Die IARC etwa selbst bewertet Glyphosat mit “wahrscheinlich krebserregend” in seiner Pressemitteilung sehr viel vorsichtiger, als der Spiegel nahelegt. Es bestünde eingeschränkte Evidenz, dass Glyphosat krebserregend sei, heißt es da. „Eingeschränkte Evidenz bedeutet, dass es einen Zusammenhang zwischen Krebs und dem Pestizid gibt, man aber andere Ursachen nicht ausschließen kann“.
Der Link zum Menschen basiert unter anderem auf einer Studie, die im Blut von Menschen, die sich in der Nähe von mit Glyphosat besprühten Feldern befanden, nach Markern für Chromosomenschäden suchte. Die Chromosomenschäden hätten zugenommen, heißt es bei der IARC.
Diese Schlussfolgerung wiederum hält Keith Solomon von der University of Guelph, der Autor der Studie, für falsch. Man hätte die Blutwerte von Menschen, die sich in der Nähe der Felder aufhielten, mit jenen in sicherer Entfernungen verglichen. Resultat: Es traten keine Unterschiede auf, sagt er.
Im Entscheidungskomitee der IARC saß allerdings auch Christopher J. Portier, ein bezahlter Aktivist der US-Nichtregierungsorganisation Environmental Defense Fund.
Quelle:
Der Streit um Glyphosat – eine Frage von Gut und Böse?
http://www.meta-magazin.org/2015/06/08/ ... und-boese/


Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet 