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Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere u

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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184 Beiträge • Seite 3 von 13 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 13
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Paule1 » Fr Aug 20, 2021 13:06

Und der Menschen-war aber schon immer so, wie jedoch wäre es ohne das Christentum :?: :?:

Fakt ist wenn der "Heilige Geist" die Erde verlassen hat und die "wahren Christen" endrückt wir es Unvorstellbar werden auf der Erde :idea:

2. Thessalonicher 2,6-10 Eine gute und eine schlechte Nachricht
https://www.keine-tricks-nur-jesus.de/2 ... -6-10.html


Die Entrückung 1 - Das Kommen des Heiligen Geistes - 04.06.2017
https://www.youtube.com/watch?v=IExY7uAt5iQ


Die Entrückung 2 - Das Weggehen des Heiligen Geistes - 04.06.2017
https://www.youtube.com/watch?v=k5bP7CuOWVs

Ist interessant festzstellen was sich seit 2017 erfüllt hat, einfach mal anhören :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Südheidjer » Fr Aug 20, 2021 17:08

Manfred hat geschrieben:Seit ich mich etwas mit der Arbeit von Elaine Ingham beschäftigt habe, denke ich nicht mehr, dass die Ausgangsböden der begrenzende Faktor sind, bzw. dass die Grenzen nicht annähernd ausgeschöpft sind.
Wir stehen m.E. auf den Folgen jahrtausendelanger menschlicher Misswirtschaft und haben keine Vorstellung vom tatsächlichen ökologischen Potential unserer Böden.
Sie hat z.B. einen Sandboden durch Optimierung der Zusammensetzung des Bodenlebens zu fruchtbarem Ackerboden umgebaut.
Bodenkundler einer anderen Universität haben ihr bei einem Ortstermin nicht geglaubt, dass das Ausgangsmaterial Sand war. Sie meinten, solche Humusgehalte wären allenfalls mit sandigem Lehm als Ausgangsmaterial möglich. Die Bodenproben, die sie gezogen und untersucht haben, haben sie dann eines Besseren belehrt.
Ebenfalls durch Einstellung des Bodenlebens passend zur Zielkultur schafft sie es, Unkräuter ohne weiteren Pflanzenschutz weitgehend zu unterdrücken.
Vieles davon habe ich noch nicht verstanden, aber die Ergebnisse sind erstaunlich.
Was das Bodenleben angeht, müssen wir noch sehr viel lernen und uns von diversen liebgewonnenen Vorstellungen verabschieden.

Das klingt ja fast schon zu schön um wahr zu sein. Aber ich mit meinem beschränkten Kenntnissen denke auch, daß ein Humusaufbau das A und O der Zukunft ist. Die Heideböden sind ja nicht so der Kracher und diese merklich zu verbessern wäre schon top.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » Fr Aug 20, 2021 19:42

Manfred hat geschrieben:
Wir stehen m.E. auf den Folgen jahrtausendelanger menschlicher Misswirtschaft und haben keine Vorstellung vom tatsächlichen ökologischen Potential unserer Böden.
Sie hat z.B. einen Sandboden durch Optimierung der Zusammensetzung des Bodenlebens zu fruchtbarem Ackerboden umgebaut.


Das sagen die Demeterleute schon seit über 100 Jahren. Immerhin hat die "Misswirtschaft" vergangener Generationen unsere Entwicklung erlaubt und befördert. Was soll denn das "ökologische Potenzial" sein? Menschen sind und waren, zumindest während der letzten 400 Jahre, bestrebt, das natürliche Ertragspotenzial der Böden zu nutzen. Dass die geringen wissenschatlichen Erkenntnisse des 18. Jahrhunderts keine mit heute vergleichbaren Leistungen in der Landwirtschaft zuließen, würde ich nicht als Ausdruck von "Misswirtschaft" deuten wollen.
Wenn ich auf der anderen Seite lese, dass Pflanzen, nur weil sie keine besondere Leistung erbringen, angeblich im "Dreck" stehen, weil dem Boden die zur guten Entwicklung der Pflanze notwendigen Bodenlebewesen fehlen, dann hat das für mich etwas vom Demeter-Niveau. Wer andererseits vorgibt, das Bodenleben mit einem Mikroskop quantifizieren zu können, der sollte, ähnlich wie Frau Giffey, vielleicht sämtlicher Titel verlustig gehen! Wer sagt, dass das Vorhandensein von "Unkräutern" auf "Störungen des Bodens" zurückzuführen ist, der hat sich als ernstzunehmender Wissenschaftler längst disqualifiziert. Ich habe nur wenige Texte über die "regenerative Landwirtschaft" gelesen, weiß allerdings schon jetzt, dass wir von dieser Seite keine HIlfe bei der Ernährung der Weltbevölkerung durch eine nachhaltige Landwirtschaft zu erwarten haben.
btw. Vor einigen Jahren wurde, mit viel Bohei, die aufwertende Wirkung von Holzkohle bei geringbonitierten Ackerflächen gefeiert. In meiner mittelbaren Umgebung wurde ein großer Versuch mit viel öffentlicher Begleitung in die Wege geleitet. Dieses Verfahren sollte wahre Wunder bewirken. Im zweiten Jahr der Anwendung habe ich mir eine Maiskultur angeschaut. In Streifen war die Holzkohle eingearbeitet worden. Ich konnte keinen Unterschied zwischen den Parzellen erkennen. Im nächsten Jahr stand dort ein Wintergetreide. Auch dort konnte ich, im Gegensatz zu den Versuchsbetreibern, keine Unterschiede ausmachen. Man muss wohl glauben können, damit diese Mätzchen Sinn machen! Sie sind übrigens eingestellt worden, weil zu viel Aufwand und zu wenig Ertrag!
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon T5060 » Fr Aug 20, 2021 20:19

Holzkohle bringt auch nichts, junge Braunkohle nicht allzu schwefelarm ist ein geiles Zeug.
Das hab ich zusammen mit einem TUM hier im Landtreff ausgetüftelt.
Aber Braunkohle ist ja böse (politisch nicht opportun), also bekommt man da auch keine Zulassung als Bodenhilfstoff.

Wir verharren stoisch bei der Pflanzenernährung und der Bodenchemie im Denken der 80ziger Jahre,
als unsere Böden noch eine extreme Schwefelfracht verdauen mussten. Diese gibt es heute nicht mehr.

Heute gibt es nur noch stickstoffarm, wer was anderes denkt, wird entfernt.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon JohnDeere3040 » Fr Aug 20, 2021 20:46

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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Paule1 » Fr Aug 20, 2021 20:54

Was war das für ein Hype mit dem Plocher, die jüngeren kenne das schon nicht mehr :idea: Doch mit der Dummheit und den Wundeglauben kommte schon immer Geld verdient werden :idea:


Anwendung und Erfahrungen

Humusaufbau und Bodenverbesserung

Anwendungs Videos von beim Botanikus
https://humusboden.com/?page_id=69
https://fluessighumus.de/fluessighumus-anwendung/
https://www.plocher.de/aktuelles/agri-technica-2019/
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Südheidjer » Fr Aug 20, 2021 21:04

@DWEWT, meinst du das TerraPreta-Projekt von Graf Bernstorff ?
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Paule1 » Fr Aug 20, 2021 21:05

Dieser Heini ist soweit ich es verstehe auch so einer, der mit der Blödheit von Menschen sein Geld verdient :idea:

Deutschland, deine Wälder
Waldpapst erklärt geheime Macht der Bäume: Jeder kann sie vor seiner Haustür erleben

Bild
Ein einzelner Baum kann viel bewirken, sagt Waldpapst Peter Wohlleben.


https://www.focus.de/perspektiven/nachh ... 63012.html
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Manfred » Fr Aug 20, 2021 22:23

DWEWT hat geschrieben:Ich habe nur wenige Texte über die "regenerative Landwirtschaft" gelesen, weiß allerdings schon jetzt, dass wir von dieser Seite keine HIlfe bei der Ernährung der Weltbevölkerung durch eine nachhaltige Landwirtschaft zu erwarten haben.


Bei deinen Beiträgen muss ich öfter an folgende Abwandlung eines bekannten Planck-Zitats denken, die ich öfter von US-Ranchern und -Farmern höre:
"farming advances one funeral at a time"

Man könnte auch das Deutsche "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." verwenden.

Ich wüsste auch nicht, was Holzkohle groß mit regenerativer Landwirtschaft zu tun haben soll, außer evtl. das regenerative Bewirtschaftung inzwischen in Trockenländern viele Brände und damit die Entstehung neuer Holzkohle verhindert.
Aber viele Menschen beschäftigen sich halt lieber mit vermeintlichen Wundermittelchen und Präparaten, statt sich mit komplexen Zusammenhängen auseinanderzusetzen.

Ich habe z.B. inzwischen auf einigen meiner Flächen das "Problem", dass dort die bayerischen Blühmischungen nicht mehr funktionieren. Das Bodenleben ist in der Sukzession dort inzwischen so weit in Richtung Grasland verschoben, dass die Pionierarten aus den Saatmischungen dort keine Chance mehr haben und nach ein bis zwei Jahren verschwinden. Wenn ich daran denke, mache ich die Tage mal ein paar Fotos.
Ich werde in Zukunft wohl nicht mehr an diesen Programmen teilnehmen. Es tut mir inzwischen eh weh, im Frühjahr für so lange Zeit nackten Boden und dann schlechte Bodenbedeckung sehen zu müssen. Sowas sollte man seinen Böden nicht antun. Da könnte man auch gleich Mais ohne Untersaat oder ähnliche Anachronismen anbauen. Wirklich erstaunlich, dass man sowas trotz des heutigen Wissens noch als Naturschutz verkaufen kann. Aber siehe obige Zitate. Die treffen auch auf "Naturschützer" sehr gut zu. Die leben auch überwiegend in ihrer eigenen Scheuklappen-Welt, die keine neuen Erkenntnisse mehr zulässt. Also werden "es" wohl die neuen Naturschützer zukünftiger Generationen richten müssen, inkl. der von ihren Vorgängern in guter Absicht verursachten Schäden.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Englberger » Fr Aug 20, 2021 22:46

Manfred hat geschrieben:Ich habe z.B. inzwischen auf einigen meiner Flächen das "Problem", dass dort die bayerischen Blühmischungen nicht mehr funktionieren. Das Bodenleben ist in der Sukzession dort inzwischen so weit in Richtung Grasland verschoben, dass die Pionierarten aus den Saatmischungen dort keine Chance mehr haben und nach ein bis zwei Jahren verschwinden.

Hallo,
diesem Problem hat Klapp.E. sein Leben gewidmet und das Standartwerk zum Grünland geschrieben.
Seit 40 Jahren streite ich mit "der besten Frau von allen" (meine Frau und Partnerin) zu Saatmischungen.
Und kann dir sagen dass wir dieses Jahr wieder nicht einig sind und ich eigentlich immer Recht hatte.
Der Standort bestimmt nach spätestens 4 Jahren komplett den Pflanzenbestand (Klapp.E.)
Ausser man schmeisst Unmengen an Zeugs drauf.( Ca, NPK, Kompost, Drainage, )
Gruss Christian
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » Sa Aug 21, 2021 7:33

Manfred hat geschrieben:
Man könnte auch das Deutsche "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." verwenden.



Nun ist es, unter Anwendung der Objektivitätsgrundsätze, kam möglich, das eigene Handeln/Verhalten zu beurteilen. Ich gebe gern zu, dass ich mich bei den mittlerweile vielfältigsten "Verbesserungsvorschlägen" zur deutschen Landwirtschaft, schnell mal von der Verwendung unwissenschaftlicher Darstellungen in der Literatur entsprechend vereinnahmen lasse. So z.B. graust es mir bei der Aussage, dass ein Boden, bestehend aus 70% Mutterboden und 30% Kompost die Grundlage für die Verhinderung von "Unkraut und Krankheiten" sein soll. Oder, dass ein bakteriendominierter Boden die beste Grundlage für die Unkrautentwicklung ist. Solche Aussagen bewirken bei mir, dass ich das Weiterlesen für unsinnig erachte. Ich habe eine wissenschaftliche Sicht auf die Dinge! Leider bleibt längst nicht jeder, der eine qualifizierende Ausbildung erfahren hat und der Landwirtschaft mit seinen "Erkenntnissen" hilfreich zur Seite stehen will, diesem wissenschafltichen Standard treu.
Es ist für mich immer wieder belustigend, wenn Kollegen monieren, dass bei ihnen bestimmte Pflanzen oder auch Pflanzengesellschaften nicht "funktionieren". Hallo, schon mal etwas von Standortverträglichkeit oder Standortangepasstheit gehört? Wir nehmen für uns in Anspruch, den Boden mit den verschiedensten Mittelchen so beeinflussen/verändern zu können, dass pflanzenbaulich alles möglich sein muss. Nein! bestimmte Bodenarten/-entwicklungen begünstigen oder verhindern an dem Standort die wirtschaftliche Nutzung bestimmter Pflanzen/Kulturen. Es ist die Kunst, herauszufinden, welche pflanzenbauliche Nutzung im Einklang mit den Gegebenheiten des Standortes steht. Dazu braucht es allerdings die Fähigkeit, die, wenn man so will, "Äußerungen" der Pflanzen zu werten. Nicht Standardmischungen sind beim Grünland das Maß der Dinge, sondern auf den Standort abgestimmte Mischungen. Das ist leicht gesagt, verschlingt aber viele Jahre, bis man richtige Entscheidungen von Fehlern eindeutig unterscheiden kann. Nach E.Klapp ist die Grünlandbewirtschaftung die Königsdisziplin der ldw. Flächennutzung. Während der Acker jedes Jahr neu gepflügt wird und damit alle Pflanzen, fast gleich, neue Chancen bekommen, muss sich jede neu in die Pflanzengesellschaft des Grünlands eingebrachte Variante mit dem schon Vorhandenen auseinandersetzen/arrangieren. Für Klapp ist die Komplexität des Grünlands die eigentliche Herausforderung in der ldw. Bodennutzung. Recht hat er!
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon tyr » Sa Aug 21, 2021 7:45

DWEWT hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:
Man könnte auch das Deutsche "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." verwenden.



Nun ist es, unter Anwendung der Objektivitätsgrundsätze, kam möglich, das eigene Handeln/Verhalten zu beurteilen. Ich gebe gern zu, dass ich mich bei den mittlerweile vielfältigsten "Verbesserungsvorschlägen" zur deutschen Landwirtschaft, schnell mal von der Verwendung unwissenschaftlicher Darstellungen in der Literatur entsprechend vereinnahmen lasse. So z.B. graust es mir bei der Aussage, dass ein Boden, bestehend aus 70% Mutterboden und 30% Kompost die Grundlage für die Verhinderung von "Unkraut und Krankheiten" sein soll. Oder, dass ein bakteriendominierter Boden die beste Grundlage für die Unkrautentwicklung ist. Solche Aussagen bewirken bei mir, dass ich das Weiterlesen für unsinnig erachte. Ich habe eine wissenschaftliche Sicht auf die Dinge! Leider bleibt längst nicht jeder, der eine qualifizierende Ausbildung erfahren hat und der Landwirtschaft mit seinen "Erkenntnissen" hilfreich zur Seite stehen will, diesem wissenschafltichen Standard treu.
Es ist für mich immer wieder belustigend, wenn Kollegen monieren, dass bei ihnen bestimmte Pflanzen oder auch Pflanzengesellschaften nicht "funktionieren". Hallo, schon mal etwas von Standortverträglichkeit oder Standortangepasstheit gehört? Wir nehmen für uns in Anspruch, den Boden mit den verschiedensten Mittelchen so beeinflussen/verändern zu können, dass pflanzenbaulich alles möglich sein muss. Nein! bestimmte Bodenarten/-entwicklungen begünstigen oder verhindern an dem Standort die wirtschaftliche Nutzung bestimmter Pflanzen/Kulturen. Es ist die Kunst, herauszufinden, welche pflanzenbauliche Nutzung im Einklang mit den Gegebenheiten des Standortes steht. Dazu braucht es allerdings die Fähigkeit, die, wenn man so will, "Äußerungen" der Pflanzen zu werten. Nicht Standardmischungen sind beim Grünland das Maß der Dinge, sondern auf den Standort abgestimmte Mischungen. Das ist leicht gesagt, verschlingt aber viele Jahre, bis man richtige Entscheidungen von Fehlern eindeutig unterscheiden kann. Nach E.Klapp ist die Grünlandbewirtschaftung die Königsdisziplin der ldw. Flächennutzung. Während der Acker jedes Jahr neu gepflügt wird und damit alle Pflanzen, fast gleich, neue Chancen bekommen, muss sich jede neu in die Pflanzengesellschaft des Grünlands eingebrachte Variante mit dem schon Vorhandenen auseinandersetzen/arrangieren. Für Klapp ist die Komplexität des Grünlands die eigentliche Herausforderung in der ldw. Bodennutzung. Recht hat er!


Das wird von vielen Seiten moniert, das es in Deutschland seit den Fünfzigern kaum noch Grünlandforschung gibt, und der Fokus allein auf dem Ackerbau liegt.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » Sa Aug 21, 2021 7:56

tyr hat geschrieben:
Das wird von vielen Seiten moniert, das es in Deutschland seit den Fünfzigern kaum noch Grünlandforschung gibt, und der Fokus allein auf dem Ackerbau liegt.


Die Grünlandwirtschaft konnte seit der Zeit von Aereboe treffend mit dem Begriff Extensivwirtschaft beschrieben werden. Die Standorte des Grünlands waren oft die, die sich für den Ackerbau nicht eigneten. Flachgründigkeit, Staunässe, saure Bodenverhältnisse, Handlagen und andere Begrenzungsfaktoren ließen das Grünland zum Anhängsel des Ackerbau verkommen. Dazu kam noch der Nährstofftransport vom Grünland weg und hin zum Ackerland. Nach dem WKII begann die Grünlandforschung zunächst in der DDR! Klapp weist häufig auf diese Forschung hin. Allerdings galt diese Forschung vor allem der Intensitätssteigerung, einhergehend mit einer Artenverarmung. Auch Klapp kennt Artenschutz/-vielfalt nur als Begleiterscheinung der Grünlandnutzung! Die Zeit der Erkenntnis, dass GL ein bedeutender Ökofaktor ist, begann erst nach Klapp.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon bauer hans » Sa Aug 21, 2021 7:59

im wochenblatt diskutieren sie gerade über Dr.Andrea Beste und ihre ideologie.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Wini » Sa Aug 21, 2021 21:53

In Afghanistan wird mit großem Erfolg Mohn zur Opiumherstellung kultiviert.
Der Mohnanbau beutet weder den Boden noch Tiere aus und verhilft der
dortigen Landbevölkerung und den Taliban zu überleben.

Warum sollte auch in Deutschland nicht wieder im größeren Stil Mohn für Medizinalzwecke angebaut werden dürfen ?

Gruß
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