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Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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81 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Mi Jul 22, 2020 8:55

Für den TE wäre es sicher sinnvoll sich eine Viereckraufe mit Selbstfanggitter zuzulegen. Ich habe auch Eine und nutze sie neben der Übergangsfütterung auch zur Fixierung bei Weidebesamungen. Ansonsten ist meiner Ansicht nach der tägliche Kontakt das Wichtigste, da die Mutterkühe ansonsten tatsächlich dazu neigen zu "verwildern". Bei meinen Rinder hatte ich noch nie Probleme bzw. lassen sie mich immer ohne weiteres an ihre Kälber, was gegenüber Fremden jedoch nicht der Fall ist. Daran erkennt man schon deutlich, dass sich auch bei Rindern ein individuelles "Vertrauensverhältnis" aufbauen lässt. Dennoch sollte man natürlich immer eine gewisse Vorsicht walten lassen, das sollte klar sein.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon Teddy Bär » Mi Jul 22, 2020 8:57

Du wirst nicht bestraft wenn ein Kalb ohne Ohrmarke auf der Weide läuft. Du muss das Kalb wie immer anmelden mit der vorgesehenen Ohrmarkennummer. Dann meldest du dich bei der zuständigen Dienststelle, bei uns geht das über Telefon. Dann sagst du was Sache ist und dann ist das ok. Eventuell verlangen sie eine schriftliche Erklärung. Dann wenn du die Ohrmarke im Herbst einziehst, dann meldest du dich noch ein mal dort, und dann erst bekommst du den Pass zugesendet.
Wie gesagt, bei einem Kalb wird das tolleriert, sind es mehrere, dann gibts Ärger.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon Jörken » Mi Jul 22, 2020 9:20

Nun nur weil jemand Sicherheitsmaßnahmen ergreift, hat er deswegen nicht gefährlich total verwilderte Rinder. Ich selbst habe sehr gemütliche Tiere. Bei einem frischen Kalb wird man von fast jeder Kuh fixiert, ein tatsächlicher Angriff ist was ganz anderes und doch meist unvermittelt da man ja schließlich bei der Arbeit nicht immer jede einzelne Kuh im Auge hat.
Ganz früher im Anbindestall war das kein Thema, man kannte ja den Aktionsradius der Kuh. In der Abkalbebox ist das schon etwas anderes. Ist einem von euch schon mal ein Kalb unter den Zaun durch gerutscht und die Kuh konnte nicht zum Kalb? Dann ist richtig was los, fast jede Kuh wird so zu Alarmstufe Rot. Und trotzdem bleibt es einfach eine Kuh. Sie kann 10 Jahre gemütlich sein und einmal nicht. Für den menschlichen Körper reicht das, darum sind auch noch so gute Vertrauensverhältnisse durch technische Maßnahmen abzusichern.

Insgesamt kann man so viel ruhiger und mit mehr Freude arbeiten.

Also Leute lasst mal die Kirche im Dorf nur weil hier viele die Vorgehensweise von Daniel schlicht nicht gut heißen. Das ist nicht die gute fachliche Praxis, unnötig bei so einer Aktion verletzt zu werden.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon langholzbauer » Mi Jul 22, 2020 12:29

Nun,
Dass die Handlungsweise des TE fahrlässig war, wird jetzt auch der letzte begriffen haben.
Aber um eine frisch abgekalbte mütterliche Kuh mit Kalb bei Fuß in ein Fangfressgitter zu bekommen müsste sie jämmerlich Hunger haben.
Sonst wird sie ihr Kalb immer von jeder Störung der Weide fort führen.
Mann muss die Geduld haben, zu warten bis sich das Kalb abgelegt hat und die Kuh bei der Herde steht.
Das ist auch der richtige Zeitpunkt für Fangkörbe jeglicher Art.
Hier im Mittelgebirge legen sich die Kälber auch zu gern außerhalb der Koppel ab.
Da spart schnelles Handeln und der Weidezaun oft weitere Sicherheitseinrichtungen.
Aber die Kuh/Herde muss immer im Auge behalten werden!
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon Qtreiber » Mi Jul 22, 2020 12:59

langholzbauer hat geschrieben:Hier im Mittelgebirge legen sich die Kälber auch zu gern außerhalb der Koppel ab.
Da spart schnelles Handeln und der Weidezaun oft weitere Sicherheitseinrichtungen.

Mir ist eine brave Mutterkuh (die wurden bei mir gehalten wie Milchkühe), die unter normalen Umständen nicht über einen auf den Boden gezeichneten Kreidestrich gegangen ist, über den Zaun gegangen, als sie ihr Kalb auf der anderen Seite des Zauns in Gefahr wähnte. Ein Zaun kann einen also fälschlicherweise in Sicherheit wiegen. :shock:
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon langholzbauer » Mi Jul 22, 2020 13:19

Deshalb der letzte Satz!
Mir nehmen eher die Kälber,als die Kühe die Ohrmarken übel. :wink:
Wenn das Kalb erwacht, müssen die Marken sitzen, bis es einen Ton von sich gegeben hat!
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon Wuestenfuchs00 » Mi Jul 22, 2020 20:01

Wenn ich das hier so lese bin ich ja heilfroh so liebe und unkomplizierte Rinder zu haben, die mich jederzeit problemlos an ihre Kälber lassen und auch ohne das sie „jämmerlichen Hunger“ haben mit Schrot als Lockmittel selbstständig ins Fressgitter gehen.
Das Wichtigste wurde hier auch noch gar nicht erwähnt, nämlich mit Ruhe an die Sache zu gehen denn Rinder sind diesbezüglich sehr feinfühlig.
Das soll jetzt aber nicht wieder fälschlicherweise als Vorwurf an den TE ausgelegt werden, sondern ist lediglich eine allgemeine Empfehlung.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon Sturmwind42 » Do Jul 23, 2020 7:09

Wuestenfuchs00 hat geschrieben:und auch ohne das sie „jämmerlichen Hunger“ haben mit Schrot als Lockmittel selbstständig ins Fressgitter gehen.


Genau so schaut es aus ! Ich kenne das auch nur so . Wenn es was besonders leckeres gibt , dann kommen die ins Fressgitter und sperren sich selbst ein .

Scheinbar gibt es ganz andere Haltungen bzw Fütterungen wo das nicht möglich ist . Komisch .
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon 304 » Do Jul 23, 2020 16:37

Sturmwind42 hat geschrieben:Scheinbar gibt es ganz andere Haltungen bzw Fütterungen wo das nicht möglich ist .

Ohne jetzt hier alles durchzulesen: Hat doch hier glaube ich niemand behauptet das fangen mit dem Selbstfanggitter ein Problem ist. Mit Lockmittel und etwas Geduld ist das doch gar kein Problem.

Vielmehr läuft es in der Praxis so wie von Wuestenfuchs00 beschrieben: Absolut kein Problem an die Kälber ran zu kommen, selbst wenn die Kuh nicht eingesperrt ist. Fürs Melken und Kalb tränken bräuchte es das Fanggitter in den meisten Fällen auch nicht.
Gibt aber auch so manche Kuh (Einzelfälle) die schon im Verteidungsmodus ist, wenn du nur an der Abkalbebox vorbeiläufst.
Wer das nicht rechtzeitig erkennt und auch keine Vorsichtsmaßnahmen (Fangitter) getroffen hat, kann froh sein da unverletzt rauszukommen. Bei richtiger Reaktion stellt das kein Problem dar, sofern das Fressgitter ordentlich verankert ist.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon langholzbauer » Do Jul 23, 2020 18:52

Noch unterschiedlicher als die Haltungen sind die Charaktere der Muttertiere.
Und darunter gibt es viele, die sich auf der Weide schon vor der Abkalbung von der Herde absetzen und eben aus ihrem Instinkt heraus das frische Kalb von jeder Unruhe weg führen.
Und diese sind auch dann eher die Angreiferinnen, als die " Dummen" ,welche sich mit Leckerli einfangen lassen.
Eben um die skeptischen und aggressiven "Übermütter" geht es hier in dem Faden.
Und nicht Herdenführung oder Haltungsbedingungen, was aber trotzdem natürlich auch Einflüsse auf das Verhalten hat.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon DWEWT » Fr Jul 24, 2020 6:19

Viele der Beiträge hier belegen, warum die Mutterkuhhaltung als sehr großes Risiko seitens der BG eingestuft wird.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon Teddy Bär » Fr Jul 24, 2020 7:50

DWEWT hat geschrieben:Viele der Beiträge hier belegen, warum die Mutterkuhhaltung als sehr großes Risiko seitens der BG eingestuft wird.

Das gleiche gilt für Milchkühe. Nicht selten läuft da ein Bulle in der Rinderherde mit. Manchmal auch bei den Kühen. Da gibst auch zu oft sehr gefährliche Situationen.
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Re: Beinahe- Unfall beim Ohrmarken einziehen auf der Weide

Beitragvon DWEWT » Fr Jul 24, 2020 10:44

tyr hat geschrieben:
Oder hast Du mal was davon gehört, das sich die BG verkleinert hat, weil es immer weniger Betriebe gibt?


Die ldw. BG musste, angestoßen durch eine Reform des damaligen Bundeslandwirtschaftsministers Seehofer, bis zum 31.12. 2015 (?), ihre Ausgaben um 20% reduzieren. Daraus ergab sich der jetzige Zentralismus mit Kassel als alleinigem Dienstsitz.
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