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Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere u

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon T5060 » So Aug 22, 2021 20:26

DWEWT hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:
Da gibt es noch sehr viel zu lernen.


Zumindest in dieser Erkenntnis sind wir uns komplett einig!


Was wollt ihr denn lernen, wir haben doch noch immer nicht annähernd das Meiste an Erkenntnis.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Mo Aug 23, 2021 17:13

DWEWT hat geschrieben:
Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Genauso ist es, Manfred. Ich stehe neuen Methoden sicherlich genauso kritisch gegenüber wie die meisten hier. Aber ich muss einfach sagen, viele Dinge die die Regenerative Landwirtschaft anspricht, erscheinen mir nachvollziehbar und auch logisch. Und ich bekomme Antworten auf Fragen, die mir schon lange unter den Nägeln brannten, die mir aber vorher niemand beantworten konnte. Ich bin auch noch weit davon entfernt, diese ganzen Dinge so durchzuziehen, aber mal den Blick über den Tellerand wagen ist nie verkehrt. Man muss sich ja nicht gleich eine Fräse kaufen. Warum viele Landwirte immer gleich alles schlecht machen müssen, verstehe ich nicht. Und ob man wirklich auf jeden Standort ohne großen Mineraldüngereinsatz und Spritzmittel hohe Erträge erwirtschaften kann, ist ja auch ein anderes Thema. Es gibt aber ja tatsächlich schon Landwirte, die dies können, siehe Sepp Hägler.


:lol: Eigentlich könnte ich es bei diesem smily belassen. Ich will es mir aber nicht so einfach machen, respektive will ich mir nicht das Vergnügen nehmen lassen mich mit Herrn Häggle auseinanderzusetzen.

Aufmerksam geworden auf ihn bin ich über ein Video, das auf einer Veranstaltung im Jahr 2019 (?) gedreht wurde. Hier nun ein paar steile Thesen des Herrn und seiner Bewegung.
1."Probleme der Tierhaltung liegen im Ungleichgewicht der Nährstoffversorgung des Bodens"! Klar, wenn kein N vorhanden ist, wird nicht genügend pflanzliche Masse gebildet und die Tiere müssen darben; könnte man jetzt lakonisch resümieren. So ist das aber nicht gemeint. H. geht, in Verkennung der Erkenntnisse von Liebig, davon aus, dass, aufgrund fehlender Nährstoffe, die Pflanzen genau diesen Nährstoffmangel in die Fütterung tragen und damit die Tiere nicht ausgeglichen ernährt werden. Kein Kommentar!
2. Unter Einsatz der Fräse, von der Brunk Meier behauptet sie würde den Boden vergewaltigen, betreibt man "minimale Bodenbearbeitung", "Humusrevolution", "aufbauende Landwirtschaft", "Gleichgewichtsförderung im Boden" und "Kooperation mit der Natur"!. Es gibt noch ein paar mehr Aspekte aber diese erschienen mir sehr wichtig zu sein. Minimalbodenbearbeitung mit der Fräse? Es wird mit unterschiedlichen Arbeitstiefen gearbeitet, wobei bei 10cm Tiefe ca. 400PS für 6m AB ausreichen sollen. Dieses vermaledeite Arbeitsgerät, das überhaupt keine Strukturen im Boden schont, als Minimalbodenbearbeitung auszugeben, ist schon ein starkes Stück. Der Verdichtungseffekt auf der Umkehrhöhe der Schlägel im Boden, ist, nach Untersuchungen des Institutes für Bodenkunde der Uni Gö., bis zu 3x so stark wie bei einem Pflug! Aber, wenn man als Alleinimporteur für die -man betrachte die Wortkombination- "Bio-Fräse" tätig ist, muss man auch dafür sorgen, dass die Einnahmen sprudeln!
3. Auch interessant in diesem Zusammenhang ist die Wiederherstellung von "Nährstoffkreisläufen"! Ja, werte Kollegen, ihr habt richtig gelesen! Diese Utopie haben sich sogar die Ökos abgeschminkt. Jeder Blödsinn hat sich immer wiederholende Anfänge, kann man da nur sagen. Das ist aber nicht schon die Spitze der Ziele. Man möchte auch die Ressourcen wieder aufbauen. Kali und Phosphat zurück in die natürlichen Läger? Und wovon erzeugen wir dann die Pflanzenmasse. Hallo, ihr Verpeilten, es war schon immer so , es ist so und es wird wohl auch für immer so bleiben, dass man z.B. das Protein in der Pflanzenmasse immer mit 16g N je 100g Pflanzenprotein erzeugt. Aber wer behauptet, dass er "mehr nachwachsen lassen kann als man verbraucht" und ich beziehe das mal auf die Nährstoffe im Boden, natürlich unter Schonung der Ressourcen, der kann auch noch ganz andere Dinge. :wink:
All diesen Bewegungen zu eigen ist die Verwendung von Begrifflichkeiten, in die jeder Hörer seine individuellen Gutmenschenvorstellungen hineininterpretieren kann. So wird z.B. von "regenerativer oder aufbauender Landwirtschaft" und von der "Selbstwirksamkeit", von "gesunden und nährstoffeichen Lebensmitteln", von "nachhaltiger Humuswirtschaft", vom Einsatz von "Effektiven Mikroorganismen" und der vorteilhaften Einbeziehung der Esotherik geschwafelt. Hinterfragt man diese Begriffe, dann kommen tausend Jahre Erfahrung, Brauchtum und ganz viel Gefühl zum Vorschein.
Wenn sich aus diesem Kreis zukunftsrelevante Varianten der Landwirtschaft entwickeln sollen, muss die Verblödung allerdings mit Riesenschritten voranschreiten!


:lol: Mir scheint Du hast wirklich nur ein paar Überschriften gelesen, ansonsten würdest Du nicht so einen Schmarrn schreiben. Ich glaube bei dir ist es eher der Neid, dass du Bio ohne Pflug nicht hinbekommst wie er es schafft. Und das der Häggle unbestreitbar seine Humusgehalte in kurzer Zeit stark gesteigert hat, ist sicher auch nur eine Erfindung? Vielleicht solltest Du deine Wissenschaftliche Ausbildung mal bemühen, dass Du sowas auch mal hinbekommst :mrgreen:
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » Mo Aug 23, 2021 19:14

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:
:lol: Mir scheint Du hast wirklich nur ein paar Überschriften gelesen, ansonsten würdest Du nicht so einen Schmarrn schreiben. Ich glaube bei dir ist es eher der Neid, dass du Bio ohne Pflug nicht hinbekommst wie er es schafft. Und das der Häggle unbestreitbar seine Humusgehalte in kurzer Zeit stark gesteigert hat, ist sicher auch nur eine Erfindung? Vielleicht solltest Du deine Wissenschaftliche Ausbildung mal bemühen, dass Du sowas auch mal hinbekommst :mrgreen:


Bei deinen Unterstellungen wäre es sinnvoll, wenn du auch einige Daten, die den "Erfolg" von Häggle belegen, bringen würdest. Statt dessen wieder nur Phrasen. In meiner über 20 jährigen Zeit als Berater im Ökolandbau habe ich genau 3 Kollegen kennengelernt, die nachhaltig und erfolgreich konsequent pfluglos ökologisch gewirtschaftet haben. Zwei sind sich nicht zu schade, gelegentlich Disteln zu stechen und anderen Beikräutern von Hand zu bekämpfen. Bei bescheidenen Flächengrößen kann man sich das auch gefallen lassen. Beim 3. muss ich einräumen, dass ich seinen augenscheinlichen Erfolg nicht nachvollziehen kann. Womit ich nicht unterstellen möchte, dass da etwas nicht korrekt verläuft! Wer allerdings mit einer Fräse und dann noch mit mehreren Arbeitsgängen und -tiefen seinen Boden, wie B. Meier sagt, "vergewaltigt", dem spreche ich Kenntnisse im pfleglichen Umgang mit dem Boden ab!
Von welchem Humus redest du denn? Oder kennst du nur diesen einen plakativen Begriff?
Es liegt mir fern, die von Häggle propagierte Wirtschaftsweise nachzuahmen! Manchmal begrenzt eine Qualifikation auch die Auslebung der Kreativität!
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Südheidjer » Mo Aug 23, 2021 20:03

Der Laie fragt: Kann man nicht auch einen Schälpflug einsetzen, wenn es darum geht, nur die oberste Schicht zu bearbeiten?
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon tyr » Mo Aug 23, 2021 20:50

Südheidjer hat geschrieben:Der Laie fragt: Kann man nicht auch einen Schälpflug einsetzen, wenn es darum geht, nur die oberste Schicht zu bearbeiten?

Sicher kann man das, ist aber Oldschool^^
Außerdem unter derzeitigen ökonomischen Gesichtspunkten kaum darstellbar, dauert einfach zu lange.
Die Idee mit der Fräse finde ich auch reine Bodenvergewaltigung und ökonomischen udnökologischen Unsinn. das ist was für ne Gärtnerei, die für igrendwelche Pflanzen einen besonders feikrümligen Boden braucht, aber sonst für nix. nach dem Einsatz der Fräse lebt nix mehr.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Manfred » Mo Aug 23, 2021 22:02

tyr hat geschrieben:Die Idee mit der Fräse finde ich auch reine Bodenvergewaltigung und ökonomischen udnökologischen Unsinn.


Ich denke, du hast da eine falsche Vorstellung im Kopf.
Es geht nicht darum das Bodengefüge zu atomisieren, sondern darum den Aufwuchs ganz flach abzuhobeln und leicht mit Erde zu durchmischen, zur Förderung der Rotte des Pflanzenmaterials.
Bearbeitung ca. 2 cm tief. Wenn Die Drehzahl der Fräse und die Winkel der Messer stimmen, wird dabei der Bearbeitungshorizont kaum verschmiert.

https://www.youtube.com/watch?v=S47PjOpU1gA

https://www.youtube.com/watch?v=KycS5jMCn0Y
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon T5060 » Di Aug 24, 2021 0:10

Ich bin immer höchst amüsiert, wenn der gemeine Häuslebauer zur Gestaltung seines Gartens gesiebten Mutterboden aufbringt.
Reduziertes Porenvolumen und vor sich her faulende organische Substanz. Noch lustiger wenn das ein gelernter Galabauer macht.
Aber wie habe ich beim BV gelernt ? Es muss auch Dumme geben. Wenn es nur Schlaue gibt, funktioniert das System nicht ! n8
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » Di Aug 24, 2021 6:33

Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und das Netz, soweit es mir zugänglich ist, auf Leistungsdaten/Erträge der "regenerativen Landwirtschaft" und der "aufbauenden Landwirtschaft" hin durchsucht. Fehlanzeige! Gleiches bei Angaben zum ach so tollen Humusgehalt bei diesen Wirtschaftsweisen. Es wird zwar immer vom Erfolg geredet aber konkret beziffern, das geht dann wohl doch nicht.
Es stellt sich mir auch die Frage, was an diesen beiden Systemen "regenerativ" bzw. "aufbauend" sein soll. Die Einarbeitung von organischer Masse ist so alt wie die Landwirtschaft selbst. Auf- und Abbau von organischer Masse im Boden, eben die Nährhumuswirtschaft, ist das auch. Ich habe das Gefühl, da wird mit wohlklingenden Bezeichnungen versucht, dem geneigten und von Teilen der Landwirtschaft enttäuschten Verbraucher Sand in die Augen zu streuen. Ich frage mich auch, warum man mit diesen "bahnbrechenden" Erkenntnissen und ihren Leistungseffekten sich nicht an die Wissenschaft wendet. Es sollte doch eigentlich das Bestreben geben, diese fulminante Form der Landwirtschaft auf ihre Wirkprinzipien hin zu untersuchen, damit zukünftig alle Landwirte von dieser Art der Landwirtschaft profitieren können. Oder wollen sich da nur einige Berufskollegen in Szene setzen?
Eine konkrete Aussage fällt mir noch ein. Da erwähnt ein Regenerativer so ganz nebenbei, dass auf dem gezeigten Schlag Mais nach Mais angebaut wird. Fruchtfolge? Fehlanzeige! :lol: Übrigens, nach der Fräse kommt zur Grundbodenbearbeitung dort natürlich der Grubber zum Einsatz. Tolles System!
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon bauer hans » Di Aug 24, 2021 6:44

T5060 hat geschrieben:Aber wie habe ich beim BV gelernt ? Es muss auch Dumme geben. Wenn es nur Schlaue gibt, funktioniert das System nicht ! n8

kommen dumme zum markt,machen schlaue geschäfte.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon tyr » Di Aug 24, 2021 7:55

Manfred hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:Die Idee mit der Fräse finde ich auch reine Bodenvergewaltigung und ökonomischen udnökologischen Unsinn.


Ich denke, du hast da eine falsche Vorstellung im Kopf.
Es geht nicht darum das Bodengefüge zu atomisieren, sondern darum den Aufwuchs ganz flach abzuhobeln und leicht mit Erde zu durchmischen, zur Förderung der Rotte des Pflanzenmaterials.
Bearbeitung ca. 2 cm tief. Wenn Die Drehzahl der Fräse und die Winkel der Messer stimmen, wird dabei der Bearbeitungshorizont kaum verschmiert.

https://www.youtube.com/watch?v=S47PjOpU1gA

https://www.youtube.com/watch?v=KycS5jMCn0Y


jaja, aber ich vessteh die Fräse dann nicht. Das ist ein Arbeitsgerät mit hohem Leistungsanspruch und hohem Verschleis. Warum dann nicht den altbewährten Schälpflug? Mir kommt es auch so vor, damit der Mann sein teures gerät verkaufen kann. Ansonsten ist an einer flachen Bodenbearbeitung zur Unkrautregulierung ja nichts neues, kennt man mindestens seit 200Jahren. Ist nur mit der Agrarchemie , und den vorhanden Kostenstrukturen, bischen in den Hintergrund getreten. Hier gabs auf jedem bauernhof, bis zum Weltkrieg, einen Schälpfug.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon bauer hans » Di Aug 24, 2021 8:07

schälpflug ist hier seit den 1970ern out,weil das viele stroh ja verarbeitet werden musste,die häcksler am drescher aber noch nicht so schnitten wie heute.
stroh wurde dann aufem feld verbrannt,aber das wurde bald verboten,weil opa oft ums leben kam.
der MF35 schaffte ne 1,60m fräse nur langsam,der MF65 bewegte die 1,80m fräse schon flotter,allerdings wurde vorm pflügen nochmal gefräst,damit der pflug mit wenig durchgang auch funktionierte.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Di Aug 24, 2021 11:18

DWEWT hat geschrieben:Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und das Netz, soweit es mir zugänglich ist, auf Leistungsdaten/Erträge der "regenerativen Landwirtschaft" und der "aufbauenden Landwirtschaft" hin durchsucht. Fehlanzeige! Gleiches bei Angaben zum ach so tollen Humusgehalt bei diesen Wirtschaftsweisen. Es wird zwar immer vom Erfolg geredet aber konkret beziffern, das geht dann wohl doch nicht.
Es stellt sich mir auch die Frage, was an diesen beiden Systemen "regenerativ" bzw. "aufbauend" sein soll. Die Einarbeitung von organischer Masse ist so alt wie die Landwirtschaft selbst. Auf- und Abbau von organischer Masse im Boden, eben die Nährhumuswirtschaft, ist das auch. Ich habe das Gefühl, da wird mit wohlklingenden Bezeichnungen versucht, dem geneigten und von Teilen der Landwirtschaft enttäuschten Verbraucher Sand in die Augen zu streuen. Ich frage mich auch, warum man mit diesen "bahnbrechenden" Erkenntnissen und ihren Leistungseffekten sich nicht an die Wissenschaft wendet. Es sollte doch eigentlich das Bestreben geben, diese fulminante Form der Landwirtschaft auf ihre Wirkprinzipien hin zu untersuchen, damit zukünftig alle Landwirte von dieser Art der Landwirtschaft profitieren können. Oder wollen sich da nur einige Berufskollegen in Szene setzen?
Eine konkrete Aussage fällt mir noch ein. Da erwähnt ein Regenerativer so ganz nebenbei, dass auf dem gezeigten Schlag Mais nach Mais angebaut wird. Fruchtfolge? Fehlanzeige! :lol: Übrigens, nach der Fräse kommt zur Grundbodenbearbeitung dort natürlich der Grubber zum Einsatz. Tolles System!


Hm, und diesen einfachen Beitrag hast Du also dabei nicht gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=7K-0nFuQ0G8 Ab 1:20 spricht der Professor, vielleicht glaubst Du ja dem? :lol:
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » Di Aug 24, 2021 12:14

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:
Hm, und diesen einfachen Beitrag hast Du also dabei nicht gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=7K-0nFuQ0G8 Ab 1:20 spricht der Professor, vielleicht glaubst Du ja dem? :lol:


Ich habe mir schätzungsweise 10 Videos über Praxis und Vorträge zu "regenerative und/oder aufbauende Landwirtschaft" angeschaut. Ich fasse kurz zusammen. Die einen setzen die Fräse ein, um die oberste Bodenschicht mit der aufstehenden Pflanzenmasse zu vermnischen. Es wird explizid darauf hingewiesen, dass nachher nicht verdichtet werden darf. Die anderen nehmen die Fräse zum Lockern und verdichten nachher. Sehr plausibel! Die einen bauen eine "Humusschicht" im Boden auf, indem sie Kompost mit Mist anreichern und das Substrat eingrubbern. Ist dann die gesamte bearbeitete Bodenschicht die Humusschicht? Bei mir ist der Boden bis zu 2m Tiefe durchsetzt mit Dauer- und Nährhumus. Eine Humusschicht gibt es nicht. Ist auch ziemlicher Unsinn. Kompost plus Fräse vs. Glyphosat, das schient selbst für den Hochschullehrer, der sich sehr zurückhaltend zu all den Aussagen von Häggle verhält, noch sehr erklärungsbedürftig zu sein, zumal die herbizide Wirkung mehr als fraglich ist. Der Hochschullehrer gab Statements ab zu ihm vorgelegtem Material und ließ an seiner Meinung zur Fräse keinen Zweifel. Über das Zustandekommen/die Plausibilität, sagte er gar nichts! Solange gegensätzliche Verfahrensweisen zum gleichen Ergebnis führen, scheinen die Varianten selbst doch eher fragwürdig zu sein.
Übrigens habe ich weitere Informationen zu den beiden o.g. Varianten der Landwirtschaft bekommen. Es gibt zwei Betriebe/Firmen, bei denen die von ihnen vertriebenen Produkte für diese spezielle Landwirtschaft stehen. Es geht um die SGL und die BSL. Beide beschäftigen sich mit der Herstellung und dem Vertrieb von Mitteln, die auf diese spezielle Landwirtschaft zugeschnitten sind. Da gibt es spezielle Zwischenfruchtmischungen, Spurennährstoffprodukte, Komposttees zur Vitalisierung und Maximierung der Photosynthesleistung, Beizen mit Spurennährstoffen und Biostimulanzien, milchsaure Pflanzenfermente zur Rottebeschleunigung, Dünger mit Algenzusätzen, ein luftstickstofffixierendes Bakterium, ein methylisierter Harnstoff als Blattdünger u.a.m. Vor diesem Hintergrund drängt sich mir eher der Gedanke auf, dass diese spezielle Landwirtschaft in erster Linie ein Absatzmarkt für fragwürdige (?) Produkte ist. Warum auch nicht? Es gibt genug Dumme!
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Di Aug 24, 2021 17:24

Ich sehe schon, Du drehst Dir alles so zurecht damit es passt :roll: Es ist sinnlos mit dir zu diskutieren, wenn einfach nicht sein kann, was nicht sein darf. Ja alles nur erfunden um die Bauern abzuzocken :lol: Dann mach mal schön weiter mit deinem Pflug...
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » Di Aug 24, 2021 18:38

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:
Dann mach mal schön weiter mit deinem Pflug...


Auch mit dem Pflug! Ich hatte schon erwähnt, dass ich nichts von Dogmatismus halte und deshalb fast alle Varianten der Bodenbearbeitung nutze.
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