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Winterweizen 2015

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon zwetschgenbaum » So Mai 10, 2015 18:31

Kreuzschiene hat geschrieben:
zwetschgenbaum hat geschrieben:Bei alle denen die jetzt schon mit 100dt rechnen oder sonstwas, denen sollte es mal wieder den ganzen Weizen verhageln oder bis zur Ernte trocken sein. Damit sie wieder auf den Boden der Tatsachen runterkommen und merken, dass die Natur eigentlich den Ton angibt. Bis jetzt ist zumindest bei mir noch kein Korn im trockenen!


Ich weiß ja nicht, wie Du Deine Düngeplanung machst, aber mit irgendeinem Wert wirst auch Du ran gehen müssen...
Und was den Hagel angeht sind wir gut versichert...


Stimmt schon aber ich wollte eig. nur daran erinnern. Weil alle immer so schreiben als wäre schon alles im Silo.
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon speeder » So Mai 10, 2015 18:37

zwetschgenbaum hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:
zwetschgenbaum hat geschrieben:Bei alle denen die jetzt schon mit 100dt rechnen oder sonstwas, denen sollte es mal wieder den ganzen Weizen verhageln oder bis zur Ernte trocken sein. Damit sie wieder auf den Boden der Tatsachen runterkommen und merken, dass die Natur eigentlich den Ton angibt. Bis jetzt ist zumindest bei mir noch kein Korn im trockenen!


Ich weiß ja nicht, wie Du Deine Düngeplanung machst, aber mit irgendeinem Wert wirst auch Du ran gehen müssen...
Und was den Hagel angeht sind wir gut versichert...


Stimmt schon aber ich wollte eig. nur daran erinnern. Weil alle immer so schreiben als wäre schon alles im Silo.


.... da wirste dich dran gewöhnen müssen... Bis zur Ernte schaukelt sich das dann auf etwa 100 dt (Lagergetreide) bis 130 dt (Normaljahr) hoch, welche dann selbstredend noch zur Jahrespreisspitze verkauft wurde.... :roll:
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Wini » So Mai 10, 2015 19:49

Forchhammer hat geschrieben:Bild
Ach, wie ich den scheisss liebe....
Sind längs hellgrün gestreifte Blätter bei Bewölkung eine Stressreaktion oder Magnesiummangel nach den 35l Regen diese Woche?
Bei sonne ist es nicht so auffällig


Das scheint Ackerfuchsschwanz zu sein.

Elixer hier immer noch ohne Befall. Kerubino wieder im grünen Bereich.
Erste Trockenschäden auf geringeren Böden sichtbar.
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Max M » So Mai 10, 2015 20:20

Mad hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Nmin waren 30. Ich bezweifle allerdings, dass Du bei Deinen dreistelligen Erträgen dann auch 16% Protein schafft. Falls doch: Glückwunsch! Bin dann wohl zu blöd für Weizen. Was mich dann aber wundert, mad, wieso Du bei diesen Weizenertraegen dann nicht auch locker 6 Tonnen Raps weg faehrst. Schönen Sonntag noch.


16% Protein erreicht man hier NIE. Die Spitze waren mal 14,2%, wobei allerdings auch viel Spelz in der Probe war.

Da die Proteineinlagerung stark Witterungsabhängig ist, befindet man sich damit ohnehin in der Kategorie "Lotteriespiel". Und 16% bringen mir persönlich überhaupt nichts, wenn ich nur B-Weizen bezahlt bekomme. Ergo reichen mir 3-stellige Erträge mit minimal 11,5% um glücklich zu sein.

Die Sache mit den Witterungsverhältnissen und den Erträgen hast du irgendwie noch nicht sonderlich begriffen, oder? Gerade Raps ist in der Hinsicht unberechenbar.

Hätte ich die Temperaturen und die Sonenneinstrahlung wie ihr in Bayern, würde ich mich ebenso wundern. Aber man sollte halt mal über den Tellerrand blicken.

Wie gesagt. 2010 war das letzte Rapsrekordjahr in dieser Region und da war nunmal bei 56dt Ende. Gut, vielleicht hätte man mit 300 oder 400kg N Gesamt-N noch den einen oder an deren Doppelzentner erreicht. Die Frage ist nur: Wer düngt so hoch und warum?

Max M hat geschrieben:... Schönberger?!

http://www.ifbp-fl.de/home01/Stickstoffduengung.pdf

Ich bekomme das dieses Jahr auch wieder mit 180kg N + Nmin hin. Ich weiß, die Behauptung klingt unverschämt. Aber wenn man einen Tobak nach Raps an Standorten stehen hat, wo Wasserknappheit ein Fremdwort ist, kann man die so erwarten.

Was erstmal zu beweisen wäre. So ganz einfach ist der Titel "Neuer Stern am Beraterhimmel" nicht zu erreichen.... :roll:


Geh mir weg mit Schönberger.

Bewiesen habe ich das mehrmals. Seitdem ich den Boden nach Raps nur noch im Saathorizont während der Aussaat bewege und das recht spät, hebe ich mir den Stickstoff bis ins Frühjahr auf, statt im Herbst die Mineralisation zu fördern und Stickstoffverluste über Winter zu riskieren. Ich dünge zwar weniger, aber augenscheinlich steht dem Weizen im Frühjahr mehr zur Verfügung.

Jeweils Rapsweizen:
2011: Sorte Julius. Gedüngt 180,96 kg N - geerntet 106,67dt/ha
2012: Sorte Julius. Gedüngt 185,43 kg N - geerntet 90,87dt/ha (über 2012 muss ich ja wohl nichts sagen)
2013: Sorte Tobak. Gedüngt 191,62 kg N - geerntet 115,27dt/ha
2014: Sorte Tobak. Gedüngt 193,42 kg N - geerntet 92,90dt/ha (bei 95% Lager)

Wieso soll ich mit dem weggehen? Zieht der die Hosen mit der Kneifzange an? :D Aber egal, das sagt Dir jeder Pflanzenbaufachmann.

Aber Spass beiseite, was im Rapsweizen funktionieren kann (wobei, der N-Überhang muss ja irgendwo her kommen ;-) ), wird so im Stoppelweizen zB nicht funktionieren. Wenn Du das im 2. oder 3. Weizen auch kannst, bist Du meine Held... ;-)
"Those who would give up essential Liberty, to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety."
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon ropa_eurotiger » So Mai 10, 2015 20:55

Sers liebe Weizen-Profis,

habe heute auf einem Weizenschlag von mir festgestellt, dass Klettenlabkraut und Disteln vorhanden sind. Momentan BBCH 37 (Fahnenblatt spitzt).
In BBCH 31 wurde 1,0 l/ha Input Classic vorgelegt.
Nun war eigtl meine Strategie folgende in BBCH 39:
1,8 l/ha Adexar + 1,5 l/ha MCPA + 10 kg/ha Bittersalz
Da ich nun aber auch was gegen Klette brauche, werde ich die Behandlung splitten (müssen), weils sonst zu scharf wird.
Angedacht ist folgendes:
1,8 l/ha Adexar + 10 kg/ha Bittersalz und 2 Tage später 1,0 l/ha Ariane C + 1,0 l/ha MCPA

Was meint ihr? Gibt es ne günstigere Möglichkeit den Disteln und Klettenlabkraut Herr zu werden?
MfG ropa_eurotiger

Keiner stirbt als Jungfrau, denn das Leben fickt jeden !!!

Manche haben einen Horizont mit dem Radius r=0 und das nennen sie dann ihren Standpunkt !
[17:59:03] ladyesprit: das ist hier keine vagina
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Mad » So Mai 10, 2015 20:56

Max M hat geschrieben:Aber Spass beiseite, was im Rapsweizen funktionieren kann (wobei, der N-Überhang muss ja irgendwo her kommen ;-) ), wird so im Stoppelweizen zB nicht funktionieren. Wenn Du das im 2. oder 3. Weizen auch kannst, bist Du meine Held... ;-)


Kannst du auch mal beim Thema bleiben? Ich rede ausschließlich von Rapsweizen. Bei keiner anderen Vorfrucht gibt es diesen Effekt, außer evtl. bei Leguminosen.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon angusy » So Mai 10, 2015 21:14

ropa_eurotiger hat geschrieben:Sers liebe Weizen-Profis,

habe heute auf einem Weizenschlag von mir festgestellt, dass Klettenlabkraut und Disteln vorhanden sind. Momentan BBCH 37 (Fahnenblatt spitzt).
In BBCH 31 wurde 1,0 l/ha Input Classic vorgelegt.
Nun war eigtl meine Strategie folgende in BBCH 39:
1,8 l/ha Adexar + 1,5 l/ha MCPA + 10 kg/ha Bittersalz
Da ich nun aber auch was gegen Klette brauche, werde ich die Behandlung splitten (müssen), weils sonst zu scharf wird.
Angedacht ist folgendes:
1,8 l/ha Adexar + 10 kg/ha Bittersalz und 2 Tage später 1,0 l/ha Ariane C + 1,0 l/ha MCPA

Was meint ihr? Gibt es ne günstigere Möglichkeit den Disteln und Klettenlabkraut Herr zu werden?


Wenn es nur um Klette und Disteln geht, wäre m.E. Tomigan und MCPA doch deutlich günstiger.
Habe ich letztes Jahr kombiniert mit Fungi ausgebracht. Probleme konnte ich nicht feststellen.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Mad » So Mai 10, 2015 21:56

angusy hat geschrieben:
Wenn es nur um Klette und Disteln geht, wäre m.E. Tomigan und MCPA doch deutlich günstiger.
Habe ich letztes Jahr kombiniert mit Fungi ausgebracht. Probleme konnte ich nicht feststellen.


Jop, das würde ich auch sagen.

Nachdem StaraneXL preislich dem Ariane C angeglichen wurde, fällt das auch flach.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Mai 11, 2015 6:49

Mad hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Nmin waren 30. Ich bezweifle allerdings, dass Du bei Deinen dreistelligen Erträgen dann auch 16% Protein schafft. Falls doch: Glückwunsch! Bin dann wohl zu blöd für Weizen. Was mich dann aber wundert, mad, wieso Du bei diesen Weizenertraegen dann nicht auch locker 6 Tonnen Raps weg faehrst. Schönen Sonntag noch.


16% Protein erreicht man hier NIE. Die Spitze waren mal 14,2%, wobei allerdings auch viel Spelz in der Probe war.

Da die Proteineinlagerung stark Witterungsabhängig ist, befindet man sich damit ohnehin in der Kategorie "Lotteriespiel". Und 16% bringen mir persönlich überhaupt nichts, wenn ich nur B-Weizen bezahlt bekomme. Ergo reichen mir 3-stellige Erträge mit minimal 11,5% um glücklich zu sein.

Die Sache mit den Witterungsverhältnissen und den Erträgen hast du irgendwie noch nicht sonderlich begriffen, oder? Gerade Raps ist in der Hinsicht unberechenbar.

Hätte ich die Temperaturen und die Sonenneinstrahlung wie ihr in Bayern, würde ich mich ebenso wundern. Aber man sollte halt mal über den Tellerrand blicken.

Wie gesagt. 2010 war das letzte Rapsrekordjahr in dieser Region und da war nunmal bei 56dt Ende. Gut, vielleicht hätte man mit 300 oder 400kg N Gesamt-N noch den einen oder an deren Doppelzentner erreicht. Die Frage ist nur: Wer düngt so hoch und warum?

Geh mir weg mit Schönberger.

Bewiesen habe ich das mehrmals. Seitdem ich den Boden nach Raps nur noch im Saathorizont während der Aussaat bewege und das recht spät, hebe ich mir den Stickstoff bis ins Frühjahr auf, statt im Herbst die Mineralisation zu fördern und Stickstoffverluste über Winter zu riskieren. Ich dünge zwar weniger, aber augenscheinlich steht dem Weizen im Frühjahr mehr zur Verfügung.

Jeweils Rapsweizen:
2011: Sorte Julius. Gedüngt 180,96 kg N - geerntet 106,67dt/ha
2012: Sorte Julius. Gedüngt 185,43 kg N - geerntet 90,87dt/ha (über 2012 muss ich ja wohl nichts sagen)
2013: Sorte Tobak. Gedüngt 191,62 kg N - geerntet 115,27dt/ha
2014: Sorte Tobak. Gedüngt 193,42 kg N - geerntet 92,90dt/ha (bei 95% Lager)



Nur weil Du noch nie mehr als 14,2% Protein im WW geschafft hast(und es offensichtlich auch noch nie probiert hast), heisst das doch nicht, dass andere die schaffen können und wollen. Und ich hoffe Du gibst mir Recht, dass auch die Höhe des Proteins einen Einfluss auf die benötigte Stickstoffmenge hat.
Im Übrigen würde ich Dir DRINGEND empfehlen, über Deine Vermarktungswege nachzudenken. Wenn Dir in Jahren wie heuer bzw. letztes Jahr ernsthaft für 16-er Weizen den B-Preis als Maximum bieten, läuft aus meiner Sicht irgendwas gehörig schief... Einfach mal über den Tellerrand blicken...
Kreuzschiene
 
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Bauerntrampel » Mo Mai 11, 2015 8:07

Kreuzschiene hat geschrieben:
Nur weil Du noch nie mehr als 14,2% Protein im WW geschafft hast(und es offensichtlich auch noch nie probiert hast), heisst das doch nicht, dass andere die schaffen können und wollen. Und ich hoffe Du gibst mir Recht, dass auch die Höhe des Proteins einen Einfluss auf die benötigte Stickstoffmenge hat.
Im Übrigen würde ich Dir DRINGEND empfehlen, über Deine Vermarktungswege nachzudenken. Wenn Dir in Jahren wie heuer bzw. letztes Jahr ernsthaft für 16-er Weizen den B-Preis als Maximum bieten, läuft aus meiner Sicht irgendwas gehörig schief... Einfach mal über den Tellerrand blicken...


Komm mal runter von deinem Ross. Natürlich braucht man hohe Proteingehalte Stickstoff, Eiweiß ist besitzt nun einmal eine oder mehrere Amino Gruppen. Fakt ist aber auch, dass Ertrag und Proteingehalt negativ korreliert sind. Die Speicherung von Protein ist wie Mad bereits sagte sehr stark von der Witterung abhängig, denn dafür braucht es Einstrahlung. Wenn dies erfahrungsgemäß in einer Region nicht gegeben ist, wieso sollte man dann auf Teufel komm raus versuchen den Eiweißgehalt zu pushen???
16 % Protein und 100dt sind kaum möglich. Denn das wären mal eben 1600kg Protein je ha. Teile ich das durch 5,7 komme ich auf 280,7 kg N je ha nur für das Korn. Also noch nichts in Wurzeln, Stroh oder Spelzen... Aber jetzt komme bloß nicht auf die Idee, nochmehr N zu düngen :shock:

Und zur Abrechnung. Bei uns wird unterschieden nach Futter, Backweizen (B), A und E Qualität. Für E brauche ich 14% Eiweiß, was darüber hinausgeht bezahlt mir niemand. Warum auch, denn der Proteingehalt hat nur sehr sehr wenig mit den Backeigenschaften zu tun und ist als Qualitätskriterium absolut ungeeignet, aber das ist ein anderes Thema. Was bei uns aber dazu kommt, um A oder E Qualität zu haben, will die Agravis auch eine A oder E Sorte haben. Bringe ich da also Tobak mit 15% Protein hin, dann bekomme ich trotzdem nur Backweizen bezahlt.
voro hat geschrieben:Die Ochsen solltet ihr nicht melken!
Schmeckt nicht!

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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Mai 11, 2015 8:28

Bauerntrampel hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:
Nur weil Du noch nie mehr als 14,2% Protein im WW geschafft hast(und es offensichtlich auch noch nie probiert hast), heisst das doch nicht, dass andere die schaffen können und wollen. Und ich hoffe Du gibst mir Recht, dass auch die Höhe des Proteins einen Einfluss auf die benötigte Stickstoffmenge hat.
Im Übrigen würde ich Dir DRINGEND empfehlen, über Deine Vermarktungswege nachzudenken. Wenn Dir in Jahren wie heuer bzw. letztes Jahr ernsthaft für 16-er Weizen den B-Preis als Maximum bieten, läuft aus meiner Sicht irgendwas gehörig schief... Einfach mal über den Tellerrand blicken...


Komm mal runter von deinem Ross. Natürlich braucht man hohe Proteingehalte Stickstoff, Eiweiß ist besitzt nun einmal eine oder mehrere Amino Gruppen. Fakt ist aber auch, dass Ertrag und Proteingehalt negativ korreliert sind. Die Speicherung von Protein ist wie Mad bereits sagte sehr stark von der Witterung abhängig, denn dafür braucht es Einstrahlung. Wenn dies erfahrungsgemäß in einer Region nicht gegeben ist, wieso sollte man dann auf Teufel komm raus versuchen den Eiweißgehalt zu pushen???
16 % Protein und 100dt sind kaum möglich. Denn das wären mal eben 1600kg Protein je ha. Teile ich das durch 5,7 komme ich auf 280,7 kg N je ha nur für das Korn. Also noch nichts in Wurzeln, Stroh oder Spelzen... Aber jetzt komme bloß nicht auf die Idee, nochmehr N zu düngen :shock:

Und zur Abrechnung. Bei uns wird unterschieden nach Futter, Backweizen (B), A und E Qualität. Für E brauche ich 14% Eiweiß, was darüber hinausgeht bezahlt mir niemand. Warum auch, denn der Proteingehalt hat nur sehr sehr wenig mit den Backeigenschaften zu tun und ist als Qualitätskriterium absolut ungeeignet, aber das ist ein anderes Thema. Was bei uns aber dazu kommt, um A oder E Qualität zu haben, will die Agravis auch eine A oder E Sorte haben. Bringe ich da also Tobak mit 15% Protein hin, dann bekomme ich trotzdem nur Backweizen bezahlt.


Interessantes Thema. Klar ist der Proteingehalt als Qualitätskriterium ungeeignet. Es ist eine Krücke, um von ihm auf den Klebergehalt zu schließen. Denn die Kleberbestimmung geht nicht so schnell und unkompliziert wie die Proteinbestimmung.
Und in Jahren wie heuer, wo alle Mühlen mit Ware zugeschüttet wurden, die niedrige Klebergehalte hatten, konnte man mit einem 16er Weizen schon einige hinter dem Ofen vorlocken. Denn die Mühlen brauchen dringend Ware zum Aufmischen. Und da ist dann schon noch Spielraum über den Mindestkriterien für E-Weizen...

Ich denke, bei meinen Erwartungen passt die N-Gabe. Wenn es jemand anders macht, ist das seine Sache. Ich sah mich nur ungerechtfertigten Anschuldigungen ausgesetzt - nach dem Motto: Du bist Schuld, wenn alle eine strengere DÜV bekommen. Wie man an obigem Beispiel sieht, könnte es jedoch sein, dass nicht ich derjenige bin, der N-Überschüsse düngt...
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Raider » Mo Mai 11, 2015 9:27

Kreuzschiene hat geschrieben:Interessantes Thema. Klar ist der Proteingehalt als Qualitätskriterium ungeeignet. Es ist eine Krücke, um von ihm auf den Klebergehalt zu schließen. Denn die Kleberbestimmung geht nicht so schnell und unkompliziert wie die Proteinbestimmung.
Und in Jahren wie heuer, wo alle Mühlen mit Ware zugeschüttet wurden, die niedrige Klebergehalte hatten, konnte man mit einem 16er Weizen schon einige hinter dem Ofen vorlocken. Denn die Mühlen brauchen dringend Ware zum Aufmischen. Und da ist dann schon noch Spielraum über den Mindestkriterien für E-Weizen...

Ich denke, bei meinen Erwartungen passt die N-Gabe. Wenn es jemand anders macht, ist das seine Sache. Ich sah mich nur ungerechtfertigten Anschuldigungen ausgesetzt - nach dem Motto: Du bist Schuld, wenn alle eine strengere DÜV bekommen. Wie man an obigem Beispiel sieht, könnte es jedoch sein, dass nicht ich derjenige bin, der N-Überschüsse düngt...


220 kg N / ha sind bei Deinen Ertrags- und Qualitätserwartungen sicherlich ok. Finde die Aufteilung 120 (1.+2. Gabe) + 100 3. Gabe interessant. Frage: Würde es da nicht evtl. sogar Sinn machen die Dritte Gabe nochmal zu splitten?
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Raider » Mo Mai 11, 2015 9:34

Bin am Samstag etwas geschockt an einem meiner Weizenschläge vorbei gekommen. Es handelt sich hier um einen 12 ha Schlag der im Herbst mit Stomp + Lexus behandelt wurde. Der Schlag ist extrem sauber, man findet quasi nichts... bis eben auf diese eine Stelle in einer Senke im Acker (ca. 30 x 30 m). So etwas ist mir bisher noch nie passiert. Ein Ausfall der Spritze kann ich aufgrund der "Form" des "Spritzfensters" nahezu ausschließen... Hölle, Hölle....
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Mai 11, 2015 9:45

Raider hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Interessantes Thema. Klar ist der Proteingehalt als Qualitätskriterium ungeeignet. Es ist eine Krücke, um von ihm auf den Klebergehalt zu schließen. Denn die Kleberbestimmung geht nicht so schnell und unkompliziert wie die Proteinbestimmung.
Und in Jahren wie heuer, wo alle Mühlen mit Ware zugeschüttet wurden, die niedrige Klebergehalte hatten, konnte man mit einem 16er Weizen schon einige hinter dem Ofen vorlocken. Denn die Mühlen brauchen dringend Ware zum Aufmischen. Und da ist dann schon noch Spielraum über den Mindestkriterien für E-Weizen...

Ich denke, bei meinen Erwartungen passt die N-Gabe. Wenn es jemand anders macht, ist das seine Sache. Ich sah mich nur ungerechtfertigten Anschuldigungen ausgesetzt - nach dem Motto: Du bist Schuld, wenn alle eine strengere DÜV bekommen. Wie man an obigem Beispiel sieht, könnte es jedoch sein, dass nicht ich derjenige bin, der N-Überschüsse düngt...


220 kg N / ha sind bei Deinen Ertrags- und Qualitätserwartungen sicherlich ok. Finde die Aufteilung 120 (1.+2. Gabe) + 100 3. Gabe interessant. Frage: Würde es da nicht evtl. sogar Sinn machen die Dritte Gabe nochmal zu splitten?


Ich habe Piadian auf den Flächen. Von da her ersparte ich mir das Splitting und hoffte darauf, dass der angesagte Regen die dritte Gabe zumindest schon mal in den Boden bringt, was auch geschehen ist. Ich rechne nämlich demnächst mal wieder mit einer länger anhaltenden Trockenperiode. Da bringt es mir dann nix, wenn ich in der Blüte den KAS in die Risse im Boden streue - so zumindest meine Überlegung, die dahinter steckt.
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Re: Winterweizen 2015

Beitragvon Wini » Mo Mai 11, 2015 11:09

Raider hat geschrieben:Bin am Samstag etwas geschockt an einem meiner Weizenschläge vorbei gekommen. Es handelt sich hier um einen 12 ha Schlag der im Herbst mit Stomp + Lexus behandelt wurde. Der Schlag ist extrem sauber, man findet quasi nichts... bis eben auf diese eine Stelle in einer Senke im Acker (ca. 30 x 30 m). So etwas ist mir bisher noch nie passiert. Ein Ausfall der Spritze kann ich aufgrund der "Form" des "Spritzfensters" nahezu ausschließen... Hölle, Hölle....


Hallo Raider, ich habe das gleiche auf zwei Stücken mit klutigen Abschnitten, welche ich im Herbst mit IPU behandelt hatte.
Der erste Ackerfuchsschwanz in diesen Bereichen ist bei mir bereits am Blühen. Weiterer ist am Ährenschieben. Der Weizen zeigt bereits das Fahnenblatt.

Macht da ein Einsatz bspw. von 1,2L Axial noch Sinn um den restlichen AFS noch zu treffen ?

Oder muß ich wieder mit der Heckenschere angreifen ?

Gruß
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