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Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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81 Beiträge • Seite 4 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Der Kobi » Do Apr 16, 2015 19:54

LandlebenNeu hat geschrieben:Hallo Mitforisten, die ihr Euch die Mühe gemacht habt, zu antworten.

...
Was einigen der Stammtischbrüder es aber überhaupt bringt, mich persönlich so anzugreifen und wieso man als erwachsener Mensch nicht sachlich bleiben kann... Keine Ahnung! Scheinbar die reine Freude! Bin ich unsachlich gewesen? Habe ich Euch angegriffen?

Cheers


Ich versuche es Dir zu erklären: Was zur Zeit an Schmutzkampagnen gegen die Landwirtschaft läuft, stellt alles bisherige in den Schatten. Kein Tag vergeht, an dem die Landwirtschaft nicht von irgendwelchen Medien fürs Unglück der Welt beschuldigt wird. Es gibt Lehrer, welche die Eltern in Rundbriefen gegen Landwirte aufhetzen. Landwirtskinder werden in den Schulen gemobbt. Selbst die Kirchen stimmen in die Hetzkampagnen ein. Mittlerweile liegen die Nerven blank. Die psychische Belastung fordert ihren Tribut. Man sieht nur noch Feinde und so ist die überzogene Raktion auf Deine wirklich harmlose Frage zu erklären.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon LandlebenNeu » Fr Apr 17, 2015 7:55

QTreiber schrieb:
"Ich gehe davon aus, dass LandlebenNeu weiblich ist. Männder bleiben meistens nicht so freundlich, wenn sie so wie hier z.T. behandelt werden."

Ohje, habe ein weiteres Weltbild zerstört... :D :D :D
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Qtreiber » Fr Apr 17, 2015 8:00

LandlebenNeu hat geschrieben:Ohje, habe ein weiteres Weltbild zerstört...

Ein MANN....... :shock:
Hätte ich doch nur deine anderen Beiträge vorher gelesen. :?
Ausserdem hast du kein Weltbild zerstört, sondern mir nur bestätigt, dass ein "gepflegter" Umgangston auch in der "Männerwelt" möglich ist. :D
Zuletzt geändert von Qtreiber am Fr Apr 17, 2015 8:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon LandlebenNeu » Fr Apr 17, 2015 8:09

Dass bei dem Thema einige querschießen, war doch abzusehen. Was soll ich mich da aufregen und meinen eigenen Post mit Blödsinn füllen.

Ich hätte zum Thema "Jogger und entgegenkommende landwirtschaftliche Maschinen", das jemand in einem Nebensatz angeschnitten hat, schon gerne etwas geschrieben... :D Aber das gehört nicht hierher... :D
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Hoshi » Sa Apr 18, 2015 9:53

Um nochmal auf den Geruch zurückzukommen. Wie schon geschrieben riechen die einen Mittel sehr stark und andere Mittel sind geruchlos. Diesen Geruch kann man aber nicht gleichsetzten mit der Gefährlichkeit der Mittel oder des Wirkstoffes. Ich empfehle jedoch bei einem penetranten Geruch diesem aus dem Weg zu gehen.

Vor rund 2 Jahren habe ich auf einem Acker unter anderem das sehr Geruchsintensive Fungizid Score gespritzt.
Am nächsten Tag kam dann ein Abgesandter vom Campingplatz welcher sich in unmittelbarer nähe zum Acker befindet um sich zu beschweren und Informieren was und warum gespritzt wurde. Er erklärte mir das es auf dem Campingplatz sehr stark gestunken hat und sich sogar jemand übergeben musste aufgrund des Geruchs. Ich habe ihm dann wahrheitsgemäß erklärt was ich gespritzt habe und auch das ich erst nach dem Sonnenuntergang aufgrund der Temperaturen gekommen war. Ein großer Faktor für diese Probleme war allerdings das der Wind an diesem Abend leider kaum bis nicht vorhanden war und so die Geruchswolke zum Campingplatz zog und dort sehr lange über dem Campingplatz verweilte und sich nicht auflöste. Wobei man beim Spritzen sich normalerweise keinen Wind wünscht damit die Spritzmittel zielgenau ausgebracht werden und nicht fortgeweht werden (abdriften).

Auch habe ich die Warnhinweise an den Pflanzenschutzkanistern erklärt und auch mal daran riechen lassen um zu zeigen das es wirklich dieses Mittel war. Zusätzlich habe ich ihm auch mal an Askon riechen lassen um zu zeigen das dieser Geruch nicht immer vom Wirkstoff kommen muss. Denn Askon ist eine Mischung aus zwei Wirkstoffen welches auch den Wirkstoff aus dem Geruchsintensiven Score beinhaltet aber auf dem Acker fast geruchlos ist.

Nachdem ich mich auch entschuldigt habe für diese nicht beabsichtigte Geruchsbelästigung haben wir uns freundlich verabschiedet.

Und manchmal bin ich doch recht erstaunt wenn ich vom Traktor wo es nicht riecht aussteige und dann die Geruchswolke einatme wie sehr es doch manchmal riecht.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Apr 18, 2015 15:29

Hoshi hat geschrieben:Um nochmal auf den Geruch zurückzukommen. Wie schon geschrieben riechen die einen Mittel sehr stark und andere Mittel sind geruchlos. Diesen Geruch kann man aber nicht gleichsetzten mit der Gefährlichkeit der Mittel oder des Wirkstoffes. Ich empfehle jedoch bei einem penetranten Geruch diesem aus dem Weg zu gehen.

Vor rund 2 Jahren habe ich auf einem Acker unter anderem das sehr Geruchsintensive Fungizid Score gespritzt.
Am nächsten Tag kam dann ein Abgesandter vom Campingplatz welcher sich in unmittelbarer nähe zum Acker befindet um sich zu beschweren und Informieren was und warum gespritzt wurde. Er erklärte mir das es auf dem Campingplatz sehr stark gestunken hat und sich sogar jemand übergeben musste aufgrund des Geruchs. Ich habe ihm dann wahrheitsgemäß erklärt was ich gespritzt habe und auch das ich erst nach dem Sonnenuntergang aufgrund der Temperaturen gekommen war. Ein großer Faktor für diese Probleme war allerdings das der Wind an diesem Abend leider kaum bis nicht vorhanden war und so die Geruchswolke zum Campingplatz zog und dort sehr lange über dem Campingplatz verweilte und sich nicht auflöste. Wobei man beim Spritzen sich normalerweise keinen Wind wünscht damit die Spritzmittel zielgenau ausgebracht werden und nicht fortgeweht werden (abdriften).

Auch habe ich die Warnhinweise an den Pflanzenschutzkanistern erklärt und auch mal daran riechen lassen um zu zeigen das es wirklich dieses Mittel war. Zusätzlich habe ich ihm auch mal an Askon riechen lassen um zu zeigen das dieser Geruch nicht immer vom Wirkstoff kommen muss. Denn Askon ist eine Mischung aus zwei Wirkstoffen welches auch den Wirkstoff aus dem Geruchsintensiven Score beinhaltet aber auf dem Acker fast geruchlos ist.

Nachdem ich mich auch entschuldigt habe für diese nicht beabsichtigte Geruchsbelästigung haben wir uns freundlich verabschiedet.

Und manchmal bin ich doch recht erstaunt wenn ich vom Traktor wo es nicht riecht aussteige und dann die Geruchswolke einatme wie sehr es doch manchmal riecht.



Das klingt doch sehr anständig, so wie es sein muss.
Es gehört halt eben auch ein bisschen Feingefühl dazu. Vielleicht hätte man ein anderes Mittel einsetzen bzw. andere Bedingungen abwarten können. Vielleicht ging es ja auch nicht anders. Wie dem auch sei, deine Reaktion finde ich gut.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Hoshi » Sa Apr 18, 2015 18:07

NobbyNobbs hat geschrieben:

Das klingt doch sehr anständig, so wie es sein muss.
Es gehört halt eben auch ein bisschen Feingefühl dazu. Vielleicht hätte man ein anderes Mittel einsetzen bzw. andere Bedingungen abwarten können. Vielleicht ging es ja auch nicht anders. Wie dem auch sei, deine Reaktion finde ich gut.


Es kommt halt immer darauf an wie sich das gegenüber verhält. Ich hatte auch schon zwei komplett entgegengesetzte Kontakte auf dem Acker mit Imkern. Das erste mal hat sich ein Imker freundlich erkundigt was ich spritze und darauf hingewiesen das in ca. 200m seine Bienenstöcke sind. Womit ich kein Problem hatte. Bei der anderen begegnung mit einem Imker wollte dieser dafür sorgen das der Bauer für den ich den Acker Spritzte diesen Acker nicht mehr bestellen kann weil ich Spritzte und seine Bienen 50m entfernt sitzen. Er wusste nicht was ich überhaupt spritzte geschweige denn die Bienengefährlichkeit der Mittel und dazu wollte er mir noch erklären das man generell nur Nachts Spritzen darf und während die Bienen nicht fliegen. Allerdings habe ich schon 2mal am gleichen Acker gegen 1Uhr Nachts schon Hornissen beobachtet während ich Spritzte also ist es etwas schwierig mit den Flugzeiten. Desöftern darf ich auch einen Acker spritzen wo der Imker seine Bienen fast direkt (2m) auf dem Acker hat. Leider habe ich ihn noch nie angetroffen aber diese Woche konnte ich wieder starken Bienenflug beobachten während ich spritzte (bevor fragen aufkommen was ich spritzte es war als B4 (Bienenungefährlich) eingestuft und ich habe auch etwas fläche liegen gelassen wie beim vorherigen mal was man der Fläche auch ansah).
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Thomas Sch. » Sa Apr 18, 2015 21:24

Na ja wenn jemand wissen will was in der Nachbarschaft gearbeitet wird ist das doch ok.Aber am besten Du fragst den Schlepperfahrer selbst und hast was kühles zum trinken dabei,das freut jeden. Hier sind viele Überreizt und werden bissig wie ein Köter den man in die Ecke drängt.Die Stimmung in der KonviLandwirtschaft ist mieß,zurecht.Aber mit dem Verhalten von einigen hier ist gewinnt man kein Nichtlandwirt auf seine Seite
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon MANKarl » Sa Mai 09, 2015 22:30

Hallo zusammen,

ich bin ja hier im Forum schön seit längerem angemeldet, war aber wenn dann eher in der Abteilung Forstwirtschaft unterwegs, da ich mit meinen beiden MAN-Traktoren auch hauptsächlich im Wald unterwegs bin um mein Brennholz zu machen.
Mittlerweile beschäftige ich mich auch Hobbymäßig etwas mit Ackerbau, das heißt ich mach mit meinem Nachbarn einen kleinen Kartoffelacker, so ca einen Morgen groß, das ganze Stück ist zwei Morgen groß.
So, das nur erst mal kurz zur Erklärung damit Ihr mich schon mal besser einschätzen könnt.

Durch Zufall bin ich beim stöbern hier auf diesen Beitrag aufmerksam geworden und habe ihn mal kurz komplett durch gelesen.
Warum gespritzt wird und wogegen ist ja hier schon ausreichend behandelt worden.
Was mir allerdings aufgefallen zu sein scheint ist, das sich hier wohl nur konventionell arbeitende Bauern zu Wort gemeldet haben.
Wie wird nun eigentlich der Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung im Bio-Landbau durchgeführt?
Ist durch die Pfluglose Ackerbearbeitung ein höherer Einsatz von Spritzmitteln notwendig?
Was mir da noch einfällt, was glaube ich jetzt hier nicht angesprochen wurde, ist das Totspritzen des Getreides damit es gleichmäßiger dreschbar ist und es weniger Ernteausfälle gibt.
Hier hätte ich dann schon gewisse Bedenken das Schadstoffe auf dem Korn zurück bleiben.

Zum Thema mit den Fernsehbeiträgen, die ich auch gesehen habe, speziell mit den Fehlgeburten bei Ferkeln,
hier hatte mir schon lange bevor der Beitrag im Fernsehen kam ein guter Bekannter aus Norwegen, er arbeitet dort als Lohnunternehmer in der Landwirtschaft, davon berichtet das es in Dänemark mittlerweile massive Probleme in der Schweinezucht mit Fehlgeburten und unfruchtbaren Schweinen gäbe was wohl durch das kurz gespritzte Getreide kommen soll.
Wenn dem so ist, glaube ich auch fest da dran das diese Mittel dann auch Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben können.

Ich möchte auf keinen Fall die chemischen Hilfsmittel komplett verteufeln, keinen Landwirt an den Pranger stellen der diese nutzt, und kann mir auch nicht vorstellen das diese Massen an vor allem Billiglebensmittel wie sie vom Markt verlangt werden ohne diese Helfer hergestellt werden können.
Darum auch meine Frage wie dies im Bio-Landbau gehandhabt wird.

Ich freue mich sehr auf ein paar sachliche und lehrreiche Beitrage von den Fachleuten unter euch.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Stoapfälzer » Sa Mai 09, 2015 22:44

MANKarl hat geschrieben:

Zum Thema mit den Fernsehbeiträgen, die ich auch gesehen habe, speziell mit den Fehlgeburten bei Ferkeln,
hier hatte mir schon lange bevor der Beitrag im Fernsehen kam ein guter Bekannter aus Norwegen, er arbeitet dort als Lohnunternehmer in der Landwirtschaft, davon berichtet das es in Dänemark mittlerweile massive Probleme in der Schweinezucht mit Fehlgeburten und unfruchtbaren Schweinen gäbe was wohl durch das kurz gespritzte Getreide kommen soll.
Wenn dem so ist, glaube ich auch fest da dran das diese Mittel dann auch Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben können.

Ich möchte auf keinen Fall die chemischen Hilfsmittel komplett verteufeln, keinen Landwirt an den Pranger stellen der diese nutzt, und kann mir auch nicht vorstellen das diese Massen an vor allem Billiglebensmittel wie sie vom Markt verlangt werden ohne diese Helfer hergestellt werden können.
Darum auch meine Frage wie dies im Bio-Landbau gehandhabt wird.

Ich freue mich sehr auf ein paar sachliche und lehrreiche Beitrage von den Fachleuten unter euch.



Wenn dem so währe müssten wir schon alle ausgestorben sein, ich schätze jetzt mal das 80% des Getreides (konventionell erzeugt)
mindesten 1 mal "kurz gespritzt" wird teilweise auch mehrmals und das schon jahrzehntelang.

Zum Bioanbau hier muss die Natur sich größtenteils selbst regulieren oder einfach geringere Erträge teilweise auch feuchter und teils auch mit höheren Pilzbelastungen hin genommen werden. Oder auch mehr auf resistentere Sorten geachtet werden die aber wieder andere Nachteile haben (zB geringerer Ertrag).
Auch im Biolandbau gibt es übrigens Dünge und Pflanzenschutzmittel nur um es mal erwähnt zu haben.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Todde » Sa Mai 09, 2015 22:55

MANKarl hat geschrieben:Was mir allerdings aufgefallen zu sein scheint ist, das sich hier wohl nur konventionell arbeitende Bauern zu Wort gemeldet haben.
Wie wird nun eigentlich der Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung im Bio-Landbau durchgeführt?


Darüber reden die nicht gerne.

Ist durch die Pfluglose Ackerbearbeitung ein höherer Einsatz von Spritzmitteln notwendig?

Eigentlich nicht.

Was mir da noch einfällt, was glaube ich jetzt hier nicht angesprochen wurde, ist das Totspritzen des Getreides damit es gleichmäßiger dreschbar ist und es weniger Ernteausfälle gibt.
Hier hätte ich dann schon gewisse Bedenken das Schadstoffe auf dem Korn zurück bleiben.


Die Sikkation mit Glyphosat wurde 2014 stark eingeschränkt, denn genau das "gleichmäßige Abreifen" war und ist keine gut fachliche Praxis, leider von einem Mähdruschpabst jahrelang stark empfohlen worden. In rund 5% Getreideproben (>4500) ließen sich geringe Mengen Glyphosat nachweisen, alles unter den Grenzwerten.




Zum Thema mit den Fernsehbeiträgen, die ich auch gesehen habe, speziell mit den Fehlgeburten bei Ferkeln,
hier hatte mir schon lange bevor der Beitrag im Fernsehen kam ein guter Bekannter aus Norwegen, er arbeitet dort als Lohnunternehmer in der Landwirtschaft, davon berichtet das es in Dänemark mittlerweile massive Probleme in der Schweinezucht mit Fehlgeburten und unfruchtbaren Schweinen gäbe was wohl durch das kurz gespritzte Getreide kommen soll.


Andere Länder andere Ausrichtung der Öko-Parolen? Hier wird ja Glyphosat von gewissen Personen dafür verantwortlich gemacht...Handystrahlung war ja auch mal ein Thema...
Vielleicht untersuchen da mal einige ihr Stroh besser oder noch besser, pressen es wenn es wirklich trocken ist :regen:


Darum auch meine Frage wie dies im Bio-Landbau gehandhabt wird.


Siehe oben.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Mad » Sa Mai 09, 2015 23:14

MANKarl hat geschrieben:Ist durch die Pfluglose Ackerbearbeitung ein höherer Einsatz von Spritzmitteln notwendig?


Nicht unbedingt. Tendenziell allerdings schon.

MANKarl hat geschrieben:Was mir da noch einfällt, was glaube ich jetzt hier nicht angesprochen wurde, ist das Totspritzen des Getreides damit es gleichmäßiger dreschbar ist und es weniger Ernteausfälle gibt.
Hier hätte ich dann schon gewisse Bedenken das Schadstoffe auf dem Korn zurück bleiben.


Die sogenannte Sikkation ist seit 2014 nur noch nach behördlicher Genehmigung und Schlagspezifisch möglich. Man darf es nicht mehr pauschal machen. In meinen Augen genau der richtige Schritt. Es gibt ein Entwicklungsstadium bei den Getreidepflanzen, wonach meine Meinung nach kein Pflanzenschutzmittel mehr ausgebracht werden dürfte. Um den Abbau der Wirkstoffe der zuletzt ausgebrachten Mittel zu garantieren und dadurch wirklich rückstandsloses Getreide zu erzeugen. Und bis auf die Sikkationsfälle bis 2014 war das auch überwiegend gegeben. Was ungesunde Rückstände in Pflanzlichen Nahrungsmitteln betrifft, gabs ja zuletzt einige Rückrufe von mit Alkaloiden kontaminierte Bio-Lebensmittel. Daher vertraue ich persönlich eher den Getreideprodukten durch konventionelle Erzeugung.


MANKarl hat geschrieben:Zum Thema mit den Fernsehbeiträgen, die ich auch gesehen habe, speziell mit den Fehlgeburten bei Ferkeln,
hier hatte mir schon lange bevor der Beitrag im Fernsehen kam ein guter Bekannter aus Norwegen, er arbeitet dort als Lohnunternehmer in der Landwirtschaft, davon berichtet das es in Dänemark mittlerweile massive Probleme in der Schweinezucht mit Fehlgeburten und unfruchtbaren Schweinen gäbe was wohl durch das kurz gespritzte Getreide kommen soll.
Wenn dem so ist, glaube ich auch fest da dran das diese Mittel dann auch Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben können.


Gibt es dazu eine Quelle? Das würde mich nämlich auch mal interessieren.

MANKarl hat geschrieben:Ich möchte auf keinen Fall die chemischen Hilfsmittel komplett verteufeln, keinen Landwirt an den Pranger stellen der diese nutzt, und kann mir auch nicht vorstellen das diese Massen an vor allem Billiglebensmittel wie sie vom Markt verlangt werden ohne diese Helfer hergestellt werden können.


Genau das ist es. Man wird niemals so viel wie heute ernten können, wenn man nicht dafür sorgt, dass die Pflanzen gesund bleiben.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Ferengi » So Mai 10, 2015 12:33

MANKarl hat geschrieben:Was mir allerdings aufgefallen zu sein scheint ist, das sich hier wohl nur konventionell arbeitende Bauern zu Wort gemeldet haben.
Wie wird nun eigentlich der Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung im Bio-Landbau durchgeführt?





Du bist hier quasi im inoffiziellen Bauernbauern-Hasser-Forum.
Hier wird zwar gerne über NABU, BUND und Co. geschimpft,
aber auf selben Niveau gegen die Biobauern gehetzt.

Im Biolandbau wirft oft mit Schälpflügen gearbeitet.
Außerdem wird Verunkrautung mit Striegeln und Untersaaten bekämpft.

Gewisse Schädlinge und Pilze werden auch chemisch bekämpft.
Geht einfach nicht anders!
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Südbaden Bauer » So Mai 10, 2015 12:37

D
u bist hier quasi im inoffiziellen Bauernbauern-Hasser-Forum.
Hier wird zwar gerne über NABU, BUND und Co. geschimpft,
aber auf selben Niveau gegen die Biobauern gehetzt.

Im Biolandbau wirft oft mit Schälpflügen gearbeitet.
Außerdem wird Verunkrautung mit Striegeln und Untersaaten bekämpft.

Gewisse Schädlinge und Pilze werden auch chemisch bekämpft.
Geht einfach nicht anders!


So sieht es aus. :wink:
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Was sprühen Bauern auf ihre Felder?

Beitragvon Todde » So Mai 10, 2015 15:51

Ferengi hat geschrieben:Im Biolandbau wirft oft mit Schälpflügen gearbeitet.
Außerdem wird Verunkrautung mit Striegeln und Untersaaten bekämpft.

Wie oft wird denn der Boden bearbeitet vor der Aussaat nach der Vorfrucht?
Wie oft wird gestriegelt, gehackt?
Wie viel Diesel wird dafür je Hektar aufgewendet, nur bei Getreide?

Gewisse Schädlinge und Pilze werden auch chemisch bekämpft.
Geht einfach nicht anders!


Was wird denn gespritzt und wie oft?
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