Ich weiß von einem Betrieb in Sellsingen, 100 ha Eigenland, 1000 Schweinemastplätze. Der hat seinen 100 ha jetzt für 1000 €/ha an einen Biogaser verpachtet. Die BGA muss im die Gülle aus dem Stall holen und für den Güllenachweis sorgen. Der macht seine Schweine jetzt mit Alleinfutter und geht nebenher arbeiten. Ich meine wenn man keinen Hofnachfolger hat und 100.000 € Pacht im Jahr haben kann, da muss man nicht lange rechnen. Die Pachtzahlung erfolgt vierteljährlich und der Vertrag ist über Bankbürgschaft abgesichert, außerdem gilt der angebaute Mais zusätzlich als Pachtsicherheit. Was mit den ZAs ist kann ich nicht sagen. Sollte der Pächter mit den Zahlungen in Rückstand kommen kann ihm der Verpächter ziemlich schnell kündigen und neu verpachten.
Mir ist es zwar schleierhaft wie die BGA sich da noch einen Gewinn ausrechnet, aber diese Verträge bestehen. Und wenn der Biogaser nach 5 Jahren Pleite ist, hat der Verpächter aber 500.000 € an der Seite, leben kann er von dem Geld dass er auf seiner neuen Arbeit verdient und die Schweinehaltung hat er ja auch noch. Auf wenn die BGA wirklich in die Pleite geht, sind genug da die gerne in diesen Vertrag einsteigen würden.
Ist zwar Wahnsinn aber ist so.
Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn mir jemand 1000 € je Hektar bieten würde, würde ich auch ernsthaft drüber nachdenken. Ob ich dann alles verpachten würde weiß ich nicht, aber wie soll man aus einen 20 Punkte-Boden im Schnitt 1000 € pro Jahr heraus wirtschaften?
