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Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere u

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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184 Beiträge • Seite 4 von 13 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 13
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon T5060 » Sa Aug 21, 2021 23:46

Der ist bestimmt mal von Volker Beck, für ne Tüte Koks gebumst worden

https://www.youtube.com/watch?v=rIj3qskDAZM

gegen Ende geht es dann richtig gegen die Landwirtschaft.

Da wollen sich die Grünen jetzt zum Schluß wieder mal mit Bauern-Bashing retten.

So Typen beanspruchen die Meinungshoheit für sich, wo mir dann sehen müssen wie wir das dann gebacken bekommen :(
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Südheidjer » So Aug 22, 2021 1:17

Betriebswirtschaftlich wird der Blauschopf scheinbar gut beraten. Einerseits bei Youtube seine Einkünfte für viele Views, andererseits steht er woanders noch auf der Gehaltsliste. Ich tippe auf die Grünen. Die altgedienten Parteien haben es in den letzten Jahren versäumt, sich neue Medien-Kanäle oder nennen wir es auch Propaganda-Kanäle zu erschließen. Die machen jetzt ein langes Gesicht.

Schauen wir in die Geschichtsbücher: Ende der 1960er ging die "gebildete" Jugend auf die Straße und verkündete die Heilsbringung über ihren geforderten Umbau der Gesellschaft. Was ist von dieser Utopie der besseren Gesellschaft und der besseren Welt geblieben? Sehr wenig. Die lautesten Schreier haben sich in der Folge im politischen System die Taschen voll gesteckt und dick und rund gefuttert.

Wenn man aktuell auch an die Tröge will, dann muß man immer radikaler werden und möglichst viele Jünger um sich sammeln. Nur bringt das eine Gesellschaft weiter? Nö, die Gesellschaft steuert immer mehr auf den Abgrund zu. Gewisse Grundsätze halten eine Gesellschaft stabil, reißt man diese Grundsätze ein, so geht es über kurz oder lang drunter und drüber. Die wohlhabenden Nationen Europas wären nicht die ersten, die so vor die Hunde gehen.

Wer von den hippen und obertoleranten jungen Leute begreift, worauf ihre Existenz und vor allen Dingen auch ihr Wohlstand basiert? Ich habe den Eindruck, die Jugend und damit die zukünftige Generation ist sich dessen nicht bewußt. Wenn diese Jugend weiter den Heilsverkündern hinterherläuft statt ihren Beitrag für die Volkswirtschaft zu leisten, dann gute Nacht.

Wieso wird man in unserer Gesellschaft satt und kann medizinisch versorgt werden, wenn man auf den Bäumen hockt und "demonstriert" ? Wie kann man sowas mit einer Selbstverständlichkeit für sich beanspruchen? Ist das nicht ein Schmarotzerei an der Allgemeinheit, die sich krumm macht, um den Wohlstand aller Bürger möglichst zu erhalten? Das wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Aber früh übt sich.....
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon bauer hans » So Aug 22, 2021 9:17

für jugendliche ist das Schmartfon das wichtigste im leben und es wird damit fleissig emotional kommentiert und alles infrage und gleichzeitig forderungen gestellt.
die sind alle im wohlstand aufgewachsen,die kennen nix anderes.
die werden aber in zukunft leistung bringen müssen,um im leben zu bestehen.
die altachtundsechziger meiner familie geniessen ihren wohlstand,erzählen mir aber bei jeder gelegenheit,was ich falsch mache.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon 210ponys » So Aug 22, 2021 11:04

naja Smartphone und Leistung ist in den meisten fällen ein Wiederspruch...
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Bauer Piepenbrink » So Aug 22, 2021 12:00

DWEWT hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:
Man könnte auch das Deutsche "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." verwenden.



Nun ist es, unter Anwendung der Objektivitätsgrundsätze, kam möglich, das eigene Handeln/Verhalten zu beurteilen. Ich gebe gern zu, dass ich mich bei den mittlerweile vielfältigsten "Verbesserungsvorschlägen" zur deutschen Landwirtschaft, schnell mal von der Verwendung unwissenschaftlicher Darstellungen in der Literatur entsprechend vereinnahmen lasse. So z.B. graust es mir bei der Aussage, dass ein Boden, bestehend aus 70% Mutterboden und 30% Kompost die Grundlage für die Verhinderung von "Unkraut und Krankheiten" sein soll. Oder, dass ein bakteriendominierter Boden die beste Grundlage für die Unkrautentwicklung ist. Solche Aussagen bewirken bei mir, dass ich das Weiterlesen für unsinnig erachte. Ich habe eine wissenschaftliche Sicht auf die Dinge! Leider bleibt längst nicht jeder, der eine qualifizierende Ausbildung erfahren hat und der Landwirtschaft mit seinen "Erkenntnissen" hilfreich zur Seite stehen will, diesem wissenschafltichen Standard treu.
Es ist für mich immer wieder belustigend, wenn Kollegen monieren, dass bei ihnen bestimmte Pflanzen oder auch Pflanzengesellschaften nicht "funktionieren". Hallo, schon mal etwas von Standortverträglichkeit oder Standortangepasstheit gehört? Wir nehmen für uns in Anspruch, den Boden mit den verschiedensten Mittelchen so beeinflussen/verändern zu können, dass pflanzenbaulich alles möglich sein muss. Nein! bestimmte Bodenarten/-entwicklungen begünstigen oder verhindern an dem Standort die wirtschaftliche Nutzung bestimmter Pflanzen/Kulturen. Es ist die Kunst, herauszufinden, welche pflanzenbauliche Nutzung im Einklang mit den Gegebenheiten des Standortes steht. Dazu braucht es allerdings die Fähigkeit, die, wenn man so will, "Äußerungen" der Pflanzen zu werten. Nicht Standardmischungen sind beim Grünland das Maß der Dinge, sondern auf den Standort abgestimmte Mischungen. Das ist leicht gesagt, verschlingt aber viele Jahre, bis man richtige Entscheidungen von Fehlern eindeutig unterscheiden kann. Nach E.Klapp ist die Grünlandbewirtschaftung die Königsdisziplin der ldw. Flächennutzung. Während der Acker jedes Jahr neu gepflügt wird und damit alle Pflanzen, fast gleich, neue Chancen bekommen, muss sich jede neu in die Pflanzengesellschaft des Grünlands eingebrachte Variante mit dem schon Vorhandenen auseinandersetzen/arrangieren. Für Klapp ist die Komplexität des Grünlands die eigentliche Herausforderung in der ldw. Bodennutzung. Recht hat er!


Wir sind alle schon ganz gespannt, deine "wissenschaftliche" Erklärung zu hören, warum bestimmte Unkräuter keimen bzw. überhaupt auftreten? Mir ist jedenfalls noch kein so plausibler Erklärungsansatz dafür untergekommen, wie sie teilweise von Regenerativer Seite gemacht werden. Diese greifen allerdings meist auch nur Wissenschaftliche Forschungen auf, meist aber aus den USA. Wenn man die Tatsache begriffen hat, dass die meisten Photosyntheseprodukte der Pflanze in den Wurzeln gespeichert werden und diese damit auch das Bodenleben ernähren ist es doch wohl logisch zu den Schluss zu kommen, dass die Natur nur dafür sorgt, das bestimmte Pflanzen keimen um diesen Mechanismus bei unbewachsenen Boden beizubehalten, oder?
Aluhut Akbar !
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » So Aug 22, 2021 13:03

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:
Wir sind alle schon ganz gespannt, deine "wissenschaftliche" Erklärung zu hören, warum bestimmte Unkräuter keimen bzw. überhaupt auftreten? Mir ist jedenfalls noch kein so plausibler Erklärungsansatz dafür untergekommen, wie sie teilweise von Regenerativer Seite gemacht werden. Diese greifen allerdings meist auch nur Wissenschaftliche Forschungen auf, meist aber aus den USA. Wenn man die Tatsache begriffen hat, dass die meisten Photosyntheseprodukte der Pflanze in den Wurzeln gespeichert werden und diese damit auch das Bodenleben ernähren ist es doch wohl logisch zu den Schluss zu kommen, dass die Natur nur dafür sorgt, das bestimmte Pflanzen keimen um diesen Mechanismus bei unbewachsenen Boden beizubehalten, oder?


Du glaubst doch wohl nicht wirklich, dass Allelopathie und deren Effekte eine Endeckung der "Regenerative Landwirtschaft" ist! Oder, vielleicht doch? :lol:
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Bauer Piepenbrink » So Aug 22, 2021 14:58

Ich habe doch geschrieben, dass von Regenerativer Seite nur Wissenschaftliche Thesen aufgegriffen und weiterverbreitet werden. Ist den meisten Lehrbüchern findest Du darüber so gut wie nichts...
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Manfred » So Aug 22, 2021 15:56

Das Schöne daran ist, dass man darüber nicht zu streiten braucht.
Wer sich damit nicht befassen möchte, soll es einfach bleiben lassen.
Es ist wirtschaftlich und setzt sich deshalb durch.
In D halt weniger schnell als anderswo, weil in unserem verzeihenden Klima die Vorteile weniger augenfällig sind und unser System durch Bürokratisierung, Verschulung und Gruppenzwang extrem träge ist.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Bauer Piepenbrink » So Aug 22, 2021 17:27

Genauso ist es, Manfred. Ich stehe neuen Methoden sicherlich genauso kritisch gegenüber wie die meisten hier. Aber ich muss einfach sagen, viele Dinge die die Regenerative Landwirtschaft anspricht, erscheinen mir nachvollziehbar und auch logisch. Und ich bekomme Antworten auf Fragen, die mir schon lange unter den Nägeln brannten, die mir aber vorher niemand beantworten konnte. Ich bin auch noch weit davon entfernt, diese ganzen Dinge so durchzuziehen, aber mal den Blick über den Tellerand wagen ist nie verkehrt. Man muss sich ja nicht gleich eine Fräse kaufen. Warum viele Landwirte immer gleich alles schlecht machen müssen, verstehe ich nicht. Und ob man wirklich auf jeden Standort ohne großen Mineraldüngereinsatz und Spritzmittel hohe Erträge erwirtschaften kann, ist ja auch ein anderes Thema. Es gibt aber ja tatsächlich schon Landwirte, die dies können, siehe Sepp Hägler.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Englberger » So Aug 22, 2021 18:51

Bauer Piepenbrink hat geschrieben: Und ob man wirklich auf jeden Standort ohne großen Mineraldüngereinsatz und Spritzmittel hohe Erträge erwirtschaften kann, ist ja auch ein anderes Thema. Es gibt aber ja tatsächlich schon Landwirte, die dies können, siehe Sepp Hägler.

Hallo,
an Möglichkeiten Wasser in Wein zu verwandeln bin ich brennend interessiert.
Spass beiseite; was macht der Sepp Hägler besonderes?
Nach meiner sehr enttäuschenden Biozeit hier (saure Böden mit minimalem A Horizont) glaub ich nicht mehr an Wunder.
Gruss Christian
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon julius » So Aug 22, 2021 19:02

T5060 hat geschrieben:Der ist bestimmt mal von Volker Beck, für ne Tüte Koks gebumst worden

https://www.youtube.com/watch?v=rIj3qskDAZM

gegen Ende geht es dann richtig gegen die Landwirtschaft.

Da wollen sich die Grünen jetzt zum Schluß wieder mal mit Bauern-Bashing retten.

So Typen beanspruchen die Meinungshoheit für sich, wo mir dann sehen müssen wie wir das dann gebacken bekommen :(


Ja und so ein Video hat nach kurzer Zeit 1,2 Mio Zuschauer und viele Daumen nach oben. :roll:
Da wissen wir dann was in Zukunft gewählt wird.
julius
 
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » So Aug 22, 2021 19:26

Bauer Piepenbrink hat geschrieben:Genauso ist es, Manfred. Ich stehe neuen Methoden sicherlich genauso kritisch gegenüber wie die meisten hier. Aber ich muss einfach sagen, viele Dinge die die Regenerative Landwirtschaft anspricht, erscheinen mir nachvollziehbar und auch logisch. Und ich bekomme Antworten auf Fragen, die mir schon lange unter den Nägeln brannten, die mir aber vorher niemand beantworten konnte. Ich bin auch noch weit davon entfernt, diese ganzen Dinge so durchzuziehen, aber mal den Blick über den Tellerand wagen ist nie verkehrt. Man muss sich ja nicht gleich eine Fräse kaufen. Warum viele Landwirte immer gleich alles schlecht machen müssen, verstehe ich nicht. Und ob man wirklich auf jeden Standort ohne großen Mineraldüngereinsatz und Spritzmittel hohe Erträge erwirtschaften kann, ist ja auch ein anderes Thema. Es gibt aber ja tatsächlich schon Landwirte, die dies können, siehe Sepp Hägler.


:lol: Eigentlich könnte ich es bei diesem smily belassen. Ich will es mir aber nicht so einfach machen, respektive will ich mir nicht das Vergnügen nehmen lassen mich mit Herrn Häggle auseinanderzusetzen.

Aufmerksam geworden auf ihn bin ich über ein Video, das auf einer Veranstaltung im Jahr 2019 (?) gedreht wurde. Hier nun ein paar steile Thesen des Herrn und seiner Bewegung.
1."Probleme der Tierhaltung liegen im Ungleichgewicht der Nährstoffversorgung des Bodens"! Klar, wenn kein N vorhanden ist, wird nicht genügend pflanzliche Masse gebildet und die Tiere müssen darben; könnte man jetzt lakonisch resümieren. So ist das aber nicht gemeint. H. geht, in Verkennung der Erkenntnisse von Liebig, davon aus, dass, aufgrund fehlender Nährstoffe, die Pflanzen genau diesen Nährstoffmangel in die Fütterung tragen und damit die Tiere nicht ausgeglichen ernährt werden. Kein Kommentar!
2. Unter Einsatz der Fräse, von der Brunk Meier behauptet sie würde den Boden vergewaltigen, betreibt man "minimale Bodenbearbeitung", "Humusrevolution", "aufbauende Landwirtschaft", "Gleichgewichtsförderung im Boden" und "Kooperation mit der Natur"!. Es gibt noch ein paar mehr Aspekte aber diese erschienen mir sehr wichtig zu sein. Minimalbodenbearbeitung mit der Fräse? Es wird mit unterschiedlichen Arbeitstiefen gearbeitet, wobei bei 10cm Tiefe ca. 400PS für 6m AB ausreichen sollen. Dieses vermaledeite Arbeitsgerät, das überhaupt keine Strukturen im Boden schont, als Minimalbodenbearbeitung auszugeben, ist schon ein starkes Stück. Der Verdichtungseffekt auf der Umkehrhöhe der Schlägel im Boden, ist, nach Untersuchungen des Institutes für Bodenkunde der Uni Gö., bis zu 3x so stark wie bei einem Pflug! Aber, wenn man als Alleinimporteur für die -man betrachte die Wortkombination- "Bio-Fräse" tätig ist, muss man auch dafür sorgen, dass die Einnahmen sprudeln!
3. Auch interessant in diesem Zusammenhang ist die Wiederherstellung von "Nährstoffkreisläufen"! Ja, werte Kollegen, ihr habt richtig gelesen! Diese Utopie haben sich sogar die Ökos abgeschminkt. Jeder Blödsinn hat sich immer wiederholende Anfänge, kann man da nur sagen. Das ist aber nicht schon die Spitze der Ziele. Man möchte auch die Ressourcen wieder aufbauen. Kali und Phosphat zurück in die natürlichen Läger? Und wovon erzeugen wir dann die Pflanzenmasse. Hallo, ihr Verpeilten, es war schon immer so , es ist so und es wird wohl auch für immer so bleiben, dass man z.B. das Protein in der Pflanzenmasse immer mit 16g N je 100g Pflanzenprotein erzeugt. Aber wer behauptet, dass er "mehr nachwachsen lassen kann als man verbraucht" und ich beziehe das mal auf die Nährstoffe im Boden, natürlich unter Schonung der Ressourcen, der kann auch noch ganz andere Dinge. :wink:
All diesen Bewegungen zu eigen ist die Verwendung von Begrifflichkeiten, in die jeder Hörer seine individuellen Gutmenschenvorstellungen hineininterpretieren kann. So wird z.B. von "regenerativer oder aufbauender Landwirtschaft" und von der "Selbstwirksamkeit", von "gesunden und nährstoffeichen Lebensmitteln", von "nachhaltiger Humuswirtschaft", vom Einsatz von "Effektiven Mikroorganismen" und der vorteilhaften Einbeziehung der Esotherik geschwafelt. Hinterfragt man diese Begriffe, dann kommen tausend Jahre Erfahrung, Brauchtum und ganz viel Gefühl zum Vorschein.
Wenn sich aus diesem Kreis zukunftsrelevante Varianten der Landwirtschaft entwickeln sollen, muss die Verblödung allerdings mit Riesenschritten voranschreiten!
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » So Aug 22, 2021 19:28

Englberger hat geschrieben:Nach meiner sehr enttäuschenden Biozeit hier (saure Böden mit minimalem A Horizont) glaub ich nicht mehr an Wunder.
Gruss Christian


Das musst du aber können, sonst siehst du keine Erfolge! Der richtige Einstieg ist die "Bio-Fräse"!
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon Manfred » So Aug 22, 2021 20:04

Auf Deutsch gibt es ja leider kaum Informationen zum Thema.
Das von Wenz/Näser propagierte System mit flachem Fräsen ist international in der regenerativen Landwirtschaft nicht gängig, bzw. weitgehend unbekannt. Ich habe auch meine Probleme damit, aber wenn es für sie funktioniert, warum nicht.
Wer mit einer "Biofärse" aber 10 cm tief den Boden umwühlt, hat irgendwas nicht verstanden...

International liegt im Ackerbau das Hauptaugenmerkt auf einer ganzjährigen Bodenbedeckung und artenreicher (lebend) -Durchwurzelung.
Zur Vermeidung der Verunkrautung wird mit minimalinvasiven Direktsaatverfahren gearbeitet, um die Bodenoberfläche mögl. wenig zu verletzen und so die Keimruhe der Unkräuter nicht zu unterbrechen. Idealerweise sieht man nach der Saat nicht, dass die Fläche überhaupt bearbeitet wurde.
Außerdem wird mögl. eine Mulchabdeckung durch das Anwalzen von Zwischenfrüchten und Ernterückstände erzeugt und erhalten.
Wenn möglich werden Untersaaten eingebracht und oft schon vor der Ernte die Folgekultur etabliert, damit keine zeitliche Vegetationslücke entsteht.

Das System mit Fräse sehe ich zum Teil den speziellen mitteleuropäischen Bedingungen geschuldet. Hier ist durch die intensive Veredelung inkl. Biogas das wirtschaftliche Optimum verschoben und es ist an vielen Standorten schwierig, mit Zwischenfrüchten ausreichend Biomasse für die Bodenbedeckung zu erzeugen ohne das Vegetationsfenster für die Hauptfrucht ertragsmindernd zu verkürzen.
Da bedarf es schon noch ausführlicher Entwicklungsarbeit, um für unsere Bedingungen optimale Methoden zu finden.
International nimmt man etwas geringere Erträge eher in Kauf, weil die eingesparten Kosten den Minderertrag weit überkompensieren.
Auf eine Stickstoffdüngung verzichten viele Praktiker inzwischen vollständig. Die Böden weisen nach längerer regenerativer Bewirtschaftung teilweise Werte an pflanzenverfügbaren Nährstoffen auf, die einen nach deutscher Düngeverordnung in Bedrängnis brächten...
Was da genau passiert, wird m.W. noch nicht verstanden. Aber es läuft wohl darauf hinaus, dass zum einen die Stickstoffverluste reduziert werden und zum anderen deutlich mehr Stickstoff aus der Luft fixiert wird als man bisher für möglich hielt. Da gibt es noch sehr viel zu lernen.
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Re: Unser System beruht auf Ausbeutung des Bodens, der Tiere

Beitragvon DWEWT » So Aug 22, 2021 20:11

Manfred hat geschrieben:
Da gibt es noch sehr viel zu lernen.


Zumindest in dieser Erkenntnis sind wir uns komplett einig!
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