischen 4. und 5. Jahr nehmen?
Braucht man trotzdem noch zwei Jahre Kleesaat? würde auch ne Wildbrache funktionieren? Wildbrache wird bei weitem nicht den nötigen Stickstoff generien
Würde sowas wie grubbern oder eggen gehen statt pflügen oder treten in der Fruchtfolge eh schon viel zu viele Unkräuter auf? Bei schwerem Lößboden ist Pflügen im Biolandbau sehr oft angebracht
Würden die eingesetzten Leguminosen zusammen mit Brennesseljauche gut ausreichen, um den Stickstoffbedarf zu decken der Stickstoffgehalt von Brennesseljauche ist zu vernächlässigen
oder müsste noch zusätzlich Mist eingesetzt werden?
Ließe sich da evtl. noch irgendwo (Lima)Bohne, Sonnenblume oder Feldgemüse wie Kohl integrieren,
dass nicht nur abfriert, sondern auch essbar ist? wenn es nicht abfriert sonder geerntet wird hast du ja wieder Nährstoffentzug (p.s. ein generelles Problem bei deinen Bio Veganen überlegungen!!!!)


Also wie gesagt, ich hab keinen Peil. Ich bin nur ... Studentin.
Aber wer nicht fragt, bleibt dumm, so viel hab ich immerhin verstanden.


Jetzt mal tacheles..... es ist nicht möglich dir hier im Forum in ein Paar Sätzen den Inhalt einer landwirtschafltichen Ausbildung rüberzubringen, bitte versteh das.
GENERELL JEDOCH GILT: wo geernte wird gibt es Entzug von Nährstoffen (die wichtigesten wären N P K S & Mg), N lässt sich durch Leguminosen generieren. Aber wie brinst du bei BIO Veganem Landbau die anderen Nährstoffe die du dem Boden durch Ernte entzogen (mit Nachhause genommen) hast wieder zurück in den Boden ? Landwirtschaft ist ähnlich wie damals im Physikuntericht mit dem Masseerhaltungsgesetz. Positiv: bei der Humusbildung seh ich in deiner Fruchtfolge kein Problem, Stroh bleibt ja immer auf dem Feld, das reicht dann schon....Humusbildung dauert aber.......ich geh jetzt Mittagessen...es gibt Kalbsschnitzel vom selbstgeschlachtetem Kalb... :=
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Re: Typische Fruchtfolge in einer bio-veganen Welt?

Beitragvon glueckskruemel » Di Aug 26, 2014 11:50

juchhu! ich hab eine Antwort bekommen! Danke dir und guten Hunger!

Also auf jeden Fall Grünland, evtl. extern unter irgendwelchen Streuobstwiesen und mit dem Schnitt mulchen.
Schade, dass das mit dem eggen etc. nicht geht.
Geht dann nicht auch wieder der Humus kaputt?

Gut, dass du mich auf Phosphat etc. bringst, da hätt ich jetzt echt nicht dran gedacht.
(Da sieht man mal, was für ein Schrott Studium ich habe, bzw. wie begrenzt mein Horizont ist)

Aber wie bringst du bei BIO Veganem Landbau die anderen Nährstoffe die du dem Boden durch Ernte entzogen (mit Nachhause genommen) hast wieder zurück in den Boden ?

Gegenfrage: Wie bringst du bei einem unveganen Landbau die Nährstoffe, die du dem Boden durch Ernte und Bockwurst entziehst wieder zurück in den Boden?

Auch im unveganen Landbau "verpufft" doch ein Teil der Energie und landet nicht wieder auf dem Feld: Muskelkraft, Bewegung, Wärmehaushalt....
Gut das wird jetzt wohl hauptsächlich Co2 und Stickstoff sein.
Aber du führst ja auch nicht alles Phosphat, Kalium und co., dass die Kühe in ihre Körpersubstanz einbauen wieder dem Feld zu,
ein Teil landet doch trotzdem in Kalbsfleisch und Käsescheibe auf dem Teller und nicht wieder auf dem Feld,
selbst wenn du Hornspäne und Gülle etc. verwendest.
Oder seh ich das falsch?
Können Kühe in ihren vier Mägen aus Luft und Sonnenlicht auch Phosphat, Kalium, Magnesium etc. synthetisieren?
Das nehmen sie doch auch nur aus den Pflanzen auf und scheiden es wieder aus oder bauen es in Körpersubstanz ein?
Ich mein, wie soll es gehen, dem Boden nicht auf Dauer P K S & Mg zu entziehen, wenn wir Menschen einen Teil davon verspeisen
und dem System nicht wieder zuführen? Und Bergbau und chemische Herstellung entziehen ja auch nur an anderer Stelle die Mineralien.

Komplett geschlossene Kreisläufe ist das bei den Nährstoffen nicht ein unerfüllbarer Traum?
Klärschlamm wär natürlich gut, aber wer will schon Schwermetalle futtern? Und dann fehlt ja immer noch Phosphat und co. aus
Haaren, Nägeln, Leichen, Bioabfällen....
Also Kompost aus Kompostklos und Bioabfälle wären vielleicht für eine kleine biovegane Selbstversorgung irgendwie ein Ansatz,
aber das wird doch echt schwer, dem Kreislauf komplett alle entzogenen Nährstoffe auf Dauer wieder zuzuführen.

Gibt es nicht irgendwelche Alternativen?
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