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Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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114 Beiträge • Seite 8 von 8 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon Otto Mohl » Sa Feb 21, 2026 11:48

Hier wurde von der Gemeinde 15 Euro an Grundstückseigentümer gezahlt und dann für 70 weiter verkauft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kommune nach Abzug der Straßen, Lampen, Rohre, Kabel, Ausgleichsflächen und Spielplatz groß Gewinn macht.
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon 240236 » Sa Feb 21, 2026 11:55

Bei uns zahlt die Gemeinde 70€ und verlangt erschlossen 170€
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon DMS » Sa Feb 21, 2026 12:18

Auf dem Land sind die Bauland-Verkaufspreise der Gemeinde natürlich niedriger. In dem Urteil wurde jedoch ein Preis von 1.000 Euro-qm genannt, und das wird schon stimmen. In Großstadtnähe sind die Baulandpreise eben höher. Das Urteil hält aber auch die dann hohe Differenz für rechtmäßig.
Die Großen werden aufhören zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen. Ich bin kein Untertan.
Es braucht weder Herrn noch Knecht, dann ist die Welt gerecht.
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon Schwabenjung26 » Mo Feb 23, 2026 11:28

Ich hab jetzt nur das aktuelle gelesen und kann nur den Kopf schütteln:
Für deine 560m² schlecht geschnittenes Bauland möchtest Du seitens der Gemeinde einen ordentlichen Preis, nachvollziehbar.

Die Zufahrt soll privat bleiben? Da müssten die schon einen großen Hornochsen finden der die 560m² kauft, rings eingeschlossen von Dir und von deiner Gutmütigkeit abhängig.
Wer macht Winterdienst?
Fährt das Müllauto bis nach hinten? Auf privaten Flächen definitv nicht.
Kauft die Gemeinde den Weg ab? Wer unterhält diesen? Mit Geh- und Fahrrecht ist es leider nicht getan.

Deine private Erschließung mit Abwasser / Frischwasser übernimmt dann die Gemeinde zum Unterhalt? Nur wenn ordentlich gemacht was ich zum Teil aus Erfahrung ausschließe.
Strom / Telekommunikation wird seitens den Versorgern nicht auf Privatgrundstück verlegt. Es kommt nur 1 bis 2 weitere potentielle Kunden für paar kw Strom oder nen Telekommunikationsanschluss.
Ich denke mit deinen 80€ bist Du mehr als gut bedient.

Mein Rat: Verkauf den Weg und deinen potentiellen Bauplatz (ggf. noch besser zuschneiden) der Kommune.
Die Kommune macht die Erschließung ordentlich, Erschließungskosten für Dich nicht vergessen zu vereinbaren. Soll Dir auch gleich ein Baurecht verschaffen. Ich tippe drauf dass bereits dein abzugebender Teil im Aussenbereich liegt und daher nicht einfach bebaut werden kann. Auch nicht mit dem Bauturbo.
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon Ecoboost » Mi Apr 29, 2026 20:04

Servus,

Schwabenjung26 hat geschrieben:Ich tippe drauf dass bereits dein abzugebender Teil im Aussenbereich liegt und daher nicht einfach bebaut werden kann. Auch nicht mit dem Bauturbo.

Genau dafür wurde doch der Bauturbo gemacht, um auch so etwas unter engen Rahmenbedienungen zu ermöglichen.
Von den ganzen befragten Fachstellen gab es jedenfalls keine Einwendungen, wenn der Stadtrat dem gegenüber positiv gestimmt ist, habe ich darauf nun endlich ein Baurecht.
Aber bis dahin gibt es noch so einiges zu klären, die Einreichung des Bauvorbescheids erfolgt voraussichtlich im Spätsommer. Fest steht ohne Anwalt ziehen die dich über den Tisch, ohne geht es einfach nicht. Traurig aber wahr.

Gruß

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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon Schwabenjung26 » Do Apr 30, 2026 8:13

Ich würde mir wünschen dass Du da richtig liegst.
Die Erfahrung zeigt genau gegenteiliges.
Der Bauturbo ist für Innenentwicklung und in den engeren Grenzen des Bebauungsplanes das Werkzeug der Wahl.

Zu 99% bist Du bereits im Aussenbereich und daher zieht der Bauturbo auch nicht. Wenn Du Pech hast ist noch nicht mal ein Flächennutzungsplan da oder weist deine Fläche als Grünfläche aus. Dann kommt erstmal eine vorbereitende Bauleitplanung auf Dich zu, jahrelange Arbeit mit Anhörung sämtlicher Behörden und Naturschützern etc...
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon Fahrer412 » Do Apr 30, 2026 8:22

Schwabenjung26 hat geschrieben:Ich würde mir wünschen dass Du da richtig liegst.
Die Erfahrung zeigt genau gegenteiliges.
Der Bauturbo ist für Innenentwicklung und in den engeren Grenzen des Bebauungsplanes das Werkzeug der Wahl.

Zu 99% bist Du bereits im Aussenbereich und daher zieht der Bauturbo auch nicht. Wenn Du Pech hast ist noch nicht mal ein Flächennutzungsplan da oder weist deine Fläche als Grünfläche aus. Dann kommt erstmal eine vorbereitende Bauleitplanung auf Dich zu, jahrelange Arbeit mit Anhörung sämtlicher Behörden und Naturschützern etc...



Zum einen kann eine Bauleitplanung bei entsprechend Zug dahinter in einem dreiviertel Jahr abgeschlossen sein. Zum anderen ist der Bauturbo auch für die Erweiterung der Ortschaften in den Außenbereich gedacht. Bei Ortschaften mit mehr als 10 Wohngebäuden kann mit baulichem Zusammenhang (im Regelfall nicht weiter als 100 Meter entfernt) Baurecht für Wohngebäude im Außenbereich erwirkt werden.
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon Schwabenjung26 » Do Apr 30, 2026 13:50

Dann machst Du andere Erfahrungen wie ich. Seit mittlerweile 12 Jahren arbeite ich an Bauleitplanungen, Bebauungsplänen, Flächenentwicklung und Ortsentwicklung etc....
Erstere Vorhaben dauern Jahre, letztere sogar noch länger. Tendenz steigend.
Verursacht häufig durch verschiedene Schwerpunkte, hauptsächlich Naturschutz.
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Re: Bauland. Was zahlt die Gemeinde?

Beitragvon Ecoboost » Do Apr 30, 2026 19:51

Servus,

@Schwabenjung26
lies mal ab Seite 18 der PDF:
https://www.bauen.bayern.de/assets/stmi ... o_faq_.pdf
Die Seiten davor erörtern auch ein wenig die Öffentliche Belange, also Flächennutzungsplan usw.

Schwabenjung26 hat geschrieben:Zu 99% bist Du bereits im Aussenbereich und daher zieht der Bauturbo auch nicht. Wenn Du Pech hast ist noch nicht mal ein Flächennutzungsplan da oder weist deine Fläche als Grünfläche aus. Dann kommt erstmal eine vorbereitende Bauleitplanung auf Dich zu, jahrelange Arbeit mit Anhörung sämtlicher Behörden und Naturschützern etc...

Das ist zu 100 % Aussenbereich. Ich habe ja im Übrigen bereits 2022 versucht, dort ein Baurecht zu bekommen und bin bis vor den Petitionsausschuss des bayerischen Landtags gegangen. Die Stadt machte eine Satzung nach §35 Abs. 6 BauGB, diese wurde vom LRA in Folge als für Rechtswidrig erklärt, da keine Baulücke.
Die Petition damals wurde als für erledigt abgetan, hier die wesentlichen Begründungen:

- Das Vorhaben widerspricht den Darlegungen des Flächennutzungsplans (Das Grundstück ist als Fläche für Landwirtschaft im FNP ausgewiesen).
- Lässt die Erweiterung bzw. Verfestigung einer Splittersiedlung befürchten.
- die Satzung nach §35 Abs. 6 BauGB erstreckt sich nur über bereits bebaute Bereiche, die Anwendung im Aussenbereich ist nicht zulässig.

Fazit: Diese bisher starren eng gehaltenen Grenzen gibt es mit dem Bauturbo nicht mehr, allerdings haben die Gemeinden hier die Planungshoheit: sie können davon Gebrauch machen, müssen es aber nicht.
In einigen Nachbargemeinden bei mir wird die Anwendung des Bauturbos auch strikt abgelehnt, aber die haben Teils auch schon Baulandausweisungen aus den vorherigen Jahren im Peto.

Gruß

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