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1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon zitteraal » Mo Apr 30, 2012 20:56

Hallo,

bei uns scheint der Zins für Ackerpachtflächen für den normal-Landwirt unerschwingliche Dimensionen zu erreichen. :shock:

Ist so ein Preis gerechtfertigt?

Was kann man im Kreis Schleswig-Flensburg für 6ha gutes Ackerland pro ha vom "Normallandwirt" bzw. "Biogaser" verlangen?

Habe mal einen Zeitungsartikel mit dem 1400,-/ha Preis und ein Screenshot der Anzahl der Biogasanlagen in Schleswig-Holstein angehängt.
Wir leben dort, wo die meisten Anlagen (124) stehen :?

MfG
Dateianhänge
Biogasanlagen in SH.jpg
Schleswig-Holstein-Magazin vom Frühjahr 2012
(116.48 KiB) Noch nie heruntergeladen
Pacht durch Biogas.jpg
Zeitungsartikel vom April 2012
Pacht durch Biogas.jpg (110.23 KiB) 11787-mal betrachtet
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Wave » Mo Apr 30, 2012 22:00

Bin jetzt kein Landwirt,aber mit einem Deckungsbeitragrechner kann man schön sehen,wie viel Verlust man da als normaler Landwirt machen muss.
Da kann man ja nur noch Mais anbauen,weil der Rest sich wohl schon nicht mehr lohnt....?
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Ulikum » Mo Apr 30, 2012 22:14

sollte mir einer je ha und Jahr 1400 Euro Pacht bezahlen kann er gerne alles bewirtschaften.
Leichter könnte ich dann mein Geld nicht mehr verdienen.
Ob das gerechtfertigt ist oder nicht ist nicht von Relevanz.
Jeder ist seines Glückes Schmied,

Übrigens im Beitrag stand " hat gehört "

von solch Wolkenkuckucksheimen halte ich nicht viel.

Aber wie stand da als Überschrift ? Wahlkampf 2012 :lol:
Für das, was ich schreibe bin Ich verantwortlich.!
Nicht für das, was Du verstehst!
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Jochens Bruder » Mo Apr 30, 2012 22:42

Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht. Und wenn er bricht werden dieselben Bauern die vorher die Verbraucher, Politiker und Journalisten als strohdumme Vollidioten beschimpft haben genau von denen einen Ausgleich ihres durch Gier frißt Hirn selbstverschuldeten Schadens einfordern. Man ist ja schließlich "Volksernährer", da hat das Volk schon mal Opfer zu bringen.

Aber was, wenn das Volk sich eines Tages nicht mehr verarschen läßt und sich weigert die Zeche zu zahlen? Ich sage voraus dass sich das EEG nicht mehr lange in der derzeitigen Form halten läßt. Wenn die Politiker merken dass man mit diesen Thema Wahlen gewinnen kann gibt es ruck-zuck neue Emissionsgesetze oder Nachhaltigkeitskriterien und schwups verwandeln sich auch Altanlagen in finanzielle Alpträume für deren Betreiber. Die Kredite müssen dann noch deren Enkel abstottern wenn der Hof nicht an Banken und Spekulanten abgetreten werden soll.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Kyoho » Di Mai 01, 2012 8:14

Die Kehrseite der Entwicklung: http://www.n-tv.de/mediathek/videos/ratgeber/Verbraucher-zahlen-Energiewende-article6146686.html. Letzlich zahlt der Verbraucher, den Reibach macht der Verpächter, nicht unbedingt der Landwirt.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon rundumadum » Di Mai 01, 2012 17:52

Bei uns 1000 bis 1350 bei einer Feldgröße von 2 bis 5 ha

Biogaser fahren Verpächter mehrmals ab, auch wenn man als "Normaler" Landwirt die Flächen schon seit 30 Jahren bewirtschaftet.

Neuverpachtungen teilen sich im vorhinein schon die BGA´ler unter sich auf
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Schlachterhelfer » Di Mai 01, 2012 18:08

in der Eifel wird der ha gutes Acker- oder Weideland teilweise unter 10 000€ verkauft!! :prost:
Quieckt das Schwein wenn man es sticht, gefällt ihm wohl das Stechen nicht !
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Carsten » Di Mai 01, 2012 18:22

Hallo,

also ich zweifle diese Zahl stark an.
Gruß
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Hannibal » Di Mai 01, 2012 18:39

Totaler Blödsinn. Wer 1.400 EUR bezahlt, kann entweder nicht rechnen oder ist komplett bekloppt.
Bestes Mittel: machen lassen. Maximal in zwei, drei Jahren ist der Spuk vorbei. Denn die Zahl der insolventen Biogasanlagen steigt von Tag zu Tag. Aus im allgemeinen gut informierten Kreisen heißt es, dass in Deutschland rund 4-5% der BGA`s kurz vor der Pleite stehen.

Die Hälfte des genannten Betrages ist vielleicht eine Größenordnung, die bei Top-Management noch bezahlbar wäre.

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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon automatix » Di Mai 01, 2012 18:47

ich weiß nicht, viele können nicht rechnen - im aktuellen bayrischen Wochenblatt verpachtet einer 21 ha Acker und 4 ha Grünland - unter 650 Euro braucht man den gar nicht anschreiben, steht so wörtlich in der Anzeige....

gut, der Weg von 650 zu 1400 ist noch weit, aber trotzdem, wo viel Flächenkonkurrenz herscht kann ich mir das vorstellen - und die werden halt so denken, wenn man den konkurrenten alles wegpachtet, dann gibts nach Ablauf des Pachtvertrages keine Konkurrenz mehr und sie können den Preis drücken wie sie es brauchen.

Und ob ein so hoher Pachtpreis auch zuverlässig gezahlt wird, das weiß ja keiner und sagen wirds auch keiner, wenn der Pächter, den man vor lauter Geldgier die Flächen gegeben hat unzuverlässig zahlt oder ständig den Preis drückt.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon automatix » Di Mai 01, 2012 18:48

rundumadum hat geschrieben:Bei uns 1000 bis 1350 bei einer Feldgröße von 2 bis 5 ha

Biogaser fahren Verpächter mehrmals ab, auch wenn man als "Normaler" Landwirt die Flächen schon seit 30 Jahren bewirtschaftet.

Neuverpachtungen teilen sich im vorhinein schon die BGA´ler unter sich auf


d.h. dann aber auch, daß die nichtmal ZA haben - also könntest noch den theoretischen Wert der ZA draufrechnen....
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Damhirsch » Di Mai 01, 2012 19:03

Was soll dieses Gejaule über hohe Pachten durch Biogaser? Wenn es den möglich ist diese Pachtpreise zu zahlen, was hindert die Jaulgemeinde denn daran selbst in Biogas zu investieren? Doch nur die eigene Unfähigkeit ein größeres Ding anzugehen. Was hindert den armen Kuhbauern, der seine Rindviecher nicht mehr satt kriegt, selbst in die Betonkuh zu investieren?
Grüner Neid überall. Selbst die Dinge in die Hand zu nehmen schmecvkt offensichtlich den Wenigsten.
Und als praktizierender Landwirt verbringe ich einen Großteil meiner Zeit am Rechner. Da verdiene ich das Geld. Und wen das Rechenmännchen sagt, bezahl die 1400 €, das rechnet sich, dann tue ich das. Wenn sichs für mich aber nicht rechnet, dann verpachte ich halt dafür, so ich denn nen "Dummen" finde.
Irgendwo im Studium habe ich mal das Wort Betriebswirtschaft gehört. Dort befaßt man sich wohl mit Zahlen, nicht mit Jammergestalten.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Heinrich » Di Mai 01, 2012 19:08

Wave hat geschrieben:Bin jetzt kein Landwirt,aber mit einem Deckungsbeitragrechner kann man schön sehen,wie viel Verlust man da als normaler Landwirt machen muss.
Da kann man ja nur noch Mais anbauen,weil der Rest sich wohl schon nicht mehr lohnt....?


Ich weiss nicht, wenn du Mais für 1500 kaufen kannst brauchst du nicht für 1400 zupachten.
Und wenn der Mais einigermassen wird kostet er hier dies Jahr keine 1000 Euro. DEnn soviel wie angebautr wird können diie Biogasanlagen auch nicht vergasen. Und es wird keiner Mais für 2 Jahre kaufen wollen und können.
Im Grunde beschissen dran sind die Milchviehbetriebe. SChweinmäster können sich ihr Futter genau so gutkaufen wie selbst anbauen.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Di Mai 01, 2012 19:25

Ulikum hat geschrieben:sollte mir einer je ha und Jahr 1400 Euro Pacht bezahlen kann er gerne alles bewirtschaften.
Leichter könnte ich dann mein Geld nicht mehr verdienen.
Ob das gerechtfertigt ist oder nicht ist nicht von Relevanz.


Nun ja, man sollte das auch mal aus der Sicht der Verpächter sehen. Hier in der Region ist der m^2 Acker 5-6 Euro wert, das sind realistische Beträge, die bezahlt werden. Nun geh mal von 50000,- Euro/ha Kapital aus (nichts anderes ist Boden ja) . 1% Rendite wären 500,- Euro/ha Pacht, 2% Inflation mal angenommen, müsstest du mindestens 2,5% Rendite aus deinem Kapital ziehen können,um keine Miesen zu machen, bist du schon bei 1250,- Euro/ Jahr und das ist aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgesprochen human...

Die Landwirte können froh und glücklich sein, dass sie es meistens noch mit Privatleuten zu tun haben, die das nicht so genau nehmen mit den Renditen...
Die Mieten in Mietshäusern steigen auch ständig, regt sich auch keiner drüber auf...

Ich finde, man sollte bei der Kalkualtion von Pachtzinsen immer den regionalen Wert der Fläche als Berechnungsgrundlage nehmen, dann bekommt man realistische Werte.
Warum sollten Verpächter ihr Vermögen unter Preis verzinsen? Ich kenne Keinen Bauern, der das mit seinem Vermögen aus reiner Nächstenliebe tun würde.
Und wem die Pacht zu teuer wird, der soll sich halt gesund schrumpfen und mit seinen eigenen Flächen klar kommen oder den Laden dicht machen, wie jedes andere Unternehmen das auch tun muss, wenn die Zahlen nicht stimmen....

meinjanur ;-)
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Cairon » Di Mai 01, 2012 20:01

Bei uns sind die Preise für Ackerland auch massiv gestiegen durch Biogas und den Expansionswillen vieler Betriebe. Vor kurzem wurde hier schlechtes Marschland, nicht drainiert und schlecht erreichbar für 30.000 € pro Hektar verkauft. Die Pachtpreise hier sind auch stark angestiegen. In der Nähe von Bremervörde sollen jetzt schon bis zu 1200 € für 30 Punkte gezahlt werden. Wenn mir jemand 1200 € bieten würde, könnte er gerne mein ganzes Land pachten, aber monatliche Zahlung und die Feldfrüchte als Sicherheit und sobald eine Zahlung ausbleibt platzt der Vertrag. 1200 € kann ich aus meinem Land nicht heraus wirtschaften. Das höchste was ich hier vor Ort weiß sind 600 €.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
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