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Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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92 Beiträge • Seite 6 von 7 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon angusy » Fr Jun 21, 2013 8:51

Ich vermute mal, dass nahezu jeder, der hier diskutiert die jeweiligen Einstufen im Blick hat. Den einen oder anderen würde ich als Ackerbau-Profi bezeichnen, der ganz genau weiß, was er tut.

Trotzdem habe ich als Nicht-Profi das bislang auch ganz gut im Griff. Ich baue keinen Mais und keine Rüben an, versuche nicht zu früh zu drillen und pflüge alles. Bislang hatte ich keine Fusarium-Probleme. Auch nicht mit Tobak in 2012, als einige Kollegen hier in der Gegend ihren Weizen LKW-weise wieder von der Mühle mit nach Hause gebracht haben (und das war kein Tobak). Sollte es dennoch Probleme geben, wird die Sorte halt gewechselt.

Aber wir erfreuen uns doch z.Zt. alle an unseren vergleichsweise schönen Beständen. Wenn überhaupt ist das doch ein wenig Jammern auf aller aller höchstem Niveau (siehe die Sch...-Jahre 2012 und 2011).
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon steel. » Fr Jun 21, 2013 8:57

angusy hat geschrieben:Bislang hatte ich keine Fusarium-Probleme.


Das bestreitet niemand. Allerdings gibt es Untersuchungen die belgen das Fusariumprobleme durch gebildete Resistenzen deutlich zunehmen. Neuerdings auch in der Gerste, wo es früher damit keine Probleme gab.
steel.
 
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon angusy » Fr Jun 21, 2013 9:07

Resistenzen sind überall im chemischen Pflanzenschutz ein Thema.

Aber dies kann dann auch eine eigentlich nicht gefährdete Sorte treffen. Da wird die Sortenwahl nach Einstufung allein nicht reichen.
Das sagt schon Dein Beispiel mit der Gerste.

Das Gesamtsystem muss passen und dazu am besten noch das Wetter. Wer nach Körnermais Tobak pfluglos bestellt, ist selber schuld.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Crazy Horse » Fr Jun 21, 2013 14:38

steel. hat geschrieben:Habt ihr euch von Tobak NOCH NIE die Einstufung in Halmbruch und Ährenfusarien angeschaut ?
Somit ist er sowohl nach Mais als auch in getreidereichen Fruchtfolgen weitgehend ungeeignet. Bei idealem Wetter kann das durchaus passen, mir wäre das dennoch zu riskant. Einzig nach Raps paßt er problemlos.
Gibt mehr als genug andere Sorten mit weniger Risiko und ähnlich hohen Erträgen. Und die letzten paar dt werden ohnehin oft zu teuer erkauft.
Denn teure Pflaneznschutzmittelpreise sind garantiert, hohe Getreidepreise nicht.
Übrigens wird Fusarium nicht nur nach Mais zunehmend zum Problem, auch in getreidereichen Fruchtfolgen nehmen die Probleme und Resistenzen rapide zu. Umso wichtiger wird in Zukunft die Sortenwahl.


Tobak eignet sich aufgrund seiner Frohwüchsigkeit sehr gut als Stoppelweizen, wie die Stoppelweizenversuche der letzten beiden Jahre eindrucksvoll belegen. Ich hab auch ein paar Hektar Tobak als Stoppelweizen stehen (nach Sommergerste) und kann nicht behaupten, dass der irgendwie schlechter steht als der Rapsweizen. Ich hab ihn allerdings vorsorglich in EC33 mit Cirkon + Credo behandelt (musste eh rein zur Distel- und Klettenbekämpfung).

Fusarium ist dieses Jahr aufgrund der Trockenheit überhaupt kein Thema - noch nicht mal im Maisweizen. Nach Mais braucht man eine solche Sorte aber dennoch nicht anbauen, zumal es mittlerweile recht ertragreiche Futterweizensorten mit einer deutlich besseren Fusariumtoleranz gibt (Elixer, SU Anapolis). Ansonsten muss man nach Mais einfach gewisse Abstriche machen und einem weniger ertraggreichen A-Weizen mit sicherer Fusariumresistenz (Toras, Kometus, Impression) den Vorzug geben. Die haben dafür halt wieder andere Anfälligkeiten.

Ackerbaulich gesehen ist Tobak eine relativ robuste, pflegeleichte Sorte, die sich aufgrund seiner Gesundheit, Trockentoleranz und Frohwüchsigkeit auch für schlechtere Lagen eignet. Ich würde die Sorte aber dennoch niemandem empfehlen, der seinen Ackerbau recht extensiv betreibt und nur selten nach seinen Pflanzen schaut. Bei Infektionsbedingungen sollte man jedenfaslls nicht lange überlegen und eine Ährenbehandlung durchführen.

Es schadet auch nicht, wenn man für alle Eventualitäten noch ne zweite oder dritte Sorte anbaut. Dann hat man auch den direkten Vergleich. Hier im Forum wurde die letzten Woche halt viel über die Sorte geschrieben und das Echo war ja auch durchweg positiv. Tobak ist keine extreme Sorte, sondern ein sehr guter Allrounder ohne größere Schwächen, sieht man mal von seiner etwas höheren Fusariumanfälligkeit ab. Andere Sorten haben dafür wieder Probleme mit der Winterhärte oder der Fallzahlstabilität oder sind einfach nicht trockentolerant. So hat einfach jeder sein eigenes K.O.-Kriterium.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Jun 21, 2013 16:38

jak hat geschrieben:@NobbyNobbs

Sag mal, wie machst du deine Feldränder? Auf ein paar Fotos von dir, sieht man, denke ich, es ist der Feldrand. Ca 25cm nichts (kein Bewuchs). Wie machst du das? Gefällt mir gut!

SG Jak


Ich spritze jedes Jahr die Ränder meiner Flächen mit Glyphosat ab (nur die Rändern, flächendeckend nach Möglichkeit nur 1x/Fruchtfolge). Nicht über den Feldrand hinaus, aber bis haarscharf an die Grenze (bei 10 cm sagt kein Mensch was). Damit machst du schon mal Klarschiff. Im Herbst kommt da kein Bewuchs mehr auf. Dann wird a) entweder im Winter Kerb Flo gespritzt (Raps) oder aber b) eine Randbehandlung unter feuchten Bedingungen im zeitigen Frühjahr mit Attribut gemacht (Weizen). Dabei fahre ich dann unter Umständen etwa 10 cm neben die Fahrgasse um leichte Wegrandüberschreitungen zu erreichen. Die Fahrgassen lege ich normal an, aber die letzte Saatreihe bringe ich nichts aus. So wird bei jeder Behandlungen ein gewisser "toter Bereich" mit behandelt, der sich aber IN DER FLÄCHE befindet und leicht zu pflegen bzw. kontrollieren ist. (Ich kann ja machen was ich will, so lange ich nicht auf den Wegen rumhantiere ;).)
Diese beiden Mittel schaffen alle "Weggräser" problemlos über eine gute Bodenwirkung und hindern bis in den Sommer an der Keimung. Desweiteren nutze ich jede Möglichkeit um alles platt zu fahren oder zu mulchen.

Diesen einwandernden Dreck kann ich jedenfalls gar nicht leiden. Beim pfluglosen Anbau gilt höchste Priorität der Feldrandhygiene. Grade die Trespen breiten sich hier die letzten Jahre so rasant aus, dass viele nicht mehr Herr der Lage sind. Wenn da nur ein paar Pflanzen reinwachsen und ich den Scheiß danach 7,50 m mit dem Häcksler verteile, hab ich im Jahr darauf den Salat.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon julius » Fr Jun 21, 2013 20:40

Fotos WW
SAM_068.JPG
WW, Multi kulti, Sophytra, Hermann und Tobak Reste zusammengemischt. Morgen Ährenbehandlung
SAM_069.JPG
WW, Multi kulti, Sophytra, Hermann und Tobak Reste zusammengemischt. Morgen Ährenbehandlung
SAM_070.JPG
WW, Multi kulti, Sophytra, Hermann und Tobak Reste zusammengemischt. Morgen Ährenbehandlung
SAM_064.JPG
Tobak 1 x behandelt, morgen folgt Ährenbehandlung
SAM_060.jpg
Tobak 1 x behandelt, morgen folgt Ährenbehandlung
SAM_061.jpg
Tobak, 1 x behandelt, morgen folgt Ährenbehandlung
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon julius » Fr Jun 21, 2013 20:56

Crazy Horse hat geschrieben:
Fusarium ist dieses Jahr aufgrund der Trockenheit überhaupt kein Thema - noch nicht mal im Maisweizen.


Dachte ich auch. Aber mein Weizen wurde erst 1x behandelt, blüht zurzeit bzw beginnt damit, und wir hatten gestern ein Gewitter mit 13 Liter Regen. Ab übermorgen soll es täglich regnen. Deshalb fahr ich morgen mit 1,25 Input Classic nochmal drüber. Allerdings waren die Gewitter nur regional und teilweise ist der Weizen schon verblüht. Dort spielt Fusarium wohl keine Rolle mehr.
julius
 
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon 1056xl » Sa Jun 22, 2013 22:03

Hallo
Habe mit großer Intresse den Beitrag verfolgt.
Bei uns im nörtlichen Unterfranken haben viele (fast alle) Weizenschläge diese Stress-anzeigen.
Manche haben nur diese leichte gelbe sprengelung an den Fahnenblättern, andere haben gelbe Blattspitzen .
Ist stark Sorten bedingt, ist einteutig auf einigen Schlägen zu sehen auf denen verschiedene Sorten im Vergleich nebeneinander stehen.
Ist nach Meinung verschiedener Fachleuten (LFL/Bayer/Baywa) ganz sicher keine Krankheit und nicht Ertragsrelevant :roll:
Das Erscheinungsbild hat sich in den letzte 2 Wochen nicht verschlechtert sondern eher verwachsen.
Im bezug auf die Sorten wird der Tobak ja hier sehr hoch gehoben :wink: bin Neugierig geworten :mrgreen:
Bei uns wird Tobak seltenst erwähnt und ist in keiner Empfehlung , egal von Wem die auch ist ,dabei.
Selbst im Internet gibts nicht allzu viele unabhängige beschreibungen, und mir ist auch aufgefallen das Tobak
glaube ich zu den Sorten gehört die einen intensiveren Pflanzenschutz benötigen um Höchsterträge und Quallität zu sichern.
Für mich als Nebenerwerbler mit Spaß an der LW nicht geeignet :D , also wie gesagt "für mich 8) :!: "
Die letzten Jahre weden bei uns die Sorten JB-Asano , Cubus , Impression ,Toras , Julius angebaut, seit letztem Jahr ist Kerubino angesagt.
Türkis wurde auch mal angebaut , vom AfL als "der bessere Cubus " gepriesen und von den Mühlen geschätzt :lol: :lol: , ist auch wieder weg.
Fungizidbehandlungen erfolgen zu ca 80% nur einmal, selbst nach Mais nicht immer zweimal .
Die Erträge liegen zwischen 60-80dt je nach Boden und Vorfrucht, vielleicht auch mal 85dt aber dann ist Ende.
Letztes Jahr bedingt durch auswinderung nur 56dt. Teilweise war JB-Asano komplett weg , 500m weiter hat er noch gut gestanden (60dt :? )
Cubus das gleiche , teilweise weg ,teilweise gut. Toras , Julius und Kerubino waren kaum geschädigt haben dann aber unter der Trockenheit gelitten.
Wintergerste war alle weg , wurde meist Sommergerste gesäht ,mit erträgen von bis zu 85dt ,normal sind ca 60dt. Selbst mein Vater (93Jahre) hatte
sowas noch nicht erlebt.
Auffallend war früh gesäter Weizen war mehr ausgewindert wie säter gesähter und je besser
der Boden (Stärker entwickelter Weizen im Hersbst) desto stärker ausgewintert.Wobei bei uns FRÜH ab 20 SEPTEMBER heist und SPÄT mitte bis ende OKTOBER :D
Noch später wirds nur manchmal nach Zuckerrüben.
Jedes Jahr ist anders, dies Jahr genau das Gegenteil vom letzten :wink:

Dieses Forum ist einfach gut

MfG. 1056xl
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Crazy Horse » So Jun 23, 2013 7:53

1056xl hat geschrieben:Hallo

Im bezug auf die Sorten wird der Tobak ja hier sehr hoch gehoben :wink: bin Neugierig geworten :mrgreen:
Bei uns wird Tobak seltenst erwähnt und ist in keiner Empfehlung , egal von Wem die auch ist ,dabei.
Selbst im Internet gibts nicht allzu viele unabhängige beschreibungen, und mir ist auch aufgefallen das Tobak
glaube ich zu den Sorten gehört die einen intensiveren Pflanzenschutz benötigen um Höchsterträge und Quallität zu sichern.

Für mich als Nebenerwerbler mit Spaß an der LW nicht geeignet :D , also wie gesagt "für mich 8) :!: "
Die letzten Jahre weden bei uns die Sorten JB-Asano , Cubus , Impression ,Toras , Julius angebaut, seit letztem Jahr ist Kerubino angesagt.
Türkis wurde auch mal angebaut , vom AfL als "der bessere Cubus " gepriesen und von den Mühlen geschätzt :lol: :lol: , ist auch wieder weg.

MfG. 1056xl



Tobak ist ne blattgesunde Sorte - jedenfalls deutlich gesünder als die Sorten, die Du hier aufgezählt hast und die ja alle mehr oder weniger stark braunrostanfällig sind. Gerade Braunrost war hier die dominierende Krankheit der letzten Jahre. Da sind anfällige Sorten wie Türkis oder Schamane regelrecht zusammengebrochen. Dieses Jahr ist wieder mehr ein Septoriajahr, aber auch da hat Tobak ne vergleichsweise gute Resistenz (in etwa vergleichbar mit Kerubino).

Das einzige Manko an der Sorte ist seine erhöhte Fusariumanfälligkeit. Das ist auch der einzige Grund, warum diese Sorte in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg nicht geprüft und nicht vermehrt wird. Das ist ne rein politische Entscheidung und hat nichts mit einer nichtvorhandenen Anbaueignung zu tun.
Von seinen agronomischen Eigenschaften passt er nämlich sehr gut in unser Klima, weil er frohwüchsig, winterhart, trockentolerant, blattgesund, ausreichend standfest und fallzahlstabil ist.

Nach Mais braucht man so ne Sorte natürlich nicht anbauen. Das versteht sich von selbst. Das gilt aber genauso für Julius und JB Asano, die ebenfalls eine erhöhte Fusariumanfälligkeit aufweisen. Ne Ährenbehandlung sollte man bei diesen Sorten immer einplanen, auch wenn dieses Jahr mangels Infektionsbedingungen wohl keine erforderlich gewesen wäre.

Wenn Du Tobak als A-Weizen vermarkten willst, solltest Du aber die Spätdüngung etwas erhöhen (60-80N), weil die Sorte bei hohen Erträgen im Eiweißgehalt gerne mal etwas abfällt.
Ne runde harmonische Sorte aus dem B-Weizen-Bereich ist übrigens auch die Sorte Colonia. Die hat mir heuer auch sehr gut gefallen.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon Crazy Horse » So Jun 23, 2013 7:59

@ Julius
Der Weizen sieht wirklich gut aus! Diese "Eselsohren" hab ich bei meinem Weizen übrigens auch entdeckt :lol:
Keine Ahnung wie die zustande kommen.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon se883 » So Jun 23, 2013 13:08

Hallo,hier ein Weizen nach Weizen aus dem nördlichen Thüringen.Sorte ist Asano. Weiter Bauen wir noch Kerobino und Chevalie als Stoppelweizen an.
Genius und Akteur nach Raps.
Genius war letztes Jahr im Ertrag Top, hält aber die Qualitäten nicht.
Mal schaun wie es dieses Jahr aussieht.
Wir haben unseren Weizen vor 14 Tagen Komplett mit Aviator X Pro Behandelt.
Dateianhänge
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon 1056xl » So Jun 23, 2013 21:27

Hallo Crazy Horse

Werd mich noch mal genauer mit dem Tobak befassen. :D
Roste sind bei uns seltener das Problem, Septoria muß mehr beachtet werden und
Standfestigkeit ist auch zu beachten weil teilweise Gülle gegeben wird.
Wenn man mal ne gute Sorte hat verschwindet sie meist nach 3-4 Jahren wieder weil es angeblich bessere gibt :?

Hier noch einige Bilder von Heute.

Toras nach Weizen
Foto4070kl.jpg

Toras nach Weizen
Foto4053kl.jpg

Toras nach Silomais gepflügt
Foto4049kl.jpg

Toras nach Silomais
Foto4048kl.jpg

Kerubino nach Raps
Foto4067kl.jpg

Kerubino
Foto4066kl.jpg

Julius nach Raps
Foto4072kl.jpg

Links Mix Cubus/Asano, rechts Kerubino
Foto4057kl.jpg

Links Kerubino, rechts Cubus, Grenze gut sichtbar
Foto4058kl.jpg

Links Cubus, rechts JB-Asano, Grenze ungefähr Bildmitte
Foto4059kl.jpg

Links JB-Asano, rechts Mix Cubus/Asano Grenze ungefähr Bildmitte
Foto4061kl.jpg

Cubus/JB-Asano gemischt
Foto4091kl.jpg

Cubus/JB-Asano gemischt
Foto4090kl.jpg

Cubus/JB-Asano gemischt
Foto4085kl.jpg

Cubus/JB-Asano gemischt
Foto4084kl.jpg

Cubus/JB-Asano gemischt
Foto4076kl.jpg

Cubus/JB-Asano gemischt
Foto4074kl.jpg

Cubus/JB-Asano gemischt
Foto4060kl.jpg





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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon julius » So Jun 23, 2013 21:48

Crazy Horse hat geschrieben:Tobak ist ne blattgesunde Sorte - jedenfalls deutlich gesünder als die Sorten, die Du hier aufgezählt hast und die ja alle mehr oder weniger stark braunrostanfällig sind. Gerade Braunrost war hier die dominierende Krankheit der letzten Jahre. Da sind anfällige Sorten wie Türkis oder Schamane regelrecht zusammengebrochen. Dieses Jahr ist wieder mehr ein Septoriajahr, aber auch da hat Tobak ne vergleichsweise gute Resistenz (in etwa vergleichbar mit Kerubino).

Das einzige Manko an der Sorte ist seine erhöhte Fusariumanfälligkeit. Das ist auch der einzige Grund, warum diese Sorte in den südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg nicht geprüft und nicht vermehrt wird. Das ist ne rein politische Entscheidung und hat nichts mit einer nichtvorhandenen Anbaueignung zu tun.


Ja. Ab einer bestimmten Einstufung bei Fusarium werden diese Sorten aus der Empfehlung in Bayern wohl rausgeschmissen und nicht geprüft und somit nicht empfohlen. Finde ich etwas seltsam aber läßt sich nicht ändern und mich stört das nicht.
Als ich im Herbst 2011 bei der Baywa erstmals das Tobak Saatgut bestellen wollte, kannte der Verkäufer diese Sorte nichtmal. Der hat gefragt ob ich Tabak meine. :lol:

Bin am überlegen ob ich aufgrund der jährlichen Maisvorfrucht bei WW den Tobak rausnehme und durch Elixer ersetze. Andererseits bin ich von Tobak im nun 2.ten Anbaujahr mehr als zufrieden und da ich nach Mais pflüge, Stoppel abmulche, und bei WW eine Fusarienbehandlung durchführe würde es wohl auch weiterhin mit Tobak funktionieren.
Elixer ist bei DTR etwas schwächer eingestuft, was bei uns öfters zum Problem werden kann. Von daher erspare ich mir gegenüber Tobak keine Fungi Behandlung. Auch hat Elixer etwas kleinere Körner gg. Tobak, was bei der Verfütterung aber weniger eine Rolle spielt.
julius
 
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon NobbyNobbs » So Jun 23, 2013 21:55

Tobak nach Mais als Futter für die Schweine? Das wäre mir zu riskant. Egal, ob mit oder ohne Pflug. Eine Stoppel/m² kann ausreichen, um dir das Zeug so zu zerlegen, dass du es den Schweinen (und allem anderen) nicht mehr geben brauchst.
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Re: Weizen Pilzbefall Bestimmung und Ratschlag

Beitragvon julius » So Jun 23, 2013 22:02

Crazy Horse hat geschrieben: Ich hab auch ein paar Hektar Tobak als Stoppelweizen stehen (nach Sommergerste)


Habt ihr bei dieser Fruchtfolge keine Probleme mit Schwarzbeinigeit ?
Ich hatte noch nie ein Problem damit, bis ich 1 x nach WG einen WW angebaut habe. Das war damals Skalmeje. Saat war erst um den 10.10, dennoch hatte ich im folgenden Jahr ca. 30-40 % Schwarzbeinigkeit im WW.
Mein Lagerhausverwalter meinte damals, wie kann man nur nach WG einen WW anbauen. :roll:
Seither habe ich das nie mehr versucht. Nun bau ich nach Mais immer zuerst WW, dann erst WG.
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