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Wald, wohin des Weges?

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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159 Beiträge • Seite 10 von 11 • 1 ... 7, 8, 9, 10, 11
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon 240236 » So Aug 09, 2026 22:44

Warum jetzt gleich sofort im Sommer? Ich muß mir das jetzt ansehen. Die Selbstheilungskräfte des Baumes sind schon extrem. Muß mal mit dem Förster reden
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Höffti » So Aug 09, 2026 22:48

240236 hat geschrieben:Warum jetzt gleich sofort im Sommer? Ich muß mir das jetzt ansehen. Die Selbstheilungskräfte des Baumes sind schon extrem. Muß mal mit dem Förster reden


Ein offener Riß bis zur Stammitte selbst heilen?
Wie soll der Baum das schaffen?
Eine Fichte kriegt ja nicht einmal einen kleinen Fällschaden wieder zu.
Bei Laubbäumen wäre das was anderes, wenn die Rinde was abbekommt.
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon 240236 » Mo Aug 10, 2026 0:05

Höffti hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Warum jetzt gleich sofort im Sommer? Ich muß mir das jetzt ansehen. Die Selbstheilungskräfte des Baumes sind schon extrem. Muß mal mit dem Förster reden


Ein offener Riß bis zur Stammitte selbst heilen?
Wie soll der Baum das schaffen?
Eine Fichte kriegt ja nicht einmal einen kleinen Fällschaden wieder zu.
Bei Laubbäumen wäre das was anderes, wenn die Rinde was abbekommt.
Ein Riß und ein Fällschaden sind aber schon Welten Unterschied
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Höffti » Mo Aug 10, 2026 5:44

Ja, das stimmt schon.
Der Fällschaden ist nur an der Rinde. Die Risse an deinen Fichten reichen bis in den Kern.
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon 240236 » Mo Aug 10, 2026 5:46

Höffti hat geschrieben:Ja, das stimmt schon.
Der Fällschaden ist nur an der Rinde. Die Risse an deinen Fichten reichen bis in den Kern.
:lol:
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Höffti » Mo Aug 10, 2026 6:03

https://www.waldwissen.net/de/waldwirts ... ngte-risse


Ist wie vermutet irreversibel und gibt Braunfäule.

Das scheint bei Deiner betroffenen Parzelle wohl auch ein genetisches Problem zu sein.
Ist das ein angepflanzter Bestand?
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Heidjer85 » Mo Aug 10, 2026 12:00

Hier in Norddeutschland haben wir bisher viel Glück gehabt mit dem Wetter. Im Mai und Juni genug Regen, im Juli paar Schauer. Einige heiße Tage waren dabei, aber da folgte immer auch zeitnah wieder eine kühlere Phase. Das Jahr ist hier sogar ein ausgesprochen gutes Wachstumsjahr.
Aber die Jahre 2018 bis 2020 und 2022 hatten wir auch Dürre und müssen für die Zukunft damit immer wieder rechnen.

Ich setze auf eine breite Mischung. Wenigstens 3 Hauptbaumarten und am besten nochmal mindestens so viele Nebenbaumarten.
Habe vor 5 Jahren unter Kiefernschirm Douglasien, Roteichen und Esskastanien gepflanzt und dazu noch etwa 8 Baumarten in kleinen Stückzahlen (auch viele als Experiment). Kiefer und Stieleiche kommen aus Naturverjüngung reichlich und sollen auch erhalten werden, wo es gut gewachsene Exemplare gibt.
Jetzt bin ich gerade vor allem damit beschäftigt, die Mischung zu regulieren. Die Kiefern und Birken aus Naturverjüngung wachsen (wo mehr Licht hinkommt) allem anderen erstmal davon und die Vorwüchsigen, die die Zielbaumarten überwachsen, werden rausgehackt.
Ich denke, dass auch in Zukunft bei solch „bunten“ beständen der größte Aufwandstreiber sein wird, die richtigen Bäume in passender Mischung in regelmäßigen Abständen auf ganzer Fläche zu fördern.
Hoffentlich lohnt sich dann der Aufwand und zahlt sich durch die ersehnte, höhere Resilienz aus.
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon allgaier81 » Mo Aug 10, 2026 13:42

Die Buchen können das aber auch nicht lange ab und deren Feinwurzeln sterben dann ab.
Wenn nach so einem Dürre-Sommer nicht wenigstens ein richtig nasses Jahr kommt dann sind die nicht in der Lage wieder neue Feinwurzeln zu bilden.
Die Käfer haben es dann bei diesen Bäumen auch leichter. Habe nicht viele Buchen in meinem Wald, die werden aber nach und nach weniger.

Bei uns ist es auch wie Heidjer85 schreibt.
Rund um Bremen ist alles saftig grün, die Weser ist noch voll.

Man merkt jetzt schon auf dem 20er Sandboden das der Mais bei 30 Grad die Blätter rollt aber das wird kein Totalausfall mehr. Der hat ja schön Körner und ist in der Milchreife.
Wenn es die nächsten 14 Tage allerdings wirklich nicht regnet wird es auf jeden Fall eine frühe Ernte geben und die Kolben werden nicht all zu dick.

Im Wald ist davon natürlich noch nix zu sehen.
Gruß, allgaier
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Falke » Mo Aug 10, 2026 15:02

Wald, wohin des Weges?
In die Entwaldung!

Hier mussten aktuell alle Holzlieferanten, auch ich, eine
Selbsterklärung für forstwirtschafliche Erzeugerbetriebe (low risk) SURE Sustainable Resources zur
Einhaltung von Art. 29 Abs. 15 der Richtlinie (EU) 2013/2413 (Bestandsschutzklausel) unterschreiben
zur Nachhaltigkeit von Biomasse gemäß der geänderten Richtlinie (EU) 2018/2001.

Also die berüchtigte EUDR ...

Und irgendwann kommt so ein EU Bürohengst und verhängt saftige Strafen, weil ja (für ihn) nicht sein kann, dass so
ein 1...2 mm großes Käferchen solche Löcher in den Fichtenbestand reissen kann! Das muss doch Raubbau sein! :evil:

desperat
Adi
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Südheidjer » Mo Aug 10, 2026 15:31

Letztens zappte ich in eine TV-Sendung, wo allen Ernstes beklagt wurde, daß die Wälder mutwillig per Kahlschlag abgeholz werden würden.
Kalamitäten wie Sturm, Borkenkäfer und Trockenheit wurden nicht genannt.
Betroffene Waldbesitzer, die verzweifelt und frustriert sind, vermisst man in solchen TV-Beiträgen leider.
So kriegen alle Bürger, die keine Berührungspunkte zu Waldbesitz und Forstwirtschaft haben, ein Zerrbild präsentiert.

Was die Buche anbelangt: Vor einigen Jahren predigten die "Naturschutzverbände" wie z.B. der NABU noch großartig, man solle Buchen anpflanzen. Ich konnte in den Trockenjahren um 2020 rum schon sehen, wie die Buchen litten und langsam den Geist aufgaben.
Bei einer FBG-Sitzung vor Jahren riet der vortragenende Förster von einer gezielten Anpflanzung der Buche in unserem Gebiet ab.

Ich gehe nicht davon aus, daß der Wald verschwinden wird. Bei uns werden Eiche, Kiefer und Birke hoffentlich die recht problemlosen Baumarten bleiben.
Meine Eltern bzw. Großeltern hatten zum Glück recht wenig Fichte in Monokultur gepflanzt. Einige Gruppen fielen dem Borkenkäfern schon zum Opfer, so daß Löcher im Wald entstanden sind. Die drei verblieben Fichten-Monokulturen wird's demnächst wohl auch mal dahinraffen.
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon 240236 » Mo Aug 10, 2026 17:39

Ich hatte letztens irgendwo etwas über eine Organisation (?) GEO (glaube zumindest, daß sie so geheissen hat) im Fernseher gesehen. Die kauft Wälder und überlässt sie einfach der Natur, da es total falsch ist, daß man diese nutzt. Diese Frau hat Waldnutzung per se schlecht geredet. Diese Leute sind doch alle fern der Realität. Unsere Wälder sind nur durch die Nutzung so geworden. Wo kommt dann das Bauholz her? Ja gut, dann bauen wir halt alles in Stahl ist sicher nachhaltiger? Brennholz ist scheinbar auch schlecht. Dann müssen wir halt merh Kohle, Öl und Gas verheizen :oops:
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon 260er » Mo Aug 10, 2026 18:33

240236 hat geschrieben:Ich hatte letztens irgendwo etwas über eine Organisation (?) GEO (glaube zumindest, daß sie so geheissen hat) im Fernseher gesehen. Die kauft Wälder und überlässt sie einfach der Natur, da es total falsch ist, daß man diese nutzt. Diese Frau hat Waldnutzung per se schlecht geredet. Diese Leute sind doch alle fern der Realität. Unsere Wälder sind nur durch die Nutzung so geworden. Wo kommt dann das Bauholz her? Ja gut, dann bauen wir halt alles in Stahl ist sicher nachhaltiger? Brennholz ist scheinbar auch schlecht. Dann müssen wir halt merh Kohle, Öl und Gas verheizen :oops:


Nabu, LBV usw. praktizieren das doch im großen Stil.
Da werden große Waldflächen und ganze Teichanlagen aufgekauft und öffentlichkeitswirksam aus der Nutzung genommen.
Dafür werden im großen Stil öffentliche Fördergelder kassiert, die dann in diese linken Öko-Kreise abfließen und auch noch unter " Agrarsubvention " im öffentlichen Haushalt verbucht werden.
Die gleichen Flächen haben auch bei ähnlicher Nutzung zur Lebensmittel / Nutzholzproduktion durch einen Forst / Teichwirt einen hohen ökologischen Nutzen, aber dem verkönnt man ja die öffentlichen Gelder nicht, im Gegenteil, man lässt ihn noch mit sämtlichen Problemen vom Fischotter, Graureiher, Biber bis hin zu den gigantischen Überbeständen an Rehwild alleine sitzen.
Eine riesen Sauerei, was da abläuft und die Strippenzieher in den obersten Reihen der Politik fädeln das unbemerkt von der Öffentlichkeit ein.
Bei uns sucht der LBV zur jährlichen Mahd der Teichanlagen ehrenamtliche Helfer, aber für den linksgrünen Haufen mach ich keinen Finger krumm.

Zum eigentlichen Thema: Wald, wohin des Weges:
Neben der Trockenheit kann doch durch die explodierten Kosten gar keine Rede mehr vom "verdienen" sein.
Die Preissteigerung bei Diesel, Sonderkraftstoff, Ölen und Forstgeräten, Versicherungen werden teurer, alles muss gezäunt werden weil die Rehe sonst alles kahl fressen.
Klar macht man es auf seiner eigenen Fläche weiter weil es Spaß macht und auch ein Stück Energieunabhängigkeit sichert, die Illusion als Kleinwaldbesitzer was zu verdienen hab ich aber nicht.
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Ernst Eiswürfel » Mo Aug 10, 2026 21:13

Ganz nachvollziehen kann ich euer Schlechtreden der Natur- und Umweltschutzverbände nicht. Sie wollen mehr Natur in den Forsten und auch Wäldern. Ich persönlich finde es auch gut, wenn mal abgestorbene Bäume und Totholz im Wald verbleiben dürfen.
Diese Forderung der Gesellschaft wird, zumindest in Bayern, entschädigt. Ich habe vor zwei Jahren 20 Bäume auf ca. 1,7 ha für ca. 3500€ angemeldet. Laufzeit 12 Jahre. Das macht pro Jahr ~290€ oder 171€/ha. Nur damit die Bäume stehen oder liegen bleiben dürfen. Wer will Buchen mit BHD 50 cm aufwärts, mit Mulmhöhlen, Spechtlöchern, div. Faulstellen usw. Nicht mal der Brennholzer reißt sich um diese starken und schweren Drümmer.
Wenn das Programm in 10 J. noch läuft, werden diese Bäume wieder angemeldet und verdienen ein zweites Mal Geld. Nur weil sie dastehen!
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon Südheidjer » Mo Aug 10, 2026 21:36

Ernst Eiswürfel hat geschrieben:Ganz nachvollziehen kann ich euer Schlechtreden der Natur- und Umweltschutzverbände nicht. Sie wollen mehr Natur in den Forsten und auch Wäldern.

Wenn du Verwandtschaft hättest, die erfürchtigt niederkniet vor jeglichem Stuß, den NABU-Oberste vom Stapel lassen, dann würdest du die NABU-Truppe vermutlich auch als Sekte einstufen, wie ich es tu.

Ernst Eiswürfel hat geschrieben:Ich persönlich finde es auch gut, wenn mal abgestorbene Bäume und Totholz im Wald verbleiben dürfen.

Da ist ja auch nichts gegen einzuwenden, solange es in Maßen ist. Man kann es aber auch übertreiben, wie einige Öko-Jünger es immer wieder fordern und durch ihre hörigen Medien dem Volk erzählen.

Ernst Eiswürfel hat geschrieben:Diese Forderung der Gesellschaft wird, zumindest in Bayern, entschädigt. Ich habe vor zwei Jahren 20 Bäume auf ca. 1,7 ha für ca. 3500€ angemeldet. Laufzeit 12 Jahre. Das macht pro Jahr ~290€ oder 171€/ha. Nur damit die Bäume stehen oder liegen bleiben dürfen. Wer will Buchen mit BHD 50 cm aufwärts, mit Mulmhöhlen, Spechtlöchern, div. Faulstellen usw. Nicht mal der Brennholzer reißt sich um diese starken und schweren Drümmer.
Wenn das Programm in 10 J. noch läuft, werden diese Bäume wieder angemeldet und verdienen ein zweites Mal Geld. Nur weil sie dastehen!

Gibt es sowas auch in Niedersachsen? Ohne daß da irgenwo ein Haken ist!
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Re: Wald, wohin des Weges?

Beitragvon langholzbauer » Mo Aug 10, 2026 21:58

Gegen diese angebotenen freiwilligen Programme werden wenige von uns was haben.
Das größere Problem ist das öffentliche Auftreten vieler Pseydonaturschützer, die die waldbauliche Arbeit unserer Ahnen nieder machen und bisher wirklich ökologisch sehr nachhaltige und sehr vielfältige Waldflächen unter Schutz stellen, ohne anzuerkennen, dass sie nur durch die bisherige Bewirtschaftung ( und eben nicht Vernachlässigung) so besonders schutzwürdig geworden sind.
Öffentlich leicht erreichbare Plenterwälder sind da extrem gefärdet.

Als ' gebranntes Kind' pfeife ich lieber auf die paar € Habitatbaumprämie, auch wenn ich solcher genug natürlich abgehen lasse.
Dann kann ich aber Einzelexemplare auch vorzeitig zu Fall bringen, um Schäden bzw. Gefahren rechtzeitig zu verhindern.
Dort dürfen die auch in Ruhe verrotten.

Wer einmal erlebt hat, wie so eine morsche MetusalemBuche oder - Eiche bei windstillem Wetter plötzlich umbricht, der bekommt da gehörigen Respekt vor. :klug:

Und dann gibt es ja zunehmend so Geschichten
https://gdholz.de/news-aktuelles/nabu-k ... irtschaft/

oder die Aktionen mit Auswilderung von Wisenten
etc.
bei denen schon von öffentlicher Hand die FreizeitNaturschützer bevorzugt werden...

Und nein,
ich stehe nicht auf Kriegsfuß mit dem Naturschutz!
Es gibt genug UNB und auch regionale NABU- Vereine, die zusammen mit den aktiven Grundbesitzern und - Bewirtschaftern richtig gute Arbeit leisten.

Aber wir brauchen keine Vielfliegerabgeordneten sowie -Umweltlobbyisten in Brüssel, Strassbourg und Berlin, die uns an der Basis vorschreiben wollen, wie Natur zu funktionieren hat und zu bewirtschaften ist. :klug:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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