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1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon forenkobold » Di Mai 01, 2012 20:15

Damhirsch hat geschrieben:Was soll dieses Gejaule über hohe Pachten durch Biogaser? Wenn es den möglich ist diese Pachtpreise zu zahlen, was hindert die Jaulgemeinde denn daran selbst in Biogas zu investieren? Doch nur die eigene Unfähigkeit ein größeres Ding anzugehen. Was hindert den armen Kuhbauern, der seine Rindviecher nicht mehr satt kriegt, selbst in die Betonkuh zu investieren?
Grüner Neid überall. Selbst die Dinge in die Hand zu nehmen schmecvkt offensichtlich den Wenigsten.
Und als praktizierender Landwirt verbringe ich einen Großteil meiner Zeit am Rechner. Da verdiene ich das Geld. Und wen das Rechenmännchen sagt, bezahl die 1400 €, das rechnet sich, dann tue ich das. Wenn sichs für mich aber nicht rechnet, dann verpachte ich halt dafür, so ich denn nen "Dummen" finde.
Irgendwo im Studium habe ich mal das Wort Betriebswirtschaft gehört. Dort befaßt man sich wohl mit Zahlen, nicht mit Jammergestalten.


Du scheinst mir auch einer dieser Kanditaten. Dein Betriebswirtschaftsstudium hast wohl in der Baumschule gemacht?
Sinnlos auf solche Charakterschweine einzugehen. Wer über Leichen geht, gehört in Scheiße egtunkt. Ich kenne Biogaser mit Freunden.... man kann auch in dieser Branche fair sein.
Und ich kenne Biogaser, die sich vermutlich beim Gedanken an jeden verdrängten Konkurrenten einen runterholen. aber auf jedem Fest allein am Tisch hocken.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon zitteraal » Di Mai 01, 2012 20:19

Hallo,

ich denke Devian hat es auf den Punkt gebracht.

Werde dann wohl an denjenigen Verpachten, der am meisten bezahlt - freie Marktwirtschaft eben :)

Vielen Dank für Eure Postings.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon forenkobold » Di Mai 01, 2012 20:24

Devian hat geschrieben: .
Nun ja, man sollte das auch mal aus der Sicht der Verpächter sehen. Hier in der Region ist der m^2 Acker 5-6 Euro wert, das sind realistische Beträge, die bezahlt werden.

Das ist ja der Denkfehler. Diese Preise werden zwar bezahlt, aber die sind nur ducg Kapitalsicherung zu rechtfertigen. Eine akzeptable Rendite lässt sich UNSUBVENTIONIERT durch produktion nicht drauf realisieren. Und selbst durchs EEG subventioniert in diesen Regionen auch nicht mehr.
Der Knackpunkt ist die blöde Finanzgesetzgebung, welche Bauplatzbauern in die Reinvestion zwingt.

Außerdem sind Kaufpreise bei der geringen Anzahl von Verkäufen KEIN Kriterium, um den Gesamtwert aller Fläche zu erhaltem. Denn würde die gesante Fläche auf den Markt geworfen, würde der Preis ind Bodenlose stürzen. Das ist ähnlich wie damals bei den Luftblasen des Neuen Marktes. Da hatten irgendwelche Klitschen einen höherern Börsenwert als Daimler..
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon forenkobold » Di Mai 01, 2012 20:27

zitteraal hat geschrieben:Hallo,

ich denke Devian hat es auf den Punkt gebracht.

Werde dann wohl an denjenigen Verpachten, der am meisten bezahlt - freie Marktwirtschaft eben :)

Vielen Dank für Eure Postings.


Wenn der Pächter dann weg ist vom Fenster, wird sich bestimmt der nächste Spinner finden.
2 mal, 3 mal... irgendwann gehn die Spinner aus.

BTW: Es ist eigentlich ratenswert, vor der Verpachtung eine Bodenuntersuchung zu machen und bei Verschlechterung des Zustands den Pächter zur Rechenschaft zu ziehen. Aber wenn dann nichts emhr zu holen ist,hast Pech gehabt.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon zitteraal » Di Mai 01, 2012 20:40

Danke für den Tipp - werde ich machen.


Ich sehe aber auch nicht ein, warum ich auf die Mehreinnahmen verzichten sollte.

Sonst könnte ich mein Geld ja auch gleich in den Mülleimer werfen.
Sehe keine Nachteile.

Und schließlich muß ich von dem Pachtzins ja nicht leben. Bin Privatmann, der eben ein paar ha hat.
Leider zuwenig ha, hätte man das vor dem Biogasboom gewusst :D


MfG
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon forenkobold » Di Mai 01, 2012 20:46

zitteraal hat geschrieben:Danke für den Tipp - werde ich machen.


Ich sehe aber auch nicht ein, warum ich auf die Mehreinnahmen verzichten sollte.

Sonst könnte ich mein Geld ja auch gleich in den Mülleimer werfen.
Sehe keine Nachteile.

Und schließlich muß ich von dem Pachtzins ja nicht leben. Bin Privatmann, der eben ein paar ha hat.
Leider zuwenig ha, hätte man das vor dem Biogasboom gewusst :D


MfG


Ich sehe schlimme Zeiten auf Deutschland zukommen.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon agrarbetriebswirt » Di Mai 01, 2012 21:01

Also bei uns (nördlich Hamburg) werden von einigen Bekloppten mittlerweile auch schon bis zu 1000€/ha OHNE Za geboten und Kaufpreise von 34.000 €/ha bezahlt.
Mal sehen wann diese Blase platzt, lange wird´s nicht mehr dauern, denn die ersten Verträge sind schon geplatzt.
Ich habe im letzten Monat nun 1,8 ha Ackerland wieder bekommen können für 20% höher als der Pachtpreis den ich bis 2009 bezahlt habe (unter 300 €), da der Verpächter weder in 2010 noch in 2011 das ihn vertraglich zugesicherte Pachtentgeld von 880 €/ha bekommen hat !
Wie viel er überhaupt bekommen hat wollt er nicht sagen, aber er meinte, das macht er nicht noch mal und unterschrieb einen 10 Jahresvertrag, denn bei uns hat er zuvor über 30 (dreißig) Jahre seine Pacht bekommen !
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon zitteraal » Di Mai 01, 2012 21:08

Ich würde keine 10-jährigen Verträge mehr machen, wer weiß schon was kommt.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Di Mai 01, 2012 21:10

forenkobold hat geschrieben:
Devian hat geschrieben: .
Nun ja, man sollte das auch mal aus der Sicht der Verpächter sehen. Hier in der Region ist der m^2 Acker 5-6 Euro wert, das sind realistische Beträge, die bezahlt werden.

Das ist ja der Denkfehler. Diese Preise werden zwar bezahlt, aber die sind nur ducg Kapitalsicherung zu rechtfertigen. Eine akzeptable Rendite lässt sich UNSUBVENTIONIERT durch produktion nicht drauf realisieren. Und selbst durchs EEG subventioniert in diesen Regionen auch nicht mehr.
Der Knackpunkt ist die blöde Finanzgesetzgebung, welche Bauplatzbauern in die Reinvestion zwingt.



Ich kann Biogasanlagen auch nicht leiden, obwohl ich meine paar Hektarlein auch verpachtet habe, aber das ist nicht das Problem. Auch die Bauern, die mit ihrem Wissen Lebensmittel produzieren sind nicht das Problem. Das Problem ist, dass Lebensmittel einfach zu billig sind. Jeder Landwirt wird mit dem Kopf nicken, wenn er ohne Almosen vom Staat sein Unternehmen ohne Existenzangst führen könnte. Bin mal gespannt, wann die Blase platzt. Boden lässt sich halt nicht vermehren, auf den Trichter sind ja sogar schon Spekulanten gekommen, die Flächen kaufen als Kapitalanlage kaufen, Rückpacht ist erwünscht, steht dann in den Gesucheanzeigen...
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon forenkobold » Di Mai 01, 2012 21:55

Denkfehler!
Die "Subventionen" abzuschaffen, wäre wirklich zu befürworten. Bei heutigen Preisen fast machbar. Wenn "normale" Bauern heute 600 Euro Pacht zahlen, muß das halt auf 300 zurückgefahren werden..
Höhere Lebensmittelpreise hab ich früher auch befürwortet. Heute weiß ichm dass die Bauern zu blöd sind, um mit guten Preisen umzugehen. Man jammert jahrelang und kommt trotzdem über die Runden. Anstatt sich bei steigenden Preisen zu freuen, wenn mit DEM , was man schon hat, MEHR verdient ist, siegt die Gier und man buttert den Mehrerlös bei besseren Preisen in einen Verdrängungswettbewerb.

Jeder Landwirt wird mit dem Kopf nicken, wenn er ohne Almosen vom Staat sein Unternehmen ohne Existenzangst führen könnte
In dem Zusammenhang der zweite Denkfehler.
Wenn man die Almosen zwar nicht direkt vom Staat oder der EU sondern übers EEG direkt von den Verbrauchern bekommt.. wie ist DAS zu sehen?
Wenn der Kuhbauer weiß, dass sein Stromzähler bei jedem Melken für DEN läuft, der ihm die nötige Fläche soeben rausgepachtet hat.. meinst der freut sich? Das Blöde dabei ist aber, dass manche Biogasbauern vor lauter Dollarzeichen in den Augen das Rechnen vergessen haben. Das sind dann so Leuchten, die einem ernsthaft in einem öffentlichen Forum weismachen wollen, dass Pachtpreise von 1400 euro betriebswirtschaftlich sinn machen.
Aber das hilft den ruinierten nimmer.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Jochens Bruder » Di Mai 01, 2012 22:05

Damhirsch hat geschrieben:Was soll dieses Gejaule über hohe Pachten durch Biogaser? Wenn es den möglich ist diese Pachtpreise zu zahlen, was hindert die Jaulgemeinde denn daran selbst in Biogas zu investieren? Doch nur die eigene Unfähigkeit ein größeres Ding anzugehen. Was hindert den armen Kuhbauern, der seine Rindviecher nicht mehr satt kriegt, selbst in die Betonkuh zu investieren?
Grüner Neid überall. Selbst die Dinge in die Hand zu nehmen schmecvkt offensichtlich den Wenigsten.
Und als praktizierender Landwirt verbringe ich einen Großteil meiner Zeit am Rechner. Da verdiene ich das Geld. Und wen das Rechenmännchen sagt, bezahl die 1400 €, das rechnet sich, dann tue ich das. Wenn sichs für mich aber nicht rechnet, dann verpachte ich halt dafür, so ich denn nen "Dummen" finde.
Irgendwo im Studium habe ich mal das Wort Betriebswirtschaft gehört. Dort befaßt man sich wohl mit Zahlen, nicht mit Jammergestalten.


Na toll. Ich vermute mal du bist beim Zusammenbruch der Blase derjenige der am lautesten nach Alimentierung durch den dummen, nicht BWL-studierten Steuerzahler schreit. Schon mal darüber nachgedacht was du mit deiner tollen BGA machst wenn die aufgrund neuer Gesetze oder neuer Technologien unrentabel wird? Swimmingpool für Toilettentieftaucher?

In wenigen Jahren werden wir sehen wer hier die Jammergestalten sind. Die aktuelle Pleitewelle in der Solarbranche ist da nur ein Vorgeschmack. Mich kotzt der Gedanke an dass alle seriös wirtschaftenden Menschen dann für deine Sozialhilfe aufkommen müssen.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Fassi » Di Mai 01, 2012 22:32

Was erwartet ihr denn? Hat mir der Tankwart schon mal den Sprit billiger angeboten, weil wir weit unter den genannten Preisen verpachtet haben? Oder bekomm ich deswegen irgendwas billiger? Nö, ich muss auch sehen wie ich über die Runden komme. Und wenn mir dann einer ne hohe Summe Pacht bietet, warum sollte ich dann abschlagen. Genauso wie ich meine Flächen wieder selber bewirtschafte, wenn da mehr bei rauskommt als über die Pacht (was bei mir zB zur Zeit der Fall wäre, blöderweise läuft der Vertrag noch; kann aber übernächstes Jahr anders aussehen). Wer verschenkt denn hier seine Ernteerzeugnisse?

Aber im Prinzip hat Damhirsch Recht. Es wird keiner gezwungen Land zu pachten, dass ist ne freiwillige Entscheidung. Wenn sich der Pachtpreis rechnet ist das ok, wenn nicht, läßt man es oder ist zu blöd zum Rechnen. Aber es wird keiner gezwungen, gegen die BGAs zu pokern.

Gruß
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon forenkobold » Di Mai 01, 2012 23:46

Es geht hier aber nicht nur um Neuverpachtungen, sondern um Eingriffe in bestehende Pachtverhältnisse. Und da helfen die blöden Sprüche von Damhirsch dem Milchviehbauern nicht, der keinen garantierten Preis über das EEG bekommt. Wobei die Biogaser nur MEINEN, den Preis bezahlen zu können. Dass sie nicht schon nach einem Jahr verrecken, sondern erst nach vllt 5 hilft dem Milchviehbauer auch nicht mehr.
Das Gegenteilige Phämomen kennt man ja auch. Preisdumping. Mit genug Geld in der Kriegskasse (bauplatz, Erbschaft) werden solange Wettbewerber aus dem Markt gedumpt, bis man das Monopol hat.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon automatix » Mi Mai 02, 2012 4:53

Devian hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:sollte mir einer je ha und Jahr 1400 Euro Pacht bezahlen kann er gerne alles bewirtschaften.
Leichter könnte ich dann mein Geld nicht mehr verdienen.
Ob das gerechtfertigt ist oder nicht ist nicht von Relevanz.


Nun ja, man sollte das auch mal aus der Sicht der Verpächter sehen. Hier in der Region ist der m^2 Acker 5-6 Euro wert, das sind realistische Beträge, die bezahlt werden. Nun geh mal von 50000,- Euro/ha Kapital aus (nichts anderes ist Boden ja) . 1% Rendite wären 500,- Euro/ha Pacht, 2% Inflation mal angenommen, müsstest du mindestens 2,5% Rendite aus deinem Kapital ziehen können,um keine Miesen zu machen, bist du schon bei 1250,- Euro/ Jahr und das ist aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgesprochen human...

Die Landwirte können froh und glücklich sein, dass sie es meistens noch mit Privatleuten zu tun haben, die das nicht so genau nehmen mit den Renditen...
Die Mieten in Mietshäusern steigen auch ständig, regt sich auch keiner drüber auf...

Ich finde, man sollte bei der Kalkualtion von Pachtzinsen immer den regionalen Wert der Fläche als Berechnungsgrundlage nehmen, dann bekommt man realistische Werte.
Warum sollten Verpächter ihr Vermögen unter Preis verzinsen? Ich kenne Keinen Bauern, der das mit seinem Vermögen aus reiner Nächstenliebe tun würde.
Und wem die Pacht zu teuer wird, der soll sich halt gesund schrumpfen und mit seinen eigenen Flächen klar kommen oder den Laden dicht machen, wie jedes andere Unternehmen das auch tun muss, wenn die Zahlen nicht stimmen....

meinjanur ;-)


wenn du es so rechnest, dann macht es jeder Landwirt mit seiner Fläche - weil den zeigst du mir, der von seinen Flächen eine theoretische 2 % Verzinsung runterholt.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon automatix » Mi Mai 02, 2012 5:10

Fassi hat geschrieben:Was erwartet ihr denn? Hat mir der Tankwart schon mal den Sprit billiger angeboten, weil wir weit unter den genannten Preisen verpachtet haben? Oder bekomm ich deswegen irgendwas billiger? Nö, ich muss auch sehen wie ich über die Runden komme. Und wenn mir dann einer ne hohe Summe Pacht bietet, warum sollte ich dann abschlagen. Genauso wie ich meine Flächen wieder selber bewirtschafte, wenn da mehr bei rauskommt als über die Pacht (was bei mir zB zur Zeit der Fall wäre, blöderweise läuft der Vertrag noch; kann aber übernächstes Jahr anders aussehen). Wer verschenkt denn hier seine Ernteerzeugnisse?

Aber im Prinzip hat Damhirsch Recht. Es wird keiner gezwungen Land zu pachten, dass ist ne freiwillige Entscheidung. Wenn sich der Pachtpreis rechnet ist das ok, wenn nicht, läßt man es oder ist zu blöd zum Rechnen. Aber es wird keiner gezwungen, gegen die BGAs zu pokern.

Gruß


ja, das wäre halt schön, wenn jeder die gleichen Vorraussetzungen beim rechnen hat - wie der Kobold schon schreibt, der eine buttert seine Bauplatz oder Erbschaftsmillionen rein, der andere hat sowas nicht und soll mit dem konkurrieren.
Der eine (Biogasler) meint, seine Einnahmen über 20 Jahre zu kennen und kann daher einen relativ hohen Pachtpreis relativ sicher dauerhaft zahlen - der normale Landwirt muß mit schwankenden Preisen rechnen und kann daher den relativ hohen Pachtpreis nicht bezahlen, weil man ja auch mit schlechten Jahren rechnen kann.

Aber die Biogasler wirds auch noch erwischen, denn sie haben zwar sichere Einnahmen, aber wie gut die sich gegen steigende Kosten abgesichert haben, das wird man sehen - wobei die ja bisher noch einen guten Lobbyverein hat, der mit geschickten Jammern denen hilft, wenn sich zu viele verpokert haben (so wie 2006 oder 2007) - nur wenn der Staat mal nicht mehr hilft....

wobei ja auch schon sich hartnäckig die Gerüchte halten, daß viele Biogasanlagen mittlerweile dem EVU gehören....
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