tyr hat geschrieben:Cairon hat geschrieben:Ich frage mich auch, warum Imker für ihre Tiere keine entsprechenden Futterflächen nachweisen müssen.
Wenn ich in der Landwirtschaft Tiere halte, muss ich Fläche nachweisen um nicht gewerblich zu werden und meine Gülleverwertung nachzuweisen.
Weil Bienen Wildtiere sind, und auch natürlich vorkommen sollten. Das heute keine ausgewilderten Völker mehr einen Winter überleben ist traurig genug. Der Imker tut eigendlich nichts anderes, als den normalerweise natürlich vorkommenen Tieren eine Behausung anzubieten, die sie annnehmen, oder eben auch nicht. Bienen sind nicht eingesperrt, die können durchaus weg, machen die auch, wenn ihnen was nicht paßt.
Schweine und Rinder waren auch mal reine Wildtiere. Schweine sind ja auch immer noch genug in der Wildnis unterwegs. Der Menschen hat diese Tier domestiziert, wenn sie wirklich weg wollen können sie das aber immer noch, siehe Kuh Yvonne. Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Bienen und anderen Haustieren. Und da Du ja selber geschrieben hast, dass in diesem Bereich gezüchtet wird, sind es keine einfachen Wildtiere mehr.
Cairon hat geschrieben:Wenn Imker Bienen halten, lassen sie diese oftmals auf fremden Beständen weiden. Nicht selten fliegen die Bienen ungefragt in Bestände.
Ich denke, mit einem bißchen Nachdenken, kommst Du selber drauf, das Du Unsinn verzappst.
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Natürlich kann man diese Aussage nicht direkt auf die Bienen beziehen, sondern auf die Imker. Als wir noch Raps anbauten, tauchten immer wieder Imker auf und stellten ihre Völker direkt an unseren Schlägen auf. Fragen konnten diese Imker nicht, nur schreien wenn wir mit der Spritze kamen. Wir haben diesen Leuten dann ausdrücklich das aufstellen ihrer Völker an unseren Feldern untersagt, was nur dazu führte, dass die die Völker in den Wallhecken versteckten und sie tarnten. Auch wenn die Bienen eine Bestäubungsleistung bringen darf mir keiner seine Wohltat aufzwingen, und schon gar nicht wenn ich es ihm ausdrücklich untersagt habe. Die Imker hier fuhren durchs Feld stellten ihre Völker hin wo es ihnen passte und fragten nie. In der festen Überzeugung etwas gutes zu tun, musste sich jeder ihrer Meinung nach unterordnen. Das war einer der Gründe den Rapsanbau einzustellen, ich hatte einfach keine Lust mehr mich ständig von diesen Menschen anpflaumen zu lassen. Es reichte schon wenn ich mit Herbiziden fürs Getreide an meinen Rapsschlägen vorbei gefahren bin und sie es mitbekamen sprangen sie wie die Ampelmännchen. Hätte man höflich gefragt und möglicherweise mal ein kleines Gals Hönig vorbei gebracht wäre eine Zusammenarbeit sicher möglich gewesen. Man hätte Telefonnummer austauschen können und Insektizidmaßennahmen hätte man absprechen können, aber der der selbstherrlichen Art, die diese Menschen an den Tag legten war bei mir kein Verständnis mehr. Ich sehe das nicht als Unsinn. Und hie rim Forum haben wir doch unseren Fri-dolin, ist der nicht das beste Beispiel?
Cairon hat geschrieben:Wäre es nicht sinnvoll Imker zu verpflichten pro Volk eine gewissen Fläche als Bienenweide nachzuweisen um sicher zustellen, dass die Bienen genug Nahrung finden? Mit welchem Recht wird von den Imkern gefordert, dass man ihnen kostenlos Bäume und Felder zur Verfügung stellt?
tyr hat geschrieben:Wer hat denn die Bäume gefällt, und die Natur ausgeräumt? Bienen sind immer noch Wildtiere![]()
Wenn ein Mensch sie hält sind sie eben keine reinen Wildtiere mehr und dieses Argument ist ja nun totaler Quatsch. Dann müsstet du ja die gesamte menschliche Zivilisation abschaffen und den Tieren ihre gesamte Natur zurück geben, aber ich verzapfe Unsinn, ja klar.
Cairon hat geschrieben: Auch wenn die Bienen Nutzen bringen, kann sich der Imker in diesem Bereich auf keine rechte berufen. Legt der Imker eigene Bienenweiden in der Nähe seiner Völker an, hat er Einfluss auf die Zusammensetzung seinen Honigs und kann sicher sein, dass auf seinen Flächen keine PSM eingesetzt werden. Auf seiner Weide ist er sein eigener Herr und sichert so seinen Bienen das überleben. Als Bienenweide würde sich eine Mischung aus Obstbäumen und speziellen Saatmischungen anbieten. Und selbst wenn einige Bienen auf fremde Flächen ausweichen wäre die eigene Weide eine Sicherung des Bestandes, wenn es dann wirklich alles nur an den PSM liegt.
Ohne Bienen wird mittelfristig die Landwirtschft nicht überleben, und damit nicht wir Mensch. Die Bienen sind eine der Hauptgrundlagen zur Bestäubung aller möglichen Pflanzen, deren Überleben sich zwar meist nur Mittelbar auf die Intensivlandwirtschft auswirkt...aber eben auswirkt.
Es gibt auch genug Pflanzen die durch Wind bestäubt werden und im Notfall finden wir eine technische Lösung. Es mag ja sein, dass die Bestäubung dann teurer wird, aber der Mensch wird auch ohne Bienen nicht aussterben, dass ist ein Torschlagargument der Imker-Lobby.
meyer wie mueller hat geschrieben:Hallo
was bin ich doch für ein egoistischens Schwein!![]()
Ich will unverschämterweise, dass es genügend Bienen, Hummeln und sonstiges Getier gibt, die für die Befruchtung meiner Obstbäume sorgen. Deshalb will ich, dass alle menschengemachten Einflüsse auf die Bienengesundheit so weit wie möglich reduziert werden. Und wenn es eben gegen bestimmte PSM einen wissenschaftlich begründeten Verdacht gibt, dass diese schädlich sein könnten, dann gehört die Anwendung bis zum Beweis des Gegenteils verboten!
So einfach könnte das sein. Aber es scheint, dass es für die Industrie ein Recht auf maximalen Gewinn gibt. (Genau wie es Nötigung ist, wenn jemand durch Nicht-Ausreizen der maximalen Geschwindigkeit die gezwungenermaßen knapp hinter ihm Fahrenden behindert)
Ich bin einfach ein egoistischen Schwein, das nicht einsieht, dass es für die Freiheit Anderer zurückstehen muss und Platz machen soll.
Gruß
