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Unimog im Wald

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: W-und-F

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153 Beiträge • Seite 1 von 11 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 11
Foren-Übersicht ‹ Jagd & Forst ‹ Forstwirtschaft

Unimog im Wald

Beitragvon südwind » Di Feb 09, 2010 7:13

Hallo
Welche vor oder Nachteile hat ein Unimog im Wald bei uns erzählt einer das ist das gerät im Wald er hat einen Kran und Seilwinde drauf.
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon Waldgoischt » Di Feb 09, 2010 8:59

Der Kran kann dann aber nur ein im Wald eher ungeeigneter Ladekran sein. Rückekran und Unimog, das geht wohl kaum.
Seilwindenunimogs liefen im Forst der 70er und 80er Jahre in Forst in rauhen Mengen, dass muss gut funktioniert haben.
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon Paulo » Di Feb 09, 2010 10:57

südwind hat geschrieben:Hallo
Welche vor oder Nachteile hat ein Unimog im Wald bei uns erzählt einer das ist das gerät im Wald er hat einen Kran und Seilwinde drauf.

Der Mog trinkt nicht wenig, ist unübersichtlich nach hinten, hat wenig Bodenfreiheit.
Heutzutage sind Allradschlepper im Wald oft die bessere Wahl.
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon wurzelzieher » Di Feb 09, 2010 11:52

Mog mit seilwinde im wald ist im hobby bereich imer noch okay,aber mit nem kran drauf glaubst du du wärst bei windstärke 8 auf see.Mit kran ist der schwerpunkt so hoch das du nur auf halbwegs ebenen wegen fahren kannst und ihn letzlich nur zum laden nutzen kannst.Weiterer riesen nachteil sind die kleinen reifen,da muß schon was orgentliches drauf damit der im schlamm vorran geht.Das aus und einsteigen ist nicht so einfach wie bei einem schlepper (Mußt immer über das vorderrad,beim schlepper ist der boden eben).Bergauf mußt halt viel schalten wo sich ein vorschaltgetriebe positiv bemerkbar macht.Ansonsten hast halt nur vier gänge auf der straße von 0 bis 75 km/h.Wie schnell ist eigentlich ein schlepper der 20-30 j alt ist,und wieviele gänge hat der? Allerdings bin ich nun schon seit 20 jahren mit dem 406 F unterwegs und hab da manchen hochbeinigen schlepper gesehen der nicht so schräg fahren konnte wie ich mit meinem oldie,außerdem kann der mog sich im gelände besser verdrehen als ein schlepper und steht auch auf vier punkten (versuch mal einen mog so zu verdrehen das ein rad freisteht) und der schlepper auf drei.Hinterräder und der drehpunkt der vorderachse.Weiterer pluspunkt ist der hohe wiederverkaufswert und die geschwindigkeit auf der straße (was sich aber beim durst bemerkbar macht).Im rückebetrieb ist der mog nicht so durstig.Die kleinen (411/1,8l-34ps oder 421-407 2,4l-52/60ps) sind eher etwas schwach für diese arbeit. Was kostet ein halbwegs vernünftiger allrad schlepper mit winde und was brauch der?Bodenfreiheit?Wenn die stöck auf 50 cm geschnitten werden und der fahrer um jeden preis bei jedem wetter :regen: fahren muß setzt man schon mal auf,wanns bei mir das letzt mal war weiß ich nicht,da es ohne ketten auf der H. achse bei :regen: keinen sinn macht und ich dann lieber etwas warte.Wer natürlich professionell rücken gehen will um geld zu verdienen sollte sich keine technik von 1963 (Da kam der erste 406 auf den markt und wurde bis 1988 vom prinzip her gebaut) sondern einen aktuellen forstspezialschlepper.Mit dem kannst dann geld verdienen (sobald die bank s geld hat).Was kostet ein Allradschlepper der 20j auf m buckel hat und noch was taugt?Für gelegentliches arbeiten reicht eine dreipunktwinde aus und man kann den schlepper auch anders besser nutzen.Wer was für sich am besten nutzen kann muß jeder für sich entscheiden.MFG Herbert (406 F/417 Kommunal mit kraftheber :mrgreen: )
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon nasenwurzelsepp » Di Feb 09, 2010 15:44

wurzelzieher hat geschrieben:...mußt halt viel schalten wo sich ein vorschaltgetriebe positiv bemerkbar macht.Ansonsten hast halt nur vier gänge auf der straße von 0 bis 75 km/h.Wie schnell ist eigentlich ein schlepper der 20-30 j alt ist,und wieviele gänge hat der? Allerdings bin ich nun schon seit 20 jahren mit dem 406 F unterwegs...


Meines Wissens gab es das Baumuster 406 mit dem Motor OM352 dem Getriebe UG2/27 grundsätzlich mit einer Sechs-, auf Wunsch als SA selten sogar mit einer Achtgang(4x2)Schaltkulisse.
Das Getriebe an sich war aber immer das Viergang-UG2/27.
Beim Sechsgang entsprechen die ersten beiden Gänge den Gängen 3 und 4, nur dass beim Wechsel zwischen Gang 2 und drei in die schnellere zweite Schaltebene umgeschaltet wird.
Beim 4x2 wurde diese Vorschaltung erst zwischen den gängen 4 und 5 deaktiviert. Allerdings ist die Abstimmung der Gänge 3 und 4 der der Gänge 5 und sechs sehr ähnlich, sodass sich bei dieser Version ebenfalls nur 6 effektiv nutzbare Gänge bieten.

Sinnvoller wäre bei solchen Arbeiten wie du schon sagst ein Splittgetriebe, dass jeden Gang in 2 unterscheidliche Übersetzungen schalten kann. Die war aber ebenfalls SA und ist somit nur in dem Mogs mit "großem Getriebe" zu finden.


wurzelzieher hat geschrieben:...noch okay,aber mit nem kran drauf glaubst du du wärst bei windstärke 8 auf see.Mit kran ist der schwerpunkt so hoch das du nur auf halbwegs ebenen wegen fahren kannst und ihn letzlich nur zum laden nutzen kannst.Weiterer...


Genau, ohne Abstützung auch bei kleineren Ladekränen aufgrund der Federung nicht zu empfehlen, damit macht man die ganze Geländegeängigkeit wieder zunichte.
Für Hobbybereich und Nebenerwerb ist der 406 eine durchaus brauchbare Maschine, für Profis bietet sich dann aber eher ein MB Trac Forst oder gleich ein WF Trac an. Die sind von der Arbeitsergonomie her schon um Welten besser geeignet und haben auch dank der ungefederten Hinterachse weitaus weniger Probleme mit einem aufgebauten Kran.

Hier bei uns in der Region sind die letzten 406er Anfang der 90er aus dem professionenellen Forstbetrieb verschwunden, haben aber bis dahin knapp 30 Jahre sehr gute Dienste geleistet.

Der Mog war halt einfach, mit Blick auf das Getriebe, Diffsprerren, pneumatisch zuschaltbarer AWD der Zeit weit voraus. Insbesondere der 406 wäre ja nicht von 63 bis 88 fast unverändert gebaut worden, hätte ihn niemand gekauft.
Aber schlussendlich erging es ihm wie es jedem anderen Modell vor ihm erging und auch in Zukunft noch ergehen wird: Irgendwann ist jede Technik überholt, denn die Weiterentwicklungen schreiten unaufhaltsam voran.


Generell war und ist der Unimog immer ein Exot gewesen und wird es auch bleiben, ein Universalgerät, dessen Stärken in seiner Vielseitigkeit liegen, doch diese wurde immer auch durch Einbußen gegenüber den jeweiligen Spezialisten erkauft.

Es kommt halt darauf an, was man mit den Gerät schaffen will und es gibt mit Sicherheit Anwendungsgebiete in denen die Gaggenauer bis heute ungeschlagen sind, z.B die eben genannte Vielseitigkeit.

So nett das alles jetzt auch klingen mag. der
Aber verglichen mit einem 70er, 80er und teilweise 90er-Jahre Allrad-Schlepper ist und bleibt der Mog einfach ein Wunderwerk der Technik und Ingenieurskunst.


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Re: Unimog im Wald

Beitragvon JohnDeere3040 » Di Feb 09, 2010 16:01

nasenwurzelsepp hat geschrieben:Meines Wissens gab es das Baumuster 406 mit dem Motor OM352 dem Getriebe UG2/27 grundsätzlich mit einer Sechs-, auf Wunsch als SA selten sogar mit einer Achtgang(4x2)Schaltkulisse.
Das Getriebe an sich war aber immer das Viergang-UG2/27.
Beim Sechsgang entsprechen die ersten beiden Gänge den Gängen 3 und 4, nur dass beim Wechsel zwischen Gang 2 und drei in die schnellere zweite Schaltebene umgeschaltet wird.
Beim 4x2 wurde diese Vorschaltung erst zwischen den gängen 4 und 5 deaktiviert. Allerdings ist die Abstimmung der Gänge 3 und 4 der der Gänge 5 und sechs sehr ähnlich, sodass sich bei dieser Version ebenfalls nur 6 effektiv nutzbare Gänge bieten.
Man kann hier auch Umbauen, sodass man 2 Schalthebel hat, einmal langsame, einmal schnelle Kulisse, man bekommt damit dann auch 4 Rückwärtsgänge.
Sinnvoller wäre bei solchen Arbeiten wie du schon sagst ein Splittgetriebe, dass jeden Gang in 2 unterscheidliche Übersetzungen schalten kann. Die war aber ebenfalls SA und ist somit nur in dem Mogs mit "großem Getriebe" zu finden.
Das Splitgetriebe braucht man schon, aber es ist mühsam zum schalten, man muss immer 2 mal schalten. Aber ohne kommt man mit schwerer Beladung nicht wirklich weiter, kann man glaub ich sogar nachträglich einbauen lassen http://www.schuessler-unimog.de/e_teile.html
http://www.youtube.com/watch?v=x6krCnZFXuM
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon Paulo » Di Feb 09, 2010 16:13

nasenwurzelsepp hat geschrieben:



Aber verglichen mit einem 70er, 80er und teilweise 90er-Jahre Allrad-Schlepper ist und bleibt der Mog einfach ein Wunderwerk der Technik und Ingenieurskunst...


nasenwurzelsepp

Richtig, und den Pferden und Ochsengespannen von damals wäre er auch noch überlegen :wink:
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon SebastianF. » Di Feb 09, 2010 16:31

"Unimog - kann alles, aber nichts richtig"
Das sprichtwort triffts ziemlich genau. Ist halt ein Allrounder. Mit entsprechenden Abzügen in der Einzeldisziplin.
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon wurzelzieher » Di Feb 09, 2010 19:18

nasenwurzelsepp hat geschrieben:
wurzelzieher hat geschrieben:...mußt halt viel schalten wo sich ein vorschaltgetriebe positiv bemerkbar macht.Ansonsten hast halt nur vier gänge auf der straße von 0 bis 75 km/h.



Das Getriebe an sich war aber immer das Viergang-UG2/27.
Beim Sechsgang entsprechen die ersten beiden Gänge den Gängen 3 und 4, nur dass beim Wechsel zwischen Gang 2 und drei in die schnellere zweite Schaltebene umgeschaltet wird.
Beim 4x2 wurde diese Vorschaltung erst zwischen den gängen 4 und 5 deaktiviert. Allerdings ist die Abstimmung der Gänge 3 und 4 der der Gänge 5 und sechs sehr ähnlich, sodass sich bei dieser Version ebenfalls nur 6 effektiv nutzbare Gänge bieten.

Sinnvoller wäre bei solchen Arbeiten wie du schon sagst ein Splittgetriebe, dass jeden Gang in 2 unterscheidliche Übersetzungen schalten kann. Die war aber ebenfalls SA und ist somit nur in dem Mogs mit "großem Getriebe" zu finden.

Korrektur:Vier gänge auf der straße da du vom ersten oder zweiten über eine sperre mußt (was normalerweise im stand geschaltet wird) um in den dritten zu kommen werden auf der straße vier gänge genutzt!Die ersten zwei gänge entsprechen drei und vier allerdings mit vorgelege=untersetzt.Ein vorschaltgetriebe (kein splitt im 406) muß mit zwei hebeln bedient werden und kann nicht einfach nachgerüstet werden es sei denn das getriebe hat ein vorschaltgetriebegehäuse und die zweite welle die in diesem fall den zapfwellen antrieb separat antreibt ist vorhanden.Ein umbau des standart 6 gang ist nicht möglich!Die vorschaltgruppe läst sich leicht schalten solange das getriebe in ordnung ist,wie bei jedem schlepper.MFG Herbert
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon wurzelzieher » Di Feb 09, 2010 19:29

Da ich mittlerweile viel auf der straße unterwegs bin und strecken von 5 bis 50 km zurücklege um bei baumfällarbeiten die sicherung zu machen kann ich die autobahn nutzen und bin schnell von A nach B,für den rückebetrieb als gewerblicher lohnt sich ein einsatz normalerweise nicht,vieleicht noch um einem zangeschlepper oder harvester vorzuliefern damit die teure maschine schneller und mehr arbeiten kann.Der Mog hat mit max 3 m holz auf der stütze genug zu tun.MFG Herbert
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon südwind » Mi Feb 10, 2010 7:04

Hallo
Gibt es vielleicht auch Bilder von sollen Mogs.
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon wurzelzieher » Mi Feb 10, 2010 9:22

Außerdem ist die stütze so klein das manchmal nur stück ein holz draufpasst. :lol: MFG Herbert
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon SPECIFIER » Mi Feb 10, 2010 10:36

Hier mal unser MOG
Hat ein Fronthubwerk, Frontlader, und Agrarausstattung.
Geht natürlich auch zum Hänger beladen.... Aber alles nur zur privaten Brennholzgewinnung.
MfG
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon hans g » Mi Feb 10, 2010 10:43

Paulo hat geschrieben:Richtig, und den Pferden und Ochsengespannen von damals wäre er auch noch überlegen :wink:

....aber NUR auf trockenem boden---der hat einfach ZU KLEINE räder.
...denkanstösse zu geben,um gesellschaftliche zusammenhänge durchschaubar zu machen.
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Re: Unimog im Wald

Beitragvon wurzelzieher » Mi Feb 10, 2010 16:46

Richtig,die hatte er schon 1948 als Böhringer dehn ersten mog vorstellte mi 6,00x18 und 25 ps benzimotörchen.Was hatten den die allradschlepper damals für eine leistung?Da gab es 1950 oder 51 die Schloßbergwette mit nem 50 Deutz und einem ????????????(weiß ich nicht mehr) MIT 80 PS wo der deutz bei 50 zentner,der zweite bei 90 zentner die segel strichen während der mit den kleinsten rädern bei 120 zentnern aufhörte und diese bergauf und auch bergab (was zuvor die beiden anderen nicht wagten :klug: ) beförderte.Natürlich kann eine eierlegende wollmilchsau von allem etwas,aber nix richtig,aber welcher schlepper ist den so vielseitig?Gerade wegen der kleinen räder ist es wichtig das richtige schuwerk aufzuziehen damit man vorwärts kommt.Jedoch wird man einem schlepper unterlegen sein wenn es richtig nass wird und wehr glaubt mit dem mog kann man gescheit am pflug fahren der wird schnell eines besseren belehrt.Will ich also imforst profesionell arbeiten kauf ich mir nen standartschlepper mit winden und kran,und wundere mich das bei der maschine (120 Ps. Jd.eines L.U. )bei 3500 bstd der erste und bei 4500 bstd der zweite achstrichter abreißt! Leergewicht 11t ,zulässsiges ges.gew.9t!Und wenn dann genügend holz im seil und in der zange ist ( ca.5m) tanzt der auf der H. achse die gasse raus!Für arbeiten im forst einen spezial forstschlepper oder halt was anderes das ein älterer standartschlepper mit dreipunkt,ein trac oder halt ein mog sein kann,wobei zu beachten wäre das beim standartschlepper ca. 70% des Ges.gew. auf der H. achse sind und der deswegen ohne die vorderachse mit ballast vollzupacken auch etwas mänchen machen wird.Es sei denn man fährt leer raus.Beim trac wie beim mog sind leer 2/3 des gewichts auf der v.achse.Deswegen glube ich auch fest daran das die erde eine scheibe ist und was der bauer nicht .....................................MFG Herbert
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