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Auslaufmodell Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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93 Beiträge • Seite 3 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Einhorn64 » Do Jan 23, 2020 19:09

Typischer übersetzungsfehler-
im englischen spricht man von "used water"
also gebrauchtem Wasser,
die tollen Doitschen machen "verbrauchtes Wasser" daraus.

Verbraucht ist etwas wenn es nicht mehr in seiner ursprünglichen Molekularen Zusammensetzung vorliegt, wie zb Öl nach dem verbrennen,
aber Wasser das für Nahrungsmittel gebraucht wurde ist noch zu 100% H2O, von daher müsste noch der erste Liter Wasser für Fleisch "verbraucht" werden.
210ponys hat geschrieben:den Leuten in den Dürreregionen wird es aber nicht vermittelbar bar sein was wir hier machen egal ob für ein Kg Rindfleisch hundert Liter verbraucht werden oder 15000...

Soso, und den Leuten in den Dürreregionen ist es vermittelbar, das wir fruchtbare Flächen, die nicht beregnet werden müssen einfach so nicht nutzen, weil irgendwelche Gutmenschen
keine Ahnung von Kreisläufen haben?
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jan 23, 2020 19:34

210ponys hat geschrieben:
den Leuten in den Dürreregionen wird es aber nicht vermittelbar bar sein was wir hier machen egal ob für ein Kg Rindfleisch hundert Liter verbraucht werden oder 15000...


Die Menschen in Dürreregionen können überhaupt keinen Ackerbau betreiben. Die halten selbst wiederkäuendes Vieh, um sich am Leben zu halten. Neben Milch und Fleisch, zapfen sie sogar Blut von ihren Tieren ab, um es zu trinken. Weltweit sind mehr als dreiviertel der ldw. Fläche "Grünland". Tatsächliche Veredlung, die bei uns als Luxus betrachtet wird, ist in der sogen. 3.Welt die Grundlage der Existenz. Jährlich werden in den semiariden Gebieten erhebliche "Ackerflächen", aufgrund sich ändernder klimatischer Verhätlnisse, zu Weideflächen degradiert. Auf diesen Flächen wird Viehfutter angebaut, damit die Flächen nicht komplett verwüsten. Ideale Verwerter dieses Futters sind kleine und mittelgroße Wiederkäuer. Nur über die Haltung von Wiederkäuern lässt sich die Ausbreitung der Wüsten verringern. Dass eine Überweidung dann auch negative Folgen haben kann, darf nicht geleugnet werden. Übrigens, selbst in China wird z.Zt. intensiv darüber nachgedacht, die schlechten Ackerflächen (ausgebeutet) zu Weideland zu machen. Eine Konsequenz aus der ASP-Misere ist der geplante Ausbau der Rinderhaltung. Auch die Bio-Produktion von Rindfleisch, natürlich für den Export, ist in Planung.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Do Jan 23, 2020 20:35

Zement hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Ich verbrauche überhaupt kein Wasser für die Produktion von Rindfleisch.

Das was für die Erzeugung , von Fleisch benötigt wird , ist aber nun mal erst einmal von Grundwasser weg . , dort wo Wasser nicht in Überfluss wie hier in Deutschland vorhanden ist , da muss man sich überlegen ob es nicht sinnvoller ist , den Umweg über den Fleisch Erzeugung zu sparen .

Umweg über Fleisch sparen?
Also das Gras an den Endverbraucher verkaufen oder wie?
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jan 23, 2020 20:56

In den Köpfen einiger wirrer Zeitgenossen herrrscht wohl die Einstellung vor, dass Grünland lediglich ein Teil einer Fruchtfolge sei. :mrgreen:
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Do Jan 23, 2020 20:58

DWEWT hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:
den Leuten in den Dürreregionen wird es aber nicht vermittelbar bar sein was wir hier machen egal ob für ein Kg Rindfleisch hundert Liter verbraucht werden oder 15000...


Die Menschen in Dürreregionen können überhaupt keinen Ackerbau betreiben. Die halten selbst wiederkäuendes Vieh, um sich am Leben zu halten. Neben Milch und Fleisch, zapfen sie sogar Blut von ihren Tieren ab, um es zu trinken. Weltweit sind mehr als dreiviertel der ldw. Fläche "Grünland". Tatsächliche Veredlung, die bei uns als Luxus betrachtet wird, ist in der sogen. 3.Welt die Grundlage der Existenz. Jährlich werden in den semiariden Gebieten erhebliche "Ackerflächen", aufgrund sich ändernder klimatischer Verhätlnisse, zu Weideflächen degradiert. Auf diesen Flächen wird Viehfutter angebaut, damit die Flächen nicht komplett verwüsten. Ideale Verwerter dieses Futters sind kleine und mittelgroße Wiederkäuer. Nur über die Haltung von Wiederkäuern lässt sich die Ausbreitung der Wüsten verringern. Dass eine Überweidung dann auch negative Folgen haben kann, darf nicht geleugnet werden. Übrigens, selbst in China wird z.Zt. intensiv darüber nachgedacht, die schlechten Ackerflächen (ausgebeutet) zu Weideland zu machen. Eine Konsequenz aus der ASP-Misere ist der geplante Ausbau der Rinderhaltung. Auch die Bio-Produktion von Rindfleisch, natürlich für den Export, ist in Planung.

Gib' dir keine Mühe. Manche kapieren es nie.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon 210ponys » Do Jan 23, 2020 22:44

Einhorn64 hat geschrieben:Typischer übersetzungsfehler-
im englischen spricht man von "used water"
also gebrauchtem Wasser,
die tollen Doitschen machen "verbrauchtes Wasser" daraus.

Verbraucht ist etwas wenn es nicht mehr in seiner ursprünglichen Molekularen Zusammensetzung vorliegt, wie zb Öl nach dem verbrennen,
aber Wasser das für Nahrungsmittel gebraucht wurde ist noch zu 100% H2O, von daher müsste noch der erste Liter Wasser für Fleisch "verbraucht" werden.
210ponys hat geschrieben:den Leuten in den Dürreregionen wird es aber nicht vermittelbar bar sein was wir hier machen egal ob für ein Kg Rindfleisch hundert Liter verbraucht werden oder 15000...

Soso, und den Leuten in den Dürreregionen ist es vermittelbar, das wir fruchtbare Flächen, die nicht beregnet werden müssen einfach so nicht nutzen, weil irgendwelche Gutmenschen
keine Ahnung von Kreisläufen haben?
es muss mit Sicherheit niemand vermittelt werden das Fruchtbare Flächen nicht genutzt werden aber das Feuerwerk der Produktion für Zeug das kein Mensch braucht wird aufhören oder anders gesagt für manchen Unprofessionellen Bauern die Ressourcen Verschwendung wird aufhören!
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Do Jan 23, 2020 23:09

Einst dürfte aber auch langsam klar sein, dass Insekten keine Ernährungsalternative darstellen. Das Thema ist tod.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Do Jan 23, 2020 23:20

210ponys hat geschrieben: die Ressourcen Verschwendung wird aufhören!

Da bin ich ja froh, dass u.a. diese sinnlose, Ressourcen verschwendende "Bruderähnchenmast" endlich aufhört. :D
Qtreiber
 
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon 210ponys » Do Jan 23, 2020 23:27

Qtreiber hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben: die Ressourcen Verschwendung wird aufhören!

Da bin ich ja froh, dass u.a. diese sinnlose, Ressourcen verschwendende "Bruderähnchenmast" endlich aufhört. :D

langsam wird dem Dümmsten Klar warum die Landwirtschaft sich selber abschafft :D
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Fr Jan 24, 2020 7:27

Also bei uns droht der Ackerbau gerade zum Auslaufmodell zu werden obwohl ich aus einer ackerbaulich geprägten hackfruchtstarken Region komme .
Grund ist zum einen die Einstufung im roten Gebiet,aber was viel bedrohlicher wird i, st das kürzen der Wassermengen zur feldberegung auf unseren leichten sandigen Böden.
böser wolf
 
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Jan 24, 2020 11:11

Qtreiber hat geschrieben:Da bin ich ja froh, dass u.a. diese sinnlose, Ressourcen verschwendende "Bruderähnchenmast" endlich aufhört. :D


Das "Bruder"-System haben wir doch auch bei der Milch. Oder will hier jemand die Mast von HF-Bullen als energetisch sinnvoll bezeichnen? Warum also bei den Hühnern/Hähnen anders verfahren?
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Jan 24, 2020 11:44

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Da bin ich ja froh, dass u.a. diese sinnlose, Ressourcen verschwendende "Bruderähnchenmast" endlich aufhört. :D


Das "Bruder"-System haben wir doch auch bei der Milch. Oder will hier jemand die Mast von HF-Bullen als energetisch sinnvoll bezeichnen? Warum also bei den Hühnern/Hähnen anders verfahren?


Naja wir sind ja bruderkälbchen-freundlich und leben mit dem Fleckvieh konsequent und klimaschonend das Zweinutzungsrind
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Fr Jan 24, 2020 12:22

Vielleicht sollte auch mal ernsthaft drüber geredet werden, welchen Sinn es macht, wenn Hochleistungskühe nur noch Magermilch geben und nach kaum 3 Jahren "verheizt" sind.
Da wird sehr viel Aufwand betrieben um letzten Endes zwar viel Menge aber zu sinkenden Preisen zu erzeugen.
Meines Erachtens sollten wir wieder zu besser an die Futtergrundlagen angepassten Landschlägen zurück kehren, statt mit internationaler Spitzengenetik und immensen Futterzukäufen zu arbeiten.
Dann hätten die Bauern auch wieder einen größeren Anteil ihrer Wertschöpfung in den eigenen Händen.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Fr Jan 24, 2020 12:51

Also wir hatte ja immer Schwarzbunt/HF... als ich dann so bei den Landwirten die Abschlüsse zu sehen bekam,
musste ich feststellen, dass die HF Betriebe viel Milch hatten und die Fleckviehbetriebe hatten dafür aber viel Geld.

Mit der Arbeitsüberlastung stiegen dann bei den HF Betrieben auch die Zellzahlen, insgesamt gefiel uns dann das Betriebsmodell "Fleckvieh" besser.

Jetzt wurde ich ja in den neunziger Jahren geprägt und da war halt Fleckvieh noch Steaks auf vier Beinen.

Mittlerweile ist jedoch Fleckvieh eine moderne Kuh, der 1000 l Leistung fehlen, aber der Rest ist einfach geil.

Also bin ich 2 Jahre durch die Land gefahren ( dabei hab ich ganz tolle Bauern kennengelernt ) und hab Fleckviehkuhkälber eingesammelt.

Nach 4 Jahren und der zweiten Generation sind wir ganz zufrieden mit unseren Tanten
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Fr Jan 24, 2020 14:17

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Da bin ich ja froh, dass u.a. diese sinnlose, Ressourcen verschwendende "Bruderähnchenmast" endlich aufhört. :D


Das "Bruder"-System haben wir doch auch bei der Milch. Oder will hier jemand die Mast von HF-Bullen als energetisch sinnvoll bezeichnen? Warum also bei den Hühnern/Hähnen anders verfahren?

Das sehe ich durchaus etwas differenzierter. Führt aber zu weit, das alles auszuführen. Aber schon der Unterschied, dass man in der HF-Bullenmast nicht die 4-fache Mastdauer hat wie bei Fleischrassen, ist einer von mehreren Punkten.
Und wenn wir schon bei "energetisch" sind: Wie sinnvoll ist es, eine Kuh ein ganzes Jahr durchzufüttern, damit sie am Ende des Jahres dem Landwirt einen Absetzer liefern kann ? Und wenn ich dann die Kälber-Kraftfutter-Automaten sehe, die in intensiver wirtschaftenden Betrieben zum Einsatz kommen, schaffen viele Mutterkühe noch nicht mal das alleine .
Dass das Verfahren "Mutterkuhhaltung" beim Verbraucher hoch angesehen ist, ist ja jetzt nicht Gegenstand der Betrachtung.
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