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Zukunftsorientierte Milchviehalter!

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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65 Beiträge • Seite 4 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Beitragvon fedorow » Fr Aug 29, 2008 21:49

bei uns im landwirtschaftsamt hat mal ein beamter gesagt, zitat : " den bauern kann man nicht helfen, sobald man ihnen weniger für ihre produkte bezahlt wird sofort vergrössert um jeden preis. dann werden eben statt 14, 16 stunden am tag gearbeitet " zitat ende. mittlerweile glaube ich er hatte damals recht gehabt., ist zwar traurig aber wahr. und nicht zuletzt deshalb haben wir ja zuviel milch etc. am markt. und ist es nicht so wenn ein familienbetrieb über 100 kühe incl nachzucht, feldarbeit bewältigt ( und da gibt es nicht wenige ) und dadurch über die runden kommt, trotz schlechter erzeugerpreise, dass dann z.b. die EU oder der deusche Staat mit den fingern auf diese zeigt, mit dem motto : seht her es geht doch, wenn du weiter landwirt sein willst mach es doch genauso. ich denke eine gewisse mitschuld an der ganzen misere der landwirtschaft haben die landwirte selber
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Beitragvon Gress » Sa Aug 30, 2008 6:48

Bleibt die Frage , wann ist Wachstum verwerflich, dumm oder was auch immer . Jeder für sich wird sie anders beantworten können/müssen .

Zu versuchen wer da die "Schuld" hat bringt einen höchstens dazu mit den Jahren immer verbitterter zu werden , ohne Hoffnung das gewisse Wünsche "einfach" mal von "denen da oben" erhört werden oder so.....

Und in dieser Zeit hören andere halt einfach auf und bauen sich eine andere berufliche Zukunft oder riskierens mit Aufstocken , umstellen auf was anderes ect...

Und am Ende ist nur der zufrieden der seinen Mut zusammengenommen hat und sich in welche Richtung auch immer entschieden hat , s geht keine Welt unter weil einer aufhört und auch keine auf, weil einer weitermacht :wink:
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Beitragvon SHierling » Sa Aug 30, 2008 7:43

Immerhin hatte Marx mit seiner "Vorhersage" zur Akkumulation des Kapitals ja schon mal recht, egal wo man hinguckt und welchen Bereich man betrachtet, Trotz Kartellamt

Ob das bei Landwirten auch so sein sollte, darüber kann man gleich aus zwei Richtungen streiten:
- einmal auf der ganz normalen "marktwirtschaftlichen" Schiene: Akkumulation = Konzentration von (Markt-)Macht = Wechsel von Angebot + Nachfrage zu Diktatur in der Preisbildung, und

- eimal aus der Sicht des Verbrauchers und Wählers, der Interesse an gesicherter Versorgung mit bezahlbaren Lebensmitteln hat, die (s.o.) bei einer zunehmenden Akkumulation der Besitzverhältnisse bei der Nahrungsmittelproduktion nicht mehr gegeben ist.

Es ist also _eigenentlich_ ganz normal, daß ein Staat, wenn er weiter existieren will, sowohl dem einen (mit dem Kartellamt) wie dem anderen (mit Eingriffen in den Markt) vorbeugt, sonst könnte es passieren, daß ihm seine Einwohner dumm kommen. DAZU braucht man auch gar keinen Marx, dazu braucht man nur ein Geschichtsbuch.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Beitragvon fedorow » Sa Aug 30, 2008 8:29

Gress hat geschrieben:Bleibt die Frage , wann ist Wachstum verwerflich, dumm oder was auch immer . Jeder für sich wird sie anders beantworten können/müssen .

Zu versuchen wer da die "Schuld" hat bringt einen höchstens dazu mit den Jahren immer verbitterter zu werden , ohne Hoffnung das gewisse Wünsche "einfach" mal von "denen da oben" erhört werden oder so.....

Und in dieser Zeit hören andere halt einfach auf und bauen sich eine andere berufliche Zukunft oder riskierens mit Aufstocken , umstellen auf was anderes ect...

Und am Ende ist nur der zufrieden der seinen Mut zusammengenommen hat und sich in welche Richtung auch immer entschieden hat , s geht keine Welt unter weil einer aufhört und auch keine auf, weil einer weitermacht :wink:

dass war ja ein zitat eines beamten, damals dachte ich was redet der denn da, aber heute denke ich anderst weil er in meinen augen doch recht hatte. wenn ein familienbetrieb für ca 60 oder 70 kühe einen stall baut ist genug arbeit da, meine ich. aber diese größe ist ja heute viiiieeellll zu klein, es muss ja noch größer gebaut werden.
aber es gibt menschen die können mit der freizeit eh nichts anfangen und sind nur zufrieden wenn sie z.b. 16 stunden arbeiten und 8 stunden schlafen. ich bin da gott sei dank nicht dabei :D aber wie gesagt, warum soll der erzeugerpreis denn erhöht werden, wenn es familienbetriebe ohne angestellte gibt die mit ihren großbetrieben einigermaßen gut über die runden kommen, vom einkommen her ??( wieviel arbeit die haben interressiert niemand )
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Beitragvon xyxy » Sa Aug 30, 2008 9:51

Nun, deswegen musst du Gott nicht danken, das hast du dir selber so
eingerichtet und es ist genauso wenig Gottes Zorn der über die Milchviehhalter reinfällt, die 400 Kühe melken! :lol:
Hatten die wahrscheinlich nur einen anderen "Beamten" als du! :D
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Beitragvon xyxy » Sa Aug 30, 2008 11:05

So, und jetzt kommts noch Dicke:
Anteilige Quotenausnutzung in D liegt für die ersten Monate des neuen
Quotenjahres bei 94%. Dawerden aber einige noch weniger Schlaf bekommen :shock: :D :!:
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Beitragvon Gast » Sa Aug 30, 2008 13:02

xyxy hat geschrieben:Nun, deswegen musst du Gott nicht danken, das hast du dir selber so
eingerichtet und es ist genauso wenig Gottes Zorn der über die Milchviehhalter reinfällt, die 400 Kühe melken! :lol:
Hatten die wahrscheinlich nur einen anderen "Beamten" als du! :D

ich glaube meine beiden vorschreiber verstehen den beitrag oben nicht ganz.
er hat doch geschrieben das jeder 400 oder 1000 kühe melken kann, das hat doch mit gottes zorn nichts zu tun, oder hab ich das falsch verstanden ?? es wurde doch lediglich festgehalten, dass ein beamter gesagt hat : wenn du dem bauer was abziehst, rennt er nachher umso mehr ( die meinung habe ich übrigens auch ) jeder kann soviel arbeiten wie er will und das soll auch jeder machen. und hier im forum behauptet auch keiner was anderes !! es kann dann aber kein landwirt behaupten das ein famielienbetrieb ( ohne angestellte ) mit 100 kühen usw. nichts verdient. die verdienen sehr wohl ihr geld ( schaut euch doch mal die buchführungsabschlüsse an, dann werdet ihrs sehen, also warum wollen sie dann einen höheren milchpreis ? ) und dies hat sehr wohl was mit dem milchberg zu tun, stellt euch mal vor es schiessen reihenweise 100 kuhbetriebe aus dem boden. und haltet ihr die politker, die gesetze machen oder molkereien wirklich für so beschränkt ?? die sehen doch auch dass 2 AK einen 100 kuhbetrieb führen können UND sehen die buchführungsabschlüsse, was dann je AK rauskommt, warum sollte man dann den milchpreis erhöhen es kann doch jeder so machen oder soll er doch aufhören , aber wenns jeder so macht haben wir ja wieder den milchsee ??? und dies wurde oben so geschrieben, mehr nicht , so verstehe ich das
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Beitragvon Trakehnerstar » Sa Aug 30, 2008 13:38

"..Immerhin hatte Marx mit seiner "Vorhersage" zur Akkumulation des Kapitals ja schon mal recht, egal wo man hinguckt und welchen Bereich man betrachtet, Trotz Kartellamt ....."

Das liegt daran, die einen benutzen ein Landforum um sich zu informieren und dadurch ihren Betrieb voranzubringen..
und anderen schreiben den ganzen Tag irgendwelche Kommentare um die Welt zu verbessern..

die ersteren akkumulieren auf Dauer das Kapital und die anderen
kommen nie auf einen grüne Zweig..
nur was ist daran ungerecht??? :roll:
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Beitragvon Gast » Sa Aug 30, 2008 14:18

Trakehnerstar hat geschrieben:"..Immerhin hatte Marx mit seiner "Vorhersage" zur Akkumulation des Kapitals ja schon mal recht, egal wo man hinguckt und welchen Bereich man betrachtet, Trotz Kartellamt ....."

Das liegt daran, die einen benutzen ein Landforum um sich zu informieren und dadurch ihren Betrieb voranzubringen..
und anderen schreiben den ganzen Tag irgendwelche Kommentare um die Welt zu verbessern..

die ersteren akkumulieren auf Dauer das Kapital und die anderen
kommen nie auf einen grüne Zweig..
nur was ist daran ungerecht??? :roll:

na ja, ob du in einem forum den betrieb voranbringst bezweifle ich, da gibts andere anlaufstellen ( arbeitskreise, landwirtschaftsamt, futterberater usw. die einen besser individuell auf den eigenen betrieb beraten ). natürlich gibts die ein oder andere frage, die hier beantwortet wird und man ist froh darüber, aber trifft die antwort z.b. über preise, pflanzenbau oder struktur aus norddeutschland auf den fragesteller in süddeutschland zu ?? da machst du hinterher noch mehr falsch als vorher obwohls der antwortgebende gut gemeint hat. ich sehe das forum mehr sich einfach über normale, aktuelle themen auszutauschen und das ist doch auch schon was ohne jetzt die welt verbessern zu wollen :lol: zudem kenn ich einen der die welt verbessern will und auf einem grünen zweig sitzt, der weiss gar nicht wohin mit dem geld.
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Beitragvon Gast » Sa Aug 30, 2008 14:47

xyxy hat geschrieben:So, und jetzt kommts noch Dicke:
Anteilige Quotenausnutzung in D liegt für die ersten Monate des neuen
Quotenjahres bei 94%. Dawerden aber einige noch weniger Schlaf bekommen :shock: :D :!:

die quote wurde in den ersten 4 monaten laut ZMP zu 94,2 % ausgenutzt, wenn mans hochrechnet, auf den ersten blick sieht das gut aus, aber ohne milchstreik wären es die ersten 4 monate ca. 97,2 % und der wird die verbleibenden 8 monate nicht mehr kommen. wäre der milchstreik nicht gewesen wäre die anlieferungsmenge fast genauso hoch wie zum zeitpunkt des vorigen jahres und da wurde ja überleifert. zudem werden jetzt auf diese meldung viele den milchhahn richtig aufdrehen und da kann noch 8 monate lang viel aufgedreht werden. der milchstreik macht die ersten 4 monate natürlich viel aus mit 3 % weniger milch, übers ganze jahr gesehen sinds lediglich ca. 1%.
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Beitragvon Gast » Sa Aug 30, 2008 20:31

fedorow hat geschrieben:ich denke eine gewisse mitschuld an der ganzen misere der landwirtschaft haben die landwirte selber

ja klar haben die landwirte zum großen teil selber schuld am preisverfall, oder wars etwa der dorfpfarrer ??? der preis ist nicht gut, jeder will mehr verdienen, also wird die produktion ( milchüberlieferung, getreide ) hochgefahren, das bringt ein großes angebot, was den preis wieder drückt, also noch schlechterer preis, dann wird eben die produktion nochmal hochgefahren ( wie du geschrieben hast, dann hat eben der familienbetrieb keine 30, sondern 100 oder mehr kühe im stall stehen ) das drückt dann wieder den preis .... usw. jetzt kommt wieder die alte weisheit mit angebot und nachfrage. und was macht den preis kaputt ? genau, das große angebot an dem wir ( ich übrigens auch ) selber schuld sind. dann wird aber gejammert und über jeden hergezogen, z.b. molkerei, was das doch für betrüger seien. aber sind wir mal alle ehrlich, schuld hat der landwirt, weil er zuviel ware auf den markt wirft, nur will das keiner hören. als 2007 die milch knapp wurde stieg der preis mal eben um 10 cent je liter an, dann wurde wieder europaweit die produktion hochgefahren und die folgerung, den jetzigen preis kennt ja jeder !!!!! ich kann doch nicht auf teufel komm raus (über)liefern, wenn die ware gar nicht gebraucht wird und dann noch einen guten preis erwarten !!
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Beitragvon fedorow » Sa Aug 30, 2008 20:59

schimmel hat geschrieben:Genau xyxy, außerdem sollte es doch in einer freien Gesellschaft jedem Einzelnen überlassen bleiben, wie er seine Zukunft gestalten möchte.
Und wenn jemand noch Spaß daran hat Geld zu verdienen, dann ist das auch sein gutes Recht. Wenn der andere aus idealistischen Gründen meint weniger machen zu können, dann ist es auch seine persönliche Entscheidung. Ob dies alles gesellschaftspolitisch und soziologisch richtig ist, ist wieder eine andere Sache. Aber wieviele Menschen richten ihre Existens nach den Ansprüchen und Wünschen der Gesellschaft aus?
Jeder weiß, dass er durch sein Dasein die Umwelt belastet - bringen sich die Menschen deswegen denn um? :wink:

Reini

wer behauptet denn was anderes ?? ich habe angemerkt dass ich nicht bereit bin jeden tag 16 stunden zu arbeiten, was nicht heißt, dáß ich nur 20 ha oder nur 30 kühe im stall habe. zudem arbeitet von denen hier im forum anwesenden so gut wie keiner 16 stunden täglich, sonst hätte er nämlich keine zeit sich hier im forum herumzutreiben
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Beitragvon Komatsu » Sa Aug 30, 2008 21:14

Ich glaube das nach dem Fall der Quote gerade in ländl. schwach strukturierten Räumen viele wieder mit 10 - 20 Kühen anfangen werden.

( Alle mal besser als beim Schlecker Kisten schleppen und 20 km Anfahrt )
Komatsu
 
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Beitragvon fedorow » Sa Aug 30, 2008 21:23

ihc833 hat geschrieben:Ich glaube das nach dem Fall der Quote gerade in ländl. schwach strukturierten Räumen viele wieder mit 10 - 20 Kühen anfangen werden.

( Alle mal besser als beim Schlecker Kisten schleppen und 20 km Anfahrt )

oh, je, sag das nicht so laut. als ich sagte dass ich täglich keine 16 stunden arbeiten will, wurde ich plötzlich von der seite angeschossen ( siehe oben xyxy, schimmel ) !!!!
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Beitragvon Trakehnerstar » Sa Aug 30, 2008 22:31

jo mit 10-20 Küchchen wieder anfangen..am besten noch von Hand melken, spart Strom..und die nichts auf die Reihe kriegen, die werden bei den 10-Kuhbetrieben als Knecht angestellt :shock:
Zurück ins Mittelalter...würde ich mal sagen..
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