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Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon RABE-Profi » Do Jan 15, 2026 16:55

allgaier81 hat geschrieben:Wiedervernässung von Moorflächen zur CO2 Bindung.



Wird dann der Münchner Flughafen auch wieder abgebaut und renaturiert?
Der steht ja auf 1900 ha entwässertem Moorboden.
Weil ich glaube das würde mehr bringen, als meine paar Wiesen unnutzbar zu machen.
Die können mir aber auch meine paar Moorwiesen für 50 Euro pro m² steuerfrei abkaufen, dann können die Grünen im Wasser Luftsprünge machen.
Deutschland: das größte Irrenhaus der Welt. Hier laufen die Verbrecher frei herum
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon allgaier81 » Do Jan 15, 2026 22:03

Fakt ist das die Vernässung in Sachen CO2 Minderung (also Reduzierung der Freisetzung) sehr viel bringt und mit einem entsprechenden CO2 Preis lassen sich da wohl 1500€/ha als Prämie realisieren.

Da muss dann jeder selbst gucken ob da ein paar Kühe auf dem Grünland laufen sollen oder Toormoos wachsen soll.

Eine Wahl hat man ja vermutlich sowieso nicht, wenn eine Region vernässt werden soll und man da Flächen hat muss man wohl mitmachen.

Ich sehe das eher positiv und würde mich über konstruktive Beiträge freuen.
Gruß, allgaier
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon 240236 » Do Jan 15, 2026 22:34

allgaier81 hat geschrieben:Fakt ist das die Vernässung in Sachen CO2 Minderung (also Reduzierung der Freisetzung) sehr viel bringt und mit einem entsprechenden CO2 Preis lassen sich da wohl 1500€/ha als Prämie realisieren.

Da muss dann jeder selbst gucken ob da ein paar Kühe auf dem Grünland laufen sollen oder Toormoos wachsen soll.

Eine Wahl hat man ja vermutlich sowieso nicht, wenn eine Region vernässt werden soll und man da Flächen hat muss man wohl mitmachen.

Ich sehe das eher positiv und würde mich über konstruktive Beiträge freuen.
Solange man keine langfristige Planungssicherheit hat, bin ich noch ein Skeptiker dieses Moore vernässen. Ich kann noch nicht glauben, daß das jemand in diesem Land zulässt, daß Landwirte damit groß Geld verdienen. Ich bin noch der Meinung, daß man da den billigen Knecht sucht. Was auch noch unklar ist; wie wirkt sich die Wiedervernässung auf Gebäude aus? Wiedervernässung macht nicht an der Grundstücksgrenze halt. Wenn man dagegen ist, gleicht das einer Enteignung. Das bietet wieder viel Raum für unsere Gerichte
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon T5060 » Do Jan 15, 2026 22:56

Ich hab ja die letzten 10 Jahre viele Moosgegenden mit ihrer speziellen Bebauung kennengelernt.
Eine Wiedervernässung würde nicht nur ein Flächenentzug für die Bauern bedeuten,
sondern insbesonders führt dies zu einer Versumpfung und ein Kaputtbrechen der Häuser in der Gegend.
Ansteigende Grundwasserhorizonte sind noch weit aggressiver als sinkende.
Bei sinkenden GWH verfestigt sich der Boden, die Rissbildung in den Häusern ist moderat.
Ansteigende GWH, heben nicht nur die Bude, sondern der Boden verliert auch noch seine Tragfähigkeit
und es kommt dann meist zu statisch irreversiblen Schiefständen, wo dann schon mal die Giebelwand im Gemüsebeet landet.

Da aber Grünmooslinge einen Backstein nicht von Basaltschotter unterscheiden können, bedenken die diesen Umstand nicht.

Eine Wiedervernässung erfordert auf jeden Fall ein wasserrechtliches Verwaltungsverfahren nach VerwVerfG mit Öffentlichkeitsbeteiligung,
wo auch die Antragstellerin gehalten ist, einen möglichen Grundwasseranstieg mit seinen Auswirkungen zu betrachten.
Entsprechend sind dann aber auch die Einwendungen der Grundstückseigentümer und der Kommune zu führen.
Ich hab jetzt 1,5 Jahre Zusammenarbeit mit der Bergakademie Freiberg in Geohydrologie hinter mir.
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon strokes » Fr Jan 16, 2026 8:27

Wo stellt man dann seinen rechtlichen Anspruch auf Entschädigung wenn man dort Hausbesitzer ist?
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon allgaier81 » Fr Jan 16, 2026 8:36

Moin, es gibt sicherlich genug Regionen wo es keine Bebauung in der Nähe der Moore gibt.

Man muss es ja nicht gleich im Erdinger Moos machen...

Bei uns in der Nähe hat der Nabu durch aufstauen eine kleine Fläche (wenige Hektar) partiell vernässt, direkt daneben sind 3m tiefe Gräben.
Erstaunlicherweise sind die Flächen in der unmittelbaren Nähe trotzdem nutzbar.
Es kommt schon sehr auf den Standort drauf an.
Wenn aber eine ganze Region oder mehrere 100ha vernässt werden dann ist der Effekt auf die Umgebung vermutlich auch größer.
Gruß, allgaier
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon Manfred » Fr Jan 16, 2026 9:14

Die Wiedervernässung wird als einer der großen Schildbürgerstreiche in die deutschen Geschichtsbücher eingehen.
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon Fendt 308 ci » Fr Jan 16, 2026 10:11

Manfred hat geschrieben:Die Wiedervernässung wird als einer der großen Schildbürgerstreiche in die deutschen Geschichtsbücher eingehen.


Seh ich ähnlich, aber trotzdem interessant, dass selbst die Landbewirtschafter diesen Schwachsinn teilweise noch befürworten, wie man hier nachlesen kann n8
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon langholzbauer » Fr Jan 16, 2026 10:13

Der südtiroler Kollege passt hier gut dazu.
https://youtube.com/shorts/-EqmjmEYGqk? ... H8mYEBlXue
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon AEgro » Fr Jan 16, 2026 12:55

Fendt 308 ci hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Die Wiedervernässung wird als einer der großen Schildbürgerstreiche in die deutschen Geschichtsbücher eingehen.


Seh ich ähnlich, aber trotzdem interessant, dass selbst die Landbewirtschafter diesen Schwachsinn teilweise noch befürworten, wie man hier nachlesen kann n8


Die angesprochen Kollegen sehe ich nur als kurzfristig denkende egoistische Prämienjäger.
Die Wiedervernässung von Feuchtgebieten ist was ganz anderes als z. B. Anlage von Blühstreifen auf Ackerland gegen Prämie.
Ist einmal vernässt, bleibt das auch so.
Wer garantiert, das versprochene Prämien oder Ökozertifikate dauerhaft sind ?
Spätestens wenns nicht mehr finanzierbar ist, bleibst du auf deinen nassen Flächen sitzen und hast auch noch eine Pflegeverpflichtung -
z. B. in Baden-Württemberg nach § 26 + 27 LLG. In anderen Bundesländern wirds ähnlich sein.
Und gesetzlichen Anspruch auf Ersatz der Wertminderung hast du auch nicht.
Gruß AEgro
Es gibt Tage, da komm ich einfach mit dem Kopfschütteln nicht hinterher !
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon Manfred » Fr Jan 16, 2026 13:36

Das französische Insektenprotein-Startup Ynsect ist pleite.
Dort wurden 500 Mio. Euro versenkt.

https://protein-trends.com/2026/01/04/t ... bet-failed
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 16, 2026 15:28

strokes hat geschrieben:Wo stellt man dann seinen rechtlichen Anspruch auf Entschädigung wenn man dort Hausbesitzer ist?


Du musst erst mal den Nachweis führen, dass die Risse/Schiefstand von deiner Bude ursächlich von der Wiedervernässung herrühren.
Könnte ja auch dein schwaches Fundament sein oder eben die durchbrochene tragende Wand im Haus ohne statischen Nachweis

Weitere Hürde: drei Jahre Regelverjährung

Viel Spass mit deinem rechtlichen Anspruch auf Entschädigung
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon allgaier81 » Fr Jan 16, 2026 15:54

Setzt irgendjemand Insekten in der Fütterung ein?

Da gibt es ja auch kein Extra Geld bzw. es wäre dann GVO frei wenn man dadurch auf Soja verzichtet oder?
Gruß, allgaier
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 16, 2026 22:12

Hier wird jetzt langsam bei einigen Brennholz-, Kartoffel-, Eierautomaten-, Lohnunternehmer-, Heuverkaufs - und Prämienbauern das Geld knapp und Mudtie macht das nicht mehr mit.
Das Verhalten des Männchens korreliert negativ mit dem Bedürfnis des Weibchens sich in der Käfighaltung von Kreuzfahrtschiffen aufzuhalten.
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Re: Wie entwickelt sich die Landwirtschaft weiter ?

Beitragvon strokes » Fr Jan 16, 2026 23:56

Gestern gelesen, dass 2025 für Kartoffelbauern ein schwarzes Jahr war. Im übertragenen Sinne. Denke nicht, dass damit schwarze Zahlen gemeint waren.
Es hieß immer, bei Kartoffeln ist jedes Jahr ein neues Jahr. Aber jetzt ist normalerweise auch die Zeit um für die kommende Saison Vorverträge zu machen. Bei dem Preisverfall auf dem freien Markt denke ich werden viele Bauern lieber wieder den sichereren Weg gehen und große Mengen lieber über Verträge absichern.
Aber wie sehen die Konditionen und Preise dafür aktuell aus?
1 schlechtes Jahr kann man verkraften, aber 2 Jahre infolge?
Kann mir schlecht vorstellen, dass Speise oder Pommesware über 10€ vorkontraktiert werden kann. Hat jemand Einblicke?
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