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Unsere Schuld?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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107 Beiträge • Seite 1 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 8
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Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Mo Nov 24, 2014 20:49

Hallo Leute!

Ohne viele Worte zu verlieren, möchte ich nur zwei Links angeben:

http://bigstory.ap.org/article/argentin ... emicals-2#

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte ... /42435/2/1

Und jetzt die Frage: Sind "wir" es in Schuld, dass fast ein halber Kontinent in Giften untergeht, die gebraucht werden, um "uns" zu ernähren? Muss es unweigerlich so weitergehen, wie es beschrieben steht? Oder ist restlos alles gelogen und nichts als Hysterie? . . .
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Todde » Mo Nov 24, 2014 21:57

Ja

Krankheiten die in aller Welt auftreten sind nur auf die Bauern zurück zu führen, da braucht man keine Untersuchung, das ist so.
Der Klimawandel ist auch Schuld der Bauern.
Für Krankenhauskeime sind Bauern verantwortlich
Ebola kommt auch von den Bauern.
Die IS besteht auch aus Bauern
Die Ukrainekrise ist auch nur Folge der Landwirtschaft
Der 2. Weltkrieg ging auch nur um Weizenland im Osten.
Jesus wurde ans Kreuz genagelt, weil der gegen die expandierende Landwirtschaft war.

Als die Pest in Europa grassierte waren für große Teile der katholischen Kirche die Juden schuld.
Zuletzt geändert von Todde am Mo Nov 24, 2014 22:03, insgesamt 1-mal geändert.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Todde » Mo Nov 24, 2014 22:01

Was ist das für eine Einstellung, wenn NGOs und die Medien aus dem Leid von Menschen Profit schlagen, weil die daraus Märchen basteln?
Die haben den Schuss nicht mehr gehört.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon SHierling » Mo Nov 24, 2014 22:09

Franz Henneken: frag Dich einfach immer "Qui Bono" - Wem Nutzt so ein Artikel?

Und wer ist wohl mehr auf den Boden und seine dauerhaften Ernten angewiesen? Die NGO, die um so mehr verdienen, je katastrophaler sie die Zustande darstellen, aber niemanden ernähren, oder die Landwirte, die auch noch für ihre Kinder gesunde Flächen haben wollen?

Der Artikel wurde heute von Greenpeace überall verteilt, die haben noch nie ein Korn geerntet und wissen auch nicht, wie das geht.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Pulsator » Di Nov 25, 2014 7:40

Wenn in den ländern so mit gift rumgeaast wird, dann ist das die schuld der verantwortlichen in den ländern....hat aber nichts mit einer schuldanerkennung einer ganzen branche zu tun...oder gibt es hier eine kollektivschuld, weil einige die umwelt versauen. das verbreiten kollektiver schuldgefühle füllt immer die kassen der spendensammelvereine.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Harald » Di Nov 25, 2014 8:09

Franz Henneken hat geschrieben:http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte ... /42435/2/1

Siehe humor-ist-wenn-man-trotzdem-lacht-t67591-90.html#p1225124
Ob der Artikel glaubwürdiger ist als die zugehörigen Bilder?

Ich mag das gar nicht erst lesen.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Einhorn64 » Di Nov 25, 2014 8:54

Alles wahr, und vor allem Deutschland ist Schuld!
Durch unser überfluten des Weltmarktes mit Autos und Industrieprodukten bleibt den armen Südamerikanern nicht über als für uns Monsantosoja anzubauen, anstatt ihre Autos usw selber zu produzieren.
Daher sollte ab sofort die deutsche Industrieproduktion an den Inlandsverbrauch angepasst werden!
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Pulsator » Di Nov 25, 2014 9:14

Einhorn64 hat geschrieben:Alles wahr, und vor allem Deutschland ist Schuld!
Durch unser überfluten des Weltmarktes mit Autos und Industrieprodukten bleibt den armen Südamerikanern nicht über als für uns Monsantosoja anzubauen, anstatt ihre Autos usw selber zu produzieren.
Daher sollte ab sofort die deutsche Industrieproduktion an den Inlandsverbrauch angepasst werden!



DAS sage ich doch schon seit jahren.....will die gesellschaft aber irgendwie nix von wissen... :mrgreen:
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Di Nov 25, 2014 9:34

SHierling hat geschrieben: . . . Und wer ist wohl mehr auf den Boden und seine dauerhaften Ernten angewiesen? Die NGO, die um so mehr verdienen, je katastrophaler sie die Zustande darstellen, aber niemanden ernähren, oder die Landwirte, die auch noch für ihre Kinder gesunde Flächen haben wollen? Der Artikel wurde heute von Greenpeace überall verteilt, die haben noch nie ein Korn geerntet und wissen auch nicht, wie das geht.


Das sind ja super Reflexe, die von Euch Profi-Landwirten sofort gepostet werden. IHR seit selbstverständlich auf Grund und Boden für dauerhafte Ernten angewiesen, den will Euch niemand streitig machen. Wie gesagt, dauerhaft. Und mit irgendwas den Boden und dessen Produkte vollzupumpen, ist das nicht gegen dauerhaft? Im Leben ist es wie mit einer Schraube: Nach fest kommt ab!

Da ist nur ein Problem: Wenn ein Unternehmen, allen voran der Glyphosat-Erfinder Monsanto, ein Produkt verkaufen will, dann steht erst einmal der Profit oben an, nicht das Wohl der Allgemeinheit. Man sieht es auch an anderen Unternehmen, dass da ab und zu fast schon kriminelle Energien freiwerden, um das Produkt möglichst hoch zu boosten.

Und jetzt die traditionelle Rolle des Bauern: Er kümmert sich um die Ernährung der Allgemeinheit. Bisher war es immer so: zuerst er und seine Familie, dann das Dorf und das Umland, und wenn dann noch was übrig blieb, der Rest der Welt. Heute ist das so: Es geht nur noch um den Weltmarkt, auch seine eigene Person hat nicht mehr zu interessieren. Die Rollen von Ross und Reiter sind vertauscht worden, der Reiter gar ein apokalyptischer! Die Pyramide steht kopf, das System finde ich völlig falsch.

Ich komme selbst aus der Landwirtschaft, habe im Bekanntenkreis und in der Verwandtschaft viele aktive Landwirte. Auch sie sind in vielen Punkten meiner Meinung. Sie sind voll dagegen, dass nur stetiges Wachstum die einzige Existenzgrundlage sein soll, sie sind gegen die totale Abhängigkeit von Kammern und Konzernen, die Hand in Hand arbeiten. Sie sind gegen immer niedrigere Gewinne und immer höhere Ausgaben.

Ich stimme durchaus zu, dass die mit weitem Abstand meisten Leute von Greenpeace noch nie nur ein Korn geerntet haben. Soll das aber die Aberkennung von Kompetenzen sein? Und NGO sollten sich tunlichst von Übertreibungen und Verzerrungen jeglicher Art hüten, sondern wie eine gute und unabhängige Tageszeitung über echte Vorgänge berichten, aber auch den Finger in die Wunde legen.

Denkt doch mal weiter und vor allem ohne Scheuklappen um die Ecke. Ist es denn nicht so, dass dank billigen Soja wir billiges Schweinefleisch produzieren können? Soll das Schweinefleisch und auch anderes wie aktuell die Milch spottbillig sein, damit auch wir uns massig Konsumprodukte und Plastikramsch ("Schrott frei Haus") leisten können? Werden so nicht auch Schweinefleisch und Milch zu Produkten, mit denen Deutschland die Welt ernähren "muss"? Passt das nicht einigen aus Wirtschaft und Industrie für die eigene Erfolgsstory perfekt in den Kram?

Man sollte mal so langsam anfangen, frei zu denken, ohne gleich sich um Abhängigkeiten Sorgen zu machen. Es ist beileibe nicht so, dass wir als Deutschland gleich "an allem Übel der Welt" Schuld sind. Aber als "höhere Industrienation" haben wir bestimmt Anteil an dem, was in Ländern südlich des Äquators vollkommen falsch läuft.

Gruß - Franz
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Di Nov 25, 2014 9:38

Harald hat geschrieben:
Franz Henneken hat geschrieben:http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte ... /42435/2/1

Siehe humor-ist-wenn-man-trotzdem-lacht-t67591-90.html#p1225124
Ob der Artikel glaubwürdiger ist als die zugehörigen Bilder?

Ich mag das gar nicht erst lesen.


Wer meint, über anderen Leid lachen zu müssen, ist als Ekelperson nicht zu übertreffen. Ich weiß nicht, was in solchen Köpfen vorgeht und auf wessen Knochen sie überhaupt leben. Hier ist das Menschsein ins Stadium einer Perversion getreten, über solche Beiträge diskutiert man besser nicht auf unterirdischem Niveau. Erstes Anzeichen von Menschlichkeit jeglicher Art sollte die Fähigkeit sein, Mitleid haben zu können. Das Gegenteil stellt eigenes Menschsein infrage.

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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Pulsator » Di Nov 25, 2014 9:50

Franz Henneken hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben: . . . Und wer ist wohl mehr auf den Boden und seine dauerhaften Ernten angewiesen? Die NGO, die um so mehr verdienen, je katastrophaler sie die Zustande darstellen, aber niemanden ernähren, oder die Landwirte, die auch noch für ihre Kinder gesunde Flächen haben wollen? Der Artikel wurde heute von Greenpeace überall verteilt, die haben noch nie ein Korn geerntet und wissen auch nicht, wie das geht.


Das sind ja super Reflexe, die von Euch Profi-Landwirten sofort gepostet werden. IHR seit selbstverständlich auf Grund und Boden für dauerhafte Ernten angewiesen, den will Euch niemand streitig machen. Wie gesagt, dauerhaft. Und mit irgendwas den Boden und dessen Produkte vollzupumpen, ist das nicht gegen dauerhaft? Im Leben ist es wie mit einer Schraube: Nach fest kommt ab!

Da ist nur ein Problem: Wenn ein Unternehmen, allen voran der Glyphosat-Erfinder Monsanto, ein Produkt verkaufen will, dann steht erst einmal der Profit oben an, nicht das Wohl der Allgemeinheit. Man sieht es auch an anderen Unternehmen, dass da ab und zu fast schon kriminelle Energien freiwerden, um das Produkt möglichst hoch zu boosten.

Und jetzt die traditionelle Rolle des Bauern: Er kümmert sich um die Ernährung der Allgemeinheit. Bisher war es immer so: zuerst er und seine Familie, dann das Dorf und das Umland, und wenn dann noch was übrig blieb, der Rest der Welt. Heute ist das so: Es geht nur noch um den Weltmarkt, auch seine eigene Person hat nicht mehr zu interessieren. Die Rollen von Ross und Reiter sind vertauscht worden, der Reiter gar ein apokalyptischer! Die Pyramide steht kopf, das System finde ich völlig falsch.

Ich komme selbst aus der Landwirtschaft, habe im Bekanntenkreis und in der Verwandtschaft viele aktive Landwirte. Auch sie sind in vielen Punkten meiner Meinung. Sie sind voll dagegen, dass nur stetiges Wachstum die einzige Existenzgrundlage sein soll, sie sind gegen die totale Abhängigkeit von Kammern und Konzernen, die Hand in Hand arbeiten. Sie sind gegen immer niedrigere Gewinne und immer höhere Ausgaben.

Ich stimme durchaus zu, dass die mit weitem Abstand meisten Leute von Greenpeace noch nie nur ein Korn geerntet haben. Soll das aber die Aberkennung von Kompetenzen sein? Und NGO sollten sich tunlichst von Übertreibungen und Verzerrungen jeglicher Art hüten, sondern wie eine gute und unabhängige Tageszeitung über echte Vorgänge berichten, aber auch den Finger in die Wunde legen.

Denkt doch mal weiter und vor allem ohne Scheuklappen um die Ecke. Ist es denn nicht so, dass dank billigen Soja wir billiges Schweinefleisch produzieren können? Soll das Schweinefleisch und auch anderes wie aktuell die Milch spottbillig sein, damit auch wir uns massig Konsumprodukte und Plastikramsch ("Schrott frei Haus") leisten können? Werden so nicht auch Schweinefleisch und Milch zu Produkten, mit denen Deutschland die Welt ernähren "muss"? Passt das nicht einigen aus Wirtschaft und Industrie für die eigene Erfolgsstory perfekt in den Kram?

Man sollte mal so langsam anfangen, frei zu denken, ohne gleich sich um Abhängigkeiten Sorgen zu machen. Es ist beileibe nicht so, dass wir als Deutschland gleich "an allem Übel der Welt" Schuld sind. Aber als "höhere Industrienation" haben wir bestimmt Anteil an dem, was in Ländern südlich des Äquators vollkommen falsch läuft.

Gruß - Franz


Franz, du gehörst auch zu der gruppe von menschen, die 1. die welt mit deutschland verwechseln, und 2. alles in einen topf werfen und umrühren und 3. eine dubiose weltuntergangsstimmung an den tag legen, die seinen ursprung in der landwirtschaft zu finden hat.

Denkt doch mal weiter und vor allem ohne Scheuklappen um die Ecke....genau, mach das doch mal!
Wenn der Chinese in den nächsten zehn Jahren 1kg Fleisch mehr essen möchte, was ich ihm nicht verbieten kann, dann steigt der verbrauch um sage und schreibe 1,2 Milliarden kg....und dafür benötigt man gaaanz viel soja.....wir deutschen können da die welt leider nicht retten, in dem wir auf alles fleisch verzichten, aber wir können unser gewissen beruhigen. wenn du etwas ändern willst, dann ändere das geld- und finanzsystem, die wirtschaftsform, die regierungsform und die gesellschaft insgesamt....aber lass endlich den schwachsinn mit der schuldsuche bei deinem ernährer.
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Franz Henneken » Di Nov 25, 2014 10:17

Pulsator hat geschrieben:
Franz Henneken hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben: . . . Und wer ist wohl mehr auf den Boden und seine dauerhaften Ernten angewiesen? Die NGO, die um so mehr verdienen, je katastrophaler sie die Zustande darstellen, aber niemanden ernähren, oder die Landwirte, die auch noch für ihre Kinder gesunde Flächen haben wollen? Der Artikel wurde heute von Greenpeace überall verteilt, die haben noch nie ein Korn geerntet und wissen auch nicht, wie das geht.


Das sind ja super Reflexe, die von Euch Profi-Landwirten sofort gepostet werden. IHR seit selbstverständlich auf Grund und Boden für dauerhafte Ernten angewiesen, den will Euch niemand streitig machen. Wie gesagt, dauerhaft. Und mit irgendwas den Boden und dessen Produkte vollzupumpen, ist das nicht gegen dauerhaft? Im Leben ist es wie mit einer Schraube: Nach fest kommt ab!

Da ist nur ein Problem: Wenn ein Unternehmen, allen voran der Glyphosat-Erfinder Monsanto, ein Produkt verkaufen will, dann steht erst einmal der Profit oben an, nicht das Wohl der Allgemeinheit. Man sieht es auch an anderen Unternehmen, dass da ab und zu fast schon kriminelle Energien freiwerden, um das Produkt möglichst hoch zu boosten.

Und jetzt die traditionelle Rolle des Bauern: Er kümmert sich um die Ernährung der Allgemeinheit. Bisher war es immer so: zuerst er und seine Familie, dann das Dorf und das Umland, und wenn dann noch was übrig blieb, der Rest der Welt. Heute ist das so: Es geht nur noch um den Weltmarkt, auch seine eigene Person hat nicht mehr zu interessieren. Die Rollen von Ross und Reiter sind vertauscht worden, der Reiter gar ein apokalyptischer! Die Pyramide steht kopf, das System finde ich völlig falsch.

Ich komme selbst aus der Landwirtschaft, habe im Bekanntenkreis und in der Verwandtschaft viele aktive Landwirte. Auch sie sind in vielen Punkten meiner Meinung. Sie sind voll dagegen, dass nur stetiges Wachstum die einzige Existenzgrundlage sein soll, sie sind gegen die totale Abhängigkeit von Kammern und Konzernen, die Hand in Hand arbeiten. Sie sind gegen immer niedrigere Gewinne und immer höhere Ausgaben.

Ich stimme durchaus zu, dass die mit weitem Abstand meisten Leute von Greenpeace noch nie nur ein Korn geerntet haben. Soll das aber die Aberkennung von Kompetenzen sein? Und NGO sollten sich tunlichst von Übertreibungen und Verzerrungen jeglicher Art hüten, sondern wie eine gute und unabhängige Tageszeitung über echte Vorgänge berichten, aber auch den Finger in die Wunde legen.

Denkt doch mal weiter und vor allem ohne Scheuklappen um die Ecke. Ist es denn nicht so, dass dank billigen Soja wir billiges Schweinefleisch produzieren können? Soll das Schweinefleisch und auch anderes wie aktuell die Milch spottbillig sein, damit auch wir uns massig Konsumprodukte und Plastikramsch ("Schrott frei Haus") leisten können? Werden so nicht auch Schweinefleisch und Milch zu Produkten, mit denen Deutschland die Welt ernähren "muss"? Passt das nicht einigen aus Wirtschaft und Industrie für die eigene Erfolgsstory perfekt in den Kram?

Man sollte mal so langsam anfangen, frei zu denken, ohne gleich sich um Abhängigkeiten Sorgen zu machen. Es ist beileibe nicht so, dass wir als Deutschland gleich "an allem Übel der Welt" Schuld sind. Aber als "höhere Industrienation" haben wir bestimmt Anteil an dem, was in Ländern südlich des Äquators vollkommen falsch läuft.

Gruß - Franz


Franz, du gehörst auch zu der gruppe von menschen, die 1. die welt mit deutschland verwechseln, und 2. alles in einen topf werfen und umrühren und 3. eine dubiose weltuntergangsstimmung an den tag legen, die seinen ursprung in der landwirtschaft zu finden hat.

Denkt doch mal weiter und vor allem ohne Scheuklappen um die Ecke....genau, mach das doch mal!
Wenn der Chinese in den nächsten zehn Jahren 1kg Fleisch mehr essen möchte, was ich ihm nicht verbieten kann, dann steigt der verbrauch um sage und schreibe 1,2 Milliarden kg....und dafür benötigt man gaaanz viel soja.....wir deutschen können da die welt leider nicht retten, in dem wir auf alles fleisch verzichten, aber wir können unser gewissen beruhigen. wenn du etwas ändern willst, dann ändere das geld- und finanzsystem, die wirtschaftsform, die regierungsform und die gesellschaft insgesamt....aber lass endlich den schwachsinn mit der schuldsuche bei deinem ernährer.


Jau, hast ja Recht! Ich kann die Welt nicht retten, Deutschland auch nicht. Wenn das so ist kann die Welt sich selbst auch nicht retten.

Ich sehe Deutschland als Deutschland und die Welt als die Welt. Aber Deutschland ist Bestandteil dieser Welt und davon nicht abzukoppeln. Und Weltuntergangsstimmung? Nein, Weltveränderungsstimmung. Naja, viel mehr kann ich nicht machen, ich will aber auch keine Totschlagsargumente liefern, egal wen.

Ich sehe es nur so: Gifte sind Gifte. Und wenn schon, davon erfuhr ich schon vor zwei oder drei Jahren, in einigen Teilen der Welt Spritzmittel verwendet werden, die im Prinzip nichts anderes sind, als Agent Orange während des Vietnam-Kriegs, dann ist irgendwo ganz schwerwiegend ein Damm gebrochen.

https://youpower.democracyforamerica.co ... erant-corn

Wenn aber die Vergiftung von Umwelt und Menschheit hingenommen wird als unvermeidlich oder Rechtfertigung für den Aufschwung vor allem beim Fleischverzehr in China, solllte man allen Aufschwung in Frage stellen. Wer soll dann noch Nutznießer sein, wenn solche Folgen auftreten? Wer drängt überhaupt darauf, so einen vergifteten Aufschwung durchzuziehen?

Gruß - Franz
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Harald » Di Nov 25, 2014 10:22

Franz Henneken hat geschrieben:Wer meint, über anderen Leid lachen zu müssen, ist als Ekelperson nicht zu übertreffen. Ich weiß nicht, was in solchen Köpfen vorgeht und auf wessen Knochen sie überhaupt leben. Hier ist das Menschsein ins Stadium einer Perversion getreten, über solche Beiträge diskutiert man besser nicht auf unterirdischem Niveau. Erstes Anzeichen von Menschlichkeit jeglicher Art sollte die Fähigkeit sein, Mitleid haben zu können. Das Gegenteil stellt eigenes Menschsein infrage.

Danke für das Kompliment. Tut so ein großer Stock im Arsch eigentlich nicht weh?
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon Pulsator » Di Nov 25, 2014 10:41

Franz Henneken hat geschrieben:
Jau, hast ja Recht! Ich kann die Welt nicht retten, Deutschland auch nicht. Wenn das so ist kann die Welt sich selbst auch nicht retten.

Ich sehe Deutschland als Deutschland und die Welt als die Welt. Aber Deutschland ist Bestandteil dieser Welt und davon nicht abzukoppeln. Und Weltuntergangsstimmung? Nein, Weltveränderungsstimmung. Naja, viel mehr kann ich nicht machen, ich will aber auch keine Totschlagsargumente liefern, egal wen.

Ich sehe es nur so: Gifte sind Gifte. Und wenn schon, davon erfuhr ich schon vor zwei oder drei Jahren, in einigen Teilen der Welt Spritzmittel verwendet werden, die im Prinzip nichts anderes sind, als Agent Orange während des Vietnam-Kriegs, dann ist irgendwo ganz schwerwiegend ein Damm gebrochen.

https://youpower.democracyforamerica.co ... erant-corn

Wenn aber die Vergiftung von Umwelt und Menschheit hingenommen wird als unvermeidlich oder Rechtfertigung für den Aufschwung vor allem beim Fleischverzehr in China, solllte man allen Aufschwung in Frage stellen. Wer soll dann noch Nutznießer sein, wenn solche Folgen auftreten? Wer drängt überhaupt darauf, so einen vergifteten Aufschwung durchzuziehen?

Gruß - Franz


Warum fährst du dann nicht hin in die länder, die es betrifft.....ich kann es langsam nicht mehr hören, dass ständig über die probleme andere länder in unserem land auf dem rücken unserer bauern diskutiert wird und dubiose schuldfragen aufgeworfen werden....fahr hin und ändere etwas. hier in diesem forum änderst du die welt nicht. evtl. auch mal die freizeitbranche ob ihrer umwelt- und ressourcenverschwendung etc. ansprechen, die haben ausschließlich spaß, ohne ernährungsverpflichtung oder irgendwelcher nachhaltigkeiten...mann, mann, mann, es kann aber auch mal gut sein mit gut sein!
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Re: Unsere Schuld?

Beitragvon SHierling » Di Nov 25, 2014 10:42

Ok, dann eben andersrum:

Franz Henneken: welche durchführbaren und sinnvollen Alternativen zur aktuellen Situation kannst Du anbieten?
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