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Aktuelle Pachtpreise

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Blangen » Di Nov 19, 2019 13:13

Hier im ostbayerischen Raum sind sehr viele Biogasanlagen ansässig. Außerdem gibts Richtung Gäuboden und entlang des Vilstals einige Gemüsebau betriebe. Unter 1000 € / ha bekommt man da eigentlich so gut wie nichtsmehr zu pachten, was es für normale Ackerbaukulturen unmöglich macht, da noch mitzupachten.
Rechnerisch macht es eigentlich kaum noch Sinn, selbst zu bewirtschaften. Leider...
Wie bei vielen Dingen in Deutschland rentiert sich nichts tun mehr, als etwas zu tun..
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Farmer79 » Di Nov 19, 2019 13:33

Buer hat geschrieben:Die Preise sind eben regional sehr unterschiedlich. Wenn z.B. in den Kreisen Borken, Coesfeld, Vechta bis zu 15 Euro/m3 (in manchen Jahreszeiten auch 20) für die Gülleabgabe gezahlt werden muss, dann ist bei erlaubten 170 kg N / ha der allein für den Nachweis der Gülleverwendung ein Hektar schon ca. 600 Euro wert.


Dann passt es vielleicht aufm Acker und die Verluste sind in der Tierhaltung.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Lonar » Di Nov 19, 2019 14:23

wastl90 hat geschrieben:
Buer hat geschrieben:Die Preise sind eben regional sehr unterschiedlich. Wenn z.B. in den Kreisen Borken, Coesfeld, Vechta bis zu 15 Euro/m3 (in manchen Jahreszeiten auch 20) für die Gülleabgabe gezahlt werden muss, dann ist bei erlaubten 170 kg N / ha der allein für den Nachweis der Gülleverwendung ein Hektar schon ca. 600 Euro wert. Wenn dann noch rund 250 Euro/ha Flächenprämie kommen, bist Du schon bei 850 Euro/ha. Jedenfalls werden in diesen Regionen Pachtpreise zwischen 1000 und 1500 Euro/ha gezahlt. Da spielen die Bodenpunkte noch nicht einmal eine Rolle. In einer Ackerbauregion sieht das ganz anders aus. Da wirken sich dann auch die Bodenpunkte anders auf den Preis aus.

Dann lasse ich doch lieber die Gülle für Geld abholen und zahl nicht solche Pachten. Was nützt es mir das Geld 1:1 einfach weiter zu geben und damit auch noch Arbeit zu haben?

VE Spiegel und historisch gesehen Gärrest verklappen, sowie Kartoffeln oder Gemüse DB.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Hosenträger » Di Nov 19, 2019 17:22

Blangen hat geschrieben:Hier im ostbayerischen Raum sind sehr viele Biogasanlagen ansässig. Außerdem gibts Richtung Gäuboden und entlang des Vilstals einige Gemüsebau betriebe. Unter 1000 € / ha bekommt man da eigentlich so gut wie nichtsmehr zu pachten, was es für normale Ackerbaukulturen unmöglich macht, da noch mitzupachten.
Rechnerisch macht es eigentlich kaum noch Sinn, selbst zu bewirtschaften. Leider...
Wie bei vielen Dingen in Deutschland rentiert sich nichts tun mehr, als etwas zu tun..

Die Biogasler haben ja schon ihre Halbzeit hinter sich. Wenn die Laufzeiten um sind, werden die ganz kleine Pachten zahlen. Ist ja sowieso völlig irrsinnig, mit dem Geld, welches in der Stromerzeugung verdient wird den Verpächtern in den Rachen zu schmeißen. Gleiches gilt auch für Tierhalter. In der Regel wird nicht verpachtet, weil in der Bewirtschaftung der Fläche man zwangsweise Reich wird, sondern weil es sich nicht rechnet. Der Pächter soll aber Vierstellige Pachten zahlen???? :shock: Da sollen sie ihr Zeug doch selber machen! :lol:
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Mad » Di Nov 19, 2019 17:41

Hosenträger hat geschrieben:Die Biogasler haben ja schon ihre Halbzeit hinter sich. Wenn die Laufzeiten um sind, werden die ganz kleine Pachten zahlen.


Die wissen das längst und deshalb stellen nicht wenige vom Strom- zum Wärmelieferanten um. Nur wer diese Umstellung verpennt, muss später bei den Pachten kürzen. Das werden allerdings die Wenigsten sein. ;)
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Isarland » Di Nov 19, 2019 17:52

Mad hat geschrieben:
Hosenträger hat geschrieben:Die Biogasler haben ja schon ihre Halbzeit hinter sich. Wenn die Laufzeiten um sind, werden die ganz kleine Pachten zahlen.


Die wissen das längst und deshalb stellen nicht wenige vom Strom- zum Wärmelieferanten um. Nur wer diese Umstellung verpennt, muss später bei den Pachten kürzen. Das werden allerdings die Wenigsten sein. ;)

Von Wärmelieferung allein geht jede BGA den Bach runter, wenn der Strom nicht mehr subv. wird.
Ich geh jede Wette ein, dass die so lange plärren, bis es ein Anschluss EEG gibt.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Freakshow » Di Nov 19, 2019 18:00

Isarland hat geschrieben:Von Wärmelieferung allein geht jede BGA den Bach runter, wenn der Strom nicht mehr subv. wird.
Ich geh jede Wette ein, dass die so lange plärren, bis es ein Anschluss EEG gibt.


Nur hat mittlerweile sogar der grünste Grüne mitbekommen das BGAs (mit NAWAROs betrieben) ökonomisch und ökologisch -gelinde gesagt- Blödsinn sind.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon 210ponys » Di Nov 19, 2019 18:03

habe letzten Sommer mitbekommen das viele Bga erweitern das die Laufzeit verlängert wird genaues weiß ich aber auch nicht...
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Sönke Carstens » Di Nov 19, 2019 18:43

Der Großteil der Anlagen wird wohl nach 20 Jahren abgeschaltet.
Die Behälter sollen erstmal 20 Jahre aushalten, einige werden schon nach 10 Jahren erneuert.
Hier verlieren immer mehr Biogaser ihr Land weil sie die pachten nicht mehr bezahlen können.
Oder sie machen das Land dermaßen kaputt das die Verpächter die Notbremse ziehen und das Land dann an normale Ackerbauern verpachten.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Freakshow » Di Nov 19, 2019 18:58

Sönke Carstens hat geschrieben:Oder sie machen das Land dermaßen kaputt das die Verpächter die Notbremse ziehen und das Land dann an normale Ackerbauern verpachten.


Genau das ist meiner Meinung nach der größte Frevel an dieser Biogasgeschichte. Nur spricht halt keiner drüber. Oder es will keiner wissen. Oder man heißt marius und einem fliegt das Land zu. Mein Feld jedenfalls würde ich nie einem Biogaser verpachten.

Man muss aber auch dazu sagen, dass es nicht nur die Gaser sind. Mittlerweile muss man sich ja schon gegenüber seinen Kollegen rechtfertigen warum nicht jedes Kilo organische Masse abgefahren und irgendwo "verwertet" wird. Für Schweinehalter hier in meiner Gegend ist es gang und gäbe jeden Halm abzufahren und der Stroherlös wird sogar schon in die Pachtkalkulationen eingerechnet. Das Amt empfiehlt es sogar - wegen der Nährstoffbilanz und so... Nachhaltigkeit par excellence.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon 210ponys » Di Nov 19, 2019 19:42

da muss ich ja ein schlechtes Gewissen bekommen wenn ich dran denke einen halben schnitt Kleegras untergepflügt zu haben aber meine Arbeiter freut es sicher...
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon Lonar » Di Nov 19, 2019 19:57

mar123 hat geschrieben:Hallo,

wir werden im nächsten Jahr einige Flächen verpachten und ich wollte mir schon mal eine lockere Übersicht über die Pachtpreis verschaffen. Unsere Flächen liegen in der Soester Börde (Kreis Soest). Größte zusammenhängende Fläche ist 15ha groß, die Kleinste ist 1,5ha. Alles zwischen 65 und 80 Bodenpunkten. Verpachten werden wir knapp 40ha. Verpachtet wird zusammen mit einem 1000er sanierten Maststall

An konkrete Pachtpreise zu kommen scheint fast unmöglich. Berufskollegen, Kammern, öffentliche Stellen habe ich angefragt und bei einigen Anzeigen angerufen und habe Angaben zwischen 650 € und 950 € erhalten.

Hat von euch jemand kürzlich gepachtet? oder was seit ihr gerade bereit zu zahlen, wenn ich auf Flächensuche seit.

Vielen Dank

Um aufs Ausgangsthema zu kommen. Ich würde sagen für alles sind 30.000-40.000€ jährlich drin. Wenn der Stall läuft und gut saniert wurde ist eventuell auch mehr zu erreichen, aber wenn da dann einer kommt der den Stall auseinander wohnt und die Flächen kaputt wirtschaftet wäre mir es das nicht Wert. Am ehesten würde sich da ein Ferkelerzeuger/Mäster mit Nachfolger aus der nähe anbieten. Bei solchen verpachtungen gibt's in der Regel wenig Ärger. Potentielle Kanidaten werden dir nach ein bisschen Bedenkzeit ihren Preis nennen können, alles andere führt sowieso nicht zum Ziel...
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon allgaier81 » Di Nov 19, 2019 20:04

habe letzten Sommer mitbekommen das viele Bga erweitern das die Laufzeit verlängert wird genaues weiß ich aber auch nicht...


Das gibt es nicht aber viele haben jetzt an der Flexibilisierung teilgenommen und sichern sich dadurch eine hohe Vergütung auch ohne EEG.

Der Großteil der Anlagen wird wohl nach 20 Jahren abgeschaltet.


Das glaube ich nicht. Viele müssen dann investieren um weiterhin wirtschaftlich zu sein und mit klassischer Verstromung ohne Wärmenutzung wird man auch nicht weit kommen aber meine Hoffnung ist, das viele der Anlagen in die Biomethanerzeugung gehen und das dann als Kraftstoff genutzt wird.
Biomethananlagen gibt es auch für 250m³/h Biogas, es muss also nicht riesengroß sein.
An kleinen dezentralen Kompressorstationen mit Zapfsäule arbeiten wir... :wink:
Gruß, allgaier
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon heico » Di Nov 19, 2019 23:28

Ein schönes Thema. Man muss sich auf hohe Pachtpreise einstellen oder aufgeben.
Bei uns würde für das Ackerland ca 1000 bis 1100 Euro bezahlt werden.
Stall ist auch gut zu verpachten, weil es keine oder kaum Neugenehmigungen mehr gibt und die Schweinepreise ordentlich sind.
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Re: Aktuelle Pachtpreise

Beitragvon marius » Mi Nov 20, 2019 0:06

Hosenträger hat geschrieben:Die Biogasler haben ja schon ihre Halbzeit hinter sich. Wenn die Laufzeiten um sind, werden die ganz kleine Pachten zahlen.


Naja, kommt drauf an.
Wir haben hier einen Biogaser der hat schon ewig Milchkühe + Biogas und Fernwärmeverkauf.
Der verdient schon lange dicke Kohle.
Diese Gewinne hat er laufend in Flächenkäufe investiert.
Somit hat er bereits einen deutlichen Vorsprung ( mehr Eigenfläche also weniger Pachtzahlung ) gegenüber den anderen Betrieben rausgeholt, auch für die Zukunft also nach diesen 20 Jahren.
Das gekaufte Eigenland verschwindet ja nicht.
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