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Auslaufmodell Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Fr Jan 24, 2020 16:06

Was in D in Sachen Mutterkuhhaltung passiert ist ja zu 99% durch politische Regularien bedingt und hat mit dem Rest der Welt wenig zu tun.
Dort, wo wirtschaftliche Mutterkuhhaltung betrieben wird, geht der Einsatz "künstlicher" Energie (in Form von Maschinen und Treibstoffen, Kraftfutter etc.) gegen null. Winterfütterung mit konserviertem Futter, Stallhaltung und ähnlicher Blödsinn sind da eh nicht finanzierbar.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Jan 25, 2020 8:57

Qtreiber hat geschrieben:Und wenn wir schon bei "energetisch" sind: Wie sinnvoll ist es, eine Kuh ein ganzes Jahr durchzufüttern, damit sie am Ende des Jahres dem Landwirt einen Absetzer liefern kann ? Und wenn ich dann die Kälber-Kraftfutter-Automaten sehe, die in intensiver wirtschaftenden Betrieben zum Einsatz kommen, schaffen viele Mutterkühe noch nicht mal das alleine .
Dass das Verfahren "Mutterkuhhaltung" beim Verbraucher hoch angesehen ist, ist ja jetzt nicht Gegenstand der Betrachtung.


Wenn die Energieträger dieses Produktionsverfahrens keine alternativen Verwendungsmögllichkeiten finden, muss man z.B. auch den Energieaufwand für alternative Möglichkeiten der Landschaftspflege u.a. berücksichtigen. Dass es natürlich oberste Priorität hat, die Kosten des Verfahrens im Griff zu haben, muss wohl nicht noch erwähnt werden. Genau da liegt allerdings, wie in der ganzen bundesdeutschen Landwirtschaft, der Hase im Pfeffer. Neumaschinen, komplette Eigenmechanisierung und ähnlicher Firlefanz, unterbinden fast jegliche Möglichkeit der Gewinnentstehung.
Besonders wichtig ist bei der Mutterkuhhaltung und der sich anschließenden Mast, die freundliche Begleitung des Systems durch eine wohlwollende Verbrauchermeinung. Wie du es auch schon erwähnt hattest. Die Möglichkeiten mit diesem Produktionssystem Geld zu verdienen, hängt am Preis für das Produkt. Wer den Preis für seine Produkte über die Klassifizierung zustande kommen lassen muss, der sollte gleich aufgeben! Wer keinen Vermarkter findet, der bemüht, ist die Qualität des Fleisches mindestens zu erhalten, wenn nicht durch entsprechende Verfahren noch auszubauen, der dürfte ebenfalls eine Bauchlandung erleiden. Wer allerdings ein optimales Produkt beim Verbraucher abliefern kann, der muss sich keine Gedanken machen. Das Bild einer Mutterkuh, mit ihrem Kalb, in einer weitestgehend naturnahen Weidelandschaft, dürfte auch in Zukunft für eine umweltverträgliche Veredlung stehen und vom Verbraucher akzeptiert werden. Natürlich nicht von allen. Der Rest allerdings, kann uns egal sein!
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Jan 25, 2020 10:00

Zukünftig werden Zellen gemolken

https://www.bauernzeitung.ch/artikel/gi ... meqTRch8hA
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Sa Jan 25, 2020 13:39

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Und wenn wir schon bei "energetisch" sind: Wie sinnvoll ist es, eine Kuh ein ganzes Jahr durchzufüttern, damit sie am Ende des Jahres dem Landwirt einen Absetzer liefern kann ? Und wenn ich dann die Kälber-Kraftfutter-Automaten sehe, die in intensiver wirtschaftenden Betrieben zum Einsatz kommen, schaffen viele Mutterkühe noch nicht mal das alleine .
Dass das Verfahren "Mutterkuhhaltung" beim Verbraucher hoch angesehen ist, ist ja jetzt nicht Gegenstand der Betrachtung.


Wenn die Energieträger dieses Produktionsverfahrens keine alternativen Verwendungsmögllichkeiten finden, muss man z.B. auch den Energieaufwand für alternative Möglichkeiten der Landschaftspflege u.a. berücksichtigen. Dass es natürlich oberste Priorität hat, die Kosten des Verfahrens im Griff zu haben, muss wohl nicht noch erwähnt werden. Genau da liegt allerdings, wie in der ganzen bundesdeutschen Landwirtschaft, der Hase im Pfeffer. Neumaschinen, komplette Eigenmechanisierung und ähnlicher Firlefanz, unterbinden fast jegliche Möglichkeit der Gewinnentstehung.
Besonders wichtig ist bei der Mutterkuhhaltung und der sich anschließenden Mast, die freundliche Begleitung des Systems durch eine wohlwollende Verbrauchermeinung. Wie du es auch schon erwähnt hattest. Die Möglichkeiten mit diesem Produktionssystem Geld zu verdienen, hängt am Preis für das Produkt. Wer den Preis für seine Produkte über die Klassifizierung zustande kommen lassen muss, der sollte gleich aufgeben! Wer keinen Vermarkter findet, der bemüht, ist die Qualität des Fleisches mindestens zu erhalten, wenn nicht durch entsprechende Verfahren noch auszubauen, der dürfte ebenfalls eine Bauchlandung erleiden. Wer allerdings ein optimales Produkt beim Verbraucher abliefern kann, der muss sich keine Gedanken machen. Das Bild einer Mutterkuh, mit ihrem Kalb, in einer weitestgehend naturnahen Weidelandschaft, dürfte auch in Zukunft für eine umweltverträgliche Veredlung stehen und vom Verbraucher akzeptiert werden. Natürlich nicht von allen. Der Rest allerdings, kann uns egal sein!

Eine ausführliche Beantwortung. Aber: um die Möglichkeit, Gewinne zu generieren, um das Ansehen des Produktionsverfahrens (vor allem bei immer mehr der Landwirtschaft entfremdeten Verbrauchern) und die möglichen Fehlerquellen dabei ging es mir nicht. Sondern einzig und allein um die Hinterfragung der Mutterkuhhaltung im Sinn von "Ressourcenverschwendung". Leider befördern die Medien ja auch noch das "heile Welt Bild", ohne überhaupt zu hinterfragen, wie sinnvoll diese Art der Rinderhaltung unter dem Aspekt "bestmögliche Nutzung von Ressourcen ist".
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Jan 25, 2020 13:54

Qtreiber hat geschrieben:Eine ausführliche Beantwortung. Aber: um die Möglichkeit, Gewinne zu generieren, um das Ansehen des Produktionsverfahrens (vor allem bei immer mehr der Landwirtschaft entfremdeten Verbrauchern) und die möglichen Fehlerquellen dabei ging es mir nicht. Sondern einzig und allein um die Hinterfragung der Mutterkuhhaltung im Sinn von "Ressourcenverschwendung". Leider befördern die Medien ja auch noch das "heile Welt Bild", ohne überhaupt zu hinterfragen, wie sinnvoll diese Art der Rinderhaltung unter dem Aspekt "bestmögliche Nutzung von Ressourcen ist".


Welche Ressourcen verschwenden wir denn in der Mutterkuhhaltung? Sind es vielleicht die Grünlandgrenzertragsstandorte, die, mit ihrem i.d.R. überständigen Gras, von den Milchviehhaltern und die Biogasanlagenbetreibern verschmäht werden? Oder verortest du die Mutterkuhaltung auf Gunstackerstandorten? Wenn natürlich Mutterkuhhaltung ausschließlich auf der Basis von Ackerfeldfrüchten praktiziert würde, wäre deine Frage berechtigt. Eine solche Mutterkuhhaltung gibt es aber schon lange nicht mehr. Dort wo sie immer noch praktiziert wird, hat wohl schon lange keiner mehr den Rechner bedient.
Wenn ein System der Rindfleischerzeugung hinterfragt werden müsste, dann die intensive Jungbullenmast. Dort werden Ressourcen in Form von hochwertigen Futtermitteln, die z.T. auch lebensmitteltauglich wären, verprasst. Mit dem Erfolg, dass am Ende ein Produkt steht, dass, wenn es sensorisch beurteilt werden würde, nicht einmal das Geld wert wäre, das derzeit dafür bezahlt wird.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon germane » Sa Jan 25, 2020 14:22

T5060 hat geschrieben:Zukünftig werden Zellen gemolken

https://www.bauernzeitung.ch/artikel/gi ... meqTRch8hA


Agrilution soll an Miele verkauft worden sein:

https://agrilution.com/de

Die haben noch 1 % Viskose in den Matten und deshalb müssen diese in der Restmüll. Arbeiten aber an kompostierbaren Matten.
Ich habe im Prinzip vor den Start Ups keine Angst. Aber wir müssen schon schauen, dass wir deren Produkte wissenschaftlich anzweifeln können.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Jan 25, 2020 15:50

germane hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Zukünftig werden Zellen gemolken

https://www.bauernzeitung.ch/artikel/gi ... meqTRch8hA


Agrilution soll an Miele verkauft worden sein:

https://agrilution.com/de

Die haben noch 1 % Viskose in den Matten und deshalb müssen diese in der Restmüll. Arbeiten aber an kompostierbaren Matten.
Ich habe im Prinzip vor den Start Ups keine Angst. Aber wir müssen schon schauen, dass wir deren Produkte wissenschaftlich anzweifeln können.


Ist halt die Frage der Keimbelastung am Produkt. Immerhin sind Petersilie und Paprikagewürz salmonellengefährderter wie der Mett-Igel
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon bauer hans » Sa Jan 25, 2020 16:16

mutterkuhhaltung 1970 in PB auf Almewiesen.
ich musste im winter im anbindestall jeden morgen die kälber entwirren,die mit nem strick neben der mutter angebunden waren.
der metzger fuhr damals mit nem porsche vor,wenn er zwei tiere auswählte.
der chef sagte dann zu mir:"sehen sie junger mann,der verdient ganz ordentlich,wir hatten ja schliesslich die umstellungsprämie".
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Sa Jan 25, 2020 16:23

DWEWT hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Eine ausführliche Beantwortung. Aber: um die Möglichkeit, Gewinne zu generieren, um das Ansehen des Produktionsverfahrens (vor allem bei immer mehr der Landwirtschaft entfremdeten Verbrauchern) und die möglichen Fehlerquellen dabei ging es mir nicht. Sondern einzig und allein um die Hinterfragung der Mutterkuhhaltung im Sinn von "Ressourcenverschwendung". Leider befördern die Medien ja auch noch das "heile Welt Bild", ohne überhaupt zu hinterfragen, wie sinnvoll diese Art der Rinderhaltung unter dem Aspekt "bestmögliche Nutzung von Ressourcen ist".


Welche Ressourcen verschwenden wir denn in der Mutterkuhhaltung? Sind es vielleicht die Grünlandgrenzertragsstandorte, die, mit ihrem i.d.R. überständigen Gras, von den Milchviehhaltern und die Biogasanlagenbetreibern verschmäht werden? Oder verortest du die Mutterkuhaltung auf Gunstackerstandorten? Wenn natürlich Mutterkuhhaltung ausschließlich auf der Basis von Ackerfeldfrüchten praktiziert würde, wäre deine Frage berechtigt. Eine solche Mutterkuhhaltung gibt es aber schon lange nicht mehr. Dort wo sie immer noch praktiziert wird, hat wohl schon lange keiner mehr den Rechner bedient.
Wenn ein System der Rindfleischerzeugung hinterfragt werden müsste, dann die intensive Jungbullenmast. Dort werden Ressourcen in Form von hochwertigen Futtermitteln, die z.T. auch lebensmitteltauglich wären, verprasst. Mit dem Erfolg, dass am Ende ein Produkt steht, dass, wenn es sensorisch beurteilt werden würde, nicht einmal das Geld wert wäre, das derzeit dafür bezahlt wird.

Nur zwei Fragen dazu: 1.) WARUM ist das Gras überständig ? 2.) Da in der DDR die Mutterkuhhaltung keine größere Bedeutung hatte : Was wurde damals auf diesen Flächen produziert ?
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Jan 25, 2020 16:42

Das sind die falschen Fragen.
Die richtige Frage ist, welche Ressource du zu welchem Zweck nutzen willst.
Das das wiederum ist alleine eine Frage der Perspektive, welche sich nach Belieben einnehmen lässt.
Dass du dir eine Perspektive zurechtzimmerst, wie du sie gerade brauchst, um dein Handeln zu rechtfertigen, hindert andere nicht daran, das gleiche zu tun.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Jan 25, 2020 17:15

Bis Anfang der 80ziger brauchten wir die Ackernahrung für den Menschen und die Schweine, dank BORLAUG war dann soviel zu essen da,
dass wir sinnlos Fläche für Mobilität, mehr Wohnraum pro Kopf und Ökoquatsch/Wald verballern konnten. Die Menschen sind ja seitdem nicht mehr geworden.
Das weniger an Fläche fürs Essen ging zu Gunsten der Mobilität und Komfort.

So ist es auch möglich, das Grünland für die Mutterkühe frei wurde. Übrigens : Etwa 20 % der Ackerfläche wird für Heimtiernahrung benötigt (Hund, Katze, Pferd).

Ohne den Sprung in der Saatgutzüchtung wäre heute die Welt eine ganz andere. Der Ostblock hatte diese Entwicklung noch nicht mit gemacht.

Soweil am Ende Grundfutter je kg Milch gespart wurde und Ackerfläche für die Milch frei wurde, stand Grünland für die Mutterkühe zur Verfügung.
Ein Teil konnte auch für Bioenergie verwendet werden.

Bleibt die Frage aus globaler Sicht :
Nutzen wir gute ertragreiche Böden in den Wasserüberschußgebieten Europas, zerstören wir Regenwald oder bewässern wir schlechte Böden irgendwo und zerstören diese Regionen endgültig ?
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Jan 25, 2020 17:28

Wir haben also global :

1. Ackerflächen für die menschl. Ernährung
2. Ackerflächen für die Energieerzeugung
3. Ackerflächen als NaWaRo
4. Ackerflächen für Freizeittiere
5. Ackerflächen für Nutztiere
6. Ackerflächen für Naturschutzzwecke
7. Grünlandflächen als NaWaRO
8. Grünlandflächen für die Energieerzeugung
9. Grünlandflächen für Freizeittiere
10. Grünlandflächen für Nutztiere
11. Grünlandflächen für Naturschutzzwecke

Der ganze ökostalinistische Quatsch aus Brüssel war nur möglich die letzten 50 Jahre, weil so ein [zensiert] wie BORLAUG die Pflanzenzüchtung revolutionierte, weil es Dieselmotoren gab und weil die Böden durch Nutzung und Düngung verbessert wurden und heute war das ALLES falsch.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Sa Jan 25, 2020 17:53

Den Wald hast du vergessen.
Bei uns hier wurde vor 100 Jahren mind. 50% der Fläche, die jetzt Wald ist, landwirtschaftlich genutzt.

Ich ärgere mich gerade wieder, dass ich das über 80 Jahre alte Stroh, dass ich vom Dachboden einer Scheune geräumt habe, nicht fotografiert habe.
Die Halme des Roggens ware so dünn wie die vom Glatthafer auf meinen Wiesen und die ausgedroschenen Ähren so klein, dass 4 oder 5 davon in die passen würden, die wir heute gewohnt sind.
Auf besseren Böden mag es damals schon anders gewesen sein. Unsere Region wurde wegen ihrer Kargheit spät besiedelt, war sehr arm und ist heute noch eine der ärmsten in Bayern.
Die Dörfer bestanden aus wenigen Häusern. Klar haben darin pro Haus 5 bis 10 x so viele Menschen gelebt wie heute. Aber die haben jeden Quadratzentimeter Land genutzt und hatten trotzdem öfter als genug Hunger und waren wegen Eiweißmangel 2 Köpfe kleiner als heute.

Leider will davon heute niemand mehr etwas wissen. Der Mensch lernt langsam. Vergessen tut er schnell.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Jan 25, 2020 18:25

Mir alten Bauern können das ja mit Globalisierung und Digitalisierung runterkalkulieren bis in die letzten Winkel unserer Erde ohne hierzu hunderte Institute und Gelehrte einschalten zu müssen, weil wir das Glück hatten noch von unseren Alten, die hergebrachten Weisen kennen zu lernen und aufs Neue umstellen mussten. Mir kann die Zukunft scheißegal sein, weil ich nichts mehr "muss", ich kann wenn ich will.

Beim Rest sage ich nur, seht zu das ihr euer Familienvermögen zusammenhaltet. Das wird aber nur gelingen, wenn man vorhandene Kapazitäten bestmöglich und viel gemeinsam mit Kollegen nutzt.
Wer heute die Möglichkeit hat in eine gute Facharbeiter, Ingenieur oder Tierarzt Stelle zu schlüpfen, soll das nutzen. Die Landwirtschaft kann ruhig extensiv nebenher laufen, nur ab und an sehen, dass man was an Land dazu kauft und "die Sach" zusammenhält. Großbauer kann man dann immer noch werden, zumal ja in den erhofften günstigen Zeiten ( das sind die für die Nichtlandwirte "schlechten Zeiten"), die Pachtflächen wieder von den Verpächtern genutzt werden. Man sollte nicht versuchen zwanghaft oder aus falschem Stolz den Hof im Vollerwerb zu halten und "wachsen" zu müssen. Dabei hilft es dann auch nicht, wenn man Landwirtschaft studiert, weil da ja am Ende die Bezahlung als Dipl.Ing.agr. und die Arbeitszeit oft ungünstiger ist, wie als Industriemeister oder Steuerberater nebenan. Man muss sich halt durchstehlen, wenn man die Liebe zur Landwirtschaft hat.
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Re: Auslaufmodell Landwirtschaft

Beitragvon Fendt 308 ci » Sa Jan 25, 2020 19:01

Es gibt aber auch noch was dazwischen.

Ich führe meinen Betrieb im Vollerwerb ohne dass ich Großbauer sein muss.

Natürlich wird bei uns im Sonderkulturbereich der Gegenwind auch von allen Seiten stärker.
Ich sehe es allerdings mittlerweile gelassener, gab bisher noch für alles eine Lösung.
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