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Weizenpreisentwicklung II

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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1927 Beiträge • Seite 112 von 129 • 1 ... 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115 ... 129
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon fedorow » Do Sep 14, 2023 4:02

Solange die Zinsen erhöht werden incl bestimmter Faktoren wird auch Weizen nicht steigen. Das ist sicher und eine einfache Rechnung. Gestern wars lustig und mich hat einer gefragt wann der Schwenk dann der Fall wäre.
Anwort : Kann ich ihm genau sagen, aber ich möchte 20 %.
Das ist kein Scherz. Jedenfalls war er plötzlich weg oder es lag an seinem schlechten Wlan. :lol:
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon tyr » Di Sep 19, 2023 23:02

Polnische Medien erhielten inoffizielle Ergebnisse einer Prüfung der Getreideimporte aus der Ukraine durch die Oberste Kontrollkammer.

Für das örtliche Landwirtschaftsministerium könnten die Informationen sehr unangenehm sein, da die Maßnahmen verspätet ergriffen wurden und nicht sehr wirksam waren.

Insgesamt stiegen im vergangenen Jahr die Lieferungen von ukrainischem Weizen nach Polen um mehr als 16.000 %, Mais sogar um fast 30.000 %.

Doch erst im Dezember forderte der Minister die EU auf, den polnischen Markt zu schützen. Bis zu diesem Zeitpunkt informierte die Abteilung niemanden über die Situation, außer Expertengruppen, die nicht über Entscheidungsbefugnisse verfügten.

Die Getreidemenge in den polnischen Lagerhäusern ist deutlich gestiegen. Ihre Gesamtfläche beträgt etwa 24,5 Millionen. Betrugen die Reserven Mitte 2021 3,8 Millionen Tonnen, dann waren es ein Jahr später 7 Millionen und im Juni dieses Jahres fast 10 Millionen Tonnen. Inspektoren stellen fest, dass die Getreidekrise durch eine falsche, nicht unterstützte öffentliche Erklärung des damaligen Ministers Henryk Kowalczyk verschärft wurde, der dazu aufrief, kein Getreide zu verkaufen, weil es nicht billiger werden würde.

Dies könnte letztlich dazu führen, dass 50.000 landwirtschaftliche Erzeuger finanziell unterstützt werden müssen.

Als Grund für das verspätete, kostspielige, aber ineffektive Vorgehen des Ministeriums sieht die Kammer die Unfähigkeit, eine Risikoanalyse innerhalb des erforderlichen Zeitrahmens durchzuführen: Der Minister verfügte nicht über Daten, die Marktstörungen im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und erhöhten Importen verhindern könnten . Es gibt keine Dokumentation, die bestätigen würde, dass der vom Minister ernannte Bevollmächtigte für die Entwicklung der Zusammenarbeit mit der Ukraine seine Aufgaben erfüllt hat.

Es gibt auch Beschwerden über die Qualität importierter Produkte: Von 73 aus der Ukraine importierten Getreideproben wurden in 17 Salmonellen, in weiteren 17 Pestiziden, in 11 GVO und in 6 Myotoxinen gefunden. Andere enthielten auch Quecksilber, Cadmium, Blei und Eisen. Von Januar bis Mai 2023 wurden in 35 % der Proben schädliche Faktoren gefunden.

Somit sind die ineffiziente öffentliche Verwaltung und die verspätete Reaktion der Regierung größtenteils für die Probleme verantwortlich, die auf dem polnischen Markt entstanden sind. Aber jetzt, vor den Wahlen, ist es für Warschau sehr bequem, Kiew und Brüssel für alles verantwortlich zu machen.

https://t.me/rezident_ua/19732
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon T5060 » Mi Sep 27, 2023 15:25

Preise immer noch am Arsch, die Mischfutterleute sind voll mit Ukraine-Ware. Läuft nix.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon DWEWT » Fr Okt 06, 2023 7:57

Ich hatte vor einigen Tagen ein Gespräch mit einem Mitarbeiter des grünen Riesen, hier vor Ort. Sie wollen zukünftig verstärkt im Bio-Geschäft mitmischen. Nach seiner Auskunft ist der Abfluss von konv. Getreide an die Mischfutterindustrie z.Zt. sehr schleppend. Da hier in der Region die Veredelung eher nur unterrepräsentiert ist, muss das regionale Getreideaufkommen komplett abtransportiert werden. Steigende Maut ab Ende des Jahres wird diesen Transport noch einmal verteuern. Insgesamt ist die Prognose für die C-Weizenerzeugung, hier in der Region, eher düster. In diesem Jahr sind hier nur 9% des aufgenommenen Weizens als B-Ware anerkannt worden. Normalerweise reicht es hier fast immer zu A- oder B-Qualitäten. Die riesige Menge an C-Weizen ist wohl eine echte Herausforderung. Wer hier jetzt C-Weizen eingelagert hat, der braucht gute Nerven. Der grüne Riese nimmt jedenfalls aktuell keinen C-Weizen an. Daran wird sich wohl bis zum Jahresende nicht wesentlich etwas ändern.
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon countryman » Fr Okt 06, 2023 8:28

Richtig und auch nicht anders zu erwarten. Die miesen Qualitäten die in ganz Norddeutschland geerntet wurden kann man nur mit Abschlägen im Futter loswerden. Die Viehhaltung hat ja bisher auch nur verhalten wieder aufgestockt. Wenn überhaupt Ukraine-Ware in nennenswerten Mengen gehandelt wird, bedient diese den A/B Markt. Die Lebensmittelmühlen nördlich des Mains konnten ihre gewohnte Ernte-Einlagerung nur eingeschränkt vornehmen. Gute Partien zu vermarkten sollte keine Kunst sein. Habe ich leider auch nicht...
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon T5060 » Fr Okt 06, 2023 15:22

Wer dieses Jahr eingelagert hat muss 15 % mind. mehr erlösen, wenn es ein Geschäft werden soll.
Wer den Vorrat über das Giro finanzieren muss hat schon mal dort 7 % Zinsen und noch viel mehr auf dem Tacho, dazu kommt die Kosten für Belüftung und Veratmung.
Mir haben leer, ausser was ins Futter geht
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon fedorow » Sa Okt 07, 2023 2:38

Du warst doch sonst immer großer Fan vom einlagern weil Weizen bei der Ernte immer zu billig war ?
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon T5060 » Sa Okt 07, 2023 10:10

Der Brotroggen wurde sehr gut bezahlt und mit Futterweizen brauchst dieses Jahr nicht zocken gehen, weil die Welt dich mit Futterweizen zuscheisst
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon Wini » Sa Okt 07, 2023 22:03

Die kommende Qualitäts-Weizen-Ernte muß einfach mit dem eingelagerten Futter-Weizen gestreckt werden !
Das nennt sich dann Strecken-Geschäft !

Gruß
Wini
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon T5060 » Sa Okt 07, 2023 22:41

Wini hat geschrieben:Die kommende Qualitäts-Weizen-Ernte muß einfach mit dem eingelagerten Futter-Weizen gestreckt werden !
Das nennt sich dann Strecken-Geschäft !

Gruß
Wini


Kommt da eine große Qualitätsweizenernte ? Wenn da eine große Qualitätsweizenernte kommt,
dann bekommst wieder nur 30 Cent mehr, wie für Futterweizen
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon fedorow » So Okt 08, 2023 2:10

Angebot und Nachfrage das stimmt schon. Nun kommts drauf an was die Notenbanken machen denn die haben den Weizenpreis zusätzlich ausgebremst. Laßt mal die Fed oder Ezb ankündigen das sie wegen absaufender Wirtschaft oder dem Anleihen und Schuldenproblem doch die Zinsen früher senken oder/und ein neues " Sondervermögen auflegen " also wieder neue Schulden machen wenns Probleme gibt.
Dann gehen die Preise an der Börse mit neuem billigen Geld mal schnell mit einem Satz nach oben. Ist nur die Frage wann das passiert. Wochen oder Monate aber keine Jahre.
Ist bei den Staatshaushalten, Politikern wie beim Häuslebauer. Kannst 90 % selber finanzieren sind 10 % Zinsen beim Darlehen kein Problem, musst hingegen 90 % über Darlehen finanzieren sind 5 % Zinsen tödlich.
Also einfach auszurechnen was die machen werden oder müssen.
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon tyr » So Okt 08, 2023 7:44

Die Unterscheidung zwischen Brot- und Futterweizen/Roggen ist sowieso Schwachsinn. Du kannst aus beidem Brot backen, Getreiden mit niedrigerem Enzymanteil sind sogar ernärhungsphysiologisch günstiger, gibt weniger Allergien. Nur die Industrie muss dann uU. ihre Knetmaschinen etwas langsamer laufen lassen...
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon T5060 » So Okt 08, 2023 11:09

tyr hat geschrieben:Die Unterscheidung zwischen Brot- und Futterweizen/Roggen ist sowieso Schwachsinn. Du kannst aus beidem Brot backen, Getreiden mit niedrigerem Enzymanteil sind sogar ernärhungsphysiologisch günstiger, gibt weniger Allergien. Nur die Industrie muss dann uU. ihre Knetmaschinen etwas langsamer laufen lassen...


Dem ist in etwa so. Die Großbäcker ermitteln sowieso die Backkennwerte jeder Charge Mehl und stellen dann die Teigproduktion entsprechend mit Zusätzen ein. Deshalb reichen da heute einfache billige Mehle.
Siehe hierzu die guten Geschäfte der Fa. IREKS. Über die Bekömmlichkeit kann man streiten, der eine hat einen Magen wie ne Wildsau, der andere eben nicht. Große Aufschläge für besonderen Backweizen bekommst ohnehin nur noch im Vertragsanbau oder als Vermarktungsgemeinschaft.
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon tyr » Sa Okt 21, 2023 11:35

Wir schreiben seit langem und oft darüber, dass ukrainische Landwirte vor dem Bankrott stehen und das Präsidialamt und die Regierung den Landwirten, die sich in einer schwierigen Situation befinden, nicht helfen.
Dadurch droht ein völliger Zusammenbruch des ukrainischen agroindustriellen Komplexes und anschließend eine hybride Hungersnot für das Land.

Erst jetzt, als die Situation zu 100 % eskaliert ist, haben die Beamten begonnen, darüber zu sprechen.

Der erste stellvertretende Minister für Agrarpolitik der Ukraine, Taras Vysotsky, sagte, dass die ukrainische Landwirtschaft aufgrund stark gestiegener Kosten, insbesondere für den Transport von Produkten, in eine Krise gerät und die Weltmarktpreise gesunken sind, so dass der Export vieler Arten von Agrarprodukten für viele ukrainische Bauern unrentabel wird.

Zuvor hatten mehrere Verbände ukrainischer Landwirte erklärt, dass sie in diesem Jahr mit Verlusten von über 3,2 Milliarden US-Dollar rechnen müssten.

Wir schrieben, dass Selenskyj das Land in eine Nahrungsmittelknappheit führe, bei der die Lebensmittelpreise in die Höhe schnellen würden. Sie sagten auch, dass in den nächsten fünf Jahren das Risiko eines Hungers in der Welt sehr hoch sei

https://t.me/legitimniy/16521 (ukr. Journalistennetzwerk)
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Re: Weizenpreisentwicklung II

Beitragvon T5060 » Di Okt 24, 2023 21:30

Raps kommt aktuell nur aus der Kokaine in die deutschen Ölmühlen (Cargill !!), kommt in LKW und in BigBags.
Sonnenblumen finden nur noch schwer Abnehmer
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