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Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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81 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Helgab » Do Apr 16, 2015 3:20

Danke für diese Informationen. Allmählich verstehe ich, warum Bauern am Abend noch auf den Feldern sind.

Wollen Bauern eher Bauern genannt werden oder Landwirte ? :)
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon keinbauer » Do Apr 16, 2015 5:52

Todde hat geschrieben:Wenn es OP wirklich interessiert, warum spricht er nicht damals direkt mit dem Schlepperfahrer?
Oder fährt die Tage danach mal zu Landwirt und fragt ihn aus?

Wenn der dann genauso drauf ist wie manch ein Bauer (ich schreib bewusst nicht Landwirt, sondern Bauer) hier im Forum, hat man womöglich schon ein blaues Auge bevor man "Guten Tag" vollständig ausgesprochen hat.
keinbauer
 
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon LandlebenNeu » Do Apr 16, 2015 7:43

Hallo,

möchte mich für die Antworten bedanken. Zumindest weiß ich nun mehr als vorher und vielleicht hat es mich ein wenig "beruhigt".

Wie jemand in einer sehr frühen Antwort angedeutet hat: ja, es hat nach dem Spritzen unangenehm gerochen, wobei ich zunächst unsicher war, ob das mit dem Spritzen zusammenhängt. Kann man damit eingrenzen, was es wohl war?

@Mad
Toller Beitrag. Aufschlussreich. Was meintest Du mit dem Glyphosat (kenne ich), kannst Du das nochmal erklären?

@1056xl
Du schreibst:
"Also ich hätte in einem Forum auf diese Frage überhaupt nicht geantwortet bzw. reagiert.
Schon die Art und Weise der Fragestellung läst erahnen wieviel Ahndung der jenige von der Landwirtschaft
und ihren Eigenheiten hat. Wie will man so einem das erklären so das er es "richtig" versteht ."

Weißt Du, es gibt für alles und jenes ein Forum, und überall sind zu bestimmten Themen Ahnungslose unterwegs. Dennoch wird einem in der Regel weitergeholfen, und das zusätzlich ohne Unterstellungen, wozu das Wissen benötigt wird und welche Einstellung man hat. Gott sei Dank! Die Welt wäre arm dran, wenn es jeder so handhaben würde, wie Du schreibst. Woher weißt Du eigentlich über meine Auffassungsgabe so gut bescheid?
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Paule1 » Do Apr 16, 2015 7:45

Heute werden die Zuckerrüben gespritzt
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Harald » Do Apr 16, 2015 7:47

Ich habe gestern eine 99,95prozentige DHMO-Brühe im Raps gespritzt.
Rapsglanzkäfer ersäufen oder so.
8)


SCNR :oops:
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Harald
 
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Rohana » Do Apr 16, 2015 8:12

Weia, was du wieder für Gift verspritzt hier... :regen:
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Mad » Do Apr 16, 2015 8:40

Helgab hat geschrieben:Danke für diese Informationen. Allmählich verstehe ich, warum Bauern am Abend noch auf den Feldern sind.


Das hat noch andere Gründe. Meist lässt am Abend der Wind nach, was das Risiko der Abdrift enorm verringert. Wie gesagt, man möchte eben seine Fläche behandeln und nicht irgendwelche angrenzenden.
Darüber hinaus bauen Pflanzen eine Wachsschicht auf, die sie gerade bei dem aktuellen Wetter vorm Vertrocknen schützt. Das heißt, der Wirkungsgrad eines Mittels nimmt mit zunehmender Sonneneinstrahlung und gleichzeitig abnehmender Luftfeuchtigkeit ab, weil die Wachsschicht das Eindringen der Wirkstoffe hemmt. Man will ja schließlich mit einer einmaligen Behandlung sein Ziel erreichen und nicht später nochmal nachbehandeln müssen. Daher ist es besser, abends oder morgens zu behandeln. Zumindest im Bezug auf Herbizide gegen Unkräuter und Ungräser. Bei Fungiziden gegen Pilze sieht das wieder anders aus. Aber generell ist ein windstiller Abend dem windigen Nachmittag vorzuziehen. Wenn die Gegebenheiten allerdings auch mal Nachmittags passen, spricht natürlich auch nichts dagegen.

LandlebenNeu hat geschrieben:
Wie jemand in einer sehr frühen Antwort angedeutet hat: ja, es hat nach dem Spritzen unangenehm gerochen, wobei ich zunächst unsicher war, ob das mit dem Spritzen zusammenhängt. Kann man damit eingrenzen, was es wohl war?

@Mad
Was meintest Du mit dem Glyphosat (kenne ich), kannst Du das nochmal erklären?


Eingrenzen ist schwierig, weil es nicht wenige Mittel gibt die einen penetranten Duft hinterlassen. Die einen riechen mehr, die anderen weniger und einige überhaupt nicht. Es gibt sogar Mittel, die vor Jahren noch farb-, geruchslos und wie Wasser waren und denen man mittlerweile zur Unterscheidung Farbstoff beigefügt hat.


Also da lief neulich eine Doku über Glyphosat auf arte. Der mediale Sturm war natürlich wieder immens, aber als Praktiker weiß man, dass da was nicht stimmen kann. Erstmal wird in Argentinien mit dem Flugzeug gespritzt, was meines Erachtens weltweit verboten gehört. Dass man damit nicht nur die Zielfläche besprüht, ist natürlich unausweichlich, was man dort wunderbar an den vertrockneten Bäumen am Feldrand erkennen konnte.

Nur dass da der Zusammenhang mit Glyphosat im Bezug auf die Krebsraten bestehen soll, ist nicht nachvollziehbar. Wenn dem so wäre, dass es gerade dieser Wirkstoff ist, der an der einen Stelle über den Köpfen der Schulkinder gesprüht worden sein sollte, dann wäre dort nicht alles grün, sondern braun. Glyphosat ist ein nichtselektives Herbizid, was nicht mal Halt vor Bäumen macht, wenn man es auf die Blätter appliziert. Daher besteht bei dieser Behauptung ein Widerspruch zu den Tatsachen. Darüber hinaus werden in Argentinien noch Mittel eingesetzt, deren krebsverusachende Wirkung längst nachgewiesen wurde und die in der EU schon lange verboten sind. Aber wenn man die Videoaufnahmen direkt in der Hauptspritzzeit für das Glyphosat dreht, während die Sojabonen frisch im Boden sind und gerade keimen, ist ja klar dass sich die leeren Kanister beim Flugzeugspritzer türmen. Dass da viel schlimmere Mittel die Ursache sind, kann und muss ja unterschlagen werden. Immerhin dient dieser Beitrag nur dazu, dem Glyphosat irgend eine schädliche Wirkung anzudichten. Das konnte man ebenso bei dem Landwirt erkennen, dessen Ferkel wegen Glyphosat sterben sollen. Er wäre nämlich der einzige, bei dem das so ist.

Wenn noch Fragen sind, immer raus damit.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Bauerntrampel » Do Apr 16, 2015 8:52

Hallo,

um dir vielleicht mal einen Überblick zu verschaffen, hoffentlich ohne Vorurteile und der gleichen.

Pflanzenschutz bedeutet die Pflanzen vor biotischen Schädigungen zu schützen. Also nichts anderes, als wenn man Mensch und Tier auch bei Krankheiten behandelt. Dafür werden verschiedene indirekte und direkte Maßnahmen durchgeführt. Die indirekten Maßnahmen sind oft das, was der Laie gar nicht sieht. Also beispielsweise eine Fruchtfolge, verschiedene Wege der Bodenbearbeitung, Sortenwahl mit spefifischen Resistenzen usw. Was damit nicht bekämpft werden kann, dafür gibt es dann Pflanzenschutzmitteil, die überwiegend mittels Spritze appliziert werden. Dabei unterscheidet man dann verschiedene Gruppen, die hier schon einmal angesprochen wurden.

- Herbizide: wirken gegen Unkräuter und Ungräser, damit die Kulturpflanze ungehindert wachsen kann und es keine Konkurrenz um Nährstoffe, Licht und Wasser gibt. Dafür werden ganz spezielle Mittel eingesetzt, die eben die Kulturpflanze nicht schädigen, sondern nur das Unkraut. Dafür sind hoch spezifische Wirkungsmechanismen nötig, die oftmals auf ein spezielles Enzym wirken. Das muss auch so genau bekannt sein, sonst wird kein PSM mehr zugelassen. Bestes Beispiel ist das viel gescholtene Glyphosat. Das wirkt auf die EPSP Synthase bei der Bildung aromatischer Aminosäuren. Diesen Syntheseweg gibt es ausschließlich in Pflanzen, Mensch und Tier können das gar nicht. Somit sollte klar werden, wie ungefährlich diese Herbizide im generellen für die Menschen sind.

-Fungizide: wirken gegen pilzliche Schaderreger. Blatt- oder Fußkrankheiten wie Halmbruch, Septoria oder Mehltau befallen zum Beispiel das Getreide und entziehen diesem Nährstoffe, verstopfen die Leitgefäße oder töten die Blattoberfläche ab, sodass weniger Photosynthese betrieben werden kann. All das würde zu Ertragsverlusten führen, die es natürlich zu verhindern gilt. Dafür werden dann oftmals Verbindungen eingesetzt, die auf die Atmungskette oder die Ergosterol Biosynthese des Pilzes wirken. Diese Ziele gibt es teilweise im menschlichen Organismus auch, jedoch sind diese leicht abgewandelt und die Konzentrationen der PSM so gering, dass auch hier keine Gefahr besteht. Als Sonderfall ist bei den Pilzen Fusarium zu nennen. Dieser Erreger befällt vorrangig die Ähren des Weizens und sorgt für die Bildung von Mycotoxinen in den Körnern. Diese sind dann hochgradig giftig für Mensch und Tier. Um den Befall mit Fusarien zu verhindern, sind daher PSM Anwendungen in bestimmten Situationen unvermeidlich.

-Insektizide: Blattläuse, Zikaden, Getreidehähnchehn, Rapsglanzekäfer uvw können die Kulturpflanzen ebenfalls befallen, ihnen Nährstoffe entziehen, Viren übertragen oder durch Verbiss schädigen. Daher werden nach erreichter Schadschwelle (Kosten der Behandlung=Kosten des Ertragsausfalls ohne Behandlung) auch hier PSM eingesetzt. Hier muss ehrlich gesagt werden, dass hier noch die größten Risiken für Mensch und Tier vorhanden sind, da die Wirkmechanismen zumeist die Nerven angreifen, die in ähnlicher Form auch im menschlichen Körper vorhanden sind. Trotzdem ist durch die sehr geringe Kontentration und die speziellen abbauenden Enzyme in unserem Körper bei sachgerechter Anwendung eine Schädigung auszuschließen. Zudem gibt es andere Präparate, die spezifisch nur auf Insekten wirken, weil sie beispielsweise die Chitin Biosynthese hemmen, die es im menschlichen Körper gar nicht gibt.

Wachstumsregler: diese wirken auf die pflanzlichen Hormone ein und bewirken eine Stauchung und Verdickung des Halms. Somit wird die Pflanze nicht mehr so lang und ist weniger gefährdet bei Starkregen oder Sturm umzukippen, am Boden zu liegen und Probleme bei der Ernte zu verursachen. Da es spezielle Phytohhormone sind, die beeinflusst werden, ist das Risiko für den Menschen erneut vernachlässigbar.

So, das waren jetzt mal die wichtigsten Gruppen. Generell bleibt dann noch zu sagen, dass eben alle PSm strengste Zulassungen durchlaufen, die Anwender geschult und ausgebildet sein müssen und sich an strenge Regeln zu halten haben. So darf die Applikation nicht bei Hitze oder Wind erfolgen, es müssen Abdrift reduzierende Düsen angewendet werden etc. Auch sollte man sich vor Augen halten, welche Mengen überhaupt ausgebracht werden. Häufig wird mit 200l/ha gespritzt. Das macht dann nur noch 20ml je Quadratmeter. Von den 200l/ha sind aber oftmals nur 1l oder teilweise auch nur 100ml wirklich Pflanzenschutzmittel, der Rest ist Wasser. Und selbst das PSM besteht meist noch nicht einmal zur Hälfte aus dem eigentlichen Wirkstoff, sondern enthält noch Beistoffe wie Wasser oder Öle.

So, ich hoffe, das war jetzt sachlich und hilfreich.
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
Schmeckt nicht!

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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Helgab » Do Apr 16, 2015 9:41

Herzlichen Dank für eure Beiträge, es schimpft sich schlechter, wenn man versteht was nun draußen gearbeitet wird. Danke
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Südbaden Bauer » Do Apr 16, 2015 14:17

Das hat noch andere Gründe. Meist lässt am Abend der Wind nach, was das Risiko der Abdrift enorm verringert. Wie gesagt, man möchte eben seine Fläche behandeln und nicht irgendwelche angrenzenden.
Darüber hinaus bauen Pflanzen eine Wachsschicht auf, die sie gerade bei dem aktuellen Wetter vorm Vertrocknen schützt. Das heißt, der Wirkungsgrad eines Mittels nimmt mit zunehmender Sonneneinstrahlung und gleichzeitig abnehmender Luftfeuchtigkeit ab, weil die Wachsschicht das Eindringen der Wirkstoffe hemmt. Man will ja schließlich mit einer einmaligen Behandlung sein Ziel erreichen und nicht später nochmal nachbehandeln müssen. Daher ist es besser, abends oder morgens zu behandeln. Zumindest im Bezug auf Herbizide gegen Unkräuter und Ungräser. Bei Fungiziden gegen Pilze sieht das wieder anders aus. Aber generell ist ein windstiller Abend dem windigen Nachmittag vorzuziehen. Wenn die Gegebenheiten allerdings auch mal Nachmittags passen, spricht natürlich auch nichts dagegen.

LandlebenNeu hat geschrieben:

Wie jemand in einer sehr frühen Antwort angedeutet hat: ja, es hat nach dem Spritzen unangenehm gerochen, wobei ich zunächst unsicher war, ob das mit dem Spritzen zusammenhängt. Kann man damit eingrenzen, was es wohl war?

@Mad
Was meintest Du mit dem Glyphosat (kenne ich), kannst Du das nochmal erklären?


Eingrenzen ist schwierig, weil es nicht wenige Mittel gibt die einen penetranten Duft hinterlassen. Die einen riechen mehr, die anderen weniger und einige überhaupt nicht. Es gibt sogar Mittel, die vor Jahren noch farb-, geruchslos und wie Wasser waren und denen man mittlerweile zur Unterscheidung Farbstoff beigefügt hat.


Also da lief neulich eine Doku über Glyphosat auf arte. Der mediale Sturm war natürlich wieder immens, aber als Praktiker weiß man, dass da was nicht stimmen kann. Erstmal wird in Argentinien mit dem Flugzeug gespritzt, was meines Erachtens weltweit verboten gehört. Dass man damit nicht nur die Zielfläche besprüht, ist natürlich unausweichlich, was man dort wunderbar an den vertrockneten Bäumen am Feldrand erkennen konnte.

Nur dass da der Zusammenhang mit Glyphosat im Bezug auf die Krebsraten bestehen soll, ist nicht nachvollziehbar. Wenn dem so wäre, dass es gerade dieser Wirkstoff ist, der an der einen Stelle über den Köpfen der Schulkinder gesprüht worden sein sollte, dann wäre dort nicht alles grün, sondern braun. Glyphosat ist ein nichtselektives Herbizid, was nicht mal Halt vor Bäumen macht, wenn man es auf die Blätter appliziert. Daher besteht bei dieser Behauptung ein Widerspruch zu den Tatsachen. Darüber hinaus werden in Argentinien noch Mittel eingesetzt, deren krebsverusachende Wirkung längst nachgewiesen wurde und die in der EU schon lange verboten sind. Aber wenn man die Videoaufnahmen direkt in der Hauptspritzzeit für das Glyphosat dreht, während die Sojabonen frisch im Boden sind und gerade keimen, ist ja klar dass sich die leeren Kanister beim Flugzeugspritzer türmen. Dass da viel schlimmere Mittel die Ursache sind, kann und muss ja unterschlagen werden. Immerhin dient dieser Beitrag nur dazu, dem Glyphosat irgend eine schädliche Wirkung anzudichten. Das konnte man ebenso bei dem Landwirt erkennen, dessen Ferkel wegen Glyphosat sterben sollen. Er wäre nämlich der einzige, bei dem das so ist.

Wenn noch Fragen sind, immer raus damit.



Danke, solche Antworten verbessern unser Image.
Und nicht, wenn du Zweifel hast, oder nachfragst, bist du ein Ökofaschist. ( Ist mir selber auch schon passiert) :klug:
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon NobbyNobbs » Do Apr 16, 2015 16:43

keinbauer hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:Wenn es OP wirklich interessiert, warum spricht er nicht damals direkt mit dem Schlepperfahrer?
Oder fährt die Tage danach mal zu Landwirt und fragt ihn aus?

Wenn der dann genauso drauf ist wie manch ein Bauer (ich schreib bewusst nicht Landwirt, sondern Bauer) hier im Forum, hat man womöglich schon ein blaues Auge bevor man "Guten Tag" vollständig ausgesprochen hat.



Ich denke auch, so wie er sich hier präsentiert, gehört ihm anständig und respektvoll geantwortet. Ich schlag' mich täglich draußen mit genug (veganen oder grünen) Vollspasten rum um gut einschätzen zu können, wer was ernst und ehrlich meint und sachlich an die Sache ran geht oder wer von verblendet hohler Ideologie beherrscht wird. Ich bin fast dankbar wenn mal wirklich wer interessiert nachfragt.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Qtreiber » Do Apr 16, 2015 17:33

Mad hat geschrieben: wir Landwirte sind da alle einer Meinung, dass jedes Mittel, das nach guter fachlicher Praxis, sowie der Zulassungsbestimmungen ausgebracht wird, vollkommen unproblematisch hinsichtlich der Umwelt und vor allem der Insektenwelt ist.

Ähmm, und was ist mit Insektiziden ? :lol:
("Sie müssen lernen, sich korrekt auszudrücken." Mein hochgeschätzter Bio-LK-Lehrer Winfried H.)
btw. : Ich gehe davon aus, dass LandlebenNeu weiblich ist. Männder bleiben meistens nicht so freundlich, wenn sie so wie hier z.T. behandelt werden.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Mad » Do Apr 16, 2015 18:05

Qtreiber hat geschrieben:
Mad hat geschrieben: wir Landwirte sind da alle einer Meinung, dass jedes Mittel, das nach guter fachlicher Praxis, sowie der Zulassungsbestimmungen ausgebracht wird, vollkommen unproblematisch hinsichtlich der Umwelt und vor allem der Insektenwelt ist.

Ähmm, und was ist mit Insektiziden ? :lol:
("Sie müssen lernen, sich korrekt auszudrücken." Mein hochgeschätzter Bio-LK-Lehrer Winfried H.)
btw. : Ich gehe davon aus, dass LandlebenNeu weiblich ist. Männder bleiben meistens nicht so freundlich, wenn sie so wie hier z.T. behandelt werden.


Ersetze Insektenwelt durch Nutzinsekten, wenns dir danach besser geht.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Qtreiber » Do Apr 16, 2015 18:21

Mad hat geschrieben:Ersetze Insektenwelt durch Nutzinsekten, wenns dir danach besser geht.


viiiieeel besser. :prost:
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Der Kobi » Do Apr 16, 2015 18:45

Fossi hat geschrieben:siehste - da geht's schon los... :D

Ich habe Rechte und ich will keine PSM einatmen usw. ... :D :D :D Es sei denn meine Rosen haben Blattläuse oder der Maulwurf gräbt den Garten um.

Und mein Köter darf auch auf Eure Felder kacken. Ich habe nämlich Rechte. Und auf Wirtschaftswegen, auf denen ich jogge, brauche ich den Leuten, die da mit dem Traktor spazieren fahren, auch keinen Platz zu machen. Weil ich nämlich schlau bin und aus dem Niemandsland ins Grüne zum wohnen komme und die Jungs, die irgendwas aus Belustigung auf den Äckern, auf denen Sie eh keine Rechte haben, machen eh alle doof sind - egal das die meisten das schon in Ihren Familien seit Generationen machen.

Immer wieder herrlich... es war leider abzusehen, wohin die Frage führt bzw. was dahinter steckt. Und ich habe noch überlagt, überhaupt als erster zu antworten. Habe das aber deswegen recht oberflächlich getan. Besser nicht gemacht...

So habe ich das aber bis jetzt noch nicht gesehen. Was Du hier unterstellst, konnte ich aus dem Beitrag nicht herauslesen.
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