Nach diesen ungewöhnlich warmen Herbst dürfte bei sehr vielen die Wintergerste recht gut entwickelt bis überwachsen in den Winter gehen. Realistisch gibt es bei den allermeisten 2014 bei der WG nicht mehr zu machen. Daher möchte ich die Frage aufwerfen, wie man mit solchen Beständen im Frühjahr 2015 umgeht (Düngung etc.)
Natürlich steht noch der Winter aus. Im ungünstigsten Fall, fall die WG auswintert erübrigen sich alle Fragen. Falls die WG stark dezimiert wird gilt es diese wieder aufzubauen und das Vorgehen scheint mir auch klar.
Daher für den Fall dass die WG einigermaßen gut durch den Winter kommt wie vorgehen. Diese Frage stelle ich mir aktuell:
Welche Vorschläge gibts da?
Meine Ausgangssituation: 2-zeilig WG 20.9. gesät (300 K /m²) Vorauflaufbehandlung mit Herold, bzw. Herold + IPU (soweit zulässig) mit 15 kg N/ha als Harnstoff (da Vorfrucht Weizen eine negative N-Bilanz hinterließ (gerechnet ohne N im Stroh) + Stroh am Feld verblieb). WG nun dicht bis sehr dicht BBCH 23 -25. Etwas Befall mit Rhynchosporium (Baytan wäre wahrscheinlich besser gewesen als Rubin TT)
Aktuelle Idee: Frühzeitig Andüngen mit reduzierter Gabe z.B. 40 kg N/ha (NPK) um Bestandsdichte in Grenzen zu halten aber auch ein echtes Hungern zu vermeiden. Nachdüngen dann bei ersten Anzeichen von Gelbwerten (eventuell etwas frühere + höhere Schussergabe). Moddus zu BBCH 32 um die schwachen Nebentriebe frühzeitig zu reduzieren.
Rechtzeitige Krankheitsbekämpfung nach beim Schossen um Rhynchosporium in Grenzen zu halten. Natürlich kann es durch die Witterung dann ganz anders kommen, aber Bemerkungen/Verbesserungsvorschläge zu diesen Ansatz?
Ich gehe zumindest davon aus, dass das Standardvorgehen bei WG in den meisten Fällen im Frühjahr 2015 nicht passen wird, nach diesen Herbst.

