Englberger hat geschrieben:Qtreiber hat geschrieben:Ohne den Betrieb zu kennen,
Hallo,
in Germany träumen viele von solchen Höfen; Alleinlage, vollarondiert, gute Böden, (deutlich besser wie meine, obwohl teils angrenzend)
Eigentümer zu 100%, Technik brauchbar, Wasser ist n kleines Problem.
Solche Höfe machen nur dick, faul, bequem und wecken Begehrlichkeiten, die man sich hinterher gar nicht leisten kann.
Deshalb ist der Pachtpreis auf den mageren Böden im Emsland 3x so hoch, wie auf den 80ziger Böden um Hildesheim.
Bei diesen alten Höfen hast du jährliche Kosten von mind. 40.000 € für das so schöne herrschaftliche Gutshaus.
Arrondierung ist schon geil, aber bei einer neuen Trasse oder einem WSG wirst du voll getroffen.
Eine gewisse Verteilung hat halt auch den Vorteil, dass hier und da halt eben doch mal ein Bröckle Bauland abfällt.
Aber ich muss da auch an einen Bauern (osthess. Mittelgebirge) denken, der hat 25 ha vollarrondiert in der Pampa mit sehr guten Kühen und hat bereits in den 60ziger Jahren
in dem Schulviertel der Stadt Mietshäuser gebaut. Die haben heute noch 25 ha in der Pampa, 25 Milchkühe und weit mehr wie 100 Wohnungen
Dann muss ich noch an einen Gutsverwalter denken, der hat nach dem Krieg seine Fräulein Gutsbesitzer so hart beschissen und mit dem Geld dann in der entfernten Stadt
eine Bude nach der anderen hochgezogen.
Am Ende entscheidet Können(nicht unbedingt die Bildung), Fleiß und halt meistens Gesundheit bzw. Glück obs was wird.
Das entscheidet sich innerhalb 30 Jahren, dann wollen (oder müssen) die Söhne gerne ihren Papa nochmal richtig toppen, das geht dann in 80 % der Fälle schief.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet