Planlos hat geschrieben:Devian hat geschrieben:Ulikum hat geschrieben:sollte mir einer je ha und Jahr 1400 Euro Pacht bezahlen kann er gerne alles bewirtschaften.
Der Haken an der "Devian´schen Kalkulation" ist der Betrachtungsansatz: Sachanlagen und insbesondere Ackeland unterliegen keiner Inflation. Gerade deshalb ist Ackelnad seit den ersten Anzeichen der Finanzkrise doch auch bei Nicht-Landwirten so eine begehrte Anlage-Klasse. Die Leute investieren in Sachanlagen, um ihr Geld vor der Inflation in Sicherheit zu bringen.
Kein Grundbesitzer wird daher einen Verlust machen, wenn sein Pachtzins geringer ist als die Inflationsrate.
Gut, Verlust ist das falsche Wort, nennen wir es Wertschöpfung. Bedeutet, der Pachtzins ansich ist natürlich inflationär, Geld wird halt weniger wert mit der Zeit, das gilt für alle Einnahmen. Und von Festgeld zu den üblichen Zinskonditionen reden wir ja gar nicht, denn dann wirds mit der Planungssicherheit wirklich eng für die Pächter. Genau genommen wären so gesehen Pachtverträger länger als 3 bis max. 5 Jahre schon blanker Unsinn für die Verpächter, aber die Zeiten von Pachtverträgen länger als 10 Jahre sind eh gegessen...

