Wollen Bauern eher Bauern genannt werden oder Landwirte ?
Aktuelle Zeit: Mi Feb 11, 2026 23:21
Todde hat geschrieben:Wenn es OP wirklich interessiert, warum spricht er nicht damals direkt mit dem Schlepperfahrer?
Oder fährt die Tage danach mal zu Landwirt und fragt ihn aus?

Helgab hat geschrieben:Danke für diese Informationen. Allmählich verstehe ich, warum Bauern am Abend noch auf den Feldern sind.
LandlebenNeu hat geschrieben:
Wie jemand in einer sehr frühen Antwort angedeutet hat: ja, es hat nach dem Spritzen unangenehm gerochen, wobei ich zunächst unsicher war, ob das mit dem Spritzen zusammenhängt. Kann man damit eingrenzen, was es wohl war?
@Mad
Was meintest Du mit dem Glyphosat (kenne ich), kannst Du das nochmal erklären?

Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
Schmeckt nicht!
Das hat noch andere Gründe. Meist lässt am Abend der Wind nach, was das Risiko der Abdrift enorm verringert. Wie gesagt, man möchte eben seine Fläche behandeln und nicht irgendwelche angrenzenden.
Darüber hinaus bauen Pflanzen eine Wachsschicht auf, die sie gerade bei dem aktuellen Wetter vorm Vertrocknen schützt. Das heißt, der Wirkungsgrad eines Mittels nimmt mit zunehmender Sonneneinstrahlung und gleichzeitig abnehmender Luftfeuchtigkeit ab, weil die Wachsschicht das Eindringen der Wirkstoffe hemmt. Man will ja schließlich mit einer einmaligen Behandlung sein Ziel erreichen und nicht später nochmal nachbehandeln müssen. Daher ist es besser, abends oder morgens zu behandeln. Zumindest im Bezug auf Herbizide gegen Unkräuter und Ungräser. Bei Fungiziden gegen Pilze sieht das wieder anders aus. Aber generell ist ein windstiller Abend dem windigen Nachmittag vorzuziehen. Wenn die Gegebenheiten allerdings auch mal Nachmittags passen, spricht natürlich auch nichts dagegen.
LandlebenNeu hat geschrieben:
Wie jemand in einer sehr frühen Antwort angedeutet hat: ja, es hat nach dem Spritzen unangenehm gerochen, wobei ich zunächst unsicher war, ob das mit dem Spritzen zusammenhängt. Kann man damit eingrenzen, was es wohl war?
@Mad
Was meintest Du mit dem Glyphosat (kenne ich), kannst Du das nochmal erklären?
Eingrenzen ist schwierig, weil es nicht wenige Mittel gibt die einen penetranten Duft hinterlassen. Die einen riechen mehr, die anderen weniger und einige überhaupt nicht. Es gibt sogar Mittel, die vor Jahren noch farb-, geruchslos und wie Wasser waren und denen man mittlerweile zur Unterscheidung Farbstoff beigefügt hat.
Also da lief neulich eine Doku über Glyphosat auf arte. Der mediale Sturm war natürlich wieder immens, aber als Praktiker weiß man, dass da was nicht stimmen kann. Erstmal wird in Argentinien mit dem Flugzeug gespritzt, was meines Erachtens weltweit verboten gehört. Dass man damit nicht nur die Zielfläche besprüht, ist natürlich unausweichlich, was man dort wunderbar an den vertrockneten Bäumen am Feldrand erkennen konnte.
Nur dass da der Zusammenhang mit Glyphosat im Bezug auf die Krebsraten bestehen soll, ist nicht nachvollziehbar. Wenn dem so wäre, dass es gerade dieser Wirkstoff ist, der an der einen Stelle über den Köpfen der Schulkinder gesprüht worden sein sollte, dann wäre dort nicht alles grün, sondern braun. Glyphosat ist ein nichtselektives Herbizid, was nicht mal Halt vor Bäumen macht, wenn man es auf die Blätter appliziert. Daher besteht bei dieser Behauptung ein Widerspruch zu den Tatsachen. Darüber hinaus werden in Argentinien noch Mittel eingesetzt, deren krebsverusachende Wirkung längst nachgewiesen wurde und die in der EU schon lange verboten sind. Aber wenn man die Videoaufnahmen direkt in der Hauptspritzzeit für das Glyphosat dreht, während die Sojabonen frisch im Boden sind und gerade keimen, ist ja klar dass sich die leeren Kanister beim Flugzeugspritzer türmen. Dass da viel schlimmere Mittel die Ursache sind, kann und muss ja unterschlagen werden. Immerhin dient dieser Beitrag nur dazu, dem Glyphosat irgend eine schädliche Wirkung anzudichten. Das konnte man ebenso bei dem Landwirt erkennen, dessen Ferkel wegen Glyphosat sterben sollen. Er wäre nämlich der einzige, bei dem das so ist.
Wenn noch Fragen sind, immer raus damit.

keinbauer hat geschrieben:Todde hat geschrieben:Wenn es OP wirklich interessiert, warum spricht er nicht damals direkt mit dem Schlepperfahrer?
Oder fährt die Tage danach mal zu Landwirt und fragt ihn aus?
Wenn der dann genauso drauf ist wie manch ein Bauer (ich schreib bewusst nicht Landwirt, sondern Bauer) hier im Forum, hat man womöglich schon ein blaues Auge bevor man "Guten Tag" vollständig ausgesprochen hat.
Mad hat geschrieben: wir Landwirte sind da alle einer Meinung, dass jedes Mittel, das nach guter fachlicher Praxis, sowie der Zulassungsbestimmungen ausgebracht wird, vollkommen unproblematisch hinsichtlich der Umwelt und vor allem der Insektenwelt ist.
Qtreiber hat geschrieben:Mad hat geschrieben: wir Landwirte sind da alle einer Meinung, dass jedes Mittel, das nach guter fachlicher Praxis, sowie der Zulassungsbestimmungen ausgebracht wird, vollkommen unproblematisch hinsichtlich der Umwelt und vor allem der Insektenwelt ist.
Ähmm, und was ist mit Insektiziden ?![]()
("Sie müssen lernen, sich korrekt auszudrücken." Mein hochgeschätzter Bio-LK-Lehrer Winfried H.)
btw. : Ich gehe davon aus, dass LandlebenNeu weiblich ist. Männder bleiben meistens nicht so freundlich, wenn sie so wie hier z.T. behandelt werden.

Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
Mad hat geschrieben:Ersetze Insektenwelt durch Nutzinsekten, wenns dir danach besser geht.

Fossi hat geschrieben:siehste - da geht's schon los...![]()
Ich habe Rechte und ich will keine PSM einatmen usw. ...![]()
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Es sei denn meine Rosen haben Blattläuse oder der Maulwurf gräbt den Garten um.
Und mein Köter darf auch auf Eure Felder kacken. Ich habe nämlich Rechte. Und auf Wirtschaftswegen, auf denen ich jogge, brauche ich den Leuten, die da mit dem Traktor spazieren fahren, auch keinen Platz zu machen. Weil ich nämlich schlau bin und aus dem Niemandsland ins Grüne zum wohnen komme und die Jungs, die irgendwas aus Belustigung auf den Äckern, auf denen Sie eh keine Rechte haben, machen eh alle doof sind - egal das die meisten das schon in Ihren Familien seit Generationen machen.
Immer wieder herrlich... es war leider abzusehen, wohin die Frage führt bzw. was dahinter steckt. Und ich habe noch überlagt, überhaupt als erster zu antworten. Habe das aber deswegen recht oberflächlich getan. Besser nicht gemacht...
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