NobbyNobbs hat geschrieben:Ich setze flächendeckend auch kein Insektizid zur Blütenbehandlung ein. Da mache ich mir lieber die Mühe und fahre bei Bedarf extra um von Wegen aus ne Randbehandlung zu machen. Die 12 m reichen vollkommen aus.
Genau DAS hab ich dieses Jahr auch gemacht, weil ich noch ne halbe Tankfüllung mit Biscaya übrig hatte und die nicht irgendwie im Getreide verschwenden wollte. Allerdings kann ich nur mit 6,5 m reinhalten, weil meine Spritze ausgeklappt nur 15m breit ist. Das Ergebnis war aber dennoch beeindruckend. Ich hatte rings außen rum einen leuchtend gelben Streifen, wo der Raps sehr viel intensiver geblüht hat. Der andere Raps hat später nochmal nachgeblüht.
Die zwei Behandlungen im Knospenstadium mit Plenum + Trebon u. Biscaya waren entschieden zu wenig, bei dem massiven Befall an Rapsglanzkäfern. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass der relative späte Effigo-Einsatz und der hohe Bor- und Bittersalzanteil in der Spritzbrühe zu dieser schwachen ersten Blüte und den vielen Nachblühern geführt haben, aber ich konnte leider nicht früher mit Effigo rein, weil es entweder zu kalt für diesen Wuchsstoff oder der Boden noch nicht befahrbar war. Vieleicht liegt es aber auch am Harnstoff, dass der dieses Jahr erst spät seine Wirkung zeigt
In der großrahmigen spätreifen Ogura-Hybride Exocet hatte ich längst nicht diese Probleme mit den Rapsglanzkäfern. Da haben die beiden Insektizidbehandlungen vollkommen ausgereicht. Der hat allerdings auch ewig lange nachgeblüht, weil er von Hause aus einen sehr hohen Knospenansatz mitbringt, und bei der günstigen Wasserversorgung, die wir dieses Jahr haben, auch jede Knospe mithochgezogen und zum Blühen gebracht hat. Obwohl ich die Sorte vergleichsweise dünn mit 35-40 Kö/qm gesät hab, steht er mir fast schon ein bisschen zu mastig da. Dort wo der Boden etwas tiefgründiger ist, ist er über 2m lang. So wie es aussieht, darf der dieses Jahr Geburtstag feiern, damit auch die unteren Schoten gut abreifen.

