Aktuelle Zeit: Sa Apr 11, 2026 10:41
LUV4.0 hat geschrieben:15€? Da musst du noch ein paar Euro drauf legen. Meine Nichte ist Pflegedienst Leitung, am finanziellen kann es nicht liegen, dass so viele Stellen unbesetzt sind.
Südheidjer hat geschrieben:
Was verdienen Pflegefachkräfte üblicherweise? Da der Arbeitsmarkt diesbezüglich abgegrast ist, werden Stundenlöhne jenseits der 20,- Euro bezahlt. Was die Leute in diesem Bereich belastet ist die Schlagzahl, mit der gearbeitet werden muß. Mit dem Gehalt jenseits der 20,- Euro sind die Leute größtenteils zufrieden. Klar, gegen einen höheren Verdienst streubt sich keiner.
Diese Informationen habe ich übrigens aus 1. Hand und ich habe nicht nur eine Person aus diesem Sektor diesbezüglich befragt.
Ich habe eben mal nachgesehen: Mein KK-Beitrag + Pflegeversicherung ist schon jenseits der 800,- Euro im Monat (ohne private Zusatzversicherung).
Ökologisches Jahr würde ich ersatzlos streichen (sieh oben) und ein verpflichtendes Bürgerdienstjahr einführen. Entweder bei der Bundeswehr oder eben im sozialen Bereich, wo das Personal fehlt. Das würden übrigens alle meine Befragten aus Krankhaus und Pflegeheim befürworten.
In den Medien liest man, daß 100.000 "Fachkräfte" in der Pflege fehlen. 150.000 Bürgerdienstpflichtige und der Drops ist im großen und ganzen gelutscht.
Die nächsten 150.000 jungen Leute packe ich als Unterstützer in die Kindergärten, 50.000 sind bundeswehrtauglich und -willig...verbleiben noch 200.000 - 250.000 junge Leute, für die man eine sinnvolle Verwendung finden muß. Die findet man aber!
Noch einmal, Personal fehlt, weil es nicht entsprechend bezahlt wird! Das ist nicht nur in der Pflege so. Du musst halt mehr arbeiten und mehr Steuern, Soli, Krankenkassenbeiträge, Pflegekassenbeiträge und andere Abgaben zahlen, damit der Staat hier hilfreich tätig werden kann. Da wir in unserer Gesellschaft aber einen erheblichen Anteil an unproduktiven Luschen haben, bleibt es mal wieder an den starken Schultern hängen. Also, nicht hier rumdaddeln, sondern Bruttosozialprodukt schaffen!
meyenburg1975 hat geschrieben:...Wenn ich an Ricarda denke, wie sie sagt, dass es gut ist, wenn die Politik für die Bürger denkt, weil die ja dazu nicht in der Lage sind, könnte ich kotzen.
Nix gelernt, aber schlau sein wollen

LUV4.0 hat geschrieben:Wenn ich selbst bestimmen kann was ich tue oder sage, dann bin ich frei. Natürlich hat auch Freiheit Grenzen, sonst funktioniert eine Gesellschaft nicht. Und im Gegensatz zur Freiheit gibt es auch Pflichten. Der Nachbar hat zum Beispiel die Pflicht mich nicht zu erschlagen. Tut er es doch, ist seine Freiheit vorbei.
Es gibt auch Menschen die meinen ein Leben in der DDR war frei. Für den einen oder anderen war das ja auch so. Für den Großteil eher nicht.
meyenburg1975 hat geschrieben:Personal wird nicht mehr durch Steigerung der Löhne.
Letzteres kommt mir mittlerweile so vor, als wenn sich das zu einem selbstständigen Lauf entwickelt hat. Den Fleißigen vergeht zunehmend die Lust zu „schultern“ die Älteren verpissen sich so früh es geht in Rente und die Jüngeren drängen noch mehr in Pöstchen und von dir genannte Luschenberufe. Die Bedingungen für die restlichen Fleißigen werden noch beschissener und die Versuchung zur Flucht noch größer und die nächste Runde beginnt. Schöner Scheiß
LUV4.0 hat geschrieben:Das Hauptproblem in der Pflege sind die Arbeitsbedingungen. Da wird Minuten genau vorgegeben wie viel Zeit man pro Patient hat. Nix mit Klönschnack bei Oma Trude, Zeit ist Geld.
tyr hat geschrieben:Der erste Schritt zur Verbssserung der Situation wäre, die Privatisierung rückgängig zu machen, und die Gesundheitsfürsorge wieder als staatliche Aufgabe zu begreifen.
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