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25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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232 Beiträge • Seite 14 von 16 • 1 ... 11, 12, 13, 14, 15, 16
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon 240236 » Mo Jul 04, 2022 18:37

DWEWT hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:
Es ist eine gewerbliche Nebentätigkeit. Das so erzielte Einkommen nach Steuern, wird komplett verprasst. "Du weißt schon, schwere Maschinen und leichte Damen", würde George Best jetzt sagen. :wink:
Da redet der Rittergutsbezitzer von den bayerischen NE-Landwirten und ist selber einer von denen. Es ist ja egal, was du mit dem Einkommen machst, aber du beziehst auch zusätzlich Einkommen.

Wie sollte ich Einnahmen denn sonst nennen? Die entscheidende Frage ist die des Haupteinkommens! Das ist bei mir ganz klar das des ldw. Betriebes!
Die Einkünfte aus meiner Beratungstätigkeit sind absolut nebensächlich. Sie sind allerdings auch leicht verdient. Der Aufwand steht in einem sehr guten Verhältnis zum Ertrag. Ich könnte gut auf dieses Einkommen verzichten und würde trotzdem nicht dem Höchststeuersatz entfliehen können. So what?

Du kannst dich drehen und wenden wie du möchtest. Das bei dir ist der klassische Zuerwerbsbetrieb.

PS.: Ein Politiker könnte auch von seinem Einkommen leben und sitzt trotzdem in mehreren Aufsichtsräten
Wenn ich deine staatlichen Subventionen je erzeugten Bullen aufzeige, dann bist du ein gan klarer Staatsscharotzer.
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon DWEWT » Mo Jul 04, 2022 18:44

240236 hat geschrieben:Du kannst dich drehen und wenden wie du möchtest. Das bei dir ist der klassische Zuerwerbsbetrieb.



Genau richtig erfasst! Mein Betrieb ist mein Haupterwerb und meine Beratungstätigkeit ist ein Zu- oder Nebenerwerb. :D War das jetzt so schwierig?
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon 240236 » Mo Jul 04, 2022 19:39

DWEWT hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Du kannst dich drehen und wenden wie du möchtest. Das bei dir ist der klassische Zuerwerbsbetrieb.



Genau richtig erfasst! Mein Betrieb ist mein Haupterwerb und meine Beratungstätigkeit ist ein Zu- oder Nebenerwerb. :D War das jetzt so schwierig?
Mir ist es ja egal, wie du dein Einkommen generierst. Mich nevt nur deine Hochnäßigkeit
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon wastl90 » Mo Jul 04, 2022 20:03

Ok, Fächer arrondiert. Kannst mir deine Verbräuche mal aufzählen?
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Jul 04, 2022 20:23

Vater von meiner Melkerin ist von Haus aus selbstständiger Elektriker und so „nebenbei“ 350 Kühe. Kumpel hat zehn Mitarbeiter im Galabau. Früher als DJ aktiv, jetzt ist er im Sommer fast jede Woche ein bis zwei mal als Partygriller unterwegs bis 200 Leute.
Letztes Jahr war hier ein Praktikant aus den Alpen. 15 Kühe, 8 Fewos mit 300 Tagen Auslastung. Er im Winter nebenbei an der Skipiste und Sie im Sommer in der Gastro. Und beide höchstwahrscheinlich nicht aus finanziellen Gründen.
Wenn’s den Leuten Spaß macht, muss es wohl Neid sein, wenn man Ihnen ihre Lebensweise madig machen will.
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon DWEWT » Mo Jul 04, 2022 20:59

Ich verstehe die Aufregung hier nicht. Über 60% der ldw. Betriebe in Deutschland erwirtschaften im Rahmen ihrer Urproduktion kein auskömmliches Einkommen und können nur über ein größeres, außerlandwirtschaftliches Einkommen am Leben erhalten werden. Das ist die Kernaussage! Dass das außerlandwirtschaftliche Einkommen vielfältigst gestaltet werden kann, ist doch gar keine Frage. Dass es diesen Familien dann evtl. viel besser geht als Familien mit Haupterwerbsbetrieben ohne Zusatzeinkommen, ist ebenfalls sehr gut möglich. Das alles ändert aber nichts an der Kernaussage! Das Gros der deutschen ldw. Betriebe ist aus sich heraus nicht lebensfähig!
Wenn man jetzt noch hergehen würde und, wie hier so oft gefordert wird, sämtliche Subventionen streichen würde, wieviele lebensfähige Betriebe würden dann wohl noch dabei sein? 10, 15, oder gar 20%?
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon T5060 » Mo Jul 04, 2022 21:08

DWEWT hat geschrieben:Ich verstehe die Aufregung hier nicht. Über 60% der ldw. Betriebe in Deutschland erwirtschaften im Rahmen ihrer Urproduktion kein auskömmliches Einkommen und können nur über ein größeres, außerlandwirtschaftliches Einkommen am Leben erhalten werden. Das ist die Kernaussage! Dass das außerlandwirtschaftliche Einkommen vielfältigst gestaltet werden kann, ist doch gar keine Frage. Dass es diesen Familien dann evtl. viel besser geht als Familien mit Haupterwerbsbetrieben ohne Zusatzeinkommen, ist ebenfalls sehr gut möglich. Das alles ändert aber nichts an der Kernaussage! Das Gros der deutschen ldw. Betriebe ist aus sich heraus nicht lebensfähig!
Wenn man jetzt noch hergehen würde und, wie hier so oft gefordert wird, sämtliche Subventionen streichen würde, wieviele lebensfähige Betriebe würden dann wohl noch dabei sein? 10, 15, oder gar 20%?


Das verstehst du nicht. Die Landwirtschaft ermöglicht erst das ausserlandwirtschaftliche Einkommen. Ohne Landwirtschaft wären das nämlich nur einfache schnöde Arbeitnehmer.
Man darf es gar keinem erzählen, was manche Bauern sonst noch so am laufen haben. Bis einer fertig studieren ist, haben die schon 300.000 € auf dem Konto, ne Mietbude gebaut und trotzdem immer einen schicken AUDI gefahren. Die ganze Studiererei macht nur Sinn, wenn du hinterher überdurchschnittlich verdienst, ansonsten reicht ein solider Techniker oder Meister.

Und wenn viele die nur durch die Lande ziehen um Pachtflächen zu suchen und überteuerte Maschinen kaufen, in der Zeit was arbeiten würden, wäre echt was verdient.
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Jul 04, 2022 22:09

Man könnte auch sagen, mehrere zehntausend Arbeitnehmer verdienen so wenig, dass sie noch nebenbei eine Landwirtschaft am Laufen haben damit es reicht. Kann man drehen wie man will.
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon 240236 » Mo Jul 04, 2022 22:55

DWEWT hat geschrieben:Ich verstehe die Aufregung hier nicht. Über 60% der ldw. Betriebe in Deutschland erwirtschaften im Rahmen ihrer Urproduktion kein auskömmliches Einkommen und können nur über ein größeres, außerlandwirtschaftliches Einkommen am Leben erhalten werden. Das ist die Kernaussage! Dass das außerlandwirtschaftliche Einkommen vielfältigst gestaltet werden kann, ist doch gar keine Frage. Dass es diesen Familien dann evtl. viel besser geht als Familien mit Haupterwerbsbetrieben ohne Zusatzeinkommen, ist ebenfalls sehr gut möglich. Das alles ändert aber nichts an der Kernaussage! Das Gros der deutschen ldw. Betriebe ist aus sich heraus nicht lebensfähig!
Wenn man jetzt noch hergehen würde und, wie hier so oft gefordert wird, sämtliche Subventionen streichen würde, wieviele lebensfähige Betriebe würden dann wohl noch dabei sein? 10, 15, oder gar 20%?
Und warum hast du damit ein Problem?
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon T5060 » Mo Jul 04, 2022 23:11

240236 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Ich verstehe die Aufregung hier nicht. Über 60% der ldw. Betriebe in Deutschland erwirtschaften im Rahmen ihrer Urproduktion kein auskömmliches Einkommen und können nur über ein größeres, außerlandwirtschaftliches Einkommen am Leben erhalten werden. Das ist die Kernaussage!


Und warum hast du damit ein Problem?


Er hat das so mal in Göttingen an der Uni lernen müssen und das mag auch früher mal so gewesen sein. Mit Sicht auf die nächsten Jahre, ist das aber nicht mehr so, weil uns die Leute wegbrechen.
So jetzt könnte man die Höfe abwickeln, dann sind die endgültig weg und dann verschwinden noch andere. So hat man halt noch einen Nebenerwerbsbetrieb mit Baurecht, Vorkaufsrechten und dem spez. Erbrecht.
Wenn dann mal wieder eine/r kommt und den Laden entwickelt geht das so leichter. Mit einem Hof geht ja langsam auch KnowHow verloren.

Beim RP KS fragte mich mal einer ( auch stud.agr. Göttingen ), wie es denn so draussen auf den Dörfern ausschaut, da hab ich gesagt:
Zähle durch wieviele im Dorf sind unter 40, die eine Kuh trächtig bekommen, das Kälbchen aus der Kuh holen und das Kälbchen groß bekommen. Dann weist du wo es lang geht.
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon langholzbauer » Mo Jul 04, 2022 23:25

Na hier geht es ja ab! :oops:
Das hätte auch einen schönen eigenen Faden über die Daseinsberechtigung der NE- Landwirtschaft abgeben !
Viele Gründe wurden schon genannt.
@DWEWT outet sich hier als "Fachidiot", wenn er keine NE- Landwirtschaft akzeptieren will, aber selbst nicht in der Lage ist seinen Lebensunterhalt in Verbindung mit seinem Lebensinhalt allein aus seiner landwirtschaftlichen Tätigkeit zu bestreiten. :lol:
Im Prinzip ist es doch völlig egal, wie hoch der Anteil des landwirtschaftlichen Einkommen am Familieneinkommen ist, so lange alle damit glücklich sind und nebenbei noch eine vielseiige Agrarstruktur erhalten bleibt.
Oft sind es eben die kleinen NE- Betriebe, die deutlich mehr für die Akzeptanz der Landwirte in der Öffentlichkeit und für die biologische Vielfalt in den Feldfluren erreichen.
Und sehr viele Arbeitgeber freuen sich über Bewerber aus der Landwirtschaft, weil sie wissen, dass diese arbeiten können und wollen.
Um eine NE- Landwirtschaft erfolgreich zu führen braucht es Kompetenzen auf dem Niveau eines Handwerksmeisters.
Jetzt ratete mal , wie wenige gute erfolgreiche " NE-Bauern " so einen Meisterbrief wirklich haben!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon LUV4.0 » Di Jul 05, 2022 5:06

Na DWEWT ist nach eigenen Angaben schon in der Lage seinen Lebensunterhalt aus der Landwirtschaft zu bestreiten. Es reicht ihm aber nicht deswegen ,,berät" er noch andere Betriebe. Andere bestreiten ihren Lebensunterhalt durch eine außerlandwirtschaftliche Tätigkeit und machen nebenbei Landwirtschaft. Das passt ihm dann aus irgendwelchen Gründen offensichtlich nicht.

Muss man nicht verstehen. Neid ist die höchste Form der Anerkennung :wink:.
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon DWEWT » Di Jul 05, 2022 5:25

Wow, da bin wohl einer kompletten Fehleinschätzung erlegen gewesen. Ich hatte angenommen, hier von Realisten und kühlen Rechnern umgeben zu sein. :wink: Schönrechnen, Schönfärberei und Schönreden hatte ich weit aus dem ldw. Bereich verwiesen. Gestandene Unternehmer mit einer guten objektiven Einschätzung ihres Handelns vermutete ich hier. Fehlanzeige! Werte Kollegen, über 60% der Betriebe können zwar existieren, aber ihre Betreiber nicht vollumfängllich mit Einkommen bedienen, das ist der Kern. Jetzt kann man natürlich hergehen und sagen, dass das auch gar nicht nötig ist. Wir wollen eine Beschäftigung in der Natur, wir wollen das Erbe erhalten, wir wollen Tradition und Brauchtum fortsetzen, wir wollen...., wir wollen.... usw. Alles okay! Aber was hat das mit dem Begriff "Wirtschaft", der ja die Hälfte des Begriffs "Landwirtschaft" ausmacht, zu tun? Hier halten sich viele für große Unternehmer und werden eigentlich nur von Emotionen getrieben, weit ab jeder Ratio. Gut, diese Gesellschaft ist bereit, durch finanzielle Anreize eine solche Landwirtschaft mitzutragen. Wirklich??? Wer sich dazu noch außerhalb der Landwirtschaft betätigt und finanzielle Mittel vereinnahmt, die er in seinen Betrieb fließen lässt, kann den Karren am Laufen halten. Ist das euer Anspruch? Wie weit zu gehen, seid ihr bereit? Die deutsche Landwirtschaft schiebt einen riesigen Kostenberg, vor allem aufgehäuft durch Investitionen in Landtechnik/Produktionsanlagen vor sich her. Nach außen zeigen, dass der Laden läuft, ist da das Motto. Wer hinter die Kulissen schaut, stellt fest, dass da oft gar nichts mehr läuft. Und nein, das liegt oft gar nicht an der unternehmerischen Unfähigkeit des Betriebsleiters! Sprunghaft wechselnde, oft diametrale Ansichten und daraus resultierende Markteingriffe der Politik, machen langfristige Ausrichtungen in der ldw. Erzeugung zunichte. Trotzdem wird investiert als komme da eine neue, viel bessere Zeit. Reicht es wirklich, das jetzt "unwirtschaftliche" Erbe zu erhalten, weil der UrUr-Enkel vielleicht wieder Landwirt sein möchte? Ich denke mal, dass viele sich hier etwas vormachen. Die Zeiten ändern sich und die, die sich aus der Landwirtschaft verabschiedet haben, bestätigen zu über 80%, dass der Schritt richtig war. Erhobenen Hauptes zu gehen, bevor jemand anderes die Tür zu macht, sollte ein Anspruch sein. Das Vermögen zu bewahren hat oberste Priorität. Von den Betrieben die heute aufgeben, kommen über 90% aus dem Nebenerwerb. Man könnte also sagen, der Einstieg in den NE ist der Einstieg in den Ausstieg! Das sollte man sich aber auch bewusst machen.
btw: Dass ich hier einigen Berufskollegen auf die Früße trete, ist mir völlig wumpe!
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon LUV4.0 » Di Jul 05, 2022 5:34

Gibt es echt ,,Unternehmer" die für deine Beratung Geld ausgeben? Es ist völlig egal ob man von seinem Nebenerwerb leben kann oder nicht. Solange mehr Geld verdient als ausgegeben wird, ist jeder dieser Betriebe gut und wichtig für die Wirtschaft! Es ist ein ZUSATZVERDIENST.

Dass die Betreiber nicht davon leben können wissen die wohl selbst, deswegen machen sie es ja auch ,,nur" nebenbei.
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Re: 25.06.2021 Bauern-Untergangs-Tag

Beitragvon elchtestversagt » Di Jul 05, 2022 7:21

Ich glaube, hier mischen einige einiges durcheinander...
Gut, wir machen seit Jahren schon immer alles falsch, was falsch zu machen geht.
Aber ich bin Arbeitsmässig sehr gut ausgelastet, natürlich hat man Zeit um was anderes zu machen, aber will ich das denn noch nebenbei?
Mein Arbeitstag fängt idR. um halb vier morgens an mit Schweine laden ( Ferkel einstallen) und füttern, geht dann bis zum Frühstück um halb neun. Dann kommt Acker, Büro oder sonstiges, um 16.30 gehts bis 19 Uhr wieder in die Ställe..Im Herbst geht es danach noch auf dem Acker weiter...Wenn ich hier so lese " macht 350 Kühe nebenbei", dann sicherlich nur mit Angestellten oder billigen Familien-AK, aber nicht selbst.
Hier in der Gegend mit meist Haupterwerbsbetrieben leiden die meisten unter Burn-Out, 400 Sauen ohne AK bringen einen ins Grab, ebendso 200 Kühe...oder 5000 Mastschweine oder 150000 Hähnchen...Dann kommt noch eine BGA dazu und man ist frühzeitig im Grab...
Also, wenn wir über NE reden, dann weil Arbeitsmässig nicht ausgelastet und sprich man kann davon nicht leben oder so gross, das man Fremd-AK hat und sich selbst über ist und man einer andere Tätigkeit nachgehen kann...Mir reichen meine 90 Wochenstunden....
Ein guter Kumpel, der mir im Wald hilft ( da hab ich echt keinen Bock drauf..) ist Beamter bei der Bahn, der kann mir heute schon den Schichtdienst am Montag, den 30.3 2025 sagen und findet es immer "interessant", das ich meinen Tag überhaupt nicht planen kann. Mal ist der Schlachthof defekt und der LKW kommt nicht um sieben Uhr morgens sondern um 11 Uhr, dann sind morgens einige Schweine nicht fitt und ich muss auf den TA warten, der auch noch nicht weiss was am Tag so kommt, oder da ist was defekt an Lüftung/Fütterung/Stalleinrichtung, was rep. werden muss, oder das Wetter ist wieder erwarten besser/schlechter und man kann Dinge machen oder auch nicht..Oder es meldet sich mal ebend wieder ein Prüfer an, das man die Kaffeemaschine schon mal anstellen kann...Ich kann eigentlich meinen Tagesablauf nur zu 30% planen, das sind Füttern morgens und abends...
Mein Hut ab vor Leuten, die exorbitante grosse Betriebe haben und dennoch Zeit für 9h Arbeit woanders und alles bis auf die letzte Minute planen können...Und dann noch Millionen von Euros verdienen...Wenn ich in den Urlaub fahre ( erst zweimal in 47 Jahren...), dann hat es mich jedesmal richtig Geld gekostet, weil irgendwas schief gelaufen ist....
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