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Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Beitragvon TLH » Sa Jan 31, 2009 22:18

Hab neulich nen Vortrag über Neuseeland gehört, da werden jeden morgen die Kälber von der Wiese gesammelt, die Kuhkälber werden danach sofort getränkt, die Bullen erst am nächsten Morgen!
Sprich wenn die Kälber abends geboren wurden, sind sie mal eben knapp 40 Stunden ohne Milch...

wenigstens die Biestmilch haben sie schon bevor sie eingesammelt werden...
dann sinds 24h ohne Milch; die männlichen Kälber gehen dort zT. schon mit wenigen Tagen zum Metzger und es wird aus Arbeitsersparnis oft nur 1x tgl. getränkt....
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Beitragvon Iron Maiden » Sa Jan 31, 2009 23:00

Das setzt vorraus das sie bei der Mutter saugen!
Tun sie das in jedem Fall??
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Beitragvon estrell » Sa Jan 31, 2009 23:07

Von meinen Mutterkühen aus gesehen saugen gesunde Kälber bei der Mutter - und die Mütter achten darauf, das die Kälber saugen.

Nur - die Kälber saugen einfacher am kleinen Euter einer Mutterkuh als am (vergleichsweisen ) Rieseneuter der Milchkuh - und ob die Milchtiere noch alle den Mutterinstinkt haben? Bei Mutterkühen werden ja ständig die mit mangelndem Mutterinstinkt gemerzt...

Euter ist einer der größten Schwachpunkte bei den BBB - reinrassig ists echt unmöglich (wie ein aufgeblasener Gummihandschuh) und sie haben meist sogar für ihre eines Kalb zu wenig Milch.
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon Highway » Di Apr 13, 2010 20:47

So bin durch Zufall über Google in dieses Forum gekommen

mich würde mal interesieren wo der Aktuelle schlachtpreis für Belgier Fleckvieh Kreutzungen liegt
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon Cowgirl487 » Do Mai 06, 2010 14:24

Ein Milchviehbetrieb, in dem ein Freund von mir arbeitet, hat eine sehr gute HF-Herde und besamt einige Kühe auch mit BWB-Sperma. Habe mich gewundert, dass die Kreuzungstiere (weiblich) beim Jungvieh liefen. Sie sehen deutlich gesünder aus als die HF-Färsen, da ist "mehr dran" (sehe das aber auch aus Fleischrinderhalter Sicht ;-)). Und besagter Freund meinte auf meine Frage hin, warum sie die behalten, dass die auch gemolken werden (also als Kühe natürlich) und dass sie schon welche mit 30 kg Milch dabei hatten (Laktationsleistung weiß ich nicht). Konnte das kaum glauben... Kann der Heterosiseffekt so ausgeprägt sein? Hat das von euch je jemand versucht die Kreuzungsfärsen zu melken?
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon JohnDeere3040 » Do Mai 06, 2010 21:42

Bei uns hat sich mal eine (HFxBWB) durchgemogelt, war wohl ein Fehler bei der Besamung :oops: ,und von der Färbung nicht direkt zu erkennen, die ist aber recht klein geblieben, und vor allem ins Fleisch gewachsen. Milch hat sie deutlich weniger wie die reinen Hf gegeben. Die Kreuzungskälber sind bei uns im Kälberstall allerdings wesentlich öfter krank.
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon SHierling » Fr Mai 07, 2010 8:20

Konnte das kaum glauben... Kann der Heterosiseffekt so ausgeprägt sein? Hat das von euch je jemand versucht die Kreuzungsfärsen zu melken?

Wo siehst Du denn da Heterosis? Heterosis hast Du, wenn die Nachkommen in der F1 die reinerbigen Elterntiere in der jeweils betrachteten Leistung übertreffen - und das hast Du bei den Kreuzungen weder in der MIlch- noch in der Fleischleistung, da hast Du ganz einfach die "Mittelwerte" der polygenen und quantitativen Merlmale. Sozusagen "Rosa Erbsen" ;-)

Zum melken werden solche Kreuzungen eher deswegen seltener benutzt, weil bei deren Kälbern dann die Erbanlagen wieder aufspalten und ebensoviele Kleiderständer wie Fleischberge rauskommen können.


Die Kreuzungskälber sind bei uns im Kälberstall allerdings wesentlich öfter krank.

JD: eine Ahnung oder Vermutung, warum? Was haben die denn?
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon schakschirak » Fr Mai 07, 2010 9:40

Kenne jemand der eine BV-WBB Kreuzung gemolken hat, gab nur 16 Liter/T. Einsatzleistung.
Weiteres Problem die Abkalbung. Wird eine WBB Kreuzung wieder mit WBB besamt, bekommst das Kalb fast nicht ohne Kaiserschnitt raus.
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon Cowgirl487 » Fr Mai 07, 2010 9:52

Wo siehst Du denn da Heterosis? Heterosis hast Du, wenn die Nachkommen in der F1 die reinerbigen Elterntiere in der jeweils betrachteten Leistung übertreffen - und das hast Du bei den Kreuzungen weder in der MIlch- noch in der Fleischleistung, da hast Du ganz einfach die "Mittelwerte" der polygenen und quantitativen Merlmale. Sozusagen "Rosa Erbsen" ;-)


Heterosiseffekte treten doch auf, wenn man genetisch sehr unterschiedliche Rassen miteinander kreuzt, die aber in sich eine eher enge genetische Vielfalt haben bzw. reinerbig sind. Das dürfte bei beiden Rassen der Fall sein, da HF schon lange Zeit nur auf Milch und BWB schon immer auf maximale Zunahmen und Fleischansatz gezüchtet wurden. Und Heterosiseffekt heißt, dass die F1 Nachkommen in ihren Leistungen über dem DURCHSCHNITT der Leistungen der Eltern liegen (sollte dann ja für Zunahmen UND Milch gelten). So habe ich das sowohl in der Berufsschule als auch in der Fachschule gelernt. Was wäre denn deine Erklärung für eine so hohe Milchleistung bei den Kreuzungstieren der F1 Generation? Dass die Kälber in ihrer Genetik und ihrem Aussehen wieder sehr aufspalten ist mir auch klar... Hab schonmal was von Mendel gehört ;-)
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon schakschirak » Fr Mai 07, 2010 10:11

Ob die Milchleistung in meinem Beispiel mit 16 Liter pro Tag hoch ist ? BV Färsen geben abgekalbt um die 26 Liter, WBB reinrassig ? sagen wir 10 Liter pro Tag ?
Die Mitte aus 36 wäre dann 18 Liter. Die Kreuzung gab nur 16 Liter. Ist dann wohl eher ein dürftiger Heterosiseffekt, was Milch angeht.
Wo es gut funktioniert sind HF-BV Kreuzungen, sowie HF-FV Kreuzungen. Hier kommen die Nachkommen mit der Milchleistung der F1 nahezu an das Niveau reinrassiger HF heran, die F2 fällt dann logischerweise ab in der Leistung.
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon estrell » Fr Mai 07, 2010 11:07

Nach drei Monaten ist aber auch bei F1 HF/BBB schon der Zenit deutlich überschritten, lange melkst du "sowas" nicht. Nach der 2. Laktation gehen die hier alle in die Endmast und dann an den Haken - du merkst am Ende der zweiten Laktation - so ab dem 6. Monat, das alles nur noch Richtung Fleisch wächst.
Ein Nachbarbetrieb hat immer mal F1er dazwischen, die haben in der Milchkontrolle dann zwischen 3500 und 4500 Litern Laktationsleistung - real also noch etwas weniger. Will man die halten, solte man die Laktation so lange als möglich melken, also auch bei nur noch 3 Litern immer noch anhängen, da die sonst hemmungslos verfetten.

Im nächsten Jahr(2011) werden die Spermahändler aber männlich gesextes Sperma rausbringen - ist grad im Test, für die Einkreuzung in HFs die man nicht als Erbtiere sondern nur zur Mich braucht - du kannst dann entscheiden, ob du weibliche HF-Kälber haben willst oder männliche HF/BBB.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Weiß-blaue Belgier - Kreuzungen

Beitragvon JohnDeere3040 » Fr Mai 07, 2010 17:18

SHierling hat geschrieben:
Die Kreuzungskälber sind bei uns im Kälberstall allerdings wesentlich öfter krank.

JD: eine Ahnung oder Vermutung, warum? Was haben die denn?

Naja also der Durchfall (falls vorhanden) dauert länger, auch saufen sie bei weitem nicht so gut, insbesondere Elektrolyte, wenn sie krank sind. Aber keine abgesicherte Statistik, bei ca. 30 BWB Kreuzungen pro Jahr
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