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1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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180 Beiträge • Seite 3 von 12 • 1, 2, 3, 4, 5, 6 ... 12
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon 1055 » Mi Mai 02, 2012 5:38

Auch bei uns in BB merkt man das Bewegung im Markt ist.
Wir haben mittlerweile einen Agrarkonzérn der Land kauft ohne Ende.Sicher ist nur das das Kapital von aussenstehenden kommt die ihr Geld in Land etc. investieren und den kleinen Betrieben mit ihren hohen Pachtpreisen das Leben schwer macht.
Auch bei uns gibt es Verpächter die sich von Unsummen Pacht blenden lassen.
Wir werden sehen wie es ausgeht, ich wünsche allen Verpächtern die jetzt raffgierig sind, das sie die gerechte Quittung dafür bekommen, sei es in Form von ausbleibenden Pachtzahlungen, bis hin zu toten Boden auf Grund von Monokultur mit Mais für die BGAs.
Bei uns sind in den letzten 5 Jahren im Umkreis von 20km 7 BGAs entstanden, und das in der Steppe Brandenburgs.
Schön zu sehen ist jedoch die Vorsicht der alten Generation, die ihr Land noch selber bestellt hat und von den Eltern geerbt hat und mit Schweiß jeden Tag im Dreck gestanden hat, die Generation die den Boden zu schätzen weiss.
Aus dieser Generation sind noch Pachtverträge abzuschließen, für ein moderaten Pachtzins, weil sie wissen das diese Blase irgenwann platzen muss und lieber an Landwirte verpachten die ihren Boden in einer landwirtschaftlich üblichen Fruchtfolge usw bewirtschaften.
Gar nicht auszudenken wenn diese "alte" Generation mal nicht mehr ist und die Erben die wenig mit Landwirtschaft zu tun haben sich blenden lassen von hohen Pachtzinsen.
Auch hört man schon von Fällen wo der hohe vereinbarte Pachtzins nicht gezahlt werden kann und dadurch Pachtverträge platzen.

Wir haben nicht viel Eigentum, jedoch steht für mich fest, das ich niemals das Land meiner Großeltern und Eltern an irgendwelche Strohmänner und Spekulanten verpachten werde.
Getreu dem Spruch "Bauernland in Bauernhand".
Damit zerstört man ein Stück Kulturgut was man von seinen Generationen geerbt hat.
„ Wer bewirkt, dass dort, wo bisher ein Halm wuchs, nun mehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für sein Volk getan als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann“ (Friedrich der Grosse)

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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon rägemoli » Mi Mai 02, 2012 5:52

:? Was ist ein Bauer ?
Darf der nicht mehr wie 50 ha bewirtschaften ?
Ist doch egal ob Biogas ,Konvi oder Bio Landwirtschaft ,der Trend geht zu immer grösseren Einheiten ,die Ganze Landwirtschaft wird oder ist solangsam eine Industrie .
rägemoli
 
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon 1055 » Mi Mai 02, 2012 6:03

Natürlich darf er mehr wie 50ha bewirtschaften, nur haben Spekulanten und Strohmänner nix in der Landwirtschaft zu suchen.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Cairon » Mi Mai 02, 2012 6:06

Spiel es denn wirklich eine Rolle ob man es Landwirtschaft oder Agrarindustrie nennt? Mir ist ein gut geführter Großbetrieb lieber, als ein kleiner Kraucher, bei dem die Tier in Uraltställen dahin vegetieren. Das heißt nicht, dass es bei allen kleinen betrieben so ist. Die Wirtschaftsweise und die Sorgfalt ist entscheidend, nicht das Etikett das man dran heftet. Und man kann sich doch kaum bei den Biogaser beschweren, wenn dann muss man die Politik angehen, die solche Bedingungen geschaffen hat.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Mi Mai 02, 2012 6:48

1055 hat geschrieben:Natürlich darf er mehr wie 50ha bewirtschaften, nur haben Spekulanten und Strohmänner nix in der Landwirtschaft zu suchen.


Kommt drauf an, wie sich das zusammensetzt. Ich bin jetzt mitte 40 und kann mich noch gut an die Betriebstrukturen vor 30 Jahren erinnern. Da war ein Betrieb mit 30-50 ha Eigenland schon ein großer Betrieb. Heute gibts hier Betriebe, die mehr beigepachtet haben als sie selber besitzen. Ich weiss nicht genau, wann der Wahnsinn begonnen hat, aber ein Betrieb sollte so aufgebaut sein, dass er auch mit eigenen Flächen klar kommt. Sicher kann man auch zupachten, aber in einer gesunden Mischung. Du kannst ja heutzutage keine Schweinzucht unter 100ha sinnvoll betreiben, das ist doch der Wahnsinn...
Aber ein wenig sind die Landwirte auch selber schuld. Muss man denn einen Stall nach dem anderen bauen? Ohne eigene Substanz? Nö nö, schuld sind dann die anderen, die Verpächter, die Onkels in Brüssel, die so langsam den Hahn zudrehen...

Man sollte immer in der Situation sein, dass man sagen kann: Behalt dein Scheiss! Begibt man sich in Abhängigkeiten, ist das ein persönliches Problem, nicht das Problem anderer...
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Mi Mai 02, 2012 6:52

1055 hat geschrieben:Natürlich darf er mehr wie 50ha bewirtschaften, nur haben Spekulanten und Strohmänner nix in der Landwirtschaft zu suchen.

Du kommst aus dem Osten und müsstest mittlerweile wissen, was "freies Land" bedeutet. Jeder darf sich das kaufen, was er möchte, wenn er es bezahlen kann. Ob das eine Dose Ravioli oder 30 ha Ackerland sind, darf keine Rolle spielen....
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Mi Mai 02, 2012 7:23

automatix hat geschrieben:
Devian hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:sollte mir einer je ha und Jahr 1400 Euro Pacht bezahlen kann er gerne alles bewirtschaften.


wenn du es so rechnest, dann macht es jeder Landwirt mit seiner Fläche - weil den zeigst du mir, der von seinen Flächen eine theoretische 2 % Verzinsung runterholt.


Ja, entschuldige mal, aber wie soll man den Wert denn anders ermitteln, das wird mit allen Gütern der Welt so gemacht, warum sollte Boden da eine Ausnahme sein? Je knapper etwas wird, desto teurer wird es, das betrifft eben auch die Nutzung von Gütern, in diesem Fall halt Boden. Ein Kanister Wasser ist in der Wüste mehr wert als im Regenwald. Und ob du den jetzt kaufst oder ein andere, kann, sorry, dem Verkäufer doch völlig schnuppe sein. Und wieso in der Landwirtschaft immer die moralische Komponente mitschwingt, ist eine Tatsache, die mittlerweile echt einschläfernd wirkt auf den Rest der Konsumwelt , das Leben wird für alle teurer...

Es ist der verdammte Stolz, der den Landwirten das Genick bricht, sonst nix...
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Mi Mai 02, 2012 7:25

tyr hat geschrieben:
Devian hat geschrieben:
1055 hat geschrieben:Natürlich darf er mehr wie 50ha bewirtschaften, nur haben Spekulanten und Strohmänner nix in der Landwirtschaft zu suchen.

Du kommst aus dem Osten und müsstest mittlerweile wissen, was "freies Land" bedeutet. Jeder darf sich das kaufen, was er möchte, wenn er es bezahlen kann. Ob das eine Dose Ravioli oder 30 ha Ackerland sind, darf keine Rolle spielen....


Genau das sollte nicht passieren, Acker, die Grundlage einer jeden Gesellschaft, darf kein Spekulationsobjekt sein. In dem Punkt sind sich übrigens alle einig, von den Kommunisten bis zu den Neoliberalen.


Ja? Dann sollen sie erstmal beim Erdöl anfangen....
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Cairon » Mi Mai 02, 2012 7:30

Man kann die Zeit nicht zurück drehen und die Betriebe werden weiter wachsen. Wo wolltest Du denn auch die ganzen Leute her nehmen, die 30 Kühe mit der Rohrmelkanlage in alten Ställen melken wollen? Zerschlagen wir dann auch Aldi, Rewe, Metro, Edeka und Co., damit der Tante-Emma-Laden wieder eine Chance hat? reduzieren wie die Verkaufsflächen der Baumärkte auf max. 100 m², damit auch Eisen-Karl wieder existieren kann? Ihr könnt ja gerne kleine Strukturen fordern, aber die wird es nie wieder geben und keine würde auf die Idee kommen Siemens, Daimler, VW oder ähnliche in kleine Betriebe zu zerschlagen, der Weltmarkt würde uns platt machen und gut wäre das Ding. Träumt von gestern, aber gestern ist gewesen, was zählt ist morgen.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Planlos » Mi Mai 02, 2012 7:53

Devian hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:sollte mir einer je ha und Jahr 1400 Euro Pacht bezahlen kann er gerne alles bewirtschaften.
Leichter könnte ich dann mein Geld nicht mehr verdienen.
Ob das gerechtfertigt ist oder nicht ist nicht von Relevanz.


Nun ja, man sollte das auch mal aus der Sicht der Verpächter sehen. Hier in der Region ist der m^2 Acker 5-6 Euro wert, das sind realistische Beträge, die bezahlt werden. Nun geh mal von 50000,- Euro/ha Kapital aus (nichts anderes ist Boden ja) . 1% Rendite wären 500,- Euro/ha Pacht, 2% Inflation mal angenommen, müsstest du mindestens 2,5% Rendite aus deinem Kapital ziehen können,um keine Miesen zu machen, bist du schon bei 1250,- Euro/ Jahr und das ist aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgesprochen human...

Die Landwirte können froh und glücklich sein, dass sie es meistens noch mit Privatleuten zu tun haben, die das nicht so genau nehmen mit den Renditen...
Die Mieten in Mietshäusern steigen auch ständig, regt sich auch keiner drüber auf...

Ich finde, man sollte bei der Kalkualtion von Pachtzinsen immer den regionalen Wert der Fläche als Berechnungsgrundlage nehmen, dann bekommt man realistische Werte.
Warum sollten Verpächter ihr Vermögen unter Preis verzinsen? Ich kenne Keinen Bauern, der das mit seinem Vermögen aus reiner Nächstenliebe tun würde.
Und wem die Pacht zu teuer wird, der soll sich halt gesund schrumpfen und mit seinen eigenen Flächen klar kommen oder den Laden dicht machen, wie jedes andere Unternehmen das auch tun muss, wenn die Zahlen nicht stimmen....

meinjanur ;-)



Der Haken an der "Devian´schen Kalkulation" ist der Betrachtungsansatz: Sachanlagen und insbesondere Ackeland unterliegen keiner Inflation. Gerade deshalb ist Ackelnad seit den ersten Anzeichen der Finanzkrise doch auch bei Nicht-Landwirten so eine begehrte Anlage-Klasse. Die Leute investieren in Sachanlagen, um ihr Geld vor der Inflation in Sicherheit zu bringen.
Kein Grundbesitzer wird daher einen Verlust machen, wenn sein Pachtzins geringer ist als die Inflationsrate.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Mai 02, 2012 9:06

Cairon hat geschrieben:Man kann die Zeit nicht zurück drehen und die Betriebe werden weiter wachsen. Wo wolltest Du denn auch die ganzen Leute her nehmen, die 30 Kühe mit der Rohrmelkanlage in alten Ställen melken wollen? Zerschlagen wir dann auch Aldi, Rewe, Metro, Edeka und Co., damit der Tante-Emma-Laden wieder eine Chance hat? reduzieren wie die Verkaufsflächen der Baumärkte auf max. 100 m², damit auch Eisen-Karl wieder existieren kann? Ihr könnt ja gerne kleine Strukturen fordern, aber die wird es nie wieder geben und keine würde auf die Idee kommen Siemens, Daimler, VW oder ähnliche in kleine Betriebe zu zerschlagen, der Weltmarkt würde uns platt machen und gut wäre das Ding. Träumt von gestern, aber gestern ist gewesen, was zählt ist morgen.


Das kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt nun mal Bereiche die nur von kapitalstarken Konzernen abgedeckt werden können, also z.B. Autos für den Massenmarkt, Flugzeugtriebwerke, Ölförderung usw. In der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung ist das nicht der Fall. Wir könnten auch ganz gut ohne Nestle, Unilever & Co. leben weil genügend kleinere Firmen die Lücke in kürzester Zeit schließen würden. Hinzu kommt noch der Aspekt der sicheren Nahrungsmittelversorgung.

Es geht auch nicht um die Frage ob BGAs grundsätzlich gut oder schlecht sind. Solange z.B. nur Substrate verwertet werden für die es keine andere Verwertung gibt kann Biogas Sinn machen, auch mit Subventionen, weil es auch um die Versorgungssicherheit geht. Für Maisäcker und Gülle gibt es hingegen sinnvolle Verwertungsmöglichkeiten die sich auch ohne bzw. wesentlich geringeren Subventionen gerechnet haben bevor das EEG eingeführt wurde.
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