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1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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655 Beiträge • Seite 42 von 44 • 1 ... 39, 40, 41, 42, 43, 44
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon julius » Sa Mai 29, 2021 9:19

Englberger hat geschrieben:Nimm ein Sabattical und bau Haus und Heizung selber.

Weiss nicht ob das jeder kann. Heizung und Wasserleitungen muss schon alles gut gemacht sein denn das soll lange halten.
Einer den ich kenne hat viel selber gemacht beim Hausbau. Da mußte nach wenigen Jahren mehreres nochmal gemacht werden, weil es Murks vom Ehemann war wie seine Frau sagte. Der wäre Laie und kein Fachmann und so gab es viele Mängel. Hat dann mehr gekostet als wenn es gleich eine Firma gemacht hätte.
Das gab dann sogar noch vorübergehend Eheprobleme bei denen. :oops:
julius
 
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon DWEWT » Sa Mai 29, 2021 10:30

Die Höhe des Betrages, den man auf der "Hohen Kante" hat, sagt einiges aus über die finanzielle Störanfälligkeit des Betreibes aus. Damit spreche ich hier keinen der user an! Wer über laufende Einnahmen in halbwegs sicherer Höhe verfügt und bei dem die Einnahmen über den zeitnah zu tätiggenden Ausgaben liegen, der braucht nicht viel Kohle auf dem Konto. Ich kalkuliere mit 2 Monatseinnahmen. Alle vorauszusehenden Einnahmen und Ausgaben, ab einer gewissen Größe, ich erwähnte es schon einmal, sind bei mir in einer Liquiditätskalkulation enthalten. Je präziser diese Kalkulation ist, umso weniger kann man überrascht werden. Es gibt eigentlich nur zwei Gruppen von Berufskollegen die sich das ersparen können. Die einen haben, warum auch immer, ein ständig überlaufendes Konto und für die anderen macht eine L-Kalkulation keinen Sinn mehr. Aus der ersten Gruppe ist mir noch keiner begegnet. Wer seine Kosten kalkuliert, der ist auch eher gefeit vor Spontankäufen, weil die seine Kalkulation evtl. aushebeln. Auf der anderen Seite kann evtl. ständig aus einem Überschuss Geld investiert werden. Ob in den Betrieb oder außerhalb des Betriebes, ist zunächst völlig egal. Hohe Beträge auf einem Tagesgeldkonto zu verwahren, ist heute eine Geldvernichtung! Notwendige außerordentliche Ausgaben lassen sich auch schnell, kurzfristig und vorübergehend fremdfinanzieren. Völlig daneben ist übrigens die "alte Weisheit" von den drei Ernten. Diese dürfte wohl nur noch das Finanzamt erfreuen.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon bauer hans » Sa Mai 29, 2021 11:50

wer irgendwie zu eigentum kommt,kann sofort einen kredit darauf aufnehmen :!:
die einen machen was draus,die anderen leisten sich was.
das schärfste,was ich erlebt hatte,dass eine sparkasse mich aufforderte,für ein 800m2 erbbaugrundstück eine grundschuld von 200000€ für den berechtigten eintragen zu lassen und als das nicht klappte,der sparkasse zu erlauben,das grundstück mit haus zu verkaufen,damit ich mir auch einen Fendt kaufen könne :mrgreen:
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon Isarland » Sa Mai 29, 2021 12:05

Paule1 hat geschrieben:1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Die Ernte 2009 steht an, wir Bauern haben sehr viel Geld gesetzt nun ist es an der Zeit Geld einzunehmen.

Ein Ackerbauer hat ja nur 1x Ernte im Jahr, ein Viehhaltender betrieb hoffentlich das ganze Jahr über.

Bei mir hat das Geld der Agarförderungen gerade so bis zum 1. Juli gereicht, doch jetzt ist ein gesamte Milchgeld Minus auf dem Girokonto.

:idea: :idea: Ohne Pacht-Düngemittel-Pflanzenschutzmittel--wär ich ein reicher Bauer :idea: :idea:

:?: Mal ehrlich--wie schauts bei finanziell so aus :?:

Das geht dich einen Schxxxxdreck an. Wenn dir das Bauern Hartz IV für deinen laufenden Betrieb nicht gereicht hat, dann hat es hinten und vorne gefehlt. Mehr denken, arbeiten, als Israelverherrlichung und beten wäre vll. besser gewesen.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon T5060 » Sa Mai 29, 2021 12:26

Den Jahresbedarf 2021 hatten wir doch schon 2020 gekauft.
Wenn der Preis passt und man weis das man das Zeug braucht,
wird gekauft. Im Jan. 2020 hatte ich mich beim Diesel verzockt.
Im November 2020 dafür nicht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon bauer hans » Sa Mai 29, 2021 12:49

https://www.zeit.de/news/2021-05/28/ern ... d-geknackt

Reinhold,bist du der glückliche aus Hessen.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon Hauptmann » Sa Mai 29, 2021 13:18

bauer hans hat geschrieben:wer irgendwie zu eigentum kommt,kann sofort einen kredit darauf aufnehmen :!:
die einen machen was draus,die anderen leisten sich was.
das schärfste,was ich erlebt hatte,dass eine sparkasse mich aufforderte,für ein 800m2 erbbaugrundstück eine grundschuld von 200000€ für den berechtigten eintragen zu lassen und als das nicht klappte,der sparkasse zu erlauben,das grundstück mit haus zu verkaufen,damit ich mir auch einen Fendt kaufen könne :mrgreen:


Sowas ist mir zwar mit meiner Hausbank noch nicht passiert, aber ich habe denen schon vor Jahren die Vorzüge einer Direktbank erklärt, bevor ich bei denen mein Girokonto gekündigt habe. ;-)
Deutschland ist durchgeknallt.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon T5060 » Sa Mai 29, 2021 14:07

bauer hans hat geschrieben:https://www.zeit.de/news/2021-05/28/erneut-90-millionen-euro-jackpot-in-deutschland-geknackt

Reinhold,bist du der glückliche aus Hessen.


Ne bei mir waren das 113 Millionen mehr, aber ich bin keiner der damit in dem Sinn glücklich ist.
So Summen sind Herausforderung. Da brauchst 3 Baseballschläger, ne AK-47 und Katjuschas damit das zusammenbleibt und Eier legt :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon julius » Sa Mai 29, 2021 16:31

Hauptmann hat geschrieben:Sowas ist mir zwar mit meiner Hausbank noch nicht passiert, aber ich habe denen schon vor Jahren die Vorzüge einer Direktbank erklärt, bevor ich bei denen mein Girokonto gekündigt habe. ;-)


Ich brauch mein Konto noch bei der Bank vor Ort. Die wollen ändern das man bei Einzahlungen von über 2500 Euro die Herkunft erklären muss mit Legalitätsnachweis über Dokumente die man vorlegen muss. :roll: Wenn man bei der Bank bekannt ist und persönlich kennt als Stammkunde soll es noch bis 10 000 Euro möglich sein.
Wenn ich da eine Maschine oder Auto verkauf für 25000 Euro muss ich das Geld auf 10 x einzahlen. :roll:
Dasselbe werden die dann sicher bei Abhebungen machen und dann nochmal alles verschärfen und bald wird dann das Bargeldverbot kommen.
Und wer weiss was noch alles an Vorschriften kommt daher brauch ich schon eine Bank vor Ort.

https://www.faz.net/aktuell/finanzen/ba ... 41473.html
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon julius » Sa Mai 29, 2021 16:36

Isarland hat geschrieben:
Paule1 hat geschrieben:1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Die Ernte 2009 steht an, wir Bauern haben sehr viel Geld gesetzt nun ist es an der Zeit Geld einzunehmen.

Ein Ackerbauer hat ja nur 1x Ernte im Jahr, ein Viehhaltender betrieb hoffentlich das ganze Jahr über.

Bei mir hat das Geld der Agarförderungen gerade so bis zum 1. Juli gereicht, doch jetzt ist ein gesamte Milchgeld Minus auf dem Girokonto.

:idea: :idea: Ohne Pacht-Düngemittel-Pflanzenschutzmittel--wär ich ein reicher Bauer :idea: :idea:

:?: Mal ehrlich--wie schauts bei finanziell so aus :?:

Das geht dich einen Schxxxxdreck an. Wenn dir das Bauern Hartz IV für deinen laufenden Betrieb nicht gereicht hat, dann hat es hinten und vorne gefehlt. Mehr denken, arbeiten, als Israelverherrlichung und beten wäre vll. besser gewesen.


Warum schreibt denn Paule was von seinem Milchgeld, ich dachte der hat keine Kühe mehr ?
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon julius » Sa Mai 29, 2021 16:41

T5060 hat geschrieben:
bauer hans hat geschrieben:https://www.zeit.de/news/2021-05/28/erneut-90-millionen-euro-jackpot-in-deutschland-geknackt

Reinhold,bist du der glückliche aus Hessen.


Ne bei mir waren das 113 Millionen mehr, aber ich bin keiner der damit in dem Sinn glücklich ist.
So Summen sind Herausforderung. Da brauchst 3 Baseballschläger, ne AK-47 und Katjuschas damit das zusammenbleibt und Eier legt :mrgreen:


Wenn man 90 Millionen gewinnt bringt das mehr Probleme als Freude. Das bekommen welche mit und das spricht sich dann rum und sowas bringt viele Neider und Feinde. Wer weiss ob man dann Ziel von Anschläge wird.
Als Landwirt braucht man solche Gewinne nicht. Wenn ich irgendwann am verhungern bin verkauf ich vorher 1 ha Land und lebe sparsam weiter.
Wie Meyenburg weiter vorne richtig geschrieben hat kann man weder Wohnhaus noch Grundstücke oder Geld mitnehmen wenn man eines Tages den Löffel abgibt.
meyenburg1975 hat geschrieben:Und nicht vergessen, keiner nimmt was mit. Kein Geld, kein Land und auch keine Kuh :klug:
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon T5060 » Sa Mai 29, 2021 18:29

meyenburg1975 hat geschrieben:Und nicht vergessen, keiner nimmt was mit. Kein Geld, kein Land und auch keine Kuh :klug:


Also ich bin seit 2015 bettfertig zum Abnippeln, ich hab mein Frieden mit der Welt gemacht.
Wenns abgeht, gehts ab ...... :prost: :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon 4911 » Sa Mai 29, 2021 19:37

meyenburg1975 hat geschrieben:Andersrum sollte man ausserlandwirtschaftliches Einkommen nicht in den Betrieb investieren, sondern außerhalb mehren.

Und nicht vergessen, keiner nimmt was mit. Kein Geld, kein Land und auch keine Kuh :klug:



Du sollst ja auch nichts mitnehmen. Stell dir mal die Erbstreitigkeiten vor.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon Südheidjer » Sa Mai 29, 2021 19:39

Forstwirt92 hat geschrieben:Ich geb auch mal meinen senf hier rein keine ahnung obs passt hab mir nur paar seiten angeschaut.
Ich frag mich immer wieviel geld man haben sollte auf der hohen kante. Wieviel habt ihr zur verfügung wenns sein muss ohne dass man was verkaufen muss?
Ich bin 29 jahre und komm eigentlich nie über 30.000 euro hinaus aufm konto. Jetzt steht eine neue heizung an dann ist das auch locker weg. Wenn ich überleg wie lang ich dafür sparen muss wird mir ganz schlecht. In 5 jahren wollt ich haus bauen aber weis noch nicht wie hab zwar schon bausparer laufen ect aber damit kann man ja nichtmal den rohbau zahlen...
Wie ist das bei euch? Ich weis viele wollen über sowas nicht reden aber ich hab kein problem damit.
Hab die LW nur so nebenbei und verdien nur ganz bisserl was damit ist nur hobby. Bin ansonsten angestellter in einer grosen firma. Aber auf dem hof und gebäude ist halt immer mal was zu machen was kohle frisst. Iwie denk ich mir immer was andere gleichaltrige wohl so treiben und was man in dem alter schon so haben sollte aber da drüber redet man ja nicht... :|

Als ich in deinem Alter war, da ging das bei mir erst mit arbeiten los, weil vorher Studium angesagt war. Ich habe dann meinen für einen Studenten eigentlich recht hohen Lebensstandard nicht großartig geändert und für einen Angestellten recht sparsam weitergelebt und alles auf die hohe Kante gepackt. Wie oft habe ich die letzten Jahrzehnte aus meinem Bekanntkreis gehört, warum ich mir keinen Mercedes leisten würde oder gar einen Porsche. Ganz einfach, weil ich so ein Fahrzeug nicht brauche, auch wenn ich mir so ein Luxus inzwischen leisten könnte. Aber auch die Unterhaltkosten würden dann jeden Monat gut was wegfressen. Vorteil des Sparens: Man hat mehr Sicherheit, falls man mal seinen Job loswerden sollte. Rückblickend wäre eine Investition in z.B. eine Eigentumswohnung besser gewesen, aber mein Job stand auch immer auf der Kippe und wenn man seine Kredite nicht bedienen kann, dann ist im schlimmsten Fall die finanzierte Immobilie auch wieder weg und das dann eventuell sogar mit Verlust. Daß sich die Immobilienpreise und Handwerkerkosten mal so exorbitant entwickeln würden, habe ich auch nicht erwartet. Letztens habe ich eine Rechnung vom Heizungsbauer gesehen, da lage die Stunde bei über 90,- Euro (inkl. MwSt). Engelberger, da reichen bei mir 4 Stunden Arbeit nicht aus, um so eine Stunde vom Handwerker bezahlen zu können.
Ich glaube aber, daß sich die Preise nicht wieder nach unten bewegen werden. Daher würde ich dir raten, einen Hausbau mal durchzukalkulieren, solange die Zinsen noch günstig sind und du fit bist, möglichst viel selber zu machen. Wie wäre die Lage der Immobilie? Vermietbarkeit ?
Ich würde auch auf jegliche Schnörkel und Türmchen, was Frauen immer gerne haben wollen, verzichten. Praktisch und funktionell muß Wohnraum sein. Behindertengerechte Grundrisszuschnitte sind auch sinnvoll. Läßt sich das Haus ggf ohne großen Aufwand in zwei kleinere Wohneinheiten unterteilen?
Ein Kumpel von mir, "einfacher Arbeiter", brauchte auch vor ca. 15 Jahren eine neue Heizung und hatte dafür einen Handwerksmeister gebucht, der sich gerade selbstständig gemacht hatte. Der Meister hat dann zusammen mit meinem Kumpel als Handlanger die Heizung getauscht. Billiger hätte er das nicht hinkriegen können. Sowas solltest du mal anfragen, falls du jetzt schon wissen solltest, mit welchen Handwerksbetrieben du bauen würdest. Wenn man dann noch einen Kumpel hat, der in Zukunft auch bauen will, dann seid ihr schon zwei Handlanger. Im Gegenzug hilfst du ihm dann, wenn er loslegt mit Bauen. Kannst du bei deinem Arbeitgeber ein großes Überstundenkonto aufbauen, was du in der Bauphase wieder abbummeln kannst?
Julius hat ja schon gut geschrieben, wie die Kosten einer Hofstelle die Einnahmen wegfressen, wenn man nur wenig Fläche verpachten kann und/oder die Pachtpreise in der Region nicht üppig sind.
Ich weiß nicht, wie deine Tierhaltung steuerlich läuft, aber es kann immer sinnvoll sein, Land- und/oder Forstwirtschaft in einem gewissen Rahmen weiterzubetreiben, da man da steuerlich mehr Gestaltungsspielraum hat. Du darfst nur keine dauerhaften Verluste einfahren, sonst kommt das Finanzamt mit dem Argument "Liebhaberei". Es muß also immer was bei über sein, wenigstens über mehrere Jahre gesehen. Läßt sich auf dem Hof auch irgendwas in Richtung Wohnungsvermietung oder Ferienwohnung realisieren? Dann kannst du Teile der Kosten der Hofstelle, so mein Wissen, umlegen auf die vermieteten Wohnungen.
Solange du noch jung und leistungsfähig bist, mußt du zusehen, alles in solide Bahnen zu lenken. Wenn du zulange wartest, holt dich die Realität ein und eine Hofstelle zu erhalten rein vom Einkommen als Angestellter aus, wird meiner Meinung nach immer schwieriger werden. Da pumpst du richtig Geld rein.

P.S. Was andere in deinem Alter treiben, sollte dir Scheissegal sein. Solides Wirtschaften muß dein Ziel sein. Ich kenne einige Leute, die in Zeiten, in denen sie gut verdient haben, einen auf dicke Hose gemacht haben und sobald im Leben dann etwas nicht nach Plan lief (Scheidung, Jobverlust etc), haben sie angefangen rumzujammern.

P.S. zum Zweiten: Man darf sich aber auch ruhig mal was gönnen. Das gehört im Leben auch dazu. Nur es muß im Rahmen bleiben.
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Re: 1. Juli--wer hat noch Geld auf dem Konto??

Beitragvon DWEWT » Sa Mai 29, 2021 20:19

Ich kenne jemanden, der nach der Devise lebt: "Lebe jeden Tag so als sei es dein letzter". Blöd nur, wenn dann ein neuer Tag kommt und man am Vortag schon alles verbraten hat.
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