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Botaniker hat geschrieben:Hier nur das Beispiel deutsche Bahn.1990 zählte die Reichsbahn 224.000 Mitarbeiter, die Bundesbahn 249.000. Im Jahr 1993 fuhren Bundesbahn und Reichsbahn einen Verlust von rund 16 Milliarden D-Mark (etwa 8,2 Milliarden Euro) ein. Die Schulden beider Bahnen lagen zu diesem Zeitpunkt bei 66 Milliarden D-Mark.[3]
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bahnreform_(Deutschland)#:~:text=Der%20bis%20zur%20Wiedervereinigung%20staatlich,%2C2%20Milliarden%20Euro)%20ein.
Das mag aus heutiger Sicht marginal erscheinen, damals waren das horrende Defizite.
Das die Bahnreform halbgar und wenig erfolgreich war, ist unbestritten.
DWEWT hat geschrieben:tyr hat geschrieben:Es ist nicht zu wenig Geld im Pflegesystem, es ist eines der teuersten der Welt. Das Problem begann mit der Privatisierung des Sozialsystems. Krankheit udn Tod müssen Renditen erwirtschaften. Und dies geht in einem System, das selbst keine realen Werte produzieren kann, nur über die Finanzierung eben jener, die reale Werte produzieren und handeln. Und da diese in diesem land immer weniger werden und an ihre Belastungsgrenzen stoßen..........
Der erste Schritt zur Verbssserung der Situation wäre, die Privatisierung rückgängig zu machen, und die Gesundheitsfürsorge wieder als staatliche Aufgabe zu begreifen.
Dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob krankenhäuser "ausgelastet" sind, sondern man könnte, wie dereinst, stolz drauf sein, das es im Land eine gesunde Bevölkerung gibt, die das System wenig in Anspruch nimmt....
Unser Pflege- und Gesundheitssystem ist rein zu einer Gewinngenerierungsmaschine der großen Sozial- udn Pharmakonzerne verkommen.
Wenn du von den negativen Auswirkungen der Privatisierung schreibst, habe ich immer den Eindruck, dass der Beitrag in den thread "Witze" gehört. Wer mit dem totalen Staat und Fünfjahresplänen aufgewachsen ist, der sollte sich seine Meinung zur Privatisierung noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Übrigens, wo endete noch einmal diese DDR? Richtig, im Schoß des Kapitalismus!
DWEWT hat geschrieben:Das die Vor- und Fürsorgeaktivitäten in die Hände des Staates gehören setzt allerdigns voraus, dass dieser Staat im Sinne seiner Bürger handlungsfähig ist. Genau da habe ich beim deutschen Staatswesen allerdings erhebliche Bedenken. Dieses Wesen in zu einem erheblichen Teil auf Hoheitlichkeit ausgerichtet, was nur in ganz wenigen Fällen auch berechtigt wäre. Der Rest gehört einer allgemeinen Wirtschaftlichkeitsorientierung unterworfen. Das geht allerdings schon deshlab nicht, weil dieser Öffentliche Dienst z.B. gar keine Gewinne generieren darf (Haushaltsgesetz). Somit werden kalkulierte Haushaltsansaätze, wenn sich das Haushaltsjahr dem Ende entgegen neigt einfach mal verbraten, damit der nächste Ansatz nicht geringer ausfällt. Was das mit dem Grundsatz der Klarheit und Wahrheit zu tun hat, erschliesst sich einem unverpeilten Bürger nicht. Wenn wir die Privatisierung rückgängig machen wollen, müssen wir vorher eine handlungsfähige Verwaltung aufbauen; und das wird in D sehr lange dauern.
beihei hat geschrieben: war der Weg ganz klar vorgegeben. Ausbildung und dann Verbeamtung, Pension.... Erstens kommt es Anders, zweitens als man denkt.
Pegasus_o hat geschrieben:Staatskonzerne bzw öffentliche Dienste neigen leider zu Trägheit und Inneffizeinz , egal wo.
Beispiel Gesundheitssystem. Unser System ist nicht billig, wir haben mehr Ärzte und KH-Betten pro Kopf als der Durchschnitt in Europa und trotzdem ist Mangel. Woran liegt das? Vielzahl der Kassen ist sicher ein Grund, der Verwaltungsanteil ist ist in den Pflichtkassen größer als bei den Privaten Kassen. Aber auch der Fakt, das für einen echten Markt es nötig wäre, das jede Gesundsheitsleistung einen Preis für den Nutzer haben müßte, damit der Markt eine Lenkungswirkung haben kann. Das ist in D aber leider nicht durchsetzbar, da wird dann von der armen Oma schwadroniert, die dann nicht zum Arzt geht.
Die arme Oma bringt aber den Dackel zu Tierarzt, da scheint es zu klappen. Jedenfalls, wenn der Durchschnittsbürger seinen Durchschnittskram selber zahlen müßte, (pro Quartal und Kopf ca. 100 Euro) und die Kasse nur für die großen Sachen aufkäme, wäre ratz-fatz das System besser.
Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet
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Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP
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Werte schätzen
]T5060 hat geschrieben:Ausser Fassi hab ich bis jetzt noch keinen Nebenerwerbslandwirt gehört,
der über die Bahn als ihr Arbeitgeber meckert. Denen geht es allen gut dort.
tyr hat geschrieben:
Und was die Gesundheitsysteme anbetrifft, sie sind gearde eben so teuer, weil sie privat sind udn Gewinne erwirtschaften müssen. Diese gewinne können aber nur aus dem finanzierenden Steuersäckel kommen.
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