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ackerfuchsschwanz

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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84 Beiträge • Seite 4 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Bison » Mi Okt 26, 2016 20:10

@Harald
super Link :D
wahnsinns Präsentation-hab ich so ausführlich auch noch nicht gesehen. Ich für meinen Teil hab sicherlich einiges dazugelernt.
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon "schwabe" » So Okt 30, 2016 13:07

Wow dieser link auf Seite 2 ist echt gut - ich hab so eine ausführliche Arbeit bzgl. des afu-problems noch nie gesehen RESPEKT
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon "schwabe" » So Okt 30, 2016 13:19

Meiner Meinung nach führt hauptsächlich eine sehr weizenlastige fruchtfolge zu einem großen afu-problems, da dieser eben bereits im Herbst gedrillt wird und erst relativ spät das Feld wieder räumt. D.h. der afu hat lange zeit sich zu etablieren bzw. Auszusamen.

Allerdings kann ich sowieso nicht verstehen wie man derzeit einen hohen weizenanteil in der fruchtfolge hat - die preise sind doch sehr bescheiden.

Auch wenn man ihm noch Paroli bieten kann mit noch gut wirkenden Mitteln (atlantis) man baut sich langfristig einen sehr resistenten Typ von afu auf und dann wirds richtig schwierig ihn wieder loszubekommen d.h. man darf es auf garkeinen Fall erst soweit kommen lassen.

Es gibt nur die eine Lösung:
- Fruchtfolge anpassen.

Was spricht den gegen einen mehrjährigen weidelgrasanbau, die biogaser suchen doch händeringend nach Masse.
Es geht doch darum schon im Vorfeld einzugreifen nicht erst wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist wie z.b. in England.
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Freakshow » Mo Okt 31, 2016 13:32

"schwabe" hat geschrieben:
Was spricht den gegen einen mehrjährigen weidelgrasanbau, die biogaser suchen doch händeringend nach Masse.
Es geht doch darum schon im Vorfeld einzugreifen nicht erst wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist wie z.b. in England.


Das sagst du in deinem jugendlichen Leichtsinn. Um die Denkweise und das Verhalten Vieler zu ändern muss erst mal ne ganze Menge passieren.

Beispiel: Ich hab hier direkt vor meiner Haustür einen Professor des Pflanzenbaus, der an einer sehr renommierten Hochschule lehrt. Selbiger betriebt noch einen Betrieb nebenher, reiner Marktfruchtbau. Der fährt seit Jahren die immer gleiche Strategie und man konnte schön beobachten wie sich die Afu-Problematik immer weiter hochschaukelte. Mittlerweile ist es soweit, dass das Feld schon grün wie eine Wiese ist, bevor Raps oder Weizen überhaupt nennenswert aufgelaufen sind.

Aber er fährt einfach seine Strategie weiter... Und das obwohl er ausgewiesener Experte in Sachen Resistenzen ist (die er nach Laborbefund schon hat).

- Mulchsaat
- fast keine Sommerungen
- frühe Saat
- von GPS oder Weidelgrasanbau ganz zu schweigen
- so gut wie nie Totalherbizid
- tiefe Bodenbearbeitung direkt vor der Saat
und und und....

Aber es wird einfach nach Schema weitergemacht...
Und jetzt versuche mal irgendetwas an den Otto-normal-Landwirt heranzubekommen :roll:
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Okt 31, 2016 13:51

Alles für die Wissenschaft...
Das ist wahrscheinlich ein groß angelegter Versuch... :lol:
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Hessen-Sibirier » Mo Okt 31, 2016 14:35

Freakshow hat geschrieben:- Mulchsaat
- fast keine Sommerungen
- frühe Saat
- von GPS oder Weidelgrasanbau ganz zu schweigen
- so gut wie nie Totalherbizid

und und und....


Ähmmm..nur mal so, wie passt denn jetzt - Mulchsaat und - tiefe Bodenbearbeitung direkt vor der Saat zusammen ?
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Freakshow » Mo Okt 31, 2016 19:16

Hessen-Sibirier hat geschrieben:
Freakshow hat geschrieben:- Mulchsaat
- fast keine Sommerungen
- frühe Saat
- von GPS oder Weidelgrasanbau ganz zu schweigen
- so gut wie nie Totalherbizid

und und und....


Ähmmm..nur mal so, wie passt denn jetzt - Mulchsaat und - tiefe Bodenbearbeitung direkt vor der Saat zusammen ?


Mit Mulchsaat habe ich eigentlich "pfluglos" gemeint. Mein Fehler :prost:
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Freakshow » Mo Okt 31, 2016 19:18

Kreuzschiene hat geschrieben:Alles für die Wissenschaft...
Das ist wahrscheinlich ein groß angelegter Versuch... :lol:


Dann sollte er aber auch besser Versuchsschilder anbringen :P
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Harald » Di Nov 01, 2016 9:24

"schwabe" hat geschrieben:Was spricht den gegen einen mehrjährigen weidelgrasanbau, die biogaser suchen doch händeringend nach Masse.

Bei uns sind die paar Biogaser je nach Jahr recht wählerisch, die lehnen in manchen Jahren auch mal Mais ab, weil sie schon "voll" sind. Ich mag gar nicht anfragen, was die ein, zwei Jahre im voraus für Feldfutter bieten.
Bei mittleren (Intensiv-)Weizenerträgen von ~7 to/ha, Pachten von 300 €/ha aufwärts und Schlaggrößen meist um die 1..2 ha sehe ich für unsere Gegend keinen Spielraum für solche Experimente. Genausowenig für andere Fruchtfolge-Erweiterungen. Weizen, Mais, Raps, was anderes rechnet sich nicht. Dazu noch Triticale/Wintergerste, die sich noch halbwegs tragen. Für alles andere ist kein Markt vorhanden.

Ich überlege, wegen des Ackerfuchsschwanz-Drucks wenigstens die Wintergerste durch Sommergerste zu ersetzen, auch wenn ich wegen der häufigen Frühjahrstrockenheit wohl mit mittleren 4 statt mit 6 to/ha rechnen muss. Vermarktung als Braugerste dürfte hier mittlerweile auch schwierig sein, wenn man nicht auf LKW-Verladung eingerichtet ist. Dabei gibt es zwei große Mälzereien in der Nähe... :roll:
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon 1056xl » Di Nov 01, 2016 10:46

Morgen
Hallo Harald , du triffst es mit deiner Aussage genau auf den Punkt.
Guter realistischer Beitrag.

MfG. 1056xl
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon "schwabe" » Di Nov 01, 2016 15:24

Was soll sich den am Weizen bieteschön rechnen kostet doch auch nur um die 15Euro !
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Lonar » Di Nov 01, 2016 15:45

Würde es denn Sinn machen eventuell Weidelgrasvermehrung zu machen und im Frühjahr den ersten Schnitt an einen Milchviehhalter zu verkaufen?
Dann wäre der Ackerfuchsschwanz ja erstmal beseitigt und es könnte dann ja noch mit etwas weniger Ertrag gedroschen werden.
Ich meine Meiners Saaten sucht noch Vermehrungsbetriebe.
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Re: ackerfuchsschwanz -Vermehrung

Beitragvon adefrankl » Di Nov 01, 2016 17:49

Lonar hat geschrieben:Würde es denn Sinn machen eventuell Weidelgrasvermehrung zu machen und im Frühjahr den ersten Schnitt an einen Milchviehhalter zu verkaufen?
Dann wäre der Ackerfuchsschwanz ja erstmal beseitigt und es könnte dann ja noch mit etwas weniger Ertrag gedroschen werden.
Ich meine Meiners Saaten sucht noch Vermehrungsbetriebe.


W´äre da nicht zu erwarten, dass sich dann auf einem Standort, an dem AFU schon ein Problem ist, sich nicht auch AFU Samen dann im geernteten Weidelgrassamen finden?
Ich denke/hoffe, dass das für die entsprechende Anerkennung doch ein Ausschlussgrund ist. Andernfalls wären dann z.B. Weidelgrassamen ein wichtiger Ausbreitungsweg für resistenten AFU.

Ansonsten sei noch angemerkt, dass z.B. hier in Mittelfranken Sommergetreide, aufgrund der typischen Frühjahrstrockenheit, insbesondere in den letzten Jahren, meist ein ziemlicher Reinfall ist. Und z.B. Sommergerste mit 40 -50 dt/ha mit unsicherer Brauqualität (Trockenheit dürfte dann oft zu niedrigen Erträgen mit höheren Eiweißgehalt führen) ist dann nicht wirklich interessant gegenüber Wintergerste mit 75 - 80 dt.
Bei Weidelgras wäre nach den ersten Schnitt, wegen Trockenheit, oft auch nicht mehr viel zu holen. Insofern stellt hier eine Fruchtfolge nur mit Winterkulturen aktuell schon das Optimum (WW, WG, WRaps)
(AFU ist aber nicht das Problem, kommt aber schon mal vor). Mais wäre prinzipiell noch die einzige Alternative, sofern man einen guten Vertrag mit einem Biogasler bekommt. Körnermais ist erstens durch Trocknungskosten stark belastet (keine eigene Trocknung) und vor allem drischt mein Lohndrescher keinen Mais, da er zu der Zeit mit Häckseln hinreichend ausgelastet ist.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: ackerfuchsschwanz

Beitragvon Lonar » Di Nov 01, 2016 20:58

Ich dachte der Ackerfuchsschwanz treibt nach dem Mähen nicht wieder aus und heißt deshalb Ackerfuchsschwanz. :oops:
Ausserdem ist Welsches Weidelgras ja auch sehr schnell im Wachstum und unterdrückt einiges an Unkraut.
Leider ist unser Boden zu schlecht für Ackerfuchsschwanz. Hier geht nur Windhalm als Untersaat :mrgreen:
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Re: ackerfuchsschwanz Spätkeimer?

Beitragvon adefrankl » Di Nov 01, 2016 22:49

Lonar hat geschrieben:Ich dachte der Ackerfuchsschwanz treibt nach dem Mähen nicht wieder aus und heißt deshalb Ackerfuchsschwanz. :oops:
Ausserdem ist Welsches Weidelgras ja auch sehr schnell im Wachstum und unterdrückt einiges an Unkraut.
Leider ist unser Boden zu schlecht für Ackerfuchsschwanz. Hier geht nur Windhalm als Untersaat :mrgreen:


Dass AFU keine Schnittnutzung verträgt, darüber besteht sicher Konsens. Wenn ich genauer darüber nachdenke, bin ich mir aber nicht sicher ob AFU bei einem Schnitt in einem relativ frühen Stadium nicht doch noch mal austreiben kann. Da bin ich mir nicht sicher und das hatte ich nicht im Blick.
Ich dachte ehr an Spätkeimer. d.h. dass nach dem ersten Schnitt doch wieder ein gewisser Teil der AFU Samen keimt (ntürlich weit weniger als des erste mal), so wie es bei einer erfolgreichen Herbstbehandlung gegen AFU im Herbst in Getreide auch noch Spätkeimer im Frühjahr geben kann.
Normal spielt das bei Weidelgras überhaupt keine Rolle, da die Nutzungsabstand so kurz ist, dass der AFU da keinesfalls zur Samenreife kommt und so ziemlich schnell verschwindet. Bei einer Weidelgrasvermehrung muss aber das Weidelgras zur Samenreife kommen und da wäre meine Befürchtung/Erwartung, dass diese Zeitspanne dann auch für die Samenreife von AFU ausreicht. Soweit meine Vorstellungen/Vermutungen. Wenn da jemand genauere Kenntnisse/Erfahrungen hat lasse ich mich aber gern korrigieren.
Ansonsten hätte ich auch nichts gegen besseren Boden auf dem auch der AFU besser wächst. Der Hauptfeind ist auch hier Windhalm. Da habe ich immer in Erinnerung dass 1983 bei meinen Vater eine Herbstbehandlung mit Tribunil auf einer neu bewirtschafteten Fläche nicht richtig wirkte. Das Resultat war ein massiver Windhalmbesatz im Weizen (einige 100/m²) mit über 50% Ertragsausfall. Seitdem wird Windhalm konsequent bekämpft und auch bei AFU versuche ich (auf einzelnen Flächen relevant) den Anfängen konsequent zu wehren.
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