Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Fr Jan 16, 2026 6:29

Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
218 Beiträge • Seite 14 von 15 • 1 ... 11, 12, 13, 14, 15
  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon SHierling » So Aug 21, 2011 12:14

Hoschscheck hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben: ... Meiner Ansicht nach hilft in solchen Fällen nichts außer Aufklärung (im Ernst, ich würde den Leuten statt Geldstrafe oder Haft Praktikum und Berufsschule aufzwingen wollen). Und wo die scheitert, liegt der Fehler im System - ...

Einige sind bei Peta, Gr€€npeace, Foodwatch, etc, noch mal zur Schule gegangen. :roll: :twisted: n8
Dein Ansatz ist ja löblich Brigitta, aber wer sagt was eine gute Schule und der richtige Lehrplan ist?

Das hatten wir schon: wenn das durch demokratische Prinzipien bestimmt wird, funktioniert es natürlich nicht, das ist offensichtlich, denn die Leute, die da ihre vermeintlichen Rechte durchsetzen wollen, sind ja eben grade durch unsere gesellschaftlich anerkannten Schulen und Ausbildungsgänge gelaufen - mit ebendem Ergebnis, daß wir jetzt überall Ärger haben. Irgendwas am Lernen und Aufwachsen hier KANN also nicht mehr optimal sein, denn sonst gäbe es solche Probleme nicht.

Das tut dem Ansatz aber keinen Abbruch. Und was man ändern muß, um solchen Auseinandersetzungen entgegenzuwirken, kannst Du Dir auch gerne selber ausdenken, strengere Gesetze zB scheinen ja auch nicht in jedem Fall was zu bringen, denn gerade in den Ländern mit Todesstrafe, mit Polizeigewalt etc pp kracht es dann ja irgendwann am meisten.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon Cairon » So Aug 21, 2011 12:54

SHierling hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:@Shierling

Ist es nicht etwas anmaßend die Situation in der DDR, im 3. Reich oder in den Totalitären Staaten in denen es jetzt zu Aufständen kommt als Rechtfertigung für Baustellenbesetzungen und Brandstiftungen heran zu ziehen?

Nein, das finde ich nicht. Wenn Du das "anmaßend" findest, dann begründe das doch mal?

WELCHES Recht darf man übertreten, und welches nicht, und wer entscheidet das? Gilt nur das, was Du für richtig hältst? Oder nur das, was die Allgemeinheit sich wünscht? Wo willst Du da die Grenzen ziehen? Ist "westliche Kultur" und "christlicher Glaube" das, was grundsätzlich zu vertreten ist? Oder ist jedes Gesetz schon ein Wert an sich, der in jedem Fall zu erhalten ist? Wie willst Du dann jemals Gesetze ändern?


Auch wenn unser Staat sicherlich seine Defizite haben mag, so bedarf es doch einer Grundordnung die von der Mehrheit der Gesellschaft getragen wird. Unser Staat ermöglicht seinen Bürgern ein relativ freies Leben, die Teilhabe an politischen Prozessen und ein Leben in relativem Wohlstand. Ich denke dass die freiheitlich, demokratischen Prinzipien in den von dir angeführten Staaten nicht eingehalten werden bzw. wurden und es sich dabei totalitäre Diktaturen handelt. Wenn man aus deiner Aussage einen Umkehrschluss zieht, so kann man jedes Gesetz brechen, solange man es vor dem eigenen Gewissen rechtfertigen kann. Also hat der Recht, der die meisten Waffen aufbieten kann bzw. es schafft den Rest unter seine Knute zu zwingen. Welche Gesetze bist Du denn bereit anzuerkennen? Ich denke der Hauptpunkt ist meiner Meinung ist die persönliche Freiheit, Staaten die von Minderheiten geführt werden und die Mehrheit unterdrücken sind in Frage zu stellen. Die persönliche Freiheit kann natürlich nur soweit gehen, dass sie nicht die Grundordnung in Frage stellt. Wie wolltest Du denn einen Staat organisieren, dessen Regeln und Gesetze Du akzeptieren würdest? Außerdem steht es Dir in der BRD frei ob Du mitmachen willst, eine Ausreise ist jeder zeit möglich. Die von Dir angesprochenen Regime stellen bzw. stellten Religion, Freiheit oder gar die bloße Existenz von Menschen in Frage. Was in den Staaten im nahen Osten zur Zeit abgeht kann ich schlecht beurteilen, dafür fehlt mir das Wissen über die innerstaatlichen Strukturen, allerdings halte ich es für absolut legitim, dass das 3. reich und die DDR ein Ende gefunden haben.
Spinnen wir die Sache doch mal am Beispiel der Baustellenbesetzer durch. Die Gesetze gelten nicht mehr, die Besetzer ziehen auf, die Bauern kommen mit Traktoren, die Besetzer werfen Steine, die Bauern über fahren einen Besetzer, die Besetzer ziehen los und zünden Ställe an, ein paar Bauern holen ihre Jagdwaffen und Verteidigen die Ställe gegen die Besetzer und schon hast Du die schönste Gewaltspirale die Du Dir vorstellen kannst. Ich denke die Gesetze in unserem Staat sollten schon geachtet werden und wem sie nicht passen der soll sich politische Mehrheiten suchen und nicht mit Steinen werfen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
Benutzeravatar
Cairon
 
Beiträge: 6079
Registriert: Fr Aug 08, 2008 11:38
Wohnort: Cuxland an der Nordseeküste
  • Website
  • ICQ
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon estrell » So Aug 21, 2011 13:12

Kann man als Grundlage für Richtig und Falsch nicht die 10 Gebote nehmen? Die hat so ziemlich jede Kultur in irgendeiner Form und diese könnten sozusagen auch als Menschlicher Ehrenkodex gelten.
Würde man dagegen verstoßen, wäre das dann etwas, was man begründen könnte. Wenn man schon nach "Gründen für richtig und falsch suchen muss"?
Da diese Regeln in jedem Glauben verankert sind, sehr einfach und fassbar sind, ist es eine einfache Gesetzesgrundlage.

Dazu zählt dann auch "ehre das Eigentum deines Nächsten und begehre es nicht". Worunter dann auch das Besetzen von Baustellen fallen würde.

Das Eigentum anderer neiden fällt auch beim Brandstiften an anderleuts Autos an, bei Plünderungen usw.

Vielleich ist bei der Bildungspolitik einfach die "Wertebildung" in die Hose gegangen? Das was man mal Religion, dann Moral, dann Ethik nannte? Kann aber auch sein, das DIE die die Bildung vermitteln, durch die Bank Linke sind, die mit "Meinungsfreiheit" nur die Freiheit ihre Meinung zu vertreten meinen, und alles, was anders ist als "Rechts" mundtot machen. Womit wieder nur neue Linke raus kämen, denen der Besitz anderer nicht zählt, da Kapital "per see ungerecht verteilt ist und allen zusteht" was auch erklärt, warum "alles kaputtschlagen" nach Chaostagen linker Randalierer üblich ist und nur mit massivem Polizeiaufgebot verhindert werden kann.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
Benutzeravatar
estrell
 
Beiträge: 3701
Registriert: Mo Nov 27, 2006 15:35
Wohnort: DG - Ostbelgien
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon xyxy » So Aug 21, 2011 13:49

estrell hat geschrieben:
Vielleich ist bei der Bildungspolitik einfach die "Wertebildung" in die Hose gegangen? Das was man mal Religion, dann Moral, dann Ethik nannte? Kann aber auch sein, das DIE die die Bildung vermitteln, durch die Bank Linke sind, die mit "Meinungsfreiheit" nur die Freiheit ihre Meinung zu vertreten meinen, und alles, was anders ist als "Rechts" mundtot machen....


So ein Problem mit der Schule hatten wir gerade!
Nachdem Wahlen das Thema war, hat der Lehrer in den Raum geworfen, wer nicht wählen geht unterstützt Rechtsextremismus!
Darauf hat dann ein Teil der Schüler "OK" gemurmelt. Es kam zur Ausseinandersetzung und der Lehrer hat dann probeweise
Wahlzettel zum Ausfüllen verteilt, Ergebnis: 60 % NPD, seitdem herrscht da Funkstille.
Verarschen lassen sich die Schüler heute auch nicht mehr, sind sich aber leider über die Folgen ihrer Spässe nicht bewusst.
Fifty shades of green
Benutzeravatar
xyxy
 
Beiträge: 9265
Registriert: Fr Dez 23, 2005 9:08
Wohnort: Nordwestdeutschland
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon forenkobold » So Aug 21, 2011 22:14

Altmeister hat geschrieben:Auch hier im Forum wurde es nicht vergessen darauf hinzuweisen.
Aufmerksam habe ich die Beschönigung der Glatzköpfe mit der rechten Augenklappe gelesen.

Altmeister


.


Das ist die alte billige Masche.
Das alte Totschlagsargument.
Wenn einer darauf aufmerksam macht, das linker Terror bei uns im Gegensatz zu rechtem verharmlost wird, dann wird dem Äußerer eine "Beschönigung" der Glatzköpfe unterstellt.
Und schon hat man in den meisten Fällen die Diskussion gewonnen. Und der ins rechte Eck gestellte hat verloren. Den Schuh zieh ich mir nicht an. Für mich sind ALLES Spacken. Links wie rechts.
Aber mir war es schon beim Schreiben meines Beitrags bewußt, in welche Schublade du mich anschließend steckst. Ich hätte jede Wette gewonnen.

BESCHÖNIGT wird von DIR.
Wer soweit RECHTS steht, wie DU links und Exctremismus verharmlosen und Beschönigen würde, würde ZURECHT aus diesem Forum fliegen.
Deinereins darf bleiben. Freu dich.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
forenkobold
 
Beiträge: 5927
Registriert: Mi Aug 08, 2007 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon forenkobold » So Aug 21, 2011 22:17

[bitte keine Realnames] hat geschrieben:@ frank1973
So scheint die Situation vieler Menschen in der BRD zu sein, denn immer mehr Menschen fühlen sich bedeutungslos und entmachtet. Sie haben keine wirkliche Chance auf Bildung oder sozialen Aufstieg, sie geben sich auf. In diesem Moment wird ihnen alles egal. Mich erinnert das ein bisschen an die brennenden Autos in Berlin. Auch hier sind die Täter mutmaßlich frustrierte junge Leute, die nichts zu sagen haben, die das Gefühl haben unterzugehen. Plötzlich – und das ist pubertär – empfinden sie Macht: Mit einem Schlag können sie Nachbarn, Polizei, Politik und Versicherungen treffen.

Was erwartet man in einem Land, in dem die Linken genausowenig verboten werden wie die Rechten.
Wo die direkten Nachfahren des letzten Terrorregimes im Parlament sitzen?
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
forenkobold
 
Beiträge: 5927
Registriert: Mi Aug 08, 2007 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon SHierling » Mo Aug 22, 2011 9:22

@Cairon: das ist jetzt aber schon unterer Stammtisch, ja? Ich diskutier ja auch ganz gerne mit Dir, aber wenn schon, dann lies wenigstens meine Beiträge auch.

Cairon hat geschrieben:Auch wenn unser Staat sicherlich seine Defizite haben mag, so bedarf es doch einer Grundordnung die von der Mehrheit der Gesellschaft getragen wird. Unser Staat ermöglicht seinen Bürgern ein relativ freies Leben, die Teilhabe an politischen Prozessen und ein Leben in relativem Wohlstand.

Ja, und? Hat ja niemand bezweifelt. HABEN wir alles, und TROTZDEM (oder gerade deswegen) gibt es ganz offensichtlich doch zunehmend "Allgemeines Interesse" an Krawall. Die Straftaten insgesamt nehmen btw seit Jahren ab, nicht zu, nur die Delikte verschieben sich innerhalb der abnehmenden Fälle, selbst Sachbeschädigung an KFZ hatten wir 2007 schon mehr als jetzt, mehr als verdoppelt hat sich allerdings in den letzten 20 Jahren die Zahl der Straftaten im Bereich Tier- und Naturschutz (7325). Das mal vorweg.

Ich denke dass die freiheitlich, demokratischen Prinzipien in den von dir angeführten Staaten nicht eingehalten werden bzw. wurden und es sich dabei totalitäre Diktaturen handelt. Wenn man aus deiner Aussage einen Umkehrschluss zieht, so kann man jedes Gesetz brechen, solange man es vor dem eigenen Gewissen rechtfertigen kann.

Wenn es gegen das eigene Gewissen geht, MUSS man das sogar dürfen, eben darum haben wir Gewissensfreiheit im GG stehen, und seit 2005 müssen auch BW-Soldaten, die den Dienst mit der Waffe befürworten, nicht mehr jeden Befehl ausführen. Und das fängt bei Kopftüchern in der Schule an. Der Trick dabei ist halt, die Gesetze entweder so zu gestalten, das möglichst wenig Leute in Gewissenskonflikte geraten, oder - wenn es denn nicht anders geht - sich ein Verfahren auszudenken, mit dem man solche Leute befriedet. Darum gings, um nichts anderes.

Also hat der Recht, der die meisten Waffen aufbieten kann bzw. es schafft den Rest unter seine Knute zu zwingen. Welche Gesetze bist Du denn bereit anzuerkennen? Ich denke der Hauptpunkt ist meiner Meinung ist die persönliche Freiheit, Staaten die von Minderheiten geführt werden und die Mehrheit unterdrücken sind in Frage zu stellen.

Das Gewaltmonopol hat hierzulande der Staat, wie in vielen anderen Ländern auch, und im Gegensatz zu Ländern wie den USA darf man hier nicht mit einem Revolver in der Handtasche zum einkaufen gehen. Das hab ich auch nirgends in Frage gestellt. "Recht hat der, der es schafft, mit Waffengewalt den Rest unter seine Knute zu zwingen" ist zwar etwas populistisch ausgedrückt, aber stimmt, genau so steht es in unseren Gesetzen. Deswegen dürfen die Polizisten im Arbeitsamt Leute erschiessen, die Arbeitslosen umgekehrt aber nicht, und deswegen dürften die Polizisten eine Feldbesetzung räumen (wenn sie es denn täten), und die Bauern dürfen das nicht. Ist alles zur Zufriedenheit der Mehrheit geregelt, hab ich auch nichts dagegen.

Die persönliche Freiheit kann natürlich nur soweit gehen, dass sie nicht die Grundordnung in Frage stellt. Wie wolltest Du denn einen Staat organisieren, dessen Regeln und Gesetze Du akzeptieren würdest? Außerdem steht es Dir in der BRD frei ob Du mitmachen willst, eine Ausreise ist jeder zeit möglich. Die von Dir angesprochenen Regime stellen bzw. stellten Religion, Freiheit oder gar die bloße Existenz von Menschen in Frage. Was in den Staaten im nahen Osten zur Zeit abgeht kann ich schlecht beurteilen, dafür fehlt mir das Wissen über die innerstaatlichen Strukturen, allerdings halte ich es für absolut legitim, dass das 3. reich und die DDR ein Ende gefunden haben.

Also mit anderen Worten: DU entscheidest, das "unser" Staat ein guter ist, und deswegen auch alle Gesetze unbedingt gutgeheißen werden müssen, denn sie sind ja Mehrheitsbeschlüsse, und in "bösen" Staaten ist das anders. Kann man so sehen, geht aber an dem, was ich oben geschrieben habe, völlig vorbei. Und so ein Spruch wie "wem das nicht paßt, der kann ja gehen" ist wirklich so blöde, darüber lohnt keine Diskussion. Oder um auf Deine Art zu "argumentieren": wenn Du die Ausweisungspraktiken hierzulande auf Andersdenkende ausdehnen willst, dann hast Du mal einen "freihetlichen" Staat gehabt. Eine Demokratie, die nur ihre eigenen Ansichten zuläßt, ist keine mehr.

Mir geht es aber gerade nicht ums pauschalisieren, es gibt keinen Staat, dessen Gesetze immer und unbedingt allen Leuten gefallen, sondern um eben genau die Gesetze und Regelungen, die ganz offensichtlich zunehmend in Frage gestellt werden und bei einer zunehmenden Anzahl von Leuten offenbar so sehr "das Gewissen belasten", daß sie sich nicht in der Lage sehen, auf legalem Wege etwas daran zu ändern, bzw mit illegalen Mitteln versuchen, den Gesetzgeber (aka Mehrheit) auf ihre Ansichten aufmerksam zu machen.

Spinnen wir die Sache doch mal am Beispiel der Baustellenbesetzer durch. Die Gesetze gelten nicht mehr, die Besetzer ziehen auf, die Bauern kommen mit Traktoren, die Besetzer werfen Steine, die Bauern über fahren einen Besetzer, die Besetzer ziehen los und zünden Ställe an, ein paar Bauern holen ihre Jagdwaffen und Verteidigen die Ställe gegen die Besetzer und schon hast Du die schönste Gewaltspirale die Du Dir vorstellen kannst.

Nette Idee, ja. Aber etwas einseitg betrachtet. Sieh Dir doch bitte die Kriminalstatistik der letzten 20 Jahre einmal an - danach sind es ja nun gerade NICHT die "Besetzer", die das Gros an Straftaten ausmachen, sondern - Oh Wunder - die Bauern sind es :shock: . Nicht, daß sich deren Handlungsweise nennenswert verändert hätte, nein, die GESETZE haben sich, demokratisch und auf Wunsch der Mehrheit, so geändert, daß inzwischen ein artgerecht mit tierischem Eiweiß gefüttertes Schwein schon nicht mehr dem Gesetz entspricht, eine mit Antibiotika gegen Schwarzkopfkrankheit behandelte Pute ist gleich mehrfach illegal, und wer seit 30 Jahren seine Kartoffeln alle Jahre wieder und immer gleich gegen Phytophtora behandelt, der handelt heutzutage gegen geltende Gesetze, wenn er nicht einen Sachkundenachweis hat.

Und DA hast Du dann auch Deine Spirale: die von der Mehrheit befürworteten Gesetze werden immer enger, die "Straftaten" innerhalb der Tier- und Umweltgesetzgebung nehmen zu (wie gesagt: nicht das Verhalten hat dazu geführt, sondern die Gesetze), die Fachfremden und Bambis regen sich immer mehr darüber auf. Und wenn Du in Folge "härtere Strafen" haben willst, oder "Ausweisungen", dann sind es nach dem Mehrheitsprinzip schon lange nicht mehr die Verbraucher, die gehen müssen, sondern das bist Du irgendwann selber.
Ich denke die Gesetze in unserem Staat sollten schon geachtet werden und wem sie nicht passen der soll sich politische Mehrheiten suchen und nicht mit Steinen werfen.

Und ich denke, wer seine Gesetze von der Mehrheit bestimmen läßt, der sollte tunlichst, schleunigst und unbedingt dabei auf Sachkunde achten, und wenn jemand mit dieser Ansicht auch noch selber Bauer ist, und die letzten 20 Jahre Gesetzgebung mit offenen Augen betrachtet hat, dann sollte er mal langsam anfangen mit "Steine schmeißen", denn sonst ist er auf Betreiben der politischen Mehrheiten die längste Zeit Bauer gewesen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon Jan-Hinnerk » Mo Aug 22, 2011 11:08

schimmel hat geschrieben: Die haben einfach zu viel an Freiheit und Freizeit.


SHierling hat geschrieben: Mir geht es aber gerade nicht ums pauschalisieren, es gibt keinen Staat, dessen Gesetze immer und unbedingt allen Leuten gefallen, sondern um eben genau die Gesetze und Regelungen, die ganz offensichtlich zunehmend in Frage gestellt werden und bei einer zunehmenden Anzahl von Leuten offenbar so sehr "das Gewissen belasten", daß sie sich nicht in der Lage sehen, auf legalem Wege etwas daran zu ändern, bzw mit illegalen Mitteln versuchen, den Gesetzgeber (aka Mehrheit) auf ihre Ansichten aufmerksam zu machen.
Und DA hast Du dann auch Deine Spirale: die von der Mehrheit befürworteten Gesetze werden immer enger, die "Straftaten" innerhalb der Tier- und Umweltgesetzgebung nehmen zu (wie gesagt: nicht das Verhalten hat dazu geführt, sondern die Gesetze), die Fachfremden und Bambis regen sich immer mehr darüber auf. Und wenn Du in Folge "härtere Strafen" haben willst, oder "Ausweisungen", dann sind es nach dem Mehrheitsprinzip schon lange nicht mehr die Verbraucher, die gehen müssen, sondern das bist Du irgendwann selber.

Gesetze sollen doch auch Freiheit beschränken. und zwar dort wo ich mit meinen Taten anderen Schaden zufüge oder sie in ihrer Feiheit einschränke.
Was fehlt ist doch die Konsequenz für die Täter. Die meistens haben doch nichts also haben sie nichts zu verlieren also sind sie doch bei so Verwaltunfgsdelikten eigentlich Vogelfrei.
Wenn du dein Ticket nicht bezahlst kommst du noch mal in den Genuss das Bußgeld absitzen zu dürfen bei solchen Taten? wer geht denn für baustellenbesetzung eines Stalles in den Knast? Da kommt n Anwalt, n Gutachter und der Gerichtsvollzieher. Und der sagt das bei der armen Sau sowieso nichts zu holen ist. Also Verfahren einstellen oder Freispruch oder alles mögliche ausser Konsequenzen für den Täter.

Verklag mal einen auf Schadensersatz der nichts mehr hat. Ausser Spesen nichts gewesen.
Mein Staat den ich nicht nur finanziell unterstütze, auch innerhalb der Feuerwehr, im Vorstand vom Tennisclub, im Schulerlternrat, als beratendes Mitglied im Gemeinderat und im Bürgerverein; also mein Staat lässt mich bei meinen Interessen im Stich.
Der Spako kriegt sogar seinen Anwalt bezahlt. Was hat so einer zu verlieren? Nichts, gar nichts. Noch nicht mal seine eigene persönliche Freiheit.
Mein Ergebnis: Weg sperren; bis der Bursche mit Tütenkleben soviel Geld auf der hohen Kante hat das er sich wieder melden darf.
Mfg Jan
Jan-Hinnerk
 
Beiträge: 55
Registriert: Di Jun 14, 2011 17:47
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon SHierling » Mo Aug 22, 2011 11:12

Jo, coole Idee. Bei jeder CC-Kontrolle gleich alle lebenslang wegsperren, die auffallen.
Die können sich dann ja mit Bauland freikaufen.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon SHierling » Mo Aug 22, 2011 11:34

AHRGL - Reini, das war nicht ernst gemeint.

Nochmal für Blonde: Es ist bereits heute so, daß man ohne Geld eben seine Tagessätze absitzen muß, während man sich mit Geld rauskaufen kann. Und es gibt schon mehr als genug Leute, die die geltenden Gesetze einfach deshalb regelmässig, bewußt und ohne jede Gewissensbisse übertreten, weil der Gewinn, den sie damit machen, das ggf Bußgeld erheblich übersteigt. (Und ich finde das nicht sinnvoll.)
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon forenkobold » Mo Aug 22, 2011 13:37

SHierling hat geschrieben:Jo, coole Idee. Bei jeder CC-Kontrolle gleich alle lebenslang wegsperren, die auffallen.
Die können sich dann ja mit Bauland freikaufen.


Ich denke, dass man zwischen Verstößen gegen die elementaren und essentiellen Grundpfeilern unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und solchen gegen fragwürdige Fachgesetze schon unterscheiden muß.
Nötigung, Mißachtung des Eigentums, Sachbeschädigung und Körperverletzungen.. so wie von den Baustellenbesetzern praktiziert .. ist eine andere Kriminalitätsliga als der Verstoß gegen populistisch erstellte Schikanierungsgesetze für Landwirte.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
forenkobold
 
Beiträge: 5927
Registriert: Mi Aug 08, 2007 13:00
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon SHierling » Mo Aug 22, 2011 14:34

forenkobold hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Jo, coole Idee. Bei jeder CC-Kontrolle gleich alle lebenslang wegsperren, die auffallen.
Die können sich dann ja mit Bauland freikaufen.


Ich denke, dass man zwischen Verstößen gegen die elementaren und essentiellen Grundpfeilern unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und solchen gegen fragwürdige Fachgesetze schon unterscheiden muß.
Nötigung, Mißachtung des Eigentums, Sachbeschädigung und Körperverletzungen.. so wie von den Baustellenbesetzern praktiziert .. ist eine andere Kriminalitätsliga als der Verstoß gegen populistisch erstellte Schikanierungsgesetze für Landwirte.


Auch dafür dürftest Du keine freiheitlich-demokratischen Mehrheiten finden (q.e.d.: wäre dem nicht so, gäb es diese Regeln gar nicht!). Aus der Sicht der Mehrheit sieht das nämlich ganz anders aus: Verstöße gegen die Bestimmungen zur Umweltverträglichen Produktion gesunder Lebensmittel betreffen in der Folge schließlich wesentlich mehr Menschen als nur irgendeinen Bauern, der mal 3 Tage nicht auf seinen Acker kann. Eben drum gibt es die "populistisch erstellte Schikane" ja, die ist ja völlig LEGAL und MEHRHEITSVERTRÄGLICH zustandegekommen, und Leute wie Cairon sorgen ganz gesetzestreu dafür, daß es immer noch mehr werden ;-)
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon Hoschscheck » Mo Aug 22, 2011 15:48

Mmh,
bei unserem Dorf-Spezi (mit allen Behördengängen vertrautem Lebemann auf Hartz-Schwarzgeld-Basis) als Familienvater konnte keinerlei Geld geholt werden, eingefahren ist aber auch nie, aber das nur nebenbei.
Wir haben ja schon in D den Unterschied zwischen Straftaten und Ordnungswidrigkeiten und natürlich den Unterschied ob man selbst betroffen ist oder nicht.
Emotionslos betrachtet gebe ich dir ja Recht Brigitta, nur wann darf ich, als Landwirt, durch meinen eigenen Zivilen Ungehorsam über den erlebten und ja auch von dir vorgetragen evolutionär nötigen Zivilen Ungehorsam meine Einstellung gegenüber dem Rest der Gesellschaft zum Ausdruck bringen?
Ab wann?
Und wie?
Carport als Festmistlager verwenden?
Oder wer beurteilt jetzt vorher welcher zivile Ungehorsam moralisch, ethisch, sittlich, tugendreich und gesellschaftskonform oder -nötig ist?
Wäre es demnach in Ordnung nur 3o Kühe in den Garten eines Weltverbessers auf eine zweistündige Mission zu entsenden, nur weil er meine Kühe in ihrer persönlichen Freiheit (Weideaustrieb) beschneiden möchte? :wink:
Mir ist klar, dass du mit Gorleben einen anderen Erfahrungsschatz und eine andere Einstellung hast.
Nur auffällig ist wenn eine Seite eines Diskurses mit zivilem Ungehorsam Argumentieren darf und die andere eben nicht antworten.
Ob ich einen Sachverhalt ruhig in einem Sitzungssaal vorstelle oder mit der Fackel in der Hand in die "Augenlose Dunkelheit" hineinschreie ist schon ein unterschied.
"Im Rahmen einer gültigen Baugenehmigung ist die Gesellschaft doch an der Planung beteiligt." ist für einige Fackelträger zuwenig.
"Ansonsten soll der Brandstifter eine eigene Partei um die Mandate des Gemeinderates ins Rennen schicken.
So haben die Grünen es doch auch geschafft, sich im bestehenden System bewegt."
Die Sprüche sind ja alle schon hier geschrieben worden.

Hoschscheck
BildBild Gianni Infantino ist neuer Fifa-Präsident! Blatter musste gehen, aber ging seine Gangart?
Probezeit bestanden! gez. Kanzlei Mossack Fonseca, Panama.
Hoschscheck
 
Beiträge: 2916
Registriert: Mo Mai 07, 2007 11:23
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon SHierling » Mo Aug 22, 2011 16:18

wann darf ich, als Landwirt, durch meinen eigenen Zivilen Ungehorsam die Empfindungen über den erlebten und ja auch von dir vorgetragenen evolutionär nötigen Zivilen Ungehorsam gegenüber dem Rest der Gesellschaft zum Ausdruck zu bringen?
Ab wann?
Und wie?

Das steht doch da. Du "darfst" das (gesellschaftlich gesehen) gar nicht, dafür gibts Gesetze, und darfst das (aus Deiner persönlichen Sicht) genau dann, wenn DEIN EIGENES Gewissen, nach Abwägen aller Dir zur Verfügung stehenden Informationen und Argumente Dir sagt, es ist nötig. Das ist ganz allein Deine ureigenste Entscheidung und Dein ureigenstes Gewissen. (Und Deine ureigene Verantwortung auch.). Egal in welchem Land, egal zu welchem Thema und egal was Du dann tust. Wann bei Dir selber Deine Schmerzgrenze erreicht ist, kannst nur Du ganz allein entscheiden.
Nur: WENN Du für Dich selber das "Recht" auf solche Art Verhalten in Anspruch nimmst, dann ist es im allgemeinen schwer zu vermitteln, wenn Du es anderen Leuten absprichst. Man sollte nicht in einem Moment den Feldbesetzern erklären, wie sinnvoll, richtig und wichtig Gesetze sind, und sie im nächsten Moment selber mit dem Schlepper überfahren.

Oder wer beurteilt jetzt vorher welcher zivile Ungehorsam moralisch, ethisch, sittlich, tugendreich und gesellschaftskonform oder -nötig ist?

DAS nun wieder tut der Gesetzgeber, in unserem Fall also die Mehrheit, in dem er die Gesetze genau so gestaltet, wie wir sie jetzt zunehmend haben: Kranke Puten mit AB zu behandeln ist ein Verbrechen gegen die Volksgesundheit, die selben Puten nachts zu klauen - sorry: "Befreien" - ist schon fast ein Kavaliersdelikt.

Übrigens landen Feldbesetzer durchaus auch mal im Knast.
Im Oktober 2009 wurden zwei Feldzerstörer erstmalig vor einem Giessener Gericht verurteilt. Einer zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten ohne Bewährung, ein zweiter Feldzerstörer wurde zu vier Monaten auf Bewährung verurteilt. Die von Ihnen zerstörten Felder gehörten der Universität Gießen und auf dem Gerste angebaut wurde.[13]
Im November 2009 trat ein weiterer Feldzerstörer seine Haftstrafe an, nachdem er kurz zuvor erst aus der Erzwingungshaft aus dem Gefängnis entlassen worden war.[14] (wiki)

Dagegen ist Schweine artgerecht füttern oder Puten behandeln doch noch ganz günstig.


Und was das Parteien gründen angeht: gerade DAS die Grünen so einen "Erfolg" hatten und haben, ist für mich das allerbeste GEGENargument.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
Benutzeravatar
SHierling
 
Beiträge: 21390
Registriert: Sa Jan 08, 2005 7:57
Wohnort: Elbtalaue
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Bauern vertreiben Tierschützer von Baustelle

Beitragvon estrell » Mo Aug 22, 2011 21:07

Leider ist Demokratie ja ein Mehrheitsrecht - und erwiesenermaßen ists nun mal so, das die "Mehrheit" der Menschen dumm ist. Sie besteht aus einem Großteil Mittläufer - und diese sind dann genau das, was man erhällt, wenn man Parteien gründet.

Daher betrachte ich das "Experiment Demokratie" als klar gescheitert. Aber was ist die Alternative? Egal welchen "Experten" man sich nimmt - da ist jemand, der genau beweisen kann, warum grad der Experte unrecht hat. Lobyisten würden mauscheln, "Experten" sich gegen Geld umentscheiden... und schon hätten wir, was wir grad haben.

Und sich unter 9Milliarden Menschen mal kurz dagegen zu entscheiden ist so ne Sache - da sitzt man einfach am kürzeren Hebel - oder klinkt sich aus und züchtet irgendwo im Hinterhof Schweine.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
Benutzeravatar
estrell
 
Beiträge: 3701
Registriert: Mo Nov 27, 2006 15:35
Wohnort: DG - Ostbelgien
  • Website
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
218 Beiträge • Seite 14 von 15 • 1 ... 11, 12, 13, 14, 15

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: 2biking, Bing [Bot], Google [Bot], Hannes251

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki