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Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Mad » So Jun 16, 2013 18:51

DTR, wie ich es schon vermutet hatte.

Und nun?

War die Infektion bereits als du behandelt hattest oder kam sie erst danach? Eigentlich sollte das Input Classic ja dagegen geholfen haben.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Wini » So Jun 16, 2013 19:01

Hallo Mad,

als ich mit dem Input reingefahren bin, habe ich lediglich die Septoria Tritici auf den unteren Blattetagen bemerkt.
An Feldern zu Waldrändern und Hecken war auch schon etwas Mehltau zu sehen.

Ich denke ich werde das mal noch 2-3 Tage genau beobachten. Da in den nächsten Tagen mit frühsommerlich hohen
Temperaturen und feuchten Bedingungen in den außergewöhnlich fetten Beständen zu rechnen ist, nehme ich an, daß
sich der Krankheitsdruck noch verstärken wird.

Welches Mittel würdest Du den empfehlen ?

Und Stoapfälza. mach Dir nix draus, bei mir ist die Wintergerste bereits ins Lager gegangen und der Raps geht seit Anfang Juni
aufgrund der hohen Niederschläge und ohne Wachstumsregler ebenfalls Richtung horizontale.
Aber solche Schotenpakete habe ich seit Jahren hier nicht mehr gesehen.
Wollt ihr wieder mal ein paar Bilder von Wini's Null-Input-Raps sehen ?
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Crazy Horse » So Jun 16, 2013 19:54

Wini hat geschrieben:Hallo Mad,

als ich mit dem Input reingefahren bin, habe ich lediglich die Septoria Tritici auf den unteren Blattetagen bemerkt.
An Feldern zu Waldrändern und Hecken war auch schon etwas Mehltau zu sehen.

Ich denke ich werde das mal noch 2-3 Tage genau beobachten. Da in den nächsten Tagen mit frühsommerlich hohen
Temperaturen und feuchten Bedingungen in den außergewöhnlich fetten Beständen zu rechnen ist, nehme ich an, daß
sich der Krankheitsdruck noch verstärken wird.

Welches Mittel würdest Du den empfehlen ?



Du bist selber schuld, wenn Du bei der Blattbehandlung in EC 39 kein Strobi mitnimmst.
Vor ein paar Jahren, als die neueste Generation der Carboxamide eingeläutet wurde, hieß es, dass sich die Strobilurine überholt hätten, dass sich der Marktanteil an Strobilurinen bis zum Jahr 2020 auf unter 10% reduzieren würde. Und heute - 3 Jahre später - haben sie wieder alle ihre Strobis in der Fungizidkombination (wenn nächstes Jahr das Ceriax rauskommt auch die BASF), weil sie einfach die beste vorbeugende Wirkung und die beste physiologische Leistung haben. Mit Strobis behandelte Pflanzen leiden sichtlich weniger unter biotischen und abiotischen Stressfaktoren.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon zwiebe » So Jun 16, 2013 21:41

AN: Franken Bayerns Elite

Das mit DTR ist so eine Scheiß Sache, 3 Tage num und rum. Einfach blöd gelaufen.

Ich habe mich auch für Input classsic entschieden wegen Fusarium, der andere bekam Adexar.

Jetzt steht noch Taspa 0,3(12€) und 1l Folicur oder Sportak mit 16,50 an bzw. wurde schon gemacht.
Und schön die Sonnencreme nicht vergessen ... Mangansulfat hilft wunder...

Bis auf das Sortentypische, null Problem. (außer Meister mit 30cm WH und 280 kg N...)
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon NobbyNobbs » So Jun 16, 2013 22:51

zwiebe hat geschrieben:AN: Franken Bayerns Elite

Das mit DTR ist so eine Scheiß Sache, 3 Tage num und rum. Einfach blöd gelaufen.

Ich habe mich auch für Input classsic entschieden wegen Fusarium, der andere bekam Adexar.

Jetzt steht noch Taspa 0,3(12€) und 1l Folicur oder Sportak mit 16,50 an bzw. wurde schon gemacht.
Und schön die Sonnencreme nicht vergessen ... Mangansulfat hilft wunder...

Bis auf das Sortentypische, null Problem. (außer Meister mit 30cm WH und 280 kg N...)


Ich kapier' nur Bahnhof.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon NobbyNobbs » So Jun 16, 2013 23:17

Wini, du hast da im Prinzip zwei weniger gesunde Sorten im Programm. In Jahren wie diesen ist die Einmalbehandlung schon als sehr kritisch anzusehen. Dann aber ein reines Azol einzusetzen (Spiroxamine als Schlitten- und Mehltaukomponente mal außen vor), ist wirklich nicht die beste Variante. Wenige, einzelne Wirkstoffe und oder Spezialmittel (auch wenn Prothioconazol breit wirksam und ein klasse Wirkstoff ist), machen eigentlich nur Sinn, wenn man öfter fahren möchte oder wirklich gezielt gegen eine Krankheit behandeln muss. Das schließt aber eigentlich die Einmalbehandlung schon aus. Da musst du langanhaltend und breit wirksam absichern. Das gelingt dir logischerweise am besten mit einem Mix aus Carboxamiden, Azolen, Strobilurinen und evtl. sogar noch einen Kontaktwirkstoff. So verbindest du verschieden Stärken und kannst zusätzlich häufig auf Synergieeffekte aus unterschiedlichen Formulierungen bauen.
Dazu kann ich nur das unterstreichen was unser Crazy Horse immer wieder bezüglich der Strobilurine sagt. Diesen physiologischen Effekt bei mittlerem bis nicht ganz so spätem Einsatz würde ich nicht missen wollen. Dazu bringen Strobilurine gegen alles außer Septoria und Mehltau immer eine hervorragende Dauerwirkung in die Mischung. Ähnliches gilt für die neuen Carboxamide. Diese Wirkstoffgruppe hat ein so außergewöhnlich hohes Leistungspotential gegen Roste und Septoria, dass ich mich frage, wieso du nicht auf Bixafen oder Xemium gebaut hast wenn Septoria deine Angst auslöste? Ist es noch nicht durch gesickert, dass alle Epoxiconazol- oder Prothioconazolmischungen seit der Einführung und Kombination der Carboxamide mit diesen um ein Vielfaches wirksamer sind? Mach's nächstes Jahr besser.
Übrigens bin ich mir da noch nicht sicher, ob das wirklich DTR ist. Mir fällt das anhand solcher Bilder im Anfangstadium immer unheimlich schwer.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon zwiebe » Mo Jun 17, 2013 5:37

NobbyNobbs hat geschrieben:
Ich kapier' nur Bahnhof.


Die kurative Wirkung nach Infektionen bzw die Vorbeugende bei DTR ist nicht so gut.
Wenn man dann die Flecken sieht, ist es meist schon zu spät.
Bei Stoppelweizen sollte man eine Fungizidmaßnahme mehr einplanen.
Meine Strategie für Mais und Rübenweizen: Je nach Witterung EC 32 billiges Azol, EC 39 ein Carboxamid haltiges(früher Strobi) und beginn Blüte Ähren/Fusariumgeschichte mit günstigeren.
Heuer habe ich Schönbergers Theorie mit den hochwachsenden Fusarium mit Input Classic anstatt dem X bei meinen Maisweizen getestet.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Mad » Mo Jun 17, 2013 8:35

zwiebe hat geschrieben:Heuer habe ich Schönbergers Theorie mit den hochwachsenden Fusarium mit Input Classic anstatt dem X bei meinen Maisweizen getestet.



Wenn das so ist, wie das JKI herausgefunden hat, werde ich beim Einsatz zur Fusarienbehandlung nicht mehr auf den Wirkstoff Prochloraz verzichten.

Meine Strategie lautet dieses Jahr wie folgt: Prochloraz + Tebuconazol für die sofortige Hemmung und Prothioconazol für die lang anhaltende Wirkung.

Wenn es jetzt nicht direkt eine Hitzewelle geben würde, wären die Fusarien wohl kein Thema. Aber wir wissen ja, dass es aktuell anders aussieht.

MFG
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 17, 2013 9:35

Mad hat geschrieben:
zwiebe hat geschrieben:Heuer habe ich Schönbergers Theorie mit den hochwachsenden Fusarium mit Input Classic anstatt dem X bei meinen Maisweizen getestet.



Wenn das so ist, wie das JKI herausgefunden hat, werde ich beim Einsatz zur Fusarienbehandlung nicht mehr auf den Wirkstoff Prochloraz verzichten.

Meine Strategie lautet dieses Jahr wie folgt: Prochloraz + Tebuconazol für die sofortige Hemmung und Prothioconazol für die lang anhaltende Wirkung.

Wenn es jetzt nicht direkt eine Hitzewelle geben würde, wären die Fusarien wohl kein Thema. Aber wir wissen ja, dass es aktuell anders aussieht.

MFG



Ich bin immer noch wild entschlossen, keine Maßnahme mehr zu machen und auf meine Carboxamid-Triazol-Strobilurin-Mischung aus den "40'ern", bzw. die Vorlage im Stoppelweizen in den "30'ern", zu vertrauen. Wenn ich schon solche Luxusprodukte auf voll ausgebildeten Blattapparat in maximalen Aufwandmengen fahre, dann will ich auch den kompletten Nutzen. Dann sollen die Scheißmittel endlich mal das beweisen, was sie immer vorgeben drauf zu haben. Dann erwarte ich halt mal 6, 8 Wochen grüne Blattfläche. Was bringt es in EC 45 diese Maßnahmen zu fahren und dann 3 Wochen später doch wieder durch zu wollen um "sicher zu gehen, dass auch ja nichts anbrennt". Dann hätte man auch vorne raus preiswerter handeln können.
Die Bestände sind bisher TOP gesund. Da ist nichts, außer in den Stoppelweizen-Spritzfenstern- aber das war klar. Ich rechne bei 1,0 l/ha Aviator + 0,3 l/ha Twist mit 4-6 Wochen aktivem Schutz gegen Roste und anderen Abreifekrankheiten und dann bin ich 1.) schon Ende der Milchreife bis die ersten Neuinfektionen eintreten würden und 2.) ist Septoria- die Krankheit wo man eben nicht von 4, 5 oder 6 Wochen Schutz ausgehen kann- einfach auf allen Blattetagen viel zu schwach entwickelt um noch mal rasch in der jetzigen kritischen Phase epidemisch ausbrechen zu können. In Rapsweizen ein epidemischer DTR-Befall? Wer glaubt das wirklich? Mehltau? Nie und nimmer. Da in meinem Fall jetzt noch mal Geld auszugeben, würde sich einfach nicht rechnen (20 km weiter kann's schon wieder ganz anders aussehen). So viel machen die Pilze in diesem späten Stadium nicht mehr kaputt. Es ist immer eine Frage der Wirtschaftlichkeit und nicht der Gewissensberuhigung oder des Auges. Bei vielen kommt ja noch der Spaßfaktor dazu, der alles überwiegt und jegliche Durchfahrten wirtschaftlich macht. Aber ich will Geld verdienen. Was zur Teig- oder Totreife passiert interessiert mich nicht mehr. Es ist wirtschaftlich uninteressant, SPÄT auch noch das letzte bisschen cm² Blattfläche zu schützen. Rechne ich da Durchfahrverluste, Verschleiß, Mittel- und Dieselkosten, sowie einen Lohnansatz (wo sich gerne jeder selbst bescheißen kann), dann kommt da nichts bei rum. 9 von 10 unabhängigen und statistisch abgesicherten Versuchsergebnissen würden das bestätigen.

Ich glaube schon, dass es sich 2013 um ein relativ krankes Jahr handelt und in vielen Fällen die Doppelbehandlung lohnend sein wird. Da Einmalbehandlungen zu fahren ist riskant und Bedarf mehrerer eng korrelierter Umstände ideal zu meistern. Bisher tritt aber keine Krankheit dominant auf. Ich bin davon überzeugt im Rapsweizen kam man (hier) mit einer ideal platzierten Maßnahme hin, um den Blattapparat der Bestände ausreichend lange zu schützen.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Mad » Mo Jun 17, 2013 10:33

NobbyNobbs hat geschrieben:
Mad hat geschrieben:
zwiebe hat geschrieben:Heuer habe ich Schönbergers Theorie mit den hochwachsenden Fusarium mit Input Classic anstatt dem X bei meinen Maisweizen getestet.



Wenn das so ist, wie das JKI herausgefunden hat, werde ich beim Einsatz zur Fusarienbehandlung nicht mehr auf den Wirkstoff Prochloraz verzichten.

Meine Strategie lautet dieses Jahr wie folgt: Prochloraz + Tebuconazol für die sofortige Hemmung und Prothioconazol für die lang anhaltende Wirkung.

Wenn es jetzt nicht direkt eine Hitzewelle geben würde, wären die Fusarien wohl kein Thema. Aber wir wissen ja, dass es aktuell anders aussieht.

MFG



Ich bin immer noch wild entschlossen, keine Maßnahme mehr zu machen und auf meine Carboxamid-Triazol-Strobilurin-Mischung aus den "40'ern", bzw. die Vorlage im Stoppelweizen in den "30'ern", zu vertrauen. Wenn ich schon solche Luxusprodukte auf voll ausgebildeten Blattapparat in maximalen Aufwandmengen fahre, dann will ich auch den kompletten Nutzen. Dann sollen die Scheißmittel endlich mal das beweisen, was sie immer vorgeben drauf zu haben. Dann erwarte ich halt mal 6, 8 Wochen grüne Blattfläche. Was bringt es in EC 45 diese Maßnahmen zu fahren und dann 3 Wochen später doch wieder durch zu wollen um "sicher zu gehen, dass auch ja nichts anbrennt". Dann hätte man auch vorne raus preiswerter handeln können.
Die Bestände sind bisher TOP gesund. Da ist nichts, außer in den Stoppelweizen-Spritzfenstern- aber das war klar. Ich rechne bei 1,0 l/ha Aviator + 0,3 l/ha Twist mit 4-6 Wochen aktivem Schutz gegen Roste und anderen Abreifekrankheiten und dann bin ich 1.) schon Ende der Milchreife bis die ersten Neuinfektionen eintreten würden und 2.) ist Septoria- die Krankheit wo man eben nicht von 4, 5 oder 6 Wochen Schutz ausgehen kann- einfach auf allen Blattetagen viel zu schwach entwickelt um noch mal rasch in der jetzigen kritischen Phase epidemisch ausbrechen zu können. In Rapsweizen ein epidemischer DTR-Befall? Wer glaubt das wirklich? Mehltau? Nie und nimmer. Da in meinem Fall jetzt noch mal Geld auszugeben, würde sich einfach nicht rechnen (20 km weiter kann's schon wieder ganz anders aussehen). So viel machen die Pilze in diesem späten Stadium nicht mehr kaputt. Es ist immer eine Frage der Wirtschaftlichkeit und nicht der Gewissensberuhigung oder des Auges. Bei vielen kommt ja noch der Spaßfaktor dazu, der alles überwiegt und jegliche Durchfahrten wirtschaftlich macht. Aber ich will Geld verdienen. Was zur Teig- oder Totreife passiert interessiert mich nicht mehr. Es ist wirtschaftlich uninteressant, SPÄT auch noch das letzte bisschen cm² Blattfläche zu schützen. Rechne ich da Durchfahrverluste, Verschleiß, Mittel- und Dieselkosten, sowie einen Lohnansatz (wo sich gerne jeder selbst bescheißen kann), dann kommt da nichts bei rum. 9 von 10 unabhängigen und statistisch abgesicherten Versuchsergebnissen würden das bestätigen.

Ich glaube schon, dass es sich 2013 um ein relativ krankes Jahr handelt und in vielen Fällen die Doppelbehandlung lohnend sein wird. Da Einmalbehandlungen zu fahren ist riskant und Bedarf mehrerer eng korrelierter Umstände ideal zu meistern. Bisher tritt aber keine Krankheit dominant auf. Ich bin davon überzeugt im Rapsweizen kam man (hier) mit einer ideal platzierten Maßnahme hin, um den Blattapparat der Bestände ausreichend lange zu schützen.


Gegen deine Strategie im Rapsweizen spricht ja auch überhaupt nichts.
Ich weiß nur, was hier vergangenes Jahr mit Fusarien abging und das will ich in diesem Jahr auf jeden Fall vermeiden. Allein schon, weil ich beim Maisweizen nicht tatenlos zuschaue, wie er sich die Fusarien doch noch einfängt. Und wie wir alle wissen, ist der Tobak anfällig für Fusarien. Ich habe letztes Jahr erlebt, dass er sogar nach Raps damit befallen war, weshalb ich da wohl auch handeln werde. Da reicht ja schon ein Nachbarschlag auf dem Mais wächst oder ein Stoppel- oder Maisweizen steht.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon zwiebe » Mo Jun 17, 2013 21:12

Klartext bei Fusarium probiere ich mehrer Varianten. Entweder Sportak oder Folicur immer in Mischung mit Taspa.

Ich würde wenigstens noch ein wenig Taspa für 40€/l nachlegen mit 0,3-0,4 weil das schmierige Hähnchen braucht auch noch für 4,15€ eine auf den Deckel...

Aber keine FCS Produkte... seit dem Goltixskandal...
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 17, 2013 21:57

zwiebe hat geschrieben:Klartext bei Fusarium probiere ich mehrer Varianten. Entweder Sportak oder Folicur immer in Mischung mit Taspa.

Ich würde wenigstens noch ein wenig Taspa für 40€/l nachlegen mit 0,3-0,4 weil das schmierige Hähnchen braucht auch noch für 4,15€ eine auf den Deckel...

Aber keine FCS Produkte... seit dem Goltixskandal...




Die sind meistens nicht bekämpfungswürdig und dann mache ich auch nichts. Von dieser ganzen unnötigen Insektizid-Raushauerei hab ich sowas von die Schnauze voll. Das kannst du dir im Raps ja nicht mehr anschauen. Da wird 6, 8 mal mit Insektizid durch gefahren. Völliger Wahnsinn. Die Probleme die wir haben sind hausgemacht. Unter normalen Bedingungen im Weizen: Lass die paar Viecher durch natürliche Gegenspieler im Zaun halten und dann ist gut.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Mad » Mo Jun 17, 2013 22:05

NobbyNobbs hat geschrieben:
zwiebe hat geschrieben:Klartext bei Fusarium probiere ich mehrer Varianten. Entweder Sportak oder Folicur immer in Mischung mit Taspa.

Ich würde wenigstens noch ein wenig Taspa für 40€/l nachlegen mit 0,3-0,4 weil das schmierige Hähnchen braucht auch noch für 4,15€ eine auf den Deckel...

Aber keine FCS Produkte... seit dem Goltixskandal...




Die sind meistens nicht bekämpfungswürdig und dann mache ich auch nichts. Von dieser ganzen unnötigen Insektizid-Raushauerei hab ich sowas von die Schnauze voll. Das kannst du dir im Raps ja nicht mehr anschauen. Da wird 6, 8 mal mit Insektizid durch gefahren. Völliger Wahnsinn. Die Probleme die wir haben sind hausgemacht. Unter normalen Bedingungen im Weizen: Lass die paar Viecher durch natürliche Gegenspieler im Zaun halten und dann ist gut.



Endlich mal jemand, der so denkt wie ich. Es wurden bisher noch keine Beweise vorgelegt, dass das Getreidehähnchen in irgend einer Weise Ertragsverluste hervorruft. Die paar Streifen auf dem Fahnenblatt sind weitaus weniger problematisch als ein Befall mit Septoria oder DTR.

Mich haben beim Feldbegang alle schief angeschaut als ich sagte, dass ich bei der Rapsblütenbehandlung aus Überzeugung kein Insektizid mehr zugesetzt habe. Jeder andere ist da nochmal voll mit Biscaya durchgeknallt. Ich habe nur einen Schlag, wo ich ein Karate hätte spritzen sollen. Da habe ich nämlich etwas Schaden durch die Kohlschotenmücke. Aber ansonsten machte es überhaupt keinen Sinn.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 17, 2013 22:26

Ich setze flächendeckend auch kein Insektizid zur Blütenbehandlung ein. Da mache ich mir lieber die Mühe und fahre bei Bedarf extra um von Wegen aus ne Randbehandlung zu machen. Die 12 m reichen vollkommen aus.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon countryman » Di Jun 18, 2013 7:29

also zumindest hier ist die Offizialberatung sehr zurückhaltend (geworden) mit Insektizidempfehlungen.
Das macht Sinn, denn so verlockend "dazukippen" ist, im seltenen Falle echter Probleme passt doch der Zeitpunkt nicht.
Wir verheizen nur unsere Wirkstoffe, und neue werden kaum mehr kommen.
Ich hoffe die Firmenvertreter begreifen das auch.
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