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1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Mi Mai 02, 2012 9:17

Planlos hat geschrieben:
Devian hat geschrieben:
Ulikum hat geschrieben:sollte mir einer je ha und Jahr 1400 Euro Pacht bezahlen kann er gerne alles bewirtschaften.



Der Haken an der "Devian´schen Kalkulation" ist der Betrachtungsansatz: Sachanlagen und insbesondere Ackeland unterliegen keiner Inflation. Gerade deshalb ist Ackelnad seit den ersten Anzeichen der Finanzkrise doch auch bei Nicht-Landwirten so eine begehrte Anlage-Klasse. Die Leute investieren in Sachanlagen, um ihr Geld vor der Inflation in Sicherheit zu bringen.
Kein Grundbesitzer wird daher einen Verlust machen, wenn sein Pachtzins geringer ist als die Inflationsrate.


Gut, Verlust ist das falsche Wort, nennen wir es Wertschöpfung. Bedeutet, der Pachtzins ansich ist natürlich inflationär, Geld wird halt weniger wert mit der Zeit, das gilt für alle Einnahmen. Und von Festgeld zu den üblichen Zinskonditionen reden wir ja gar nicht, denn dann wirds mit der Planungssicherheit wirklich eng für die Pächter. Genau genommen wären so gesehen Pachtverträger länger als 3 bis max. 5 Jahre schon blanker Unsinn für die Verpächter, aber die Zeiten von Pachtverträgen länger als 10 Jahre sind eh gegessen...
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon helfert » Mi Mai 02, 2012 10:57

Wird dein Land nicht mehr wert? Der Hektar kostet heute z.B. 10.000 und in 10 Jahren sicher um einiges mehr. Das musst du zu deinem Ertrag durch Pacht hinzurechnen.

Nehmen wir mal an in 10 Jahren kostet der Hektar 13.120 Euro (nicht unwahrscheinlich).

Dann hast du zurückblickend je Jahr 2,5% Wertzuwachs gehabt. Plötzlich brauchst du keine 2,5 % mehr durch Pachteinnahmen um die Inflation auszugleichen.

Im Mittel wird es darauf hinauslaufen was Uliikum gesagt hat... das die Inflation und der Wertzuwachs des Grundstücks sich in etwa die Waage hält. Sonst hätten wir einen langfristigen Aufwärts oder Abwärtstrend in Sachen Grundstückspreisen.

Pachtzins ist das Bonbon (Gewinn) obendrauf.

Viele Grüße

Lukas
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Neleleni » Mi Mai 02, 2012 11:06

Hallo,
ich habe dieses Thema mitverfolgt und möchte nun auch meine Meinung dazu äußern.
Ich bin KEIN Landwirt aber habe unser ganzes Land schon vor Jahren an noch aktive Landwirte mit Viehzucht verpachtet.
Der Preis liegt bei unter 200,- pro Hektar. Es handelt sich um schweren, lehmigen Boden teils mit Muschelkalk durchzogen.
Die Bodenqualität ist gut und bislang wurde auch noch kein Mais auf unseren Flächen angebaut nur Getreide, Raps und Grünzeug.
Ich kenne alle Pächter persönlich und komme wunderbar mit ihnen aus.
Es gibt null Probleme und auch eine gute Zusammenarbeit mit mir als Eigentümer.
Selbst bei uns im nordöstlichen Unterfranken gibt es schon einige Biogasanlagen und es werden noch weitere folgen.
Die Betreiber zahlen gute Pachtpreise um den Rohstoff für die Anlagen zu sichern. Viele Bauern
bauen Mais an (zum Leidwesen der Jagdpächter :? ) und verkaufen dann den Mais ab Feld oder bringen ihn gehäckselt
selbst zu den BGA´s
Nun ist bei uns auch der Grund und Boden eine Art von Geldanlage geworden.
Nur leider geht das meiste Land welches verkauft wird an "Nicht-Landwirte", die dieses dann zu horrenden Preisen
weiterverpachten.
Ebenso sind bei uns in der nähe Photovoltaik-Freiflächenanlagen entstanden bei denen die Betreiber den Landwirten
Pachtpreise von über 1000,- pro Hektar zugesichert haben.
Desweiteren sind bei uns noch einige Windräder geplant für die ebenso noch Land benötigt werden.
Auch die Wildlandstiftung und der Naturschutz (wegen Bieber) sind bei uns aktiv und
kaufen oder pachten alles was für sie möglich und in Ihrem Interessengebiet liegt.
Einige Flächen liegen noch brach da sie "unwirtschaftlich" für die Bauern sind oder von den Lohnunternehmen
schlecht angefahren werden können.
Nun stellt sich für mich die Frage:
Wie geht das alles noch weiter?
Werden die großen noch größer oder geht hier auch alles langsam den Bach runter?
Verpachte ich in Zukunft an eine Agrar GBR oder an den kleinen Bauern von nebenan?

Ich weis nur das auch bei uns viel von den Landwirten inverstiert wird (Ställe und Maschinen) und das Geld dafür nicht vorhanden ist.
Im Klartext heißt das Zauberwort Finanzierung. Wohin das führt bei Ernteausfall oder sonsigen nicht vorhersehbaren Ereignissen weis wohl jeder.

Nun stehe ich als kleiner Verpächter da und habe die Wahl zwischen einer guten und nachhaltigen Bodenbearbeitung durch den persönlich bekannten Landwirt
mit wenig Pachteinnahmen für mich oder im Gegenzug die Bearbeitung meiner Flächen durch die mir unbekannte Agrar GBR mit sehr hohen Pachtzahlungen für mich
die sicherlich aber den Verwendungszweck meiner Pachtflächen für den Maisanbau für die BGA´s angedacht hat.

Die Antwort ist:
Ich weis es nicht :roll:

Der "Landraub mit hohen Pachtzahlungen" hat allerdings bereis begonnen und es kommen auch immer mehr Pächter von außerhalb der Gemarkung in unser Gebiet.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon rägemoli » Mi Mai 02, 2012 11:18

Zum Thema Eigenlandanteil .In BW gibts genug Betriebe in den Realteilungsgebieten ,nicht im Schwarzwald ,die mehr wie100 ha bewirtschaften ,mit einem Eigenlandanteil von weniger wie 10 ha .Manche haben da auch über 100 private Verpächter ,dann noch Kirche ,Gemeinden ,Land BW .
Ich hab ja schon bei 4 ha gepachtetem Ackerland schon 12 private Verpächter :) .
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Gockel » Mi Mai 02, 2012 11:25

Ob der Körnermais an den Handel geliefert wird, oder er würde vom Acker weg an die Biogasanlagen verkauft, dies würde die Pachtpreise nicht oder nur unwesentlich erhöhen. Aber seitdem der Bedarf an Getreide weltweit gestiegen ist, sind auch die Preise aller Energieträger stark gestiegen. Die Preise für Weizen und Körnermais erhöhten sich von 13,50€ vor 3 Jahren auf jetzt 19,50€. Die Nachfrage wird noch mehr zunehmen, da ist der Verbrauch der Biogasanlagen eher zu vernachlässigen.

Viele Flächen in den ehemaligen sozialistischen Ländern lagen brach, weil der Anbau für Getreide vor 3 Jahren für 8,50€ nicht lohnte. Bei meinem letzten Besuch in Südrußland ( Schwarzmeerregion )im Mai 2011 waren erstmals wieder alle Flächen bestellt mit vornehmlich Weizen und Raps. Die Erträge lagen aber nur bei 3 - 4 dt. geernteter Weizen. Aber wegen fehlender Infrastruktur ( fehlende aufnehmende Hand, Trocknung , Lagerung und Transport ) verderben etliche Mengen, weil sie unter Plane auf offenem Feld gelagert werden.
Gruß Gockel

http://www.youtube.com/watch?v=56iivPxovAQ
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon 1055 » Mi Mai 02, 2012 11:32

Genauso wie Neleleni es schreibt ist es auch.
Die Verpächter werden es in der Hand haben und man kann nur hoffen das sich die meisten Verpächter für den bekannten Landwirt entscheiden.
Eine gesunde Lebensmittelindustrie mit wenigen Skandalen (Dioxin etc) kann meiner Meinung nur aus einem vernünftigen Gleichgewicht entstehen.
Die meisten Skandale kommen doch von den großen Konzernen die nunmal nur auf Profit aus sind, auf kosten des Verbrauchers.
Die Zeit wirds zeigen, den zum Schluss werden die Verbraucher entscheiden von wem sie ihre Lebensmittel kaufen.
Der normale Landwirt wird nachhaltig arbeiten, denn wenn er in der Kritik steht, steht er es als Einzelperson, beim Konzern ist es irgendein Herr Schwarzmann den eh niemand kennt.
Wie wirkt man denn ständigen Maisanbau entgegen? Was muss man denn machen um auch im Folgejahr nach 3 Jahren noch Mais anbauen zu können??
Wie wird sich der Agrarkonzern mit BGA entscheiden wenn er weiss er braucht zig Tonnen Mais jedes Jahr, und hat schon 3 Jahre Mais hintereinander?
Er wird wohl kaum ein Minusgeschäft in Kauf nehmen, sondern eher einen erhöhten Pflanzenschutz fahren, denn es ist ja nicht sein Boden, und er muss dem Vorstand Rechenschaft ablegen warum nunmal ein dickes Minus steht.

Mag ja sein das ich von Spekulationen und Renditen keine Ahnung habe, aber man muss nicht studiert haben um zu wissen wo die Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie hingeht wenn die kleinen und mittleren Familienbetriebe geschluckt worden sind von den Agrarkonzernen.
Es vergeht doch kaum noch ein halbes Jahr ohne Lebensmittelskandal, sei es Gammelfleisch, Dioxin oder das Bienensterben oder was auch immer.
„ Wer bewirkt, dass dort, wo bisher ein Halm wuchs, nun mehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für sein Volk getan als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann“ (Friedrich der Grosse)

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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon rägemoli » Mi Mai 02, 2012 11:37

3 Jahre lang ist doch noch nix .Da gibts welche die das schon 15 Jahre lang machen und länger .Obwohl solangsam Maiswurzelbohrer :?
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Mi Mai 02, 2012 11:44

Neleleni hat geschrieben:Hallo,

Die Antwort ist:
Ich weis es nicht :roll:

Der "Landraub mit hohen Pachtzahlungen" hat allerdings bereis begonnen und es kommen auch immer mehr Pächter von außerhalb der Gemarkung in unser Gebiet.


Das ist der moralische Faktor. Bis jetzt verschenkst du deine Ressourcen, klar sind alle lieb und nett zu dir. Wenn ich für unter 200,- Euro Land pachte und mir, je nach dem, 350,- Euro/ha Subvetionen einsacken kann + Erträge, dann würde ich dich auch hätscheln und tätscheln und was nicht alles...;-)

Andersrum, ich finds Ok, Profit ist nicht alles im Leben und ich habe meine Flächen auch weit unter Preis verpachtet davon mal ab...Bekomme ich aber mit, dass er das Zeugs an die nächste Biogasanlage versemmelt und nicht seine Viecher damit füttert, trifft ihn die volle reael Marktsituation und ich kassiere feste mit an dem Biounfug, das ist auch mal klar.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Devian » Mi Mai 02, 2012 12:03

helfert hat geschrieben:Wird dein Land nicht mehr wert? Der Hektar kostet heute z.B. 10.000 und in 10 Jahren sicher um einiges mehr. Das musst du zu deinem Ertrag durch

Pachtzins ist das Bonbon (Gewinn) obendrauf.

Viele Grüße

Lukas


Ne, für mich ist das schlicht Rendite, die ich aus meinem Vermögen ziehe, Lottogewinne sind Bonbons...;-)
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon helfert » Mi Mai 02, 2012 13:50

Hallo Devian,

ich finde du stellst die erzielbare Höhe der Einnahmen durch Verpachtung sehr negativ dar. Warum du das so negativ siehst verstehe ich nicht, schließlich scheinst du doch auch Land zu besitzen und sehr konservative Anlageformen zu bevorzugen (Festgeld).

Meine Rechnung:

Inflation (2011 waren es 2,3%) + (Pachtzins / (Grundstückswert / 100)).

Bei 1200 Euro Pacht für ein 50.000 Euro Grundstück komme ich zusammen auf etwa 4,7%. Mehr als du zur Zeit irgendwo in Deutschland für Festgeld bekommst.

Bei 600 Euro Pacht sind es noch 3,5%. Soviel bekomme ich zur Zeit bei einer deutschen Bank etwa für 5 jähriges Festgeld.

Also gar keine so schlechte Anlage, sehr konservativ aber den Vergleich mit Festgeldern braucht man meiner Meinung nach nicht zu scheuen.

Ob die Höhe des Pachtzins in den unterschiedlichen Regionen angemessen ist kann und möchte ich nicht bewerten. (Wir verpachten und pachten kein Land)

Viele Grüße

Lukas
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Planlos » Mi Mai 02, 2012 14:30

Devian hat geschrieben:Gut, Verlust ist das falsche Wort, nennen wir es Wertschöpfung. Bedeutet, der Pachtzins ansich ist natürlich inflationär, Geld wird halt weniger wert mit der Zeit, das gilt für alle Einnahmen. Und von Festgeld zu den üblichen Zinskonditionen reden wir ja gar nicht, denn dann wirds mit der Planungssicherheit wirklich eng für die Pächter.


Das die Infaltion auf die Erträge (Pacht bei Ackerland bzw. Zinsertrag bei Festgeld) wirkt, steht außer Frage.
Der große Unterschied ist doch aber, dass die Inflation im einen Fall auch auf den Kapitalstock wirkt (nämlich beim Fetsgeld) und im anderen Fall (Ackerland) der Kapitalstock nicht der Inflation unterliegt.
.... aber so langsam verlassen wir das eigentliche Thema dieses Freds.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Jochens Bruder » Mi Mai 02, 2012 17:19

Gockel hat geschrieben:Viele Flächen in den ehemaligen sozialistischen Ländern lagen brach, weil der Anbau für Getreide vor 3 Jahren für 8,50€ nicht lohnte. Bei meinem letzten Besuch in Südrußland ( Schwarzmeerregion )im Mai 2011 waren erstmals wieder alle Flächen bestellt mit vornehmlich Weizen und Raps. Die Erträge lagen aber nur bei 3 - 4 dt. geernteter Weizen. Aber wegen fehlender Infrastruktur ( fehlende aufnehmende Hand, Trocknung , Lagerung und Transport ) verderben etliche Mengen, weil sie unter Plane auf offenem Feld gelagert werden.

Nach der Nahrungsmittelkrise 2008 haben viele Regierungen in Entwicklungs- und Schwellenländer einen Politikwechsel vollzogen indem sie der Landwirtschaft höhere Priorität einräumen. Es ist ein Irrtum zu glauben dass man für eine höhere Produktion mehr Fläche benötigt. Das trifft nur auf die Industrieländer zu.

Beispiel Philippinen: Bis 2011 wegen der geringen Anbauflächen noch weltgrößter Reisimporteur, in 2012 nur noch minimale Importe und ab 2013 soll es erstmals Exporte geben. Beim Mais sieht es ähnlich aus. Ermöglicht wurde diese wundersame Vermehrung u.a. durch den massenhaften Bau kommunaler Trockenanlagen, Zementierungen von Feldwegen und flächendeckende Fortbildungsseminare für Kleinbauern sowie der Ausgabe von verbilligtem Hochleistungssaatgut und Dünger.

Mich würde nicht wundern wenn es in wenigen Jahren zu einem Verfall der Weltmarktpreise kommt. Das wäre dann bitter für die Hochpreis-Pächter mit langfristigen Verträgen.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon Damhirsch » Mi Mai 02, 2012 19:26

Abgesehen von Devian und Fassi sind doch alle anderen Poster "Jauler".
Wovon träumt ihr denn? Landwirtschaft ist doch kein Museumsobjekt, das ist knallharte Wirtschaft und Politik, auch auf unterster Ebene. siehe Devians Bemerkung zum 200€ Pachtpreis.
Warum regt sich denn keine Sau auf darüber, daß der Haferanbau seit Jahrzehnten gegen Null tendiert, daß der Rapsanbau explodiert ist, Bohnen und Erbsen aber unter Ferner liefen abgelegt wird?
Leute, was soll denn diese ständige Meckerei darüber, daß sich die Welt dreht und verändert?
Landwirtschaft enthält den Wortbestandteil WIRTSCHAFT . Warum wohl?
Ich müßte doch Prügel mit der Wagenrunge beziehen wenn ich gegen wirtschaftliche Vernunft handeln würde.Und ich kenne keinen, der mir ein Bier spendierte ob meiner Blödheit würde ich unter Wert verpachten oder auf Pacht verzichten wenn ich sie mir leisten könnte.
Wer Angst vor platzenden Blasen hat sollte sich so einbunkern, daß sie ihm nichts anhaben können, aber die angstfreien Leute nicht noch mit kleinlichen Bedenken zumüllen.
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Re: 1.400,-€/ha Pacht wegen Biogaser

Beitragvon automatix » Mi Mai 02, 2012 19:56

tja, sei froh, daß die Bauern noch so blöde sind - sonst wären wir heute eine Republik die nur noch aus PV Anlagen bestehen würde und in der Felder der Vergangenheit angehören - aber der blöde Bauer hängt an seinen Feldern und hat da halt Skrupel, so wie z.b. der Thurn und Taxis es wollte/hat, gleich die ha zu 100ern mit den Modulen vollzuknallen....
Glaubst du, die Politik hat das aus Jux und Tollerei abgeschafft - nein, die haben das abgeschafft, weil halt immer mehr Grundbesitzer wirtschaftlich gedacht haben und lieber PV als Weizen angebaut haben.

Es ist nunmal ein Förderungleichgewicht, wenn ich für Nahrungsmittel 300 Euro je ha Subvention bekomme und den Rest auf dem Freien Markt erwirtschaften muß während der andere für seine Stromerzeugung garantierte Vergütung erhält

Und ja, ich habe z.b. fast 10 % Erbsen in der Fruchtfolge, weil ich keinen Gensoja füttern will - zahlt mir keiner und ist eigentlich wirtschaftlich blödsinnig im Quadrat - wenn ich knallhart wirtschaftlich denke, dann müßte ich Gensoja füttern und Raps anbauen, damit ich auf dem Pachtmarkt nicht direkt abgehängt werde....

Im Prinzip handelt jeder, der heute noch Nahrung für undankbare Verbraucher erzeugt gegen die wirtschaftliche Vernunft, es gibt noch viel zu wenige Biogasanlagen....
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