Aktuelle Zeit: Do Feb 12, 2026 12:37
helfert hat geschrieben:Devian hat geschrieben:
na ja, wenn ich so nachdenke, dass bei uns vor eine paar Jahren für Ackerland bis zu 9 € je m² zahlten weil Sie zu viel Geld hatten und heute das Ackerland für 4 € gehandelt wird kann man nicht immer sagen das es Wertsteigerungen gibt, es kommt immer auf die Gegend an wo man ist.
Das Gleiche ist bei Immobilien.
Nö nö, ich sehe das ganz entspannt.... Du musst die Inflation aubziehen und nicht drauf rechnen oder habe ich gerade eine Hirnblockade ?-). Wenn ich 50000 große Scheinchen auf ein schlichtesTagesgeldkonto packe, dann bekomme ich momentan etwa 2,5% Zinsen dafür und kann jeder Zeit kündigen. Fasse ich das Geld 5 Jahre lang nicht an, baut sich da schon a bisl was auf. Das Rennen verliert Grund und Boden...
Andreseits werde ich den Teufel tun und Boden verkaufen, ich würde sogar noch was dazu kaufen...wenn ich denn etwas bekommen würde
Ich denke du hast tatsächlich eine Hirnblockade :-D (wirklich nicht böse gemeint)
Die Inflation rechnest du drauf weil du das Land ja besitzt und es teurer wird. Du bist in diesem Fall der Verkäufer und nicht der Käufer. Die Ware wird über die Jahre teurer.
Beispiel:
Ich kaufe heute für 50.000 Euro nen Hektar bei dir um die Ecke. In 10 Jahren verkaufe ich ihn an dich. Ist er dann billiger geworden? -> Nein! Du wirst viel mehr dafür hinlegen müssen. Der Preis ist durch die Inflation gestiegen. Ich mache also ohne Pachteinnahmen einen Gewinn.
Dieser Gewinn ist relativ zu sehen da die anderen Güter des Lebens schließlich durch die Inflation ebenfalls teurer geworden sind. Sollte es nicht zu einer generellen Ab- oder Aufwertung der Grundstückspreise gekommen sein wird der Gewinn in etwa die Inflationsrate ausgleichen.
Das Rennen verliert in deinem Beispiel Grund und Boden auf keinen Fall, du hast ja noch Pachteinnahmen welche obendrauf gerechnet werden.
Viele Grüße
Lukas
Damhirsch hat geschrieben:So, werden wir nun so sachte wieder normal?
Langsam dämmert es wohl, was an Pachtpreisen möglich ist bzw wie manche Preise zu Stande kommen. Warum ich, wenn ich von wirtschaftlicher Vernunft spreche, über Leichen gehe erschließt sich mir nicht. Noch mal ganz langsam: wenn ICH mir ausrechne, die im Raum stehenden 1400€ zahlen zu können aus welchen Gründen auch immer, ist das ausschließlich meine Angelegenheit. Ob irgendwelche Blasen möglicherweise platzen, ob Rahmenbedingungen zu meinen Ungunsten geändert werden, wen außer mir hat das zu kratzen? Gehe ich dabei koppheister, dürfen sich die Jauler und Bedenkenträger gerne die Hände reiben und weis der Kuckuck wie grinsen. Dann kriegen sie möglicherweise meine Flächen doch noch günstiger. Wenn sie bis dahin nicht die Luft anhalten konnten wären sie eh Fischfutter geworden.
Und wenn ich zu dem Ergebnis komme, daß es für mich sinnvoller ist für 300,€ zu verpachten statt selbst zu wirtschaften weil ich den zu erzielenden Pachtpreis ob meiner Unfähigkeit nicht erwirtschaften kann, dann tue ich das auch.
Im Laufe von 3 Jahrzehnten Praxis hat sich immer mehr bestätigt, daß es sinnvoller ist an den Schreibtisch zu gehen bevor ich auf den Trecker steige. Und wenn ich denn trotzdem meine Runden drehe habe ich alle Zeit der Welt über neue Ideen zu grübeln.
Flo82 hat geschrieben:Da sieht man mal die unterschiede bei uns liegt die Pacht im Duchrschnit bei 80 Euro!
Cairon hat geschrieben:Flo82 hat geschrieben:Da sieht man mal die unterschiede bei uns liegt die Pacht im Duchrschnit bei 80 Euro!
80 €/ha![]()
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, was ist das denn für Land und wo liegt es?
Cairon hat geschrieben:@tyr
Wie lange laufen den die Pachtverträge bei euch? Als ich in Holstein gelernt habe hat mein Chef im Osten auch eine Menge zusammen gepachtet. Der größte Schlag hatte 112 ha mit 62 Verpächtern, wenn da eine darauf bestanden hätte genau seine Fläche wieder zu bekommen wie vor der DDR-Gründung, wäre aber Party gewesen. Die Wege und Strukturen haben sich ja komplett geändert, aber einfach mal gefragt, wenn ich dann genau meine Fläche wieder haben möchte, müssen die alten Wege dann wieder hergestellt werden oder bekomme ich ein Überwegungsrecht und darf quer über die Fläche, die Vermessung wäre sicher auch sehr interessant.
Wenn man sich beim Pflugtausch aber vernünftig einigen kann, ohne das jemand im Nachteil mit der Qualität des Bodens ist, kann ich auch aufs original verzichten.

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