ich verkaufe auch Brennholz, hier in unserer Region (Oberfranken) gibts
allerdings fast nur Fichtenholz. Im Moment verkaufe ich den SRM für 35€
inkl. Anlieferung in der Umgebung.
Grundsätzlich verkaufe ich nur SRM - im Anhänger und aufn Unimog sind
Markierungen, wo der Kunde auch gerne nachmessen kann, wenn er meint
es ist zu wenig. Da ich aber meistens ein paar Scheite mehr auflade, hatte
sich bisher auch noch keiner beschwert, dass es zu wenig ist.
Wenn man dem Kunden erklärt warum SRM und keine Ster, dann klappts
auch ganz gut, andere Händler jedoch liefern in SRM und sagen nix dazu,
der Kunde denkt er bekommt Ster und ist dann ärgerlich.
Buche oder anderes Hartholz kriegt man hier schwer ran, aber hier liegt
der Preis um die 65€ / SRM
Ein Winter der seinen Namen nicht verdient, Rohölpreise um 25 Dollar/Barrel gesunken, Heizölpreise trotz jetzt 19% MWST wieder auf dem Preisstand von Okt. 2004 und zuletzt der Sturm Kyrill.
Alle Zeichen zeigen in Richtung sinkende Brennholzpreise. Zeit, dass die Förster das auch einsehen.
Ich habe gerade 2000RM Laubholz im Einschlag und verhandle derzeit mit der Industrie bzw. mit Brennholzhändlern.
Der Preis gesunken ? ..keine Spur , im Gegenteil !
Die Nachfrage aus dem Ausland ist ungebrochen hoch ( China , Indien boomen ) daher können einige Spanplattenwerke ihren Holzbedarf kaum noch decken.
Kyrill ? keine Auswirkung auf den Holzpreis so der Holzankäufer von Europas größten Spanplattenwerk mit dem ich letzte Woche wegen meinem Holz gesprochen habe.
Die Firma kauft derzeit auch Rohholz ( Brennholzqualität ) zur Herstellung von MDF Platten auf.
O-Ton : unbegrenzte Menge ( Preis: 26,50 netto frei Waldweg der RM )
Ich habe bisher nicht zugesagt da mir höhere Angebote vorliegen.
Der Holzpreis wird global gemacht und Europa ist da nur ein Bestandteil.
Daher gibt es nur 1 Möglichkeiten für langfristig fallende Holzpreise :
- die Weltwirtschaft gerät in eine Konsolidierung
Ausgelöst kann ein solches Ereignis durch einen Börsencrash werden.
Alles andere ist Pipikram und wird vom Markt sofort aufgesaut aufgrund der weltweit hohen Nachfrage
zu deinen Zahlen : da beziehst Du dich auf Übertreibungsphasen und setzt diese mit Untertreibungsphasen ins Verhältnis.......das bring natürlich gar nix und wer genau hinschaut erkennt das der Aufwärtstrend bei Rohstoffen nach wie vor intakt ist.
Was wir i.M. am Markt sehen ist einen sehr gesunde Konsolidierung der Rohstoffpreise die lediglich als Verschnaufpause auf dem weiteren Weg nach oben zu werten ist solange China und Co. boomen.
letztes Jahr habe ich 3 Ster (RM) Fichte für 100 EUR angeboten bekommen, allerdings nicht ofenfertig. Ich bin dann selbst in den Wald von befreundeten Waldbesitzern und hab' selbst Brennholz gemacht. Eine Knochenarbeit, wenn man keine Maschinen hat (Privatmann), nur mit Kettensäge, Axt und Geländewagen. Heute würde ich es sicher nicht mehr für 33 EUR/ster bekommen (siehe LKW-Stefan: ist wohl ein korrekter Preis). Aber man lernt die Arbeit zu schätzen und weiss welche Mühe und Kosten man hat, bis es im Ofen knistert. Für den eigenen Verkaufspreis ist wohl eine Kalkulation auf Basis der Kosten sinnvoll. Das Holz musst Du erst Mal kaufen, egal ob schon gefällt oder noch stehend, der Förster oder Waldbesitzter bekommt erst Mal Geld. Dann entstehen Kosten beim Weiterverarbeiten: Anschaffungskosten für Werkzeuge/Maschinen bzw. Rücklagen für Neuanschaffung, Reparatur- und Wartungskosten, Benzin, Diesel, Schmierstoffe und Öle. Für den Tranport vom Wald zu Deinem Grundstück/Lager entstehen wieder Kosten. Bei eigenem Fahrzeug siehe oben plus Steuer und Versicherung. Für wirklich trockenes Holz braucht man ca. die 3-Fache Lagekapazität der voraussichtlichen Verkaufsmenge. Unterstände und Grundstück verursachen wieder Kosten, auch laufende. Für das ofenfertig Zerkleinern werden wieder Maschinenkosten fällig, auch Strom, für die Anlieferung zum Kunden wieder Transportkosten. Dazu musst Du Deinen eigenen Stundenlohn rechnen. Alle Kosten in Relation zu der damit erzielten Verkaufsmenge ergeben dann Deinen Preis/Ster. Man sollte sich wirklich alle Quittungen und Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Holzmachen entstehen genau notieren.
Herje hier wird ja diskutiert was das Zeug hält!
Was ich aus der Südwest-Pfalz sagen kann, is das es immer mehr gibt die ihr Holz nach SRM verticken...find ich net ganz ok, aber naja. Hier herrscht eigentlich en gutes Vertrauen der Kunden, dass sie die Menge kriegen die se wollen, eher etwas mehr.
Außerdem wird hier hauptsächlich Meterholz verlangt.
Preise machen wir nach Qualität des Holzes.
@pzbbk
nette Theorie. Nur, welcher normale Mensch verkauft sein Holz jetzt billiger als der Einkaufspreis ist? Soll ich mein Brennholz jetzt 25 Dollar/rm billiger verkaufen nur weil der Ölpreis gesunken ist? Rechnen wir mal kurz nach:
Einkauf: 42 Euro/fm ab Waldweg
Transport: 5 Euro/fm
sägen-spalten-trocken ausliefern= Verkaufspreis nicht unter 70 Euro/rm. Jetzt rechen da mal noch Deine 25 Dollar runter! Da leg ich drauf! Wir sind zwar Waldmenschen, die sind bekanntemaßen von der harten Sorte, aber dumm sind wir deshalb nicht. Deine vorherigen Beiträge zeigen mir daß Du eh kein Holzfreund bist, zumindest weißt Du die Arbeit die im ofenfertigen Brennholz steckt nicht zu schätzen. Heiz weiterhin mit Öl oder Gas und freu Dich an niedrigen Preisen!!