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was ist los in Deutschland

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon DWEWT » So Aug 13, 2023 7:27

Das die Vor- und Fürsorgeaktivitäten in die Hände des Staates gehören setzt allerdigns voraus, dass dieser Staat im Sinne seiner Bürger handlungsfähig ist. Genau da habe ich beim deutschen Staatswesen allerdings erhebliche Bedenken. Dieses Wesen in zu einem erheblichen Teil auf Hoheitlichkeit ausgerichtet, was nur in ganz wenigen Fällen auch berechtigt wäre. Der Rest gehört einer allgemeinen Wirtschaftlichkeitsorientierung unterworfen. Das geht allerdings schon deshlab nicht, weil dieser Öffentliche Dienst z.B. gar keine Gewinne generieren darf (Haushaltsgesetz). Somit werden kalkulierte Haushaltsansaätze, wenn sich das Haushaltsjahr dem Ende entgegen neigt einfach mal verbraten, damit der nächste Ansatz nicht geringer ausfällt. Was das mit dem Grundsatz der Klarheit und Wahrheit zu tun hat, erschliesst sich einem unverpeilten Bürger nicht. Wenn wir die Privatisierung rückgängig machen wollen, müssen wir vorher eine handlungsfähige Verwaltung aufbauen; und das wird in D sehr lange dauern.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon tyr » So Aug 13, 2023 7:45

Botaniker hat geschrieben:Hier nur das Beispiel deutsche Bahn.

1990 zählte die Reichsbahn 224.000 Mitarbeiter, die Bundesbahn 249.000. Im Jahr 1993 fuhren Bundesbahn und Reichsbahn einen Verlust von rund 16 Milliarden D-Mark (etwa 8,2 Milliarden Euro) ein. Die Schulden beider Bahnen lagen zu diesem Zeitpunkt bei 66 Milliarden D-Mark.[3]


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnreform_(Deutschland)#:~:text=Der%20bis%20zur%20Wiedervereinigung%20staatlich,%2C2%20Milliarden%20Euro)%20ein.

Das mag aus heutiger Sicht marginal erscheinen, damals waren das horrende Defizite.
Das die Bahnreform halbgar und wenig erfolgreich war, ist unbestritten.


Die Grundidee der Staatsbahn war, eine grundsätzliche allgemeine Infrastruktur zu schaffen, um auch den entferntesten Regionen die Teinahme am gesamtstaatlichen volkswirtschaftlichen Wirtschaftskreislauf zu ermöglichen. Die Bahn war nie dafür geschaffen, Gewinne zu generieren, deshalb war sie Staatsbahn und deren Angestellte Beamte. Heute gibt es keine gesamtwirschaftlichen Berechnungen mehr, "wirtschaftlichkeit" wird allein nach der möglichen rendite definiert. Das ist das angelsächsische System.
Mal davon ab, die Staatsbahn war auch für den Erhalt und den Ausbau der entsprechenden Infrastruktur zuständig, und konnte es nich, wie "DIE BAHN" einfach auslagern.
und trotzdem ist die heutige Bahn nur noch ein Schatten der ehemaligen Beamtenbahn, sie hat die meisten Regionalverbindungen gestrichen, Schienen abgebaut, konznetriert sich auf sogenannte lukrative Hauptstrecken zwischen den Ballungsräumen und kommt trotzdem nicht auf einen grünen Zweig.
Großbritannien kauft inzwischen die Bahn zurück, dort ist die Privatisierung etwas ehen gescheitert, und hier wird es auch so sein.
Privat ist gut, wo sich Märkte bilden können, allgemeine Infrastruktur udn allgemeine Fürsorge gehört nicht dazu. Es wäre ein Segen für uns alle, wenn sich der Staat wieder auf seine Kernaufgaben fokussiert und sich aus dem Rest raushält.... unser Staat macht genau das gegenteil.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon tyr » So Aug 13, 2023 7:51

DWEWT hat geschrieben:
tyr hat geschrieben:Es ist nicht zu wenig Geld im Pflegesystem, es ist eines der teuersten der Welt. Das Problem begann mit der Privatisierung des Sozialsystems. Krankheit udn Tod müssen Renditen erwirtschaften. Und dies geht in einem System, das selbst keine realen Werte produzieren kann, nur über die Finanzierung eben jener, die reale Werte produzieren und handeln. Und da diese in diesem land immer weniger werden und an ihre Belastungsgrenzen stoßen..........
Der erste Schritt zur Verbssserung der Situation wäre, die Privatisierung rückgängig zu machen, und die Gesundheitsfürsorge wieder als staatliche Aufgabe zu begreifen.
Dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob krankenhäuser "ausgelastet" sind, sondern man könnte, wie dereinst, stolz drauf sein, das es im Land eine gesunde Bevölkerung gibt, die das System wenig in Anspruch nimmt....
Unser Pflege- und Gesundheitssystem ist rein zu einer Gewinngenerierungsmaschine der großen Sozial- udn Pharmakonzerne verkommen.


Wenn du von den negativen Auswirkungen der Privatisierung schreibst, habe ich immer den Eindruck, dass der Beitrag in den thread "Witze" gehört. Wer mit dem totalen Staat und Fünfjahresplänen aufgewachsen ist, der sollte sich seine Meinung zur Privatisierung noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Übrigens, wo endete noch einmal diese DDR? Richtig, im Schoß des Kapitalismus! :wink:


Es geht nicht um den totalen Staat, genau den Fehler haben die Kommunisten gemacht, udn dieser wiederholt ihn.
Der Staat sollte sich allein um die Aufgaben kümmern, in denen es keinen Markt gebeben kann, wie die allgemeine Gesundheits- und Altersfürsorge, die Bereitstellung einer allgemeinen Infrastrukrur, die Sicherung der Energieversorgung usw. alle die Bereiche, in denen heute Fakemärkte mit Gebührenordnung herrschen.
Aus allen anderen Bereichen sollte er sich raushalten, udn die Bürger machen lassen. Dieser Staat macht aber genau das umgedrehte, in sofern unterscheidet er sich von den Kommunistend der DDR. Er versucht noch das kleinste Detail des lebens seiner Bürger zu bestimmen, aber schafft es nicht seine eigendlichen Aufgaben zu erfüllen.
Das war das, was ich mal gegenüber LUV als art FReiheit in der DDR beschrieb, am unteren Ende konnte in der DDR, sofern er nicht mit der großen Politik kollidierte und offen in Opposition ging, leben wie es ihm gefällt, auch einsam und allein im Wald, wenn ihm danach war. Er konnte auch heizen mit was er wollte, an seinem haus rumbauen wie er wollte, so er sich die resourcen beschaffte, kein Funktionär interessierte sich für derlei Einzelheiten....
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon tyr » So Aug 13, 2023 7:56

DWEWT hat geschrieben:Das die Vor- und Fürsorgeaktivitäten in die Hände des Staates gehören setzt allerdigns voraus, dass dieser Staat im Sinne seiner Bürger handlungsfähig ist. Genau da habe ich beim deutschen Staatswesen allerdings erhebliche Bedenken. Dieses Wesen in zu einem erheblichen Teil auf Hoheitlichkeit ausgerichtet, was nur in ganz wenigen Fällen auch berechtigt wäre. Der Rest gehört einer allgemeinen Wirtschaftlichkeitsorientierung unterworfen. Das geht allerdings schon deshlab nicht, weil dieser Öffentliche Dienst z.B. gar keine Gewinne generieren darf (Haushaltsgesetz). Somit werden kalkulierte Haushaltsansaätze, wenn sich das Haushaltsjahr dem Ende entgegen neigt einfach mal verbraten, damit der nächste Ansatz nicht geringer ausfällt. Was das mit dem Grundsatz der Klarheit und Wahrheit zu tun hat, erschliesst sich einem unverpeilten Bürger nicht. Wenn wir die Privatisierung rückgängig machen wollen, müssen wir vorher eine handlungsfähige Verwaltung aufbauen; und das wird in D sehr lange dauern.


Sach ich doch, dieser Staat ist nicht reformierbar, udn wird so, wie er sich seit dem WWII gestaltete untergehen.
Aber, es wird irgendwas neues draus entstehen, wir werden nicht alle sterben^^
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon langholzbauer » So Aug 13, 2023 8:01

Ich hab zu dem Thema schon öfter geschrieben.
Alles, was mit Daseinsvorsorge zu tun hat, gehört eigentumsrechtlich in öffentliche Hände.
Und da sollte auch eine Kranken- Renten - und Pflegeversicherung als Basisvariante dazu gehören, von der niemand befreit ist, der Einkommen erzielt.
Wer mehr Leistung will, kann sich dann immernoch auf dem Privatmarkt bedienen oder Rücklagen bilden.
Man kann auch nur den Betrieb staatlicher Unternehmen als Dienstleistung privatwirtschschaftlich ausschreiben und vergeben.

Für eine funktionierende rein privatwirtschaftliche Versogung, sowohl in der Wirtschaft, als auch in den Verwaltungen ist die nötige Moral verloren gegangen!
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon AF85 » So Aug 13, 2023 9:16

Dieser Staat krankt an einer überhand nehmenden Bürokratie, und mit jedem Regierungswechsel wird der Wasserkopf größer. Das geht schon los bei der größe des Parlaments und hört bei der kleinen Gemeinde auf. Ich weiß noch in unserer Gemeinde war der Bürgermeister und mein Onkel war der Gemeindeschreiber ,der hat eigentlich den Laden geführt, heute sitzen da 4 oder 5 Personen im Vorzimmer . Das gleiche ist im Landratsamt, das war damals ein Gebäude, heute sind es fünf.
Früher hatten wir Minister die von ihrem Fach Ahnung hatten, heute geht es nur um quote und Postengeschacher. Heute sind dort größtenteils minderbemittelte studienabbrecher die für jeden Pfurz einen Berater brauchen und zig Millionen an Steuergeldern verbrennen.
Dabei wäre es manchmal so einfach, warum nicht etwas übernehmen was in anderen Ländern gut läuft.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon beihei » So Aug 13, 2023 9:56

Ich persönlich habe die Umstrukturierung einer Behörde zur einem Konzern mit erlebt. Als ich Ende der 70ér meine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker bei der Deutschen Bundespost begann , war der Weg ganz klar vorgegeben. Ausbildung und dann Verbeamtung, Pension.... Erstens kommt es Anders, zweitens als man denkt. Als Mitarbeiter habe ich bis 2004 diesen Weg von der Behörde zu einem Unternehmen , vom Fernmeldeamt zur Niederlassung, vom Postministerium zur Telekomzentrale usw. mitgemacht.
So einfach war das nicht und für mich zum Ende eine bittere Erfahrung. Während Beamte mit dem goldenen Handschlag nach Hause geschickt worden sind , wurde ich in sogenannten "Mülleimer" , die sogenannte Auffanggesellschaft Vivento geworfen. Ich bin dann freiwillig gegangen.
Aber diese Umstrukturierung war mehr als nötig. So konnte sich ein Markt mit vielen Anbietern entwickeln und trotz der noch reichlich vorhandenen Baustellen im Bereich der Telekommunikation, würde man unter den Bedingungen einer Behörde die Situation weitaus schlechter aussehen.
Und was heißt teuer. Auch diese Unternehmen müssen kostendeckend arbeiten. Klar geht es billiger ... in einem steifen Staatskonzern und Einem mit Steuergeldern subventionierten Preis.
In den letzten Jahrzehnten hat gerade der Staat in diesem Bereich durch den Verkauf von Lizensen profitiert.
Als Außenstehende erfasse ich die Situation bei der Bahn nicht in Gänze. Von Außen betrachtet sieht es für mich eher wie eine halbherzige Sache aus.
Und ja, ich könnte mir auch vorstellen das es Bereiche gibt, die unter staatlicher Verantwortung besser aufgehoben sind. Das beste Beispiel ist die angesprochenen gesetzliche Kranken- Und Pflegeversicherung. Das ist nichts Halbes und nicht Ganzes. Der Gesetzgeber schreibt was vor und zig gesetzliche Krankenversicherungen setzen mit Ihren ganzen Verwaltungsapperat das um. Da sehe massiver Optimierungspotenzial und Kostenersparnisse.
Es ist amüsant wie Leute das alles zu erklären wissen ,die immer noch geprägt sind durch eine " volkseigene" Marktstruktur.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Qtreiber » So Aug 13, 2023 10:53

beihei hat geschrieben: war der Weg ganz klar vorgegeben. Ausbildung und dann Verbeamtung, Pension.... Erstens kommt es Anders, zweitens als man denkt.

Tröste dich. Als ich mal zu meinem Nachbarn vor ca. 20 Jahren sagte, dass ich wohl besser doch eine Beamtenlaufbahn eingeschlagen hätte, dann wüsste ich heute (damals) schon, was ich mit 65 Jahren für eine Pension bekommen würde, antwortete er trocken: "Und wenn du dann mit 64 Jahren stirbst, ist deine ganze Planung hin." Recht hat er.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Pegasus_o » So Aug 13, 2023 10:56

Staatskonzerne bzw öffentliche Dienste neigen leider zu Trägheit und Inneffizeinz , egal wo.

Beispiel Gesundheitssystem. Unser System ist nicht billig, wir haben mehr Ärzte und KH-Betten pro Kopf als der Durchschnitt in Europa und trotzdem ist Mangel. Woran liegt das? Vielzahl der Kassen ist sicher ein Grund, der Verwaltungsanteil ist ist in den Pflichtkassen größer als bei den Privaten Kassen. Aber auch der Fakt, das für einen echten Markt es nötig wäre, das jede Gesundsheitsleistung einen Preis für den Nutzer haben müßte, damit der Markt eine Lenkungswirkung haben kann. Das ist in D aber leider nicht durchsetzbar, da wird dann von der armen Oma schwadroniert, die dann nicht zum Arzt geht.

Die arme Oma bringt aber den Dackel zu Tierarzt, da scheint es zu klappen :-). Jedenfalls, wenn der Durchschnittsbürger seinen Durchschnittskram selber zahlen müßte, (pro Quartal und Kopf ca. 100 Euro) und die Kasse nur für die großen Sachen aufkäme, wäre ratz-fatz das System besser.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon beihei » So Aug 13, 2023 11:02

Recht hast du und schmunzel muß ich , weil mich vorgestern ein Nachbar ansprach , ob sich eine Investition meinerseits lohnt und ich sagte : Und das interessiert mich wenn ich nächste Woche tot umfalle...? :wink:
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon tyr » So Aug 13, 2023 11:19

Pegasus_o hat geschrieben:Staatskonzerne bzw öffentliche Dienste neigen leider zu Trägheit und Inneffizeinz , egal wo.

Beispiel Gesundheitssystem. Unser System ist nicht billig, wir haben mehr Ärzte und KH-Betten pro Kopf als der Durchschnitt in Europa und trotzdem ist Mangel. Woran liegt das? Vielzahl der Kassen ist sicher ein Grund, der Verwaltungsanteil ist ist in den Pflichtkassen größer als bei den Privaten Kassen. Aber auch der Fakt, das für einen echten Markt es nötig wäre, das jede Gesundsheitsleistung einen Preis für den Nutzer haben müßte, damit der Markt eine Lenkungswirkung haben kann. Das ist in D aber leider nicht durchsetzbar, da wird dann von der armen Oma schwadroniert, die dann nicht zum Arzt geht.

Die arme Oma bringt aber den Dackel zu Tierarzt, da scheint es zu klappen :-). Jedenfalls, wenn der Durchschnittsbürger seinen Durchschnittskram selber zahlen müßte, (pro Quartal und Kopf ca. 100 Euro) und die Kasse nur für die großen Sachen aufkäme, wäre ratz-fatz das System besser.


Nicht nur Staatskonzerne, ab einer betimmten Größe funktionieren private Konzerne auch nicht anders, oder will hier jemand behaupten, ein Konzern wie die telekom sei flexibel? Oder , im Kernland des angelsächsischen Kapitalismus, GM?..... Im Zweifel werden die vom Staat gerettet, und das weiß das Management auch.

Und was die Gesundheitsysteme anbetrifft, sie sind gearde eben so teuer, weil sie privat sind udn Gewinne erwirtschaften müssen. Diese gewinne können aber nur aus dem finanzierenden Steuersäckel kommen.
Die private Tiermedizin ist ein anderer Punkt, dort stört es auch nicht, wenn Tierkliniken bankrott gehen und verschwindet, die se Struktur ist nicht wichtig, sie ist reiner Luxus. Wenn das Kreis- oder Bezirkskrankenhaus, die Herzklinik oder die Reha schließt, ist das für die entsprechende Region eine strukturelle Großkatastrophe.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon T5060 » So Aug 13, 2023 11:24

Die Bahn ist extrem umweltfreundlich, da die ja auch noch bei Bergab-Fahrt Strom erzeugt und einspeist, entsprechend albert die Politik mit Ansprüchen an die Bahn rum.
Die Kunden erwarten fünf-Sterne-Bedienungen wie im Luxushotel, bezahlen aber nur II. Klasse. Überall fehlen Leute, ja Fassi, deshalb ist auch vieles unbequem.
Im Baubereich braucht man viele Ingenieure, die die Besten in der Branche sind, die wollen aber auch so bezahlt werden. Die kommen aber ihrer Aufgabe auch nur verzögert hinter her,
weil die müssen ja auch noch die ganzen Leute coachen bis dein Team erst mal steht. Ausser Fassi hab ich bis jetzt noch keinen Nebenerwerbslandwirt gehört,
der über die Bahn als ihr Arbeitgeber meckert. Denen geht es allen gut dort.

@Gesundheitswesen: Das ist natürlich eine Riesen-Gelddruckmaschine für die, die oben dran sitzen und die haben soviel Geld, dass die eine ganze PR-Industrie bezahlen,
dass sie immer noch mehr Geld brauchen. Auf der anderen Seite muss man auch einsehen, dass man mit 50 nicht mehr rumlaufen kann wie mit 20. Da müssen wir unsere
Ansprüche mal ein wenig runterschrauben.
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Neuland79 » So Aug 13, 2023 12:18

T5060 hat geschrieben:Ausser Fassi hab ich bis jetzt noch keinen Nebenerwerbslandwirt gehört,
der über die Bahn als ihr Arbeitgeber meckert. Denen geht es allen gut dort.

Siehe der Mann, den ich damals getroffen habe. Er hat seinen Job geschmissen, nebenbei als Lokführer (sein Kindertraum) bei der Bahn gearbeitet, 30-40T€ im Jahr und dazu noch sein Hotel gemanaged. Der ist mit einem Tesla vorgefahren. Sein Ziel war mit 50 Jahren Rente und nur noch feiern.
Ordnung ist das halbe Leben - der Rest Streben.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Pegasus_o » So Aug 13, 2023 12:24

tyr hat geschrieben:
Und was die Gesundheitsysteme anbetrifft, sie sind gearde eben so teuer, weil sie privat sind udn Gewinne erwirtschaften müssen. Diese gewinne können aber nur aus dem finanzierenden Steuersäckel kommen.


Die Gewinne, die die privaten Anbieter haben müssen, werden durch die Effiziensgewinne mehr als kompensiert.

Deshalb kann Fresenius mit Krankenhäusern Gewinne machen und die Gemeinde mit den gleiche KH nicht. Wenn im Gegenzug jetzt noch jeder Nutzer des Systems einen Obolus zahlen müßte, die den Aufwand irgendwie widerspiegelt, dann würde mit der Ressource "Medizin" auch sorgsam umgegangen oder willst du Beispiele für die Gegenwärtige Verschwendung, weil es ja nix kostet?
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon waelder » So Aug 13, 2023 12:51

Als Privat Versicherter wirst du von den Ärzten ausgepresst wie eine Zitrone, die machen alles mit dir ob nötig oder nicht .
Du unterschreibst beim Arzt, das du alles bezahlt ob es deine Private Versicherung bezahlt oder nicht
So zahlst du wenn Pech du eine große Summe selber , neben der Prämie für die Versicherung

Wie sagt meine Frau immer , die Privaten werden gemolken , mit denen macht man alles was Geld bringt
„Integration ist eine Bringschuld des Eingewanderten“
Wer sich nicht Integriert muss wieder gehen
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